Breath of the Wild suckt: 100 Gründe, warum das neue Zelda ein Reinfall ist!

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  • An alle neuen Leser: Das übertriebene Bashing war nur ein Aprilscherz;)
    Die Kritikpunkte selbst sind aber größtenteils ernst gemeint!

    Lange mussten wir auf das erste große 3D-Zeldaspiel seit 2011 warten. 2013 wurde der neue Zeldatitel für WiiU angekündigt, anfangs hätte er 2015 erscheinen sollen, wurde anschließend aber 2 mal jeweils um ein Jahr bis nach 2017 verschoben und erschien am 3. März 2017 für WiiU und Switch. Die ersten paar Tage vor und auch nach dem Release waren großartig – 10/10-Wertungen en masse, ein völlig neues Spielgefühl. Überall wurde das Spiel in den Himmel gelobt, kritische Meinungen gingen in der Hype-Flut total unter und wurden nur spöttisch belächelt.

    Auch ich gebe zu, dass ich ein wenig im Hype geschwommen bin und vieles mit Fanboyaugen gesehen habe, ohne die Spielinhalte groß zu hinterfragen. Zu groß war der Durst nach einem neuen Zeldateil, zu lange wurden wir Fans mit der ganzen Warterei auf die Folter gespannt. Doch nun, ein ganzes Jahr später, nachdem sich der Hype wieder etwas gelegt hat und auch die größten Zeldafanboys aufgehört haben, zu hyperventilieren, ist ein guter Zeitpunkt, um nochmal nüchtern und kritisch das Spiel Revue passieren zu lassen, ganz ohne rosarote Brille.

    In diesem Blog werde ich die Schwächen des Spiels genau unter die Lupe nehmen und analysieren. Keine Sorge, Spoiler zu Breath of the Wild werde ich auch als solche in der Überschrift des jeweiligen Kapitels kennzeichnen, Spoiler zu anderen Zeldaspielen versuche ich sowieso zu vermeiden. Folgende Fragen gilt es zu beantworten: Haben sich die Verschiebungen gelohnt, haben wir hier das perfekte Zelda bekommen, welches keinerlei Macken hat und welches nicht kritisiert werden darf? Ist das Spiel wirklich so gut wie es überall gepriesen wird, darf es als eines der besten Spiele aller Zeiten bezeichnet werden, welches neue Maßstäbe setzt?

    Meine klare Meinung dazu ist: Nein, dieses Spiel ist bei Weitem nicht perfekt und es ist zudem weit davon entfernt, auch nur annähernd 10/10 Punkte zu verdienen. Ich gehe sogar so weit und sage, dass Zelda Breath of the Wild ein Reinfall ist, der der Reihe nachhaltig schaden wird. Dieses Spiel hat alles kaputt gemacht, was Zelda ausgemacht hat und ist nicht viel mehr als eine öde Sandboxwelt mit etlichen Schwächen, über die selbst ich als Zeldafan nicht hinwegsehen kann. Zu groß ist die Liste der 100 (!) Kritikpunkte, auf welche ich im Laufe meiner Spielesessions gestoßen bin, manche davon sind gröber, andere sind (zugegeben) nur Kleinigkeiten – doch summa summarum sind es einfach so viele Schwächen, welche das Gesamtbild derart trüben, dass das Spiel für mich nicht mehr genießbar ist.

    Doch jetzt will ich nicht zu lange um den heißen Brei reden, medias in res:


    Inhaltsverzeichnis:
    • Performance 1-6
    • Steuerung 7-11
    • Musik & Sound 12-22
    • Schreine 23-26
    • Dungeons 27-30
    • Inventar 31-35
    • Balancing 36-44
    • Story 45-50
    • Gegner 51-54
    • Belohnungen 55-58
    • DLC-Politik 59-70
    • Minispiele 71-72
    • Kamera 73-77
    • Dinge, die ich vermisse 78-90
    • Sonstiges 91-100


    Performance

    1) Framerate
    Fangen wir mit der spürbarsten Schwäche an, nämlich der Framerate. Dank eines Patches wurde glücklicherweise ein wenig nachgebessert, doch selbst jetzt fällt die Framerate stellenweise unter 20fps und die beeinflusst das Spielerlebnis stark, das sollte eigentlich nicht passieren. Besonders betroffen ist davon ausgerechnet der Bereich rund um das Masterschwert... Das epische Feeling, welches man an diesem magischen Ort haben sollte, wird durch die Framerateprobleme (die in diesem Bereich bei der WiiU-Version besonders stark auftreten) leider stark getrübt und das ist sehr schade. Auch die Dörfer (allen voran Kakariko und mit Abstrichen Hateno) sind von den Framerateproblemen betroffen, weiters merkt man in Vah Naboris, dass das Spiel nicht so flüssig läuft wie man es sich wünschen würde.

    2) Freezes
    Eine absolute Katastrophe sind die Freezes, welche ab und zu im Spiel auftreten können. Man will ein Moblinlager bekämpfen, zückt sein Schwert, trifft den ersten Moblin und plötzlich beginnt der Bildschirm für mehr als eine Sekunde einzufrieren. Wie kann soetwas durch die Qualitätskontrolle kommen? Es ist ja nicht so, dass dies ein Ausnahmefall ist, ich habe mit einigen Leuten gesprochen und dieses Problem trat nicht nur bei mir vermehrt auf.

    3) Verzögerungen
    Bei der neuen Spielmechanik 'Flurry Rush' kommt es im Kampf vermehrt zu starken Verzögerungen, die eigentlichen Schläge mit dem Schwert finden oft erst stark verzögert statt, lange nachdem die Eingabe auf die Tasten erfolgt war und das Spiel läuft plötzlich nicht mehr so flüssig wie zuvor. Ähnlich ist es bei vermehrten Schüssen mit Bombenpfeilen in der Luft. Geschehen zu viele Eingaben auf einmal und explodiert zu viel, so geht leider auch der flüssige Spielfluss verloren und man beginnt richtig Angst zu haben, dass sich das Spiel nicht aufhängt. Dies sollte ebenso nicht passieren und in dieser Form habe ich dies (außer in Wind Waker (HD) bei vermehrten Bombenangriffen auf offener See) auch noch in keinem anderen Zelda erlebt.

    4) Gras, Texturen und Lichteffekte 2014 vs 2017
    Fast niemand hatte damals damit gerechnet, doch bei der "The Game Awards" Show 2014 wurde tatsächlich erstmals Gameplaymaterial zum neuen Zelda gezeigt. Umso mehr freute ich mich, dass sich das Aufbleiben gelohnt hat und ich diese Überraschung live miterleben konnte. Das Spiel sah bereits hervorragend aus, die Texturen waren gestochen scharf, die Weitsicht toll, das Gras schön hoch und malerisch, die Lichteffekte einmalig. Da das Spiel zum damaligen Zeitpunkt ja noch lange nicht final war, konnte man hoffen, dass das finale Spiel sogar noch eine Schippe drauflegt.
    Doch falsch gedacht, genau das Gegenteil war der Fall. In fast jederlei Hinsicht ist die finale Version des Spiels ein Downgrade zur Betaversion 2014. Wie ist so etwas möglich? An sich sind die Texturen, Lichteffekte, etc für mich kein sehr großer Kritikpunkt, doch was mir sauer aufstößt, ist die Täuschung, die durch den damaligen Trailer 2014 stattgefunden hat. Das Spiel wurde bewusst schöner dargestellt als es letztendlich ist und wir Fans wurden getäuscht. Auch Büsche, Bäume und Objekte ploppen im finalen Spiel beim Wandern durch Hyrule jeweils erst sehr spät auf. Jeder Blinde sieht, dass das finale Spiel leider bei Weitem nicht so schön aussieht wie die Betaversion vor ein paar Jahren:

    5) Durchsichtige Wände
    Wurde nicht vor Release etwas in der Art "während in anderen Spielen durchsichtige Wände Begrenzungen darstellen, kann man in Zelda Breath of the Wild überall hingehen und es gibt keine Limitierungen" behauptet? Es ist zwar verständlich, dass die Welt irgendwo aufhören muss. Doch wieso... wieso gibt es in diesem Spiel nun dennoch durchsichtige Wände? Nintendo hätte die Begrenzungen viel besser lösen können – z.B. ein Sandsturm im Wüstengebiet im Südwesten, ein Hurrikan im Meergebiet im Südosten, etc. Schade, dass Nintendo die faule Variante gewählt hat, mich stört dies sehr.

    6) Glitches (Minispoiler)
    Einmal wollte ich alle Waffen auf den Boden legen, um ein schönes Foto zu machen, doch anscheinend war dies zu viel für das Spiel und einige Waffen sind einfach verschwunden – plup und weg... sowas darf einfach nicht sein! Ein anderes mal habe ich Revalis Sturm in einem überdachten Hideout eingesetzt, Link wurde nach oben gewirbelt und ist an der Decke steckengeblieben – der Wind von unten hat nicht aufgehört, obwohl er eigentlich nur wenige Sekunden anhalten sollte. Ich konnte mich einfach minutenlang nicht bewegen und mir blieb nichts anderes übrig, als das Spiel neu zu starten. Glitches wie diese haben mein Spielerlebnis leider stark getrübt.

    Bei keinem anderen Zelda bislang sind mir derart eklatante Performance-Schwächen aufgefallen wie bei dem neuesten Ableger, darüber kann man leider einfach nicht hinwegsehen. Wären dies die einzigen 6 Kritikpunkte, wäre es zwar auch nicht das perfekte Spiel, aber zumindest wären die herausragenden Bewertungen halbwegs argumentierbar. Doch wir sind erst bei 6/100 Kritikpunkten, da kommt noch viel mehr auf uns zu, leider nicht im positiven Sinne...


    Steuerung

    7) Buttonanordnung
    Wieso sind der 'Laufen'-Button und der 'Sprung'-Button nicht nebeneinander, sondern gegenüber voneinander? Dies macht das schnelle Steuern von Link sehr unangenehm. All das wäre ja kein Problem, wenn man selber die Grundeinstellungen verändern und die Knöpfe nach den eigenen Präferenzen anordnen könnte, sowie es bei vielen anderen Spielen möglich ist. Doch gibt es so eine Option? Fehlanzeige! Man kann zwar den 'Laufen'-Button und den 'Sprung'-Button vertauschen, doch auch dann sind die beiden Aktionen wieder gegenüber voneinander – abgesehen davon ist es nicht möglich, die Steuerungsknöpfe zu verändern. Wirklich sehr enttäuschend!

    8.) Bewegungssteuerung
    Ich habe ja überhaupt nichts gegen Bewegungssteuerung an sich, es gibt viele Beispiele von Spielen (z.B. Super Mario Galaxy), bei welchen sich die Bewegungssteuerung intuitiv anfühlt und gut umgesetzt wurde. Doch wie die Bewegungssteuerung in den Bewegungssteuerungs-Schreinen vom neuen Zeldaspiel umgesetzt wurde, kann leider nur als katastrophal bezeichnet werden. Die Steuerung fühlt sich einfach nicht genau an, wieso konnte Nintendo bei diesen Schreinen die Bewegungssteuerung nicht optional anbieten? Besonders schlimm ist es für WiiU-Spieler, die normalerweise mit dem Procontroller spielen und gezwungen werden, das (meist unaufgeladene,) klobige Gamepad herauszukramen, nur um diese nervigen Bewegungssteuerungs-Schreine zu machen. Meist fällt beim Verdrehen des riesigen Gamepads der Stift heraus und jeder Bewegungssteuerung-Schrein wird zu einer ätzenden Qual.

    9) Touchscreensteuerung
    Das WiiU-Gamepad hat einen Touchscreen, auch die Switch hat einen Touchscreen. Wieso wurde in diesem Spiel komplett auf eine optionale Touchscreensteuerung verzichtet? Ich rede hier bei Gott nicht von einer kompletten Touchscreensteuerung ala Phantom Hourglass oder Spirit Tracks, sondern um sinnvolle Erweiterungen des Spielerlebnisses: Wäre es nicht praktisch, wenn man einfach am Touchscreen Marker setzten könnte oder Punkte antippen könnte, zu denen man sich teleportieren will? Oder wäre es nicht toll, wenn man sich eigene Notizen in ein Notizbuch kritzeln könnte, indem man den Touchscreen benutzt? Auch die Itemauswahl würde mit Touchscreensteuerung um einiges einfacher und schneller von statten gehen. Das würde den Handheldmodus der Switchversion nochmal um einiges aufwerten und die WiiU-Version würde so oder so stark davon profitieren.

    10) Gamepad-Map-Feature (WiiU-only)
    Die Betaversionen des Spiels hatten eines der praktischsten und tollsten Features, die das WiiU-Gamepad je hervorgebracht hat: Nämlich die Möglichkeit, sich die Map auf dem Gamepadscreen anzeigen zu lassen, während man am großen Bildschirm zockt. Dieses Feature habe ich bereits bei den WiiU-Remakes von Twilight Princess und Wind Waker sehr geschätzt und geliebt. Ich hatte mich daher riesig darauf gefreut, dieses Feature auch bei Breath of the Wild nutzen zu können. Doch die Ernüchterung kam einige Monate vor Release, als bekannt wurde, dass das Feature komplett gestrichen wurde, damit die WiiU-Version ja keine Vorteile gegenüber der Switch-Version hat. Eine große Fehlentscheidung, für mich eine der größten Pre-Release-Enttäuschungen überhaupt. Das Gamepad ist nun komplett nutzlos, beim Spielen sieht man nur einen schwarzen Bildschirm. Trotzdem kann man nicht komplett auf das Gamepad verzichten, da es ja immer wieder diese nervigen Bewegungssteuerungs-Schreine gibt (siehe Punkt 5).

    11) Versehentliches Ducken (Switch-only)
    Kennt ihr das, ihr wollt in einer brenzligen Situation eigentlich nur weglaufen oder ausweichen, aber Link beginnt sich plötzlich zu ducken und in den Schleichmodus zu gehen und alles wird nur noch schlimmer? Dieses nervige Problem tritt ausschließlich auf der Switchversion auf, es kann nur allzu leicht passieren, dass der linke Controlstick aus Versehen eingedrückt wird, da der Widerstand (anders als beim Controlstick der WiiU-Controler) am Switch-Controlstick nur sehr gering ist.

    Mehr als 1/10 der Kritikpunkte sind nun abgehandelt, doch es gibt 89 weitere Punkte, die mich an diesem Spiel stören. Weiter geht es nun mit der musikalischen Untermalung:


    Musik & Sound

    12) Ohrwurm-Melodien
    Die typischen Zelda-Ohrwurmlieder sucht man in Breath of the Wild leider mit der Lupe – Main Theme (Zelda 1), Temple Theme (Zelda 2), Dark World (A Link to the Past), Lost Woods (Ocarina of Time), Song of Healing (Majoras Mask), Dragon Roost Island (Wind Waker), Midnas Lament (Twilight Princess), Ballad of Godesses (Skyward Sword) und viele mehr, wer kennt sie nicht? Jedes Zelda hat wirklich tolle, eingängige Songs zu bieten, welche Zelda einfach ausmachen und welche jeder sofort aus dem Gedächtnis summen könnte. Doch was ist mir der Musik in Breath of the Wild? Tja, macht euch selber ein Bild davon, ich lasse diesen exemplarischen Song mal ohne Worte stehen:


    13) Titelmelodie
    Der erste Moment, wenn man ein neues Zeldaspiel startet, sollte immer etwas ganz Besonderes sein und dies war bei fast allen früheren Zeldas auch der Fall. Ich kann mich noch erinnern, als ich das erste mal Ocarina of Time startete, die wunderschön mystische Titelmelodie hörte und sofort die Zeldamagie spürte – was waren das für tolle Zeiten. Oder die epische Startmelodie bei A Link to the Past. Oder der majestätische Twilight Princess Title Song mit dem reitenden Link in der Abendsonne. Oder die fröhlich-schöne Titelmelodie bei Wind Waker.... Ach ich könnte ewiglang weiter in schönen Erinnerungen vergangener Zeldatitel schwelgen, doch hier in diesem Blog soll es um Breath of the Wild gehen.
    Wie würde der Startscreen im neuesten Zelda wohl aussehen? Die Erwartungen waren hoch, die Enttäuschung war aber nochmal größer, viel größer.... Die traurige Wahrheit ist: Dieses Zelda hat kein Title-Theme! Einfach nur ein stummer Bildschirm ohne jegliche Melodie. Und was noch schlimmer ist... es gibt keine Introsequenz, gar nichts – einfach nur billige Demobilder, die (vermutlich mit Windows Movie Maker) der Reihe nach angezeigt werden. Dies ist der liebloseste Title Screen, den ich je in einem Nintendospiel erlebt habe, eine absolute Enttäuschung. Jedes mal, wenn ich das Spiel starte, denke ich mir: 'Wieso war Nintendo so faul, könnten sie nicht zumindest jetzt im Nachhinein am Title Screen nachpatchen, von mir aus einfach das typische Great Fairy Fountain - Theme einfügen... alles besser als ein leerer, stummer Titelbildschirm... Ich kann nicht der einzige sein, der die typischen Startbildschirme vermisst. Bei dem Starbildschirm von Breath of the Wild kommt leider 0 Zeldafeeling auf, meiner Meinung nach ist das eine Frechheit der Entwickler...

    14) Credits-Melodie
    Na gut, wenn es schon keine Titelmelodie gibt, dann doch hoffentlich ein schönes, neues Credits-Theme? Denkste... auch in der Hinsicht enttäuscht das neue Zelda auf voller Linie. Während bei vielen anderen Zeldatiteln wie beispielsweise Skyward Sword, Oracle of Ages, Majoras Mask oder Twilight Princess die Creditmusik absolute Meisterwerke sind, wurde bei Breath of the Wild erneut die faule Variante angewandt. Kein einziger Part der Credits-Melodie ist einzigartig, es wurden lediglich bereits vorhandene Lieder wie das Kakarikotheme oder die Reckensongs der Reihe nach und ohne Zusammenhang zueinander abgespielt. Es wurde nicht mal die Mühe gemacht, ein Medley aus den vorhandenen Liedern zu transkribieren, geschweige denn ein schönes, episches Creditstheme wie bei einem großen Teil vergangener Zeldateile zu komponieren.
    Mit solchen Entscheidungen treibt Nintendo Faulheit auf ein neues Level, doch wenn wir Spieler nichts kritisieren und niemand irgendetwas dagegen sagt, wer weiß... vielleicht werden wir nie wieder schöne Titelmelodien oder Creditthemes erleben und Nintendo wird auch in zukünftigen Spielen diesen einfachen, faulen Weg gehen, das sollten wir nicht zulassen. Ich bin sicherlich kein Hater, aber manchmal braucht es ein wenig Kritik, damit sich nicht plötzlich alles zum Schlechten verändert... Hier ein bisschen gute Hintergrundmusik aus vergangenen, besseren Zeiten, die ihr euch nebenbei beim weiteren Lesen meines Blogs anhören könnt

    15) Kakariko Theme
    Das mag zwar nur eine Kleinigkeit sein, doch für mich bedeutet Kakariko immer sehr viel. Und besonders liebe ich die Musik in Kakariko Village. Das originale Kakarikotheme aus A Link to the Past ist meiner Meinung nach ein wahres Meisterwerk, auch die Variation aus Twilight Princess ist fantastisch. Ich war schon sehr gespannt, was uns in Breath of the Wild erwarten würde. Ein richtig schöner, orchestraler Remix des Originals? Ein neuer Song in Anlehnung an das Original? Nein... was wir bekamen, war.... um es freundlich auszudrücken... ernüchternd. Ich will nicht sagen, dass das Lied schlecht ist, es ist an sich ein nettes Stück... das Problem ist... es ist zu wenig einprägsam, das Gewisse Etwas fehlt einfach (wie die Kakarikomusik besser gemacht werden hätte können, könnt ihr euch im Textabschnitt unter Punkt 50 weiter unten anhören). Die Musik von Hateno (und auch der Ort selbst) gefällt mir beispielsweise viel besser.
    Kakariko ist im neuen Spiel auch im Gesamten einfach nicht mehr so der magische Ort wie er einst war. Dies liegt nicht nur an der Musik, sondern auch an den Freamedrops (die in dieser Stadt besonders stark auftreten) an Impa (zu welcher ich später noch zurückkommen werde, insbesondere ihrer Synchronsprecherin) und am generellen Flair der Stadt, welche mit Kakarikoversionen anderer Zeldateile einfach nicht mithalten kann.

    16) Musiklautstärke
    Eigentlich sollte es Standard sein, dass man einstellen kann, wie laut die Musik im Verhältnis zu den Soundeffects (SFX) und zur Sprachausgabe von Non Playable Characters (NPCs) sein soll. Doch diese Funktion sucht man in Breath of the Wild vergebens. So ist es leider der Fall, dass viele Lieder einfach viel zu leise und kaum wahrnehmbar sind. Besonders auffällig ist dies im Zorareich. Als ich dort das erste mal hinging, merkte ich fast nicht, dass im Hintergrund eine Melodie läuft, was wirklich sehr schade ist. Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, die Musik lauter zu drehen, ohne dass die Nebengeräusche ebenfalls lauter werden, aber... surprise, surprise: Leider erneut Fehlanzeige!

    17) Schrein-Detektor-Signal
    Während die normale Musik im Verhältnis vielerorts viel zu leise ist, verhält es sich mit dem Schreindetektor genau gegenteilig. Wieso muss dieses eklige Geräusch dermaßen laut und schrill sein? Ich bin nicht schwerhörig und würde es auch bemerken, wenn die Lautstärke nur halb so laut ist – zudem gibt es sowieso zusätzlich ein visuelle Signal. Das Schreindetektor-Geräusch hat die ruhige Atmosphäre beim Erkunden derart gestört, dass ich zwischenzeitlich wirklich am Überlegen war, den Detektor gänzlich abzuschalten.

    18) Storytrailer-Theme
    Hört man sich in Diskussionsforen über die Musik in Breath of the Wild um, so merkt man schnell, dass ein Lied besonders beliebt ist. Für etliche Leute ist das Storytrailer-Theme 2017 der beste Song aus Zelda Breath of the Wild. Doch Moment mal... hat der Song keinen eigenen Namen? Und kam die Melodie überhaupt im Spiel vor? Die Antwort auf beide Fragen ist: Nein! Diese epische Melodie wurde wirklich nur in diesem einen Trailer verwendet und kam im Spiel überhaupt nicht vor. Hätten Nintendo nicht diese Melodie als Titelmelodie verwenden können – in Kombination mit einem epischen Intro? Ich verstehe es einfach nicht, ist ja nicht so als strotze das Spiel bereits vor hunderten epischen Liedern und es wäre kein Platz mehr gewesen, den Song unterzubringen... verschenktes Potential, das Lied hätte sich mehr verdient als nur einmal in einem Trailer vorzukommen.

    19) Leunen-Musik
    Die stärksten Gegner im Spiel sind (besonders bei der ersten Begegnung) wahrlich furchteinflößend. Doch wieso spielt bei einem Leunenkampf dieselbe Kampf-Melodie wie wenn man schwache Bokoblins oder fast jeden anderen gewöhnlichen Gegner im Spiel bekämpft? Diese Gegner hätten sich eine eigene Kampfmelodie verdient, stattdessen wird selbst bei derart mächtigen Gegnern erneut dieselbe receycelte Musik verwendet, die es bei fast allen anderen Gegnern auch bereits gibt, wirklich schade...

    20) Hintergrundkulisse
    Ich kann ja verstehen, dass Nintendo hier einen anderen Ansatz gewählt hat und nicht überall 'richtige Musik' spielen kann. Auf dem Großteil der Oberwelt hört man nur vereinzelt ein paar Klaviertöne, was an sich stimmig ist, doch ein wenig konkretere Melodien hätte ich dennoch begrüßenswert gefunden. Auch wäre es schön gewesen, wenn es an mehr Orten aufwendigere Melodien gegeben hätte. Das typische Hyrule Field Theme aus vergangenen Teilen vermisse ich beispielsweise schmerzlich. In dem Hyrule Field Gebiet rund ums Schloss hätte Nintendo eine epische Variation vom Hyrule Field Theme spielen lassen können, dies hätte der Atmosphäre nicht geschadet, im Gegenteil. Doch so bleiben leider auch in diesem Gebiet nur vereinzelte Klaviertöne, welche nicht das Gefühl vermitteln, dass man sich gerade im Herzstück von Hyrule befindet.

    21) Sound Selection CD (Switch-only)
    Groß war die Freude, als angekündigt wurde, dass die Limited Edition des Spieles eine Soundtrack-CD beinhaltet. Doch erneut kam rasch die große Ernüchterung... Insgesamt sind nur magere 24 Lieder oben, allerdings nicht unterschiedliche Lieder, sondern teilweise doppelte Versionen (beispielsweise Tag- und Nacht-Varianten). Abgesehen vom Main Theme gibt es keinen einzigen Song aus meiner "Top 10 Lieblings-BotW-Lieder-Liste", welcher auf der CD vorhanden ist.
    Wo ist das Hyrule Castle Theme? Wo sind die ganzen Reckensongs? Wo ist das Hateno Theme? Wo sind die Ganonfluch-Songs? Wo ist Tarrey Town (Tarabulasa)? Wo sind die Titanen-Songs? Gefühlt wurden absichtlich die besten Stücke des Spiels ausgelassen und die schlechtesten reingenommen, die Auswahl der Lieder ist schlicht und einfach katastrophal. Noch nie habe ich eine derart schlechte Stückauswahl auf einer Nintendo-Soundtrack-CD erlebt, wer auch immer dafür verantwortlich war, sollte gefeuert werden...

    22) Schreinmusik
    Weit über 100 Schreine gibt es in diesem Spiel. Da würde man sich doch erwarten, dass es eine große Abwechslung an Rätselmusik geben würde, abhängig davon, in welchen Schreinen man sich gerade befindet. Allerdings enttäuscht das Spiel auch in diesem Bereich. In sämtlichen Rätselschreinen spielt ein und dieselbe Melodie, Abwechslung gibt es einfach nicht. Anfangs ist die Melodie ganz nett, doch spätestens nach vielen zig-Schreinen konnte ich die Musik einfach nicht mehr hören. Die Entwickler haben es geschafft, ein an sich gar nicht so schlechtes Musikstück durch das viel zu häufige Auftreten vollkommen zu ruinieren.

    Apropos Schreine, ich denke dies ist ein guter Übergang, um mit dem Thema Musik abzuschließen und einen fließenden Übergang in das nächste große, kontroverse Themengebiet zu vollziehen, nämlich den Schreinen und Dungeons:


    Schreine

    23) Eintönigkeit
    Nicht nur die Musik (siehe Punkt 21) ist in den Schreinen komplett eintönig, nein dies betrifft auch das Aussehen und den Aufbau der Schreine selbst. Ich war vor 3 Monaten auf Urlaub in Japan und es war für mich erstaunlich, wie verschieden die unterschiedlichen Schreine dort sowohl von außen als auch von innen aussehen. Doch in Breath of the Wild scheint diese Einzigartigkeit komplett verloren gegangen zu sein. Von außen sehen sämtliche Schreine gleich aus, doch auch innen sieht es nicht viel besser aus. Egal in welchem Gebiet man sich befindet, innen sieht alles gleich aus (mit der Ausnahme von den ein oder anderen Elementen (Wasser, Feuer, Wind oder Elektro), die zur Lösung der Rätsel erforderlich sind), es ist einfach viel zu wenig Individualität vorhanden. Wo bleibt die Einzigartigkeit?


    24) Rätselschreine
    Sind wir mal ehrlich, wie viele der Rätselschreine besitzen wirklich gute Rätsel? Die meisten Schreine sind innerhalb von weniger als 5 Minuten, teilweise sogar weniger als 3 Minuten wieder vorbei und stellen kaum eine Herausforderung dar, geschweige denn bieten sie innovative Ideen. Alleine die Schreine des kostenpflichtigen DLC2 beweisen, dass viel mehr möglich gewesen wäre. Ich vermute, die Entwickler hatten beim Grundgame einfach Zeitstress und das wirkte sich leider negativ auf die Rätselschreine aus. Komplexere Rätsel sucht man in den Schreinen vergebens und es darf zurecht in Frage gestellt werden, ob die Schreine ein adäquater Dungeonersatz sind.

    25) Kraftproben
    Der erste Kraftprobenschrein war ja noch ganz nett. Doch bald stellt man fest, dass etliche der Schreine genau gleich sind, stets ein (leicht zu besiegender) Wächter mit 2, 3 oder 4 Armen. Insgesamt 20 dieser Schreine sind exakt gleich, Copy & Paste, mehr nicht. Wer hat Lust stets dieselben Boss-Schreine zu machen, welche zudem kaum eine Herausforderung darstellen? Ich war immer enttäuscht, wenn ich einen neuen Schrein entdeckte und sich dahinter nur die gefühlt hundertste Kraftprobe versteckte, das kann nicht nur mir so gegangen sein oder?
    Ein Kraftprobenschrein hat mich besonders enttäuscht (Spoiler!): Im Schloss Hyrule gibt es einen geheimen Schrein, welcher aufgrund der besonderen Location wohl sowas wie den ultimativen, finalen Schrein darstellen soll, zumindest hoffte ich das. Doch was verbirgt sich hinter dem Schrein? Ein erneuter, langweiliger Kraftprobenschrein. Are you serious Nintendo?

    26) Segenschreine
    Doch wer dachte, das Schlimmste an den Schreinen hätte ich schon abgehandelt, der irrt. Ganze 29 (!) 'Segenschreine' sind nichts anderes als leere Räume mit einer einzigen Schatztruhe in der Mitte (in welcher sich meist eh nur Müll befindet). Stellt euch vor, ihr entdeckt endlich einen neuen Schrein, freut euch, welche Rätsel es diesmal zu lösen gilt. Doch nichts, rein gar nichts befindet sich im Schrein – meist ist selbst die jeweilige Schreinquest derart leicht zu lösen, dass man sich gar nicht über den Belohnungsschrein freuen kann.

    Nintendo bewirbt das Spiel mit 100+ Schreinen, doch in Wahrheit sind ein großer Teil davon lediglich leere Räume ohne Inhalt, während ein weiterer Teil nur Copy & Paste Kraftproben sind, ein weiterer großer Teil erfordert lediglich mickrige Knobelei-Anforderungen und wirklich nur ein ganz kleiner Teil der Schreine kann wirklich als gut bezeichnet werden. Wirklich schade, dass die Schreine, eine der Kernkomponenten des Spiels, derart viele Schwächen besitzen. 'Weniger ist Mehr' bzw 'Qualität über Quantität' hätte Nintendo sich zu Herzen nehmen sollen, haben sie aber leider nicht.

    Musiknachschub gefällig? Bitteschön:


    Dungeons

    27) Dungeongröße (Minispoiler)
    Mein größter Kritikpunkt an den neuen Dungeons (Titanen) ist der Umfang. Wenn man sich gut anstellt, sind die Dungeons jeweils leicht in unter einer Stunde schaffbar, komplexe Räume oder unterschiedliche Wege durch verschiedene Ebenen gibt es quasi nicht mehr. Besonders Vah Medoh ist in der Hinsicht enttäuschend, dieser Dungeon ist gefühlt bereits vorbei, bevor er überhaupt so richtig angefangen hat. Ich vermisse die großen, umfangreichen Dungeons aus vergangenen Zeldas. Twilight Princess hatte mehr als doppelt so viele Dungeons und alle waren um ein Vielfaches umfangreicher als die Varianten in diesem Zelda.

    28) Abwechslung
    Wie toll wäre es, wenn es auch zusätzlich traditionelle Dungeons in diesem Zelda gegeben hätte? Beispielsweise eine riesiger Höhlendungeon in einem großen Berg, oder ein exotischer Tropentempel im Urwald, oder ein Lavadungeon im Inneren von Death Mountain!? Hier wäre noch viel mehr möglich gewesen. Ich habe wirklich nichts gegen die Titanen, die Idee an sich ist ja gut, aber wie bereits in Punkt 26 erwähnt, insgesamt ist das ganze einfach relativ wenig, sowohl die Dungeonanzahl als auch die Dungeongröße sind nicht befriedigend. Dazu kommt, dass die Mechaniken in jedem Titanen sehr ähnlich sind, genauso wie das Aussehen der Wände, des Bodens und der Hindernisse im jeweiligen Dungeon. Zusätzliche, traditionelle Dungeons würden die Abwechslung erhöhen und das Erkunden der Oberwelt würde noch lohnenswerter sein. Leider eine vertane Chance.

    29) Schatztruhensymbol
    Für alle Schreine gibt es auf der Map ein Schatztruhensymbol, wenn alle Schatztruhen des jeweiligen Schreins gefunden und geöffnet wurden. Doch unverständlicherweise gibt es dieses Symbol bei den Titanen nicht, obwohl es auch hier versteckte Schatztruhen gibt. Merkwürdige Inkonsistenz, hat Nintendo einfach darauf vergessen?

    30) Reckenfähigkeiten (Minispoiler)
    Wieso.... sind die Reckenfähigkeiten in den Dungeons nicht deaktiviert? Besonders mit Hilfe von Revalis Sturm sind viele der Rätsel extrem leicht zu skippen und keine Herausforderung mehr. Und mit Urbosas Zorn sind die Bosse ein Klacks. In Schreinen sind die Fähigkeiten doch ebenso deaktiviert, wieso also nicht auch in den Titanen? Zum Glück hat Nintendo im DLC2 dazugelernt und zumindest die Fähigkeiten im Zusatz-Dungeon deaktiviert...

    Das Herzstück der Zeldareihe, die Dungeons, wurden leider extrem komprimiert und sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Die neuen Dungeonkonzepte sind im Ansatz gut, aber nicht ausgereift genug. Es kann nicht sein, dass ein derart riesiges Spiel nur 4 Dungeons bietet, welche zudem extrem kurz sind. Im nächsten Zelda will ich wieder richtig große, komplexe Dungeons sehen, ohne Wenn und Aber!


    Inventar

    31) Volles Inventar
    Man öffnet eine Schatztruhe, in welcher sich eine Waffe befindet... man bekommt aber folgende Meldung: "Dafür ist in deiner Tasche kein Platz." oder "Deine Waffentasche ist voll" - das wäre ja an sich kein so großes Problem. Doch man kann nicht direkt auswählen, welche Waffe man wegwerfen will, sondern die Schatztruhe schließt sich wieder, man muss umständlich manuell ins Inventar gehen, eine Waffe wegwerfen und dann erneut die Schatztruhe öffnen.
    Wieso muss das so kompliziert sein? Auf Dauer ist dies einfach extrem nervig. Ich verstehe die Logik dahinter absolut nicht, es wäre doch so viel einfacher, wenn man gleich direkt eine Waffe wegschmeißen könnte, ohne die ganzen Zwischenschritte. Dass dieses Manko immer noch nicht gepatcht wurde, lässt mich an der Kompetenz der Entwickler zweifeln, ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch nur irgendwen gibt, der findet, dass diese Art der Waffenverwaltung bei vollem Inventar gut gelöst ist.

    32) Kostümsets
    Wieso kann man keine Kostümsets als Ganzes abspeichern? Hier wird alles wieder komplizierter als nötig gemacht. Will man sich eine neue Kleidungskombination anziehen, so muss man stets alle 3 Teile suchen (was bei über 100 Kleidungsstücken manchmal gar nicht so einfach ist) und dann jeweils manuell anklicken. Es sollte die Option geben, Kleidungssets und eigene Kleidungskombinationen als Favoriten abzuspeichern, sodass man nur einmal draufklicken muss und dann das gesamte Outfit ausgerüstet hat. Wieso es die Funktion nicht gibt, welche eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, weiß wohl auch nur Nintendo....

    33) Schnellauswahl
    Über das Steuerkreuz kommt man schnell zur Waffen-, Schild-, Bogen- oder Pfeil-Auswahl, ohne extra das große Inventar öffnen zu müssen. Doch alle Shortkeys sind vorgegeben, man kann nicht selber einstellen, welche Items man auf welche Buttons für die Schnellauswahl packen will. Wieso nicht? Dieses Feature gab es bisher in den meisten anderen Zeldaspielen. Weiters wäre es natürlich sehr praktisch gewesen, wenn man auch über den Touchscreen (siehe Punkt 8 ) Items auswählen könnte, beispielsweise wenn man 5 Nahrungsmittel zum Kochen auswählen will.

    34) Krogmaske
    Weit nach dem Release und (frecherweise) hinter kostenpflichtigem DLC wurde endlich ein Hilfsitem veröffentlicht, mit dem man die Krogs leichter aufspüren kann. Doch eine Sache stört mich daran ganz besonders: Die Krogmaske verbraucht einen ganzen Slot, den man nicht mehr für andere Kopfbedeckungsteile verwenden kann. Ich würde zwar gerne öfter andere Klamotten tragen, aber zugleich will ich keine Krogs verpassen. Fast das ganze Spiel über sehe ich daher Links Gesicht nicht, da die Maske es verdeckt. Ich finde, das Aufspüren der Krogs hätte man auf bessere Variante lösen können, ohne dass ein Slot für die Kopfbedeckungen fast permanent verbraucht wird. Wieso nicht als Zusatzitem, das man jederzeit an und ausziehen kann, unabhängig von anderen Kleidungsstücken? Oder ein Krogsensor im Shiekah-Stein, ähnlich wie der Schreinsensor? Leider hat Nintendo keine gute Option gewählt...


    35) 100 Slots für 107 Kleidungsstücke
    Die Überschrift ist selbsterklärend, das Unverständnis vieler Fans , besonders jener, die alles zu 100% schaffen wollen, ist berechtigterweise groß. Die treuesten Fans kaufen sich sämtliche Zelda-Amiibos, um alle exklusiven Kostüme zu bekommen und werden dann aber damit bestraft, dass nicht alle Kleidungsstücke behalten werden können. Wahrlich unverständlich, dass dies immer noch nicht gepatcht wurde, obwohl Nintendo auf den sozialen Medien von so vielen Spielern auf dieses Manko hingewiesen wurde. Einfach nur ein Schlag ins Gesicht der loyalsten Fans.

    Das Inventar als Ganzes ist einfach sehr umständlich, teilweise unübersichtlich und unnötig kompliziert. Andere Spiele, ja selbst ältere Teile aus derselben Serie haben das Inventarsystem viel besser gelöst. Besonders traurig daran ist, dass Nintendo scheinbar daraus nicht lernen will, obwohl ein Patch kein großer Aufwand wäre. Weiter geht es mit dem Balancing:


    Balancing

    36) Absteigender Schwierigkeitsgrad
    Das Spiel beginnt schön herausfordernd, doch nach einer gewissen Zeit ist man bereits so gut ausgerüstet, dass Gegner kaum mehr eine wirkliche Gefahr darstellen. Auch die Dungeons sind dank der angeeigneten Fähigkeiten viel zu leicht zu schaffen (siehe Punkt 29). Game Overs sind im späteren Spielverlauf bei guter Vorbereitung aufgrund der etlichen Herzen, der Reckenfähigkeiten, der Feen, der vielen Mahlzeiten, der Elixiere, der guten Verteidigungswerten der Kleidung, der starken Waffen, etc. zu leicht vermeidbar, dies nimmt leider vieles an Spannung. Teilweise wurde dem entgegengewirkt, indem gewisse Gegner im Laufe des Spiel einfach stärker gemacht wurden, aber insgesamt ist dies dennoch einfach viel zu wenig. Es kann nicht sein, dass man später so overpowert ist, dass man blind drauf los spielen kann, ohne zu verlieren. Man wird zwar im Laufe des Spiels viel stärker, aber diese Stärke ist in Wirklichkeit kaum nötig, um die späteren Herausforderungen des Spiels zu schaffen. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch im Midgame und Lategame noch wirkliche Herausforderungen gegeben hätte...

    37) Bosse zu leicht (Minispoiler)
    Die (leider nur sehr spärliche Anzahl der) Bosse sind in der Gesamtheit einfach viel zu leicht zu besiegen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sie zu wenig einstecken können. Die Attacken an sich sind beim Großteil der Bosse ok, doch die Lebensanzahl ist teilweise ein Witz. Mit einer starken Waffe sind die meisten Bosse in wenigen Sekunden besiegbar (Hinox, Talus, Dungeonbosse). Man sollte sich an Bossen die Zähne ausbeißen und danach stolz darauf sein, ihn besiegt zu haben. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. Leunen und dem Donnerboss von Vah Naboris) konnte man diesen Nervenkitzel leider nicht spüren.

    38) Instant-Tod im Yigaversteck (Minispoiler)
    Miphas Gebet ist im Yiga Versteck nicht deaktiviert (das Symbol wird am Bildschirm angezeigt). Dennoch stirbt man mit nur einem Schlag, wenn man von einem Yiga Offizier getroffen wird (auch Feen aktivieren sich nicht). Es macht keinen Sinn, dass dieser Gegner in diesem Gebiet derart stark ist, denn die Waffe, die der Yiga Offizier besitzt, ist keine sehr gute Waffe und macht bei Weitem nicht so viel Schaden. Dass sich Miphas Gebet nicht aktiviert, ist die nächste sehr fragwürdige Entscheidung, die jeglicher Logik entbehrt. Wenn Nintendo Link unbedingt beim 1ten Schlag sterben lassen will, dann hätten sie die Reckenfähigkeiten im Yigaversteck gleich deaktivieren sollen (sowie bei Schreinen), das wäre zumindest ein wenig logischer gewesen...

    39) Maxi-Heilitems und Kochrezepte
    Maxi-Items sind in diesem Spiel komplett overpowered. Maxi-Rüben, Maxi-Durian, Maxi-Trüffel,... jedes dieser Items heilt nach dem Kochen alle Herzen komplett auf und bringt sogar zusätzliche Herzen. Und diese Items sind keine Seltenheit auf der Welt, nein man findet sie sogar fast überall in Hülle und Fülle. Die Anzahl dieser Items hätte drastisch reduziert gehört, auch sollten es nicht die besten Kochrezepte im Spiel sein. Es kann einfach nicht sein, dass ohne jeglichen Aufwand derart starke Gerichte gekocht werden können, das macht alle anderen Gerichte und Items viel wertloser als sie sein sollten. Aufwendige Kochrezepte mit unterschiedlichen Zutaten wie Kuchen, Palatschinken, Suppen oder Reisbällchen mit Fleisch heilen teilweise nur einen Bruchteil von dem, was eine einzelnes Maxi-Rüben-Gericht heilt. Wirklich schade, dass Experimentierfreudigkeit nicht belohnt wird, für mich ein großes Manko.

    40) Feen
    Für Feen gilt Ähnliches wie für die Maxifrüchte. Dafür, dass sie eine der stärksten Items im Spiel sind, bekommt man sie einfach viel zu leicht und es ist nichts mehr Besonderes, wenn man eine Fee findet. Bei allen Feenquellen kann man ohne großen Aufwand etliche Feen farmen und das finde ich schade. In vielen früheren Zeldas war dies besser gelöst, da gab es nicht so viele Feen und die Anzahl der Feen im Inventar wurde durch Flaschen, die man finden musste, limitiert.

    41) Volle Herz- und Staminaleiste
    Leider ist es nicht möglich sowohl die Herzleiste als auch die Ausdauerleiste komplett zu vervollständigen. Dachte man anfangs noch, dass Nintendo die letzten Zeichen der Bewährung sicherlich für den DLC aufgehoben hatte, wurde man nach dem Release vom DLC2 im Dezember 2017 bitter enttäuscht. Es gab (trotz 16 neuer Schreine) nur 4 neue Zeichen der Bewährung, was entweder einem Herzcontainer oder einem Staminacontainer entspricht. Insgesamt fehlen also weiterhin 2 Container (bzw 8 Zeichen der Bewährung / Schreine), um beide Leisten vervollständigen zu können. Ich hoffe, Nintendo reicht die letzten 8 Schreine noch gratis nach. Es tut einfach in den Augen weh, mit solch einer unvollständigen Leiste spielen zu müssen.

    42) Rubine zu leicht verdient
    Es gibt ein Schneeball-Kegel-Minispiel, bei welchem man für einen Strike 300 (!) Rubine bekommt. Wenn man die Taktik herausgefunden hat, kann man auf diese Weise innerhalb von kürzester Zeit ohne großen Aufwand oder Skill tausende Rubine farmen. Dadurch sinkt der Wert und die Freude über Rubine erheblich, welche man in der übrigen Welt bekommt. Schade, dass man auf derart billige Art und Weise reich werden kann.

    43) Waffenverteilung
    Die Waffenverteilung ist teilweise sehr willkürlich und steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, den man leisten muss, um bestimmte Waffen zu verdienen. Es ist leicht an eine große Anzahl richtig starker Waffen zu kommen (beispielsweise im Kolosseum direkt neben dem großen Plateau), während in manchen schwer versteckten oder hart verdienten Truhen nur Müllwaffen zu finden sind. In manchen Gegenden gibt es bereits sehr viele Waffen und da kann man sich nicht über noch mehr Waffen in Truhen freuen, für welche man so oder so keinen Platz mehr hat. Auch dass es bestimmte gute Waffen wie das Feuergroßschwert, das Königsschwert oder den Königszweihänder derart häufig gibt, führt dazu, dass man sich über solche Waffen gar nicht mehr wirklich freuen kann, da es aufgrund der Abundanz einfach nichts Besonderes mehr ist.

    44) Voraussetzungen für 100% Spielfortschritt (Minispoiler)
    Dies ist einer der größten Kritikpunkte in diesem Spiel. Ich kann mich nicht oft genug darüber ärgern, wie wenig ausbalanciert die Voraussetzungen sind, um 100% im Spiel zu bekommen. Wie kann es sein, dass der Spielfortschritt nach dem Durchspielen (inklusive der Nebenquests) nur weniger als 25% Spielfortschritt sein kann? Tja, die Krogsamen machen 72% (!) des Spielfortschritts aus, während die 4 Hauptdungeons insgesamt nur 0,32% zählen, das steht doch in absolut keiner Relation!? Als ob die Krogsamen das wichtigste Element im Spiel wären, ich lache mich schlapp...
    Das Schlimmste ist aber, dass Nebenquests gar nicht zu den 100%-Voraussetzungen zählen. Auch Schreinquests, das Hyrule-Handbuch, Storyerinnerungen, die Aktivierung der Shiekah Türme, Feenupgrades und die erhaltbaren Items (z.B. Sattel, Kostüme, Bossmedaillen etc) zählen unverständlicherweise nicht zum Spielfortschritt dazu. Stattdessen muss jeder einzelne Fleck auf der Map, welcher einen Namen hat, besucht werden, das zählt Nintendo schon zu den 100%.
    Sagt mal Nintendo, was habt ihr eigentlich geraucht? Es ist kein Wunder, dass Fans ihre eigenen 100%-Voraussetzungen machen, da Nintendos offizielle Spielfortschritt-Voraussetzungen einfach nur Müll sind, man kann es leider nicht anders formulieren.

    Wenn wir schon von Spielfortschritt reden, ist das doch ein guter Übergang, um über das nächste naheliegende Thema zu sprechen, nämlich der Story.


    Story

    45) Plottwists!? (Minispoiler)
    Was gibt es Schöneres als Plottwists in einem Videospiel? Man wird mit einer Storywende überrascht, mit der man nie gerechnet hätte und denkt sich im Nachhinein: “Wie genial war das bitte?“. Tja, diese Momente gibt es in diesem Zeldateil leider kaum. Selbst kleinere Zeldatitel wie A Link Between Worlds oder Links Awakening hatten richtig gut inszenierte Plottwists. Zelda Breath of the Wild ist in der Hinsicht eine Enttäuschung. Den vermeintlich größten 'Plottwist' des Spiels gibt es bereits ganz am Anfang des Spiels in der Zitadelle der Zeit (falls man das überhaupt Plottwist nennen kann, schließlich ist die wahre Identität des alten Mannes nicht wirklich schwer zu erraten). Das sagt leider schon alles aus, hach was für ein verschwendetes Potential, man hätte so viel mehr aus der Story machen können...

    46) Goronen- und Orni-Story (Minispoiler)
    Wer von euch weiß noch, ohne nachzuschauen, wie der Nachfahre von Daruk oder jener von Revali heißt?
    Der kleine Goronenjunge heißt Yunobo, der Orni-Nachfolger heißt Teba. Falls ihr es wieder vergessen habt, es ist nicht eure Schuld, sondern die des Spiels bzw der Entwickler des Spiels. Während man im Zorareich und bei den Gerudos wirklich gute Charakterinteraktionen (unter anderem mit Sidon und Riju) hatte und auch recht nette Storyquests absolvieren musste, schaut es im Goronendorf und im Ornidorf leider viel ernüchternder aus. Besonders die Hauptquest im Ornidorf ist derart kurz und dünn, dass man kaum eine wirkliche Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Das ist extrem schade, ich hätte mir da einiges mehr gewünscht.

    47) Gefahr durch Vah Medoh? (Spoiler!)
    Die Story ist im Prinzip bei allen 4 Dörfern dieselbe, die Orte werden jeweils von einem Titanen bedroht und Link muss versuchen den Titanen zu besänftigen, damit im jeweiligen Dorf wieder Ruhe einkehrt. Beim Zorareich ist es der Staudamm, der durch den (von Vah Ruta verursachten,) ununterbrochenen Regen einzustürzen droht und eine tödliche Überschwemmung zur Folge hätte. Beim Goronendorf sind es die lebensgefährlichen Lavabrocken (verursacht durch Vah Rudania), die auf das Gebiet rund um das Dorf stürzen. Und beim Gerudogebiet stapft Vah Naboris durch die halbe Wüste und jeder, der zu nahe kommt, wird durch tödliche Blitze getroffen. Zudem lässt der Wüstentitan Sandstürme erzeugen, die ganze Landteile nahezu unbegehbar machen.
    Doch was ist mit Vah Medoh und dem Ornidorf? Gar nichts.... da ist keine Gefahr, alle Orni scheinen ungestört und fröhlich zu leben. Doch trotzdem wird dem Spieler gesagt, welch eine große Gefahr Vah Medoh für die Ornis darstellt und Link unbedingt diese Bedrohung abwenden muss... doch wieso sieht man davon nichts? Stattdessen sieht man einen friedlichen Riesenvogel, der im Himmel kreist und absolut keine Anzeichen macht, auch nur einer einzigen Fliege ein Leid anzutun. Ja, selbst wenn man versucht, direkt auf ihn zuzufliegen und ihn anzugreifen, gibt es keine Reaktion von Vah Medoh, stattdessen glitcht man durch den Titanen durch, als wäre er nur aus Luft: Nintendo, you had one job...

    48) Finale und Epilog (Minispoiler)
    Das Finale sollte immer der Höhepunkt in einem Zeldaspiel sein. Ich erinnere mich noch an das Finale von Twilight Princess, welches mich zu Tränen rühren konnte... oder auch das tolle Ende von A Link Between Worlds. Wie sehr freute ich mich auf das Finale von Breath of the Wild, auf die Cutscenes, die kommen würden, auf die Dialoge zwischen Zelda und den ganzen anderen Hauptcharakteren im Spiel. Doch die Ernüchterung war spürbar, als ich den ohnehin nicht sehr beeindruckenden Endboss besiegte und dann nur einen ganz spärlichen, dünnen Epilog zu sehen bekam. Leider ist das Finale von Breath of the Wild das schwächste, das es in einem großen Zeldaspiel je gab. Was wäre so schwer daran gewesen, ein wirklich episches Finale einzubauen mit einem schönen Storyabschluss? Ich verstehe es nicht...


    49) Durchgezockt, aber wieder vor den Endboss gesetzt (Spoiler!)
    Ich weiß - auch bei vielen anderen Zeldaspielen wird man nach dem Besiegen des Endbosses wieder direkt vor den Endboss gesetzt, um dem Spieler die Möglichkeit zu lassen, noch etwaige Nebenquests oder sonstige Dinge erledigen zu lassen. Doch besonders bei Breath of the Wild fühlt sich das einfach so unbefriedigend an und hätte viel besser gelöst werden können.
    Wie gern würde ich in einer vom Bösen befreiten Welt herumreiten, welche ich zuvor gerettet hatte und mit den nun in Frieden lebenden Charakteren reden (Nintendo könnte ja einen alternativen Speicherslot anbieten, wo man weiter in der alten Welt (bevor Ganon besiegt wurde) weiterspielen kann). Aber nein... Nintendo hat sich auf die unzufriedenstellende Variante entschieden, man wird sofort wieder direkt vor den Boss gesetzt. Und auch die Hauptquest “Besiege Ganon“ wird nicht als geschafft markiert, was mir ein weiterer Dorn im Auge ist.

    50) Voice Acting
    Oh Gott, nun kommen wir zu einem großen Kritikpunkt, der Qualität des Voice Actings. Ernsthaft, das ist teilweise leider nur noch peinlich, was Nintendo hier veranstaltet hat. Jedes noch so kleine Entwicklerstudio bekommt ein besseres Voice Acting in ihren Spielen hin als das Team hinter Breath of the Wild.
    Insbesondere kritisiere ich die Stimmen von Impa und jene vom König von Hyrule. Wieso lässt man nicht wirklich alte Leute sprechen? Das würde viel authentischer rüberkommen. Stattdessen wurden junge Synchronsprecher engagiert, welche alte Stimmen imitieren sollen und kläglich daran scheitern. Meine Oma hätte eine deutlich bessere Stimme für Impa abgegeben als das, was uns Nintendo hier vorgesetzt hat. Und traurigerweise gilt dies nicht nur für die deutsche Version, sondern auch für die englische Version, in beiden Sprachen klingen Impa und der König einfach nur lächerlich und stören die Atmosphäre der Story sehr.
    Leider schwankt die Qualität der Synchronsprecher sehr stark, ich wünschte alle Stimmen wären so passend und gut getroffen wie beispielsweise jene von Urbosa...

    Wir sind erst bei der Hälfte angelangt, Zeit durchzuschnaufen. Wer es bis hierhin geschafft hat, wird hoffentlich auch den restlichen Text durchlesen – ja es ist viel Text, aber es sind ja leider auch viele Kritikpunkte, die ich nicht unerwähnt lassen will. Um euch das Lesen ein wenig leichter zu machen, hier eine zum Thema passende, schön umgesetzte Hintergrundmusik: ^Wenn ich alleine höre, wie genial Kakariko Village (2:47) in diesem Mashup klingt, wünschte ich mir umso mehr, dass das Lied in dieser Form im Spiel vorgekommen wäre (siehe Punkt 15). Aber ich schweife ab, weiter geht’s mit dem nächsten großen Thema, bei welchem Nintendo auf voller Linie versagt hat, nämlich den Gegnern in Breath of the Wild:


    Gegner

    51) Gegnervielfalt
    Ich nenne jetzt einen meiner allergrößten Kritikpunkte an diesem Spiel beim Namen: Die Gegnervielfalt - sie ist in Zelda Breath of the Wild gelinde gesagt unbefriedigend. Wie kann es sein, dass es derart wenige Gegner gibt, obwohl die Spielwelt so riesig ist? Wo bleibt da die Abwechslung? Die Welt von Majora's Mask war beispielsweise um ein Vielfaches kleiner, doch gab es in jedem Gebiet so viele neue Gegner, dass Langeweile keine Chance hatte. Wenn Nintendo schon kaum Ideen für neue Gegner hat, dann hätten sie zumindest ein paar alte Gegner übernehmen können – aber selbst das taten sie nicht. Wo sind die schön schweren Stalfosgegner? Oder die Dekugegner, oder die Schattengarden, oder die Todesgrapscher, oder Skulltulas oder Geistergegner oder Mumiengegner? Es kann nicht sein, dass das fast 20 Jahre ältere Ocarina of Time viel mehr Gegnerabwechslung hat als ein Spiel, an welchem seit Jahren gearbeitet wurde und welches eine derart große Welt hat, die nur darauf wartet, von Gegnern gefüllt zu werden... Ach Nintendo, was habt ihr nur getan...

    52) Bossvielfalt (Spoiler!)
    Was für die normalen Gegner gilt, gilt leider auch für die Bosse. Hier schaut es sogar fast noch schlimmer aus: Hinoxe, Iwaroks (jeweils mit kleinen, kaum nennenswerten Variationen) und Moldoras - Die ganze Bosse ein paar mal verteilt auf der Oberwelt – und voila, das war's auch schon. Ach... einen Yigaboss gibt es noch, welcher aber derart lächerlich leicht ist, dass er eigentlich keine Auflistung hier verdient hat. Mehr Bosse gibt es tatsächlich nicht... ist das nicht traurig? Beim ersten mal freut man sich ja noch, einem Boss auf der Oberwelt zu begegnen. Aber wenn dieser 40 mal auf der ganzen Welt verteilt ist, hat man auch irgendwann einfach genug und wünscht sich, dass es noch andere Bosse auf dieser Welt gegeben hätte. Wo bleiben da die Überraschungsmomente, wo bleibt die Einzigartigkeit? Die Dungeonbosse sind leider auch nicht viel besser. Im Prinzip wartet in jedem Dungeon ein Fluch von Ganon, welcher sich optisch und von der Musik her nur unwesentlich von den anderen Ganonflüchen unterscheidet. Auch Minibosse gibt es keine mehr. Ich kenne kein einziges Zelda, welches derart schwache Bosse wie Breath of the Wild hat. Kein einziges... selbst Zelda 1 oder Zelda 2 hatten abwechslungsreichere und zahlreichere Bosse, ich bin da ganz ehrlich.... Eine absolute Enttäuschung.

    53) Finalboss (Spoiler!)
    Die Gegner in Breath of the Wild sind enttäuschend, die Bosse ebenso. Na, merkt ihr ein Muster? Ja, als nächstes bekommt der Endboss sein Fett ab. Viele Fans kritisieren, dass der Boss keine Persönlichkeit hat und daher nicht vergleichbar mit beispielsweise dem Finalboss aus Twilight Princess oder Skyward Sword ist. Er redet kein Wort, man besiegt ihn einfach und dann ist es vorbei. Ich kann diese Ansicht zwar verstehen, doch ich selbst sehe das nicht als großen Kritikpunkt, da Ganon in Breath of the Wild von Anfang an mehr eine Naturkatastrophe als eine echte Person (mit der man reden kann) darstellen soll und das ist zu akzeptieren.
    Vielmehr stört mich der Kampf an sich, insbesondere die 2te Phase. Kann man in dieser Phase überhaupt sterben? Nicht nur ist diese Phase viel zu einfach, sondern sie dauert auch ätzend lange. Jedes mal muss man warten, bis irgendwelche Lichtpunkte sichtbar werden und bevor sich der letzte wunde Punkt öffnet, kann man eine ganze Kaffeepause machen, ohne auch nur ein Herz zu verlieren oder irgendetwas zu verpassen. Ich schätze den Vorteil, dass man bereits von Anfang an zum Boss gehen kann und sich somit selber eine größere Challenge bauen kann (zum Glück habe ich dies bei meinem ersten Durchlauf so gemacht und bin schon relativ früh zum Boss gegangen, dadurch war der Nervenkitzel und die Herausforderung höher), doch ein bisschen schwerer hätte der Finalboss dennoch sein können: Spielt man die Story nämlich normal durch, kommt man viel zu overpowert zum Boss und man weiß dann gar nicht, ob man stolz sein darf, das Spiel auf diese Weise durchgespielt zu haben, da der Boss zu einfach war.
    Von allen 3D Zeldas gefällt mir der Endbosskampf von Breath of the Wild am wenigsten, sogar der oftmals kritisierte Finalboss von Majoras Mask war meiner Meinung nach um einiges kreativer als jener aus dem neuen Zelda. Weiter negativ hinzu kommt dann noch das (hinsichtlich der Story) maue Finale in Breath of the Wild (siehe Punkt 48).

    54) Gegnercamps
    In diesem Spiel gibt es etliche Gegnercamps, was an sich ja nicht schlecht klingt. Doch das große Problem dabei ist, dass diese Camps sehr schnell repetitiv werden. Es wirkt so, als wären hunderte Gegnercamps mit Copy und Paste irgendwo in die Welt eingefügt worden, um leere Flächen zu füllen. Was hat man davon, Gegnercamps auszulöschen? Es passiert einfach gar nichts (abgesehen von einer Schatztruhe mit random Inhalt, den man fast nie braucht) und man hat nicht mal das Gefühl, irgendetwas erreicht zu haben. Beim ersten mal macht es vielleicht noch Spaß, doch irgendwann hat man keine Lust, seine Waffen und Ressourcen an sinnlosen Gegnercamps zu verschwenden.

    Apropos Belohnungs-Truhen bei Gegnercamps – das ist ein guter Übergang, um das nächste sehr große Manko anzusprechen:


    Belohnungen

    55) Nebenquestbelohnungen
    Um es kurz zu machen, die Belohnungen für Nebenquests in diesem Spiel sind fast durch die Bank schrecklich. Bis auf wenige Ausnahmen, bekommt man lediglich Rubine oder Edelsteine, welche man verkaufen kann, um erneut Rubine zu bekommen. Was soll das?
    Das Schlimme ist ja: Wir wissen, dass Nintendo es besser könnte. In fast allen früheren Zeldas gab es bessere Belohnungen als in Breath of the Wild. Majoras Mask beispielsweise hatte etliche Nebenquests und hat es trotzdem geschafft, jede einzelne Belohnung abwechslungsreich zu gestalten. Wieso hat Nintendo im neuen Zelda nicht Belohnungen eingebaut, die auch mit der jeweiligen Nebenquest zusammenhängen? Ja sogar Bilder (die man z.B. von NPCs bekommen könnte) oder Artworks, die man sich im Album anschauen kann, wären eine weit bessere Belohnung als einfallslose Rubine. Ich fasse es nicht, die grottigen Belohnungen trüben die Nebenquests doch sehr und senken die Lust, Quests zu machen.

    56) 900 Krogs (Minispoiler)
    Die treuesten der treuen Fans, die ihr ganzes Herzblut ins Spiel stecken und hunderte Stunden harte Arbeit in das Spiel stecken, um alle 900 Krogs auf der Oberwelt zu finden, bekommen von Nintendo einen Schlag Kackhaufen ins Gesicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Worte, einfach ohne Worte...

    57) Gedenksteine (Spoiler!)
    Im Zorareich gibt es einen alten Zora, welcher Link damit beauftragt, alle Gedenksteine, welche rund um das Zorareich verstreut sind, zu finden, zu lesen und ihm anschließend davon zu berichten. Auf den Steinmonumenten kann man die Geschichte des Zorareichs nachlesen, so wie sie einst vom Zorakönig erzählt wurde. Unter anderem erfährt man wirklich interessante Geschichten über Mipha, Sidon, Vah Ruta und sogar Ruto aus Ocarina of Time. Wenn man schließlich die Nebenquest abgeschlossen hat, bekommt man eine Belohnung – zumindest hier hätte ich mir einen speziellen Preis gewünscht... doch... man bekommt wieder nur einen Edelstein (Diamanten) als Belohnung. Und wenn man eine bestimmte Geschichte nochmal nachlesen will, muss man tatsächlich mühsam genau den richtigen Gedenkstein suchen, einfach nur ätzend. Wieso hat Nintendo nicht als Belohnung für diese Quest an ein Buch gedacht, welches man jederzeit im Menü (oder am Shiekah Stein) auswählen kann und wo man die Geschichte der Zoras nachlesen kann? Das wäre doch so eine tolle Belohnung gewesen...

    58) Sternsplitter und Reaktorkerne farmen (Minispoiler)
    Will man alle Kleidungsstücke (insbesondere die Amiibokostüme) auf die maximale Stufe aufwerten, so braucht man Reaktorkerne und Sternfragmente – etliche davon! In Schatztruhen oder als Questbelohnungen gibt es diese Items nur extrem selten und im Endeffekt hat man immer noch viele zig Sternsplitter und Reaktorkerne zu wenig. So bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Items zu farmen, was auf Dauer sehr nervig sein kann. Für Reaktorkerne muss man etliche Wächter besiegen und mit Glück darauf hoffen, dass ein paar von ihnen einen Kern fallen lassen.
    Noch schlimmer schaut es bei den Sternsplittern aus, man kann nur jeweils einen pro Nacht bekommen – und dies auch nur sehr umständlich, indem man einer Sternschnuppe in weiter Entfernung folgen muss. Danach muss wieder bis zur nächsten Nacht gewartet werden. Um genügend Sternsplitter zu bekommen, muss man stundenlang immer und immer wieder das ganze Prozedere wiederholen, dies ist nichts anderes als sinnlose Zeitstreckung (ähnlich ist es übrigens auch bei Drachenteilen, welche man ebenfalls zu Hauf farmen muss).
    Daher stelle ich mir die Frage: Wieso gibt es Reaktorkerne und Sternsplitter nicht öfters in versteckten Truhen oder als Questbelohnungen anstatt der ewig gleichen Rubine?
    Und noch eine Frage: Wieso gibt es antike Riesenkerne so häufig als Truhenbelohnung und wieso sind diese (laut dem Spiel) die wertvollsten antiken Items, obwohl sie viel seltener einen Verwendungszweck hat als normale antike Reaktorkerne? Antike Riesenkerne sollten eigentlich wertvoller sein als antike Reaktorkerne, doch in Wirklichkeit ist es genau andersrum – ach was beschwere ich mich eigentlich... wir wissen schon lange, dass Logik und Nintendo nicht mit einem Satz vereinbar sind.

    Wo wir schon von Amiibokostümen reden, kommen wir zum nächsten Thema, nämlich den kostenpflichtigen DLCs. Der DLC1 (Master-Modus, Prüfung des Schwertes, neue Kostüme und kleine Extrafeatures) erschien am 20.6.2017 und der DLC2 (u.a. Storyerweiterungen, neuer Dungeon und weitere Kostüme) erschien am 8.12.2017. Was mich an den DLCs in Zelda Breath of the Wild stört, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen:


    DLC-Politik

    59) Master-Modus
    Die meisten früheren 3D-Zeldaspiele bieten einen Hardmode, welcher direkt im Spiel integriert ist. Während sich beispielsweise bei Skyward Sword Leute noch beschwert haben, dass der Heldenmodus (wie er in diesem Spiel hieß) nicht von Anfang an verfügbar war, sondern erst nachdem man den Endboss besiegt hatte, ist es bei Breath of the Wild noch schlimmer. Hier gibt es tatsächlich für die "normalen" Käufer des Spiels keine Möglichkeit, auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu spielen. Nur wer sich das gesamte DLC-Paket für 20€ kauft, der bekommt auch die Möglichkeit, das Spiel im schwierigen Master-Modus zu spielen. Eine bedenkliche Entwicklung – höhere Schwierigkeitsgrade sollten niemals kostenpflichtig sein, dies ist erneut eine große Frechheit von Nintendo.
    Ach und wenn wir schon über den Hardmode sprechen. Maxi-Heilitems (siehe Punkt 39) oder auch Feen gibt es immer noch in Hülle und Fülle, sodass man sich viel zu leicht absichern kann. Ich hätte mir im Master-Modus gewünscht, dass das Kochsystem ein wenig eingeschränkt wird und man wirklich keine Möglichkeit hat, auf billige Art und Weise das Spiel zu erleichtern.

    60) Kostenpflichtiger Pfad des Helden
    Der Pfad des Helden zeichnet detailliert auf, welchen Weg Link bei seinem großen Abenteuer zurückgelegt hat. Offensichtlich hätte Nintendo diese Feature auch zu Release bereits einbauen können, doch sie warteten damit bis Ende Juni 2017, um es dreisterweise als Teil des DLCs zu verkaufen. Sehen zu können, in welchen Gebieten man bereits war bzw noch nicht war, ist derart essentiell, dass es eine große Schande von Nintendo ist, dieses Feature den Käufern der Vanillaversion des Spiels vorzuenthalten. Normalerweise sollte es selbstverständlich sein, dass so ein Feature gratis ist.

    ^Mein Pfad des Heldens – die Route der ersten zig Spielstunden wurde leider bereits überschrieben.

    61) Pfad des Helden - 200 Stunden Aufzeichnung
    Wie bereits oben erwähnt, zeichnet der Pfad des Helden Links Weg auf der Map auf - doch leider nur die ersten 200 Stunden (bzw aus eigener Erfahrung noch ein paar Stunden länger). Was aber, wenn man (sowie ich) 350+ Spielstunden hat? Dann werden die ersten Spielstunden nach und nach überschrieben. Da ich erst etwas mehr als 600 Krogs habe und mir noch einige fehlen, ist das eine mittelgroße Katastrophe für mich. Bald wusste ich nicht mehr, in welchen Gebieten ich wirklich noch nicht war, da frühere Routen gelöscht werden. Schade, dass Nintendo hier eine Limitierung gesetzt hat und man somit nicht den gesamten Weg zurückverfolgen kann.

    62) Epona
    https://www.ntower.de/news/44479-epona-wird-in-the-legend-of-zelda-breath-of-the-wild-vorkommen/
    Na, wer kann sich noch an diese News vom Januar 2017 erinnern? Nicht nur Aonuma versicherte vor dem Release erneut, dass Epona in Zelda Breath of the Wild vorkommen würde, auch Miyamoto bestätigte dies bereits bei den "The Game Awards" 2014 (siehe Punkt 99). Die Freude bei vielen Fans schoss in die Höhe. Ach wie naiv wir Zeldafans doch damals waren...
    Niemand hätte zum damaligen Zeitpunkt gedacht, dass Epona einzig und allein durch eine 15€ (bzw jetzt noch viel teureren) Twilight Princess Link oder Smash Bros Link – Amiibofigur “gekauft“ werden kann. Unfassbar oder? Das legendärste Pferd der Zeldaserie wurde zu einem Marketingpferd degradiert, um die Verkaufszahlen von Plastikfiguren zu pushen. Ich würde ja lachen, wenn es nicht so traurig wäre...

    63) Schattenbogen
    Scannt man den Smash Bros Zelda – Amiibo, kann man eine der stärksten Waffen im ganzen Spiel erhalten, den Schattenbogen. Dieser Bogen ist lächerlich stark, die Lichtpfeile fliegen (anders als die Pfeile beim antiken Bogen) tatsächlich pfeilgerade und extrem weit, der Bogen verbraucht keine Pfeile aus dem Inventar und anders als der Lichtbogen ist der Schattenbogen überall verwendbar. Wenn eine Waffe im Spiel um so viel stärker ist als die anderen Waffen (noch dazu hinter einer Paywall), dann sehe ich dies sehr kritisch. Wozu überhaupt Pfeile sammeln oder kaufen, wenn man durch den Amiibo mit dem Schattenbogen quasi unendlich viele Pfeile benutzen darf?

    64) Krogs aufspüren (Minispoiler)
    Mit der Krogmaske hat Nintendo endlich eine Möglichkeit geboten, Krogs leichter aufzuspüren. Dass ich nicht ein großer Fan der Umsetzung (Stichwort Kopfbedeckungs-Slot), habe ich bereits erwähnt (siehe Punkt 34). Aber ich habe noch weitere Kritikpunkte, die ich hier kurz erläutern werde. Ich verstehe generell nicht, wieso Nintendo auch für dieses Feature Geld verlangt, ein Gratispatch wäre doch nicht zu viel verlangt... Wäre es nicht viel besser gewesen, wenn man von Maronus die Krogmaske als Zusatzhilfe/Belohnung bekommt, nachdem man bereits alle Inventarslots vergrößert hatte? 441/900 Krogs sind für ein volles Inventar nötig. 450 Krogs sind genau die Hälfte, dies wäre doch ein guter Zeitpunkt, um von Maronus die Krogmaske zu bekommen, die hilft, die restlichen Krogs aufzuspüren.
    Ein weiterer großer Kritikpunkt von mir ist, dass es nach dem Sammeln der 441 Krogs kaum Gründe gibt, weitere Krogs zu sammeln. Ich hatte mir schon erwartet, auch danach weiterhin immer wieder mal Krogsamen eintauschen zu können, um weitere Belohnungen zu bekommen, doch Pustekuchen. Sind Nintendo die Ideen ausgegangen? Scheint so... sehr schade..

    65) Prüfung des Schwertes
    Die Prüfung des Schwertes (DLC1) ist eine der wenigen richtig fordernden Challenges im Spiel. Die ersten 2 Prüfungen sind nicht leicht zu meistern und gut umgesetzt. Doch ausgerechnet die finale dritte Prüfung ist lächerlich einfach, wenn man die Möglichkeiten ausnutzt, die Nintendo einem am Silbertablett liefert...
    9 (!) antike Pfeile, 6 (!) Feen und etliche Maxi-Heilitems gibt es in der letzten Prüfung und diese sorgen dafür, dass jegliche Spannung verloren geht. Was soll das? Wieso spammt uns Nintendo ausgerechnet in der letzten Prüfung mit Hilfsitems zu, sodass die Herausforderung fast komplett verloren geht. Der Raum mit dem Leunen ist einfach mit einem einzigen antiken Pfeil zu schaffen. In dieser finalen Prüfung hätte Nintendo sämtliche antiken Pfeile entfernen sollen und auch die Zahl der Feen und Maxi-Heilitems drastisch einschränken sollen, es kann doch nicht sein, dass die Anfangsprüfungen schwerer sind als die finale Prüfung – was für eine Enttäuschung...


    66) DLC2-Schreine – neue Musik?
    Um mal etwas Positives zu erwähnen, die neuen Schreine sind deutlich besser als die Schreine aus dem ursprünglichen Spiel (was aber auch keine große Kunst ist). Löblich ist auch, dass es eine neue Musik außerhalb des Schreines spielt, wenn man sich in der Nähe von einem neuen Schrein befindet. Doch ich habe meinen Ohren nicht getraut, als ich die neuen Schreine betrat – erneut hat dieselbe Schreinmusik gespielt, die in all den anderen Schreinen auch bereits spielte. Da hat Nintendo über 9 Monate Zeit und receycelt für die neuen Schreine wieder dieselbe Musik, welche man bereits hundert mal gehört hat...

    67) Anti-Feuer-Rüstung
    Ein weiterer Kritikpunkt im DLC2 sind die neuen Schreine im Goronengebiet. Feuerstrahlen stellen Hindernisse dar, doch mit der Feuerrüstung kann man einfach durch das Feuer durchlaufen, ohne jegliche Gehirnzellen anstrengen zu müssen. Das sollte eigentlich nicht möglich sein, fühlt sich wie cheaten an. Ich verstehe nicht, wieso Nintendo nicht z.B. ein blaues Feuer eingebaut hat, durch welches man nicht mit der Rüstung durchlaufen kann. Niemand kann mir erzählen, dass es seitens der Entwickler nicht leicht zu verhindern gewesen wäre, sich derart billig durch die Schreine zu schummeln.

    68) "Story-DLC" (Minispoiler)
    Im Vorhinein wurde der DLC2 als Storyerweiterung mit einer "New Original Story" beworben. Groß waren die Spekulationen und Erwartungen: Würde man helfen, Hyrule wieder neu aufzubauen und zurück zu altem Glanz zu bringen und auch neue Charakterinteraktionen mit den Leuten aufbauen, nachdem die Verheerung Ganon ausgelöscht wurde? Aus dieser Idee hätte Nintendo eine neue spannende Geschichte basteln können. Letztendlich bekamen wir leider nichts dergleichen, im Endeffekt gab es nur ein paar Prüfungen und jeweils eine Rückblende-Cutscene am Ende, die das Leben der Recken weiter beleuchtete. Die Cutscenes waren zwar nicht schlecht, aber von einer "new" oder "original" Story war weit und breit keine Spur, da hatten sich viele Fans doch etwas mehr gewünscht.

    69) Ballade der Recken - "Neue Herausforderung" (Spoiler!)
    Im DLC2 muss sich Link jeweils 3 Prüfungen der Recken stellen (insgesamt also 12). Meistert er alle 3 Prüfungen eines Reckens, so gibt es jeweils (ich zitiere aus dem Spiel) "eine neue Herausforderung", welcher sich Link stellen muss. Klingt doch gut oder? Doch auch hier ist eine Enttäuschung fast unvermeidbar, denn rasch stellt sich heraus, dass diese finalen Herausforderungen lediglich recycelte Bosskämpfe gegen die Ganonflüche sind. Das alleine ist ja schon ernüchternd genug, doch dass Nintendo dies wirklich als "neue Herausforderung" bezeichnet, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

    70) Ringchallenges (Minispoiler)
    Im DLC2 gibt es neue Schreinquests, bei welchen man innerhalb eines bestimmten Zeitlimits Ringe durchqueren und das Ziel erreichen muss - entweder durch Schwimmen, durch Fliegen, durch Schildsurfen oder mit Hilfe der Sandrobben. Diese Rennen würden Spaß machen, wenn sie nicht so lächerlich einfach wären. Das Zeitlimit ist derart großzügig gesetzt, dass man sogar Umwege machen kann und immer noch locker alle Ringe und das Ziel vor dem Zeitlimit erreicht. Ich fordere ja nicht, dass Nintendo die Challenges so schwer macht, dass man daran verzweifelt oder alles genau perfekt machen muss. Aber die DLC2-Challenges waren einfach nur ein schlechter Scherz. Vergleichbare Rennen in Ocarina of Time oder Majoras Mask waren 100 mal schwerer als die kostenpflichtigen Ringrennen in Breath of the Wild...

    Apropos Ringchallenges, das ist ein guter Übergang, um über die Minispiele im eigentlichen Sinne zu sprechen. Wie jedes bisherige Zeldaspiel (mit der Ausnahme von Zelda 2 und Zelda Four Swords) gibt es natürlich auch in Zelda Breath of the Wild Minispiele. Warum diese allerdings bei Weitem nicht zufriedenstellend sind, erfahrt ihr in den nächsten Absätzen. Achja, hier noch Hintergrundmusik-Nachschub, mein absolutes Lieblingszeldamedley auf Youtube:

    Minispiele

    71) Wiederspielwert (Minispoiler)
    Die Minispiele in Zelda Breath of the Wild haben leider nur einen extrem geringen Wiederspielwert. Man spielt die Spiele einmal, danach verlieren sie meist ihren Reiz. Das Wettrennen gegen den Mann auf den Berg ist derart einfach, dass ich fast vergessen hatte, dass es einen Gegner gibt. Das Klippenklettern im nördlich des Todesberges ist derart langatmig, dass die Lust vergeht, nachdem die Challenge gemeistert wurde. Die Steuerung beim Pferde-Parcourrennen ist derart ätzend, dass man froh ist, wenn man es endlich geschafft hat und nie mehr wieder spielen muss. Das Schatztruhen-Glücksspiel ist derart stupide und random, dass einem schon extrem langweilig sein muss, um dieses Minispiel öfter zu spielen. Und so weiter... ich denke, ich bin nicht der einzige, der nicht wirklich zufrieden mit der Umsetzung der Minispiele in diesem Spiel ist.

    72) Highscores
    Wieso werden Highscores in Minispielen nicht gespeichert? Auch dies hätte den Wiederspielwert erhöhen können. Wenn ich ein Rennen erneut probiere, will ich doch wissen, wie gut ich im Vergleich zu einem früheren Versuch war. Und noch interessanter wäre es gewesen, wenn Nintendo auch eine Online-Highscoreliste eingebaut hätte. Wäre es nicht toll gewesen, sich mit Spielern auf der ganzen Welt in Minispielen zu messen und versuchen, Weltrekorde zu knacken (eventuell sogar mit Geistdaten zum Anschauen)? Das Parasegel-Minispiel am Turm der Hügel hätte sich beispielsweise perfekt dafür angeboten, schade, dass auch hier Potential verschenkt wurde.

    Ihr seht schon, ich bin nicht der größte Fan der Minispiele in diesem Zeldaspiel. Ich vermisse die guten alten Zeldaminispiele aus Wind Waker, Majoras Mask, Twilight Princess, Skyward Sword, A Link Between Worlds, etc., welche wirklich Spaß machten und welche man immer und immer wieder spielen konnte. Der Großteil der Minispiele in Breath of the Wild ist einfach nur enttäuschend, Punkt. Weiter geht es mit dem Kamerafeature, welches man relativ früh im Spiel freischalten kann:


    Kamera

    73) Aufnahmekapazität
    Wieso kann man nur 48 Fotos auf dem Shiekah Stein speichern? Gibt es irgendeinen plausiblen Grund dafür? Es ist wirklich schade, dass das Limit derart knapp bemessen ist, ich hätte gerne viel mehr Fotos behalten und musste stets schweren Herzens überlegen, welche Fotos ich löschen soll, um neuen Speicher frei zu machen.

    74) Vollbildansicht?
    Geschossene Fotos können im Shiekah Stein betrachtet werden. Doch alle Fotos sind nur in einer relativ kleinen Größe betrachtbar und haben außenrum viel Leerfläche. Gerne würde ich die Fotos extern abspeichern, aber jedes mal extra alles außenrum zu entfernen, ist doch ziemlich umständlich:

    Wieso kann man sich die Fotos nicht als Vollbilder anschauen lassen? Dies ist für mich ein kleiner, aber dennoch nicht zu vernachlässigender Kritikpunkt, der mich doch ziemlich stört.

    75) Game Over = Fotoverlust
    Um das Hyrule-Handbuch zu vervollständigen, muss man Fotos von Waffen, Gegnern, Tieren, etc. abfotografieren und man wird jeweils gefragt, ob man das jeweilige Foto im Hyrule-Handbuch abspeichern will. Wenn man auf “speichern“ klickt, sind die Einträge gespeichert – würde man zumindest denken. Aber nein, dem ist nicht ganz so, denn wenn man danach ein Game Over bekommt, sind alle Einträge wieder gelöscht, was leider ziemlich frustrierend sein kann. Auch normale Fotos, die man geschossen hat, gehen verloren, wenn man kurz danach ein Game Over bekommt. Dies lässt sich nur vermeiden, indem man nach dem Schießen der Fotos zusätzlich manuell speichert oder das Spiel zufällig gerade einen Auto-Speicherstand anlegt. Ich finde schade, dass Fotos bei einem Game Over verloren gehen, obwohl das Spiel dem Spieler den Eindruck vermittelt, dass die Fotos und Einträge gespeichert werden.

    76) Unwichtige Fotos
    Insgesamt müssen fast 400 Fotos geschossen werden, um das gesamte Hyrule-Handbuch zu vervollständigen. Die Fotos werden nicht nur im Hyrule-Handbuch abgespeichert, sondern auch automatisch im normalen Fotoalbum. Und wie viele Fotos kann man im normalen Fotoalbum maximal aufbewahren? Richtig, 48 Fotos (siehe Punkt 73). Das heißt, dass man eine lange Zeit damit beschäftigt ist, Fotos zu löschen... immer und immer wieder... die meisten Fotos, die man für das Hyrule-Handbuch schießt, will man sowieso nicht im normalen Fotoalbum haben. Daher frage ich mich: Wieso werden Hyrule-Handbuch-Fotos automatisch auch im Fotoalbum abgespeichert? Fast immer muss ich dann manuell die ganzen Fotos löschen, da sie einfach unwichtig und nicht sehenswert sind (zudem kann man sie eh im Hyrule-Handbuch betrachten). Diese Verknüpfung mit dem Fotoalbum ist einfach nur sinnlos, unnötig kompliziert und nervig.

    77) Hyrule-Handbuch ohne NPCs
    Das Hyrule-Handbuch bietet eine riesige Enzyklopädie. Jeder kleinste Pilze, ja sogar Insekten und Abbau-Steine können fotografiert werden, um dann im Hyrule-Handbuch nützliche Informationen nachlesen zu können. Am meisten hatte ich mich gefreut, die ganzen Charaktere im Spiel fotografieren zu können, um mehr über ihre Charaktereigenschaften und Persönlichkeiten erfahren zu können. Doch ausgerechnet NPCs kann man nicht für das Hyrule-Handbuch fotografieren? Gerade die Charaktere wären doch wirklich interessant gewesen, viel interessanter als Informationen zu irgendwelchen Pilzen oder Gräsern. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass man NPCs mit dem Shiekah-Sensor aufspüren kann, das wäre eine tolle Funktion gewesen, wenn man einen bestimmten Charakter gerade suchen will. Auch dies wäre nur gegangen, wenn man auch Fotos von Charakteren im Hyrule-Handbuch abspeichern kann. Total schade...

    NPCs zu fotografieren ist nur eines von vielen Features, welche ich in Zelda Breath of the Wild vermisse. Welche anderen Dinge ich alle in diesem Spiel vermisse, behandle ich in meinem nächsten großen Themenpunkt:


    Dinge, die ich vermisse

    78) Tauchen
    Bereits in dem aus dem letzten Jahrtausend stammenden Ocarina of Time konnte man sich Unterwasser fortbewegen und auch in sämtlichen darauffolgenden 3D-Zelda-Spielen (mit der Ausnahme von Wind Waker) war es möglich, Unterwasser zu schwimmen bzw zu tauchen. Ausgerechnet in der Welt von Breath of the Wild, welche so viele Flüsse, Seen, Teiche und Meeresküsten bietet, ist keinerlei Bewegung oder Erforschung Unterwasser möglich. Wirklich sehr schade, dass dieses Zelda in der Hinsicht ein Rückschritt ist. Die ganzen Gewässer Unterwasser zu erkunden, hätte sicherlich viel Spaß gemacht und Nintendo hat hier viel Potential liegengelassen.

    79) Angeln
    Auch das Angeln war seit jeher ein fixer Bestandteil der Zeldaserie. Einfach mal für eine Zeit lang die Seele am Teich baumeln lassen, eine Pause vom “Welt retten“ einlegen und sich überraschen lassen, welche Fische als nächstes an der Angel anbeißen. Wie sehr habe ich das beispielsweise in Twilight Princess genossen. Wieso gibt es in Breath of the Wild keine Angel mehr? Die Gewässer wirken ein wenig nutzlos, da man weder tauchen noch angeln kann. Gebietsabhängige Fische Unterwasser, welche man nur mit der Angel fangen kann, hätten so viel mehr Abwechslung ins Spiel gebracht. Man kann zwar Fische, die an der Oberfläche schwimmen, direkt mit der Hand einsammeln, mit Elektropfeilen elektrisieren oder mit Bomben töten, doch an den Charme des simplen Angelns kommt all dies leider nicht heran.

    80) Kochrezeptbuch
    Es gibt etliche Gerichte, die man mit Lebensmitteln und Materialien kochen kann, wenngleich das Kochsystem sehr unausgeglichen ist (siehe Punkt 39). Optisch schöne Gerichte erfordern oft eine Zusammensetzung ganz bestimmter Zutaten, welche man sich schwer merken kann. Im Menü bei den Mahlzeiten kann man sich die jeweiligen Rezepte der gekochten Mahlzeiten ansehen, welche man noch nicht verzehrt hat. Doch sobald man diese gegessen hat, verschwinden auch die Kochrezepte. Es ist sehr schade, dass es kein Kochrezept-Buch gibt, in welchem alle Gerichte und die dazugehörigen Zutaten übersichtlich zum Nachschlagen gespeichert sind. Hat Nintendo nicht daran gedacht oder war ihnen ein ausgereiftes Kochsystem einfach egal? Man wird es wohl nie erfahren...

    81) Musikinstrumente
    Bereits im allerersten Zelda 1986 gab es eine Flöte als Instrument. Instrumente waren bei allen großen Zeldateilen und auch bei den meisten kleineren 2D-Zeldas ein elementares Wiedererkennungsmerkmal. Ob Harfe, Trommel, Gitarre, Panflöte oder Ocarina – die Liste der Instrumente, die Link im Laufe seiner Abenteuer gelernt hat, ist kaum enden wollend, ja sogar als Dirigent hat sich Link bereits versucht. Die Instrumente waren immer einer meiner Lieblingsaspekte an Zeldaspielen – Ocarina of Time hat mich sogar motiviert, eine originalgetreue Ocarina zu kaufen und die Songs aus dem Spiel nach zuspielen.
    Dass in Breath of the Wild Musikinstrumente komplett gestrichen wurden, macht mich umso trauriger. Gerade in diesem Spiel hätte es sich angeboten, mit Hilfe eines Instruments beispielsweise das Wetter oder die Windrichtung zu beeinflussen. Wäre es nicht toll gewesen, wenn Kashiwa am Ende seiner Nebenquestreihe sein Akkordeon an Link weitergibt und ihm die Lieder lernt, welche er immer gespielt hat? Ach Nintendo, wieder eine vertane Chance, welcher ich hinterher trauere...


    82) Friedhöfe
    In fast jedem Zelda-Spiel, egal ob 3D oder 2D, gibt es stets irgendwo einen Friedhof. Dieser Ort hat (besonders in Spielen wie Ocarina of Time, Majoras Mask, Twilight Princess oder Minish Cap) meist eine ganz besondere, mystische und düstere Atmosphäre. Friedhöfe gehören einfach zur Zeldareihe dazu, diese Orte sind für mich etwas ganz Besonderes. Gräber verschieben und dann in den Untergrund gehen – ja, das hatte schon ein gewisses Etwas, bei dem man schon mal Gänsehaut bekommen kann.
    Umso enttäuschter war ich, als ich nach hunderten Spielstunden ernüchternd feststellen musste, dass es in Breath of the Wild keinen einzigen richtigen Friedhof gibt. In Anbetracht der Tatsache, dass in diesem Spiel besonders viele Leute bereits gestorben sind (insbesondere vom Shiekah-Stamm), wären Friedhöfe sehr passend gewesen. Wo wurden die ganzen Leute überhaupt begraben bzw wurden sie überhaupt begraben? Bisher gab es in früheren Spielen stets einen Kakariko-Friedhof, doch selbst den gibt es hier nicht mehr. Sehr schade, dass einer der markantesten Zeldaorte komplett aus Breath of the Wild gestrichen wurde.

    83) Höhenanzeige
    Habt ihr euch schon mal gefragt, wie hoch Death Mountain über dem Meeresspiegel liegt? Oder wie hoch das Ornidorf im Vergleich zum Zorareich liegt? Wenn es bereits eine Temperaturanzeige und eine Geräuschanzeige existiert, ja wieso gibt es dann nicht auch eine Höhenanzeige? Ich hätte mir so eine Anzeige sehr gewünscht.

    84) Regenausrüstung
    Jeder kennt es - die nervige Warterei bei Felsklippen, wenn es plötzlich während der Klettertour zum Regnen anfängt. Anders als andere Leute, sehe ich den Regen per se nicht als Kritikpunkt an, schließlich ist dieser Regen etwas ganz Natürliches und lässt die Welt realer erscheinen. Doch was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass es keine Ausrüstung gibt, die einem das Klettern bei Regen erleichtert. Wieso gibt es keine Handschuhe oder Schuhe, welche einen besseren Grip haben, sodass man sich auf nassem Untergrund besser festhalten kann?

    85) Gleiter
    Es gibt jede Menge Kostüme und Waffen, die man wechseln kann. Doch wieso gibt es nur einen einzigen Gleiter? Wieso kann man im Spiel nicht Gleiter mit verschiedenen Motiven erlangen? Verschiedene Parasegel hätten schöne Belohnungen für Nebenquests sein können, darüber hätte ich mich viel mehr gefreut als über Rubine oder Edelsteine (siehe Punkt 55).

    86) Höhlen
    Als Kind erforschte Shigeru Miyamoto Höhlen in seiner ruralen und bewaldeten Heimatprovinz Sonobe. Diese Erlebnisse inspirierten ihn derart, dass er The Legend of Zelda entwickelte, damit wir Fans virtuell das erleben können, was er als Kind in der echten Welt erlebt hatte: Gebiete erkunden, Höhlen betreten, auf Abenteuerreise gehen. Höhlen und Zelda, das passt einfach wie die Faust aufs Auge. Ich war stets fasziniert, wenn ich beispielsweise in Twilight Princess geheime Höhlengänge erforschte und Spinnweben mit der Laterne niederbrannte. Ich konnte mir kaum ausmalen, wie viele spannende Geheimgänge unter der Erde oder Berghöhlen im Gebirge es wohl in Zelda Breath of the Wild geben würde, die Vorfreude war enorm. Hätte mir jemand vor Release gesagt, dass es letztendlich keinerlei Höhlen im neuen Zelda geben würde, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Doch leider ist es die traurige Wahrheit. Ein weiteres Kernelement der Zeldareihe wurde unter den Teppich gekehrt, es macht mich sehr traurig, mit anzusehen, wie tolle Kernelemente der Zeldareihe langsam aber sicher verschwinden...

    87) Spinnengegner
    Apropos Spinnweben... auch Spinnengegner jeglicher Art sind stets eng mit der Zeldareihe verbunden. Doch aus mir unerklärlichen Gründen gibt es auch in Breath of the Wild keine einzigen Spinnengegner. Wie toll wäre es gewesen, wenn man im Urwald unterwegs ist und plötzlich kommt aus einer Höhle ein riesiger Spinnenboss, der Link verfolgt? Da es in Breath of the Wild ja viele Feuerwaffen und auch Feuerpfeile gibt, hätte man auch viel mit Spinnweben (inklusive kleiner Spinnegegner) arbeiten können, um die Welt noch atmosphärischer zu gestalten. Kaum etwas hat in früheren Zeldaspielen mehr Spaß gemacht, als Spinnweben zu verbrennen und sich den Weg ins Ungewisse freizumachen.

    88) Haus einrichten (Minispoiler)
    In Zelda Breath of the Wild ist es möglich, sein eigenes Haus zu kaufen. Man kann sich das Haus auch einrichten lassen, doch leider hat man nicht selber die Möglichkeit, das Haus so zu gestalten, wie man möchte. Leider geht dadurch einiges an Individualität verloren. Es wäre wirklich schön gewesen, Bäume im Garten an den Orten zu pflanzen, an welchen man sie am liebsten stehen haben will, oder das Bett und die Möbel im Haus nach dem eigenen Geschmack einzurichten.

    89) Game Over Counter
    Zelda Oracle of Ages: 71, Zelda Link's Awakening: 144, Zelda 1: 240 – Diese Zahlen im Hauptmenü erinnern mich an meine Verzweiflung (im positiven Sinne) vor etlichen Jahren, als ich die jeweiligen Spiele zum ersten mal spielte und noch nicht so erfahren mit Videospielen war – diese Herausforderung habe ich geliebt und Game Overs haben einfach dazugehört. Ja, diese Zahl gibt die Anzahl der Game Overs an und es ist schön zu sehen, wie hart ich früher kämpfen musste, um die Spiele zu meistern. Würde ich die Spiele nun nochmal spielen, wären die Zahlen vermutlich viel niedriger. Zelda Breath of the Wild ist ein Spiel, in welchem man besonders zu Beginn leicht sterben kann und die Game Over Zahl auch bis in den 3-stelligen Bereich gehen könnte. Ich hätte mir gewünscht, dass auch dieses Spiel die Anzahl der Game Overs im Hauptmenü anzeigt. Schade, dass dieses alte Feature im Laufe der Jahre wieder in der Versenkung verschwand, gerade bei bei Breath of the Wild wäre so eine Statistik sehr interessant gewesen.

    90) Spielstände
    Selbst in den allerersten Zeldaspielen gab es bereits 3 Spielstände. Wieso ist es bei Zelda Breath of the Wild lediglich ein einziger, so wenig wie noch nie zuvor in der gesamten Reihe?
    Man kann zwar zusätzliche Accounts auf der WiiU oder Switch erstellen, doch dies ist nur ein umständlicher Umweg, um auf weiteren Spielständen zu spielen. Wenn man das Spiel nochmal spielen will, aber den alten Spielfortschritt nicht verlieren will, ist das einfach nur sehr blöd – denn auch die Spielzeit wird dann nicht für den eigentlichen Account aufgezeichnet und die anderen Funktionen wie der eigene Onlinestatus (der von Freunden eingesehen werden kann) oder Miiverse bei der WiiU-Version (welches es mittlerweile aber leider nicht mehr gibt), sind nur mit dem Originalaccount verknüpft.
    Kauft man sich den DLC, kann man zumindest für den Master-Modus einen neuen Spielstand anlegen. Doch insgesamt ist auch das einfach viel zu wenig, was hat denn dagegen gesprochen, mehrere Spielstände anzubieten, sowie es bisher in jedem Zelda der Fall war? Ich verstehe es nicht...

    Schön langsam neigen wir uns dem Ende zu (und auch mit dem Zeichenlimit (100.000), welches es für Blogs auf ntower gibt, wird es knapp), wer es geschafft hat, bis hierhin zu lesen, hat meinen Respekt – bald sind wir durch! Das Spiel ist leider derart schlecht, dass ich mir insgesamt sogar um einiges mehr als 100 Kritikpunkte aufgeschrieben hatte, doch ich habe beschlossen, nur meine 100 größten Kritikpunkte am Spiel raus zu picken, um den Rahmen nicht zu sprengen. Die restlichen 10 Kritikpunkte folgen sogleich.
    Die letzte Ladung Hintergrundmusik für heute gibt es hier:


    Sonstiges

    91) Schlechteres Cover als der Rest der Welt
    Nicht nur das Spiel selbst trägt zum gesamten Spielerlebnis bei, sondern auch das Drumherum. Ein gutes Spiele-Cover gehört einfach dazu - jedes mal, wenn man das Spiel aus dem Regal nimmt, ist das Cover das erste, was einem ins Auge sticht. Das Spielecover von Zelda Breath of the Wild hat wirklich ein sehr episches Motiv und gefällt mir so sehr, dass ich sofort Lust verspüre, das Spiel zu spielen:


    Doch Moment mal...
    Dieses Cover gibt es in Europa ja gar nicht! Na dann hoffe ich, dass das Cover hierzulande zumindest mindestens gleich gut aussieht, um diese Änderung zu rechtfertigen...


    ... Ohne Worte.. ich wünschte mir, wir hätten auch so ein gutes Cover wie der Rest der Welt. Stattdessen haben wir ein Cover, bei dem Link in einer richtig komischen Position steht und alles andere als heldenhaft wirkt. Das mag zwar ein subjektiver Punkt sein, doch mir gefällt das europäische Cover einfach überhaupt nicht, für mich das schlechteste Zelda-Cover, das es je gab...

    92) Weder Master Edition noch Deluxe Edition (Switch only)
    Nicht nur beim Cover wurden wir Europäer benachteiligt. Auch bei der Special Edition von Zelda Breath of the Wild ziehen wir im direkten Vergleich mit den Amerikanern und Japanern den Kürzeren. Während die Japaner und Amerikaner sich, neben anderen Zusatzgoodies, über eine spezielle, faltbare Karte von Hyrule freuen konnten, bekamen wir nur eine stark abgespeckte Limited Edition ohne jeglichen exklusiven Inhalt. Ach wie gerne hätte ich diese Hyrulekarte gehabt, oder das Wendecover, das die Japaner bekommen hatten. Es ist einfach nur eine Verhöhnung gegenüber uns Fans hierzulande...

    93) 3 GB Speicher (WiiU only)
    Nein, ich rede hier nicht von den DLCs, sondern tatsächlich von der Retailversion (!) des Spieles. Will man diese auf der WiiU spielen zu können, so sind ganze 3GB an Speicherplatz erforderlich – ich kenne kein anderes WiiU-Spiel, welches auch nur annähernd ähnliche Erfordernisse hat.
    Hat jemand nicht so viel Speicher frei, so kann das Spiel nicht gestartet werden – es gab bestimmt viele Leute, die das Spiel kauften, ohne darüber Bescheid zu wissen und dann mit leeren Händen daheim standen. Besonders auf der weißen 8GB-Basic-Version-WiiU ist es nahezu unmöglich das Spiel ohne teure externe Festplatte zu spielen.
    Weiters gibt es auf der WiiU-Version einen herunterladbaren Inhalt, der das Voiceacting anderer Sprachen ins Spiel einfügt, sodass man direkt ingame zwischen den Sprachen wechseln kann. Auch dieser Inhalt verbraucht einiges an Speicherplatz. Das Problem daran ist: Man kann diesen spezifischen heruntergeladenen Inhalt (besonders, wenn man auch die normalen DLC-Inhalte gekauft hat) im Nachhinein nicht mehr manuell löschen, was sehr ärgerlich ist, sollte man Speicherplatz für andere Spiele freimachen wollen.

    94) In Unterwäsche spielen
    Spielt man nur in Unterwäsche, müsste Link doch eigentlich extrem frieren, wenn man gerade im Gebirge unterwegs ist. Doch komischerweise macht es absolut keinen Unterschied bei der Temperaturanzeige, ob man mit den normalen Klamotten ausgerüstet ist oder oben ohne. Auch in heißen Gebieten wie der Wüste kühlt die Temperatur nicht ab, wenn man sich auszieht.
    Doch das ist noch nicht alles: Beim Schwimmen hat man normalerweise keine Kleidung an, da diese nur stören würde. Bei Breath of the Wild macht es aber keinen Unterschied, ob man in dicker Rüstung oder nur in Unterhose schwimmt – man würde eigentlich erwarten, dass man ohne Rüstung schneller schwimmen würde als mit Rüstung. Ich war ein wenig enttäuscht, dass Nintendo nicht daran gedacht hat, um das Spielerlebnis noch etwas realistischer zu gestalten.


    95) Schilde, fehlende Erklärungen und Bonuseffekte
    Ich merke schon, dass die 100 Punkte eigentlich viel zu wenig sind, um alles unterzubringen, was mich an diesem Spiel stört. Daher fasse ich hier mehrere kleinere Kritikpunkte zusammen:
    Wieso haben Schilde nicht unterschiedliche Eigenschaften beim Schildsurfen? Es wäre doch spannend, wenn sich gewisse Schilde besser für das Schildsurfen eignen, während andere im Kampf nützlicher sind. Leider ist es aber quasi egal, welchen Schild man gerade ausgerüstet hat, da sich die Schilde abgesehen von der Haltbarkeit kaum voneinander unterscheiden.

    Achja, apropos Schilde: Wer von euch weiß, was die Nummer heißt, die bei jeden Schild im Menü angezeigt wird? Ich wollte mich im Internet schlau machen, doch selbst dort gehen die Meinungen auseinander und niemand scheint es ganz genau zu wissen. Ist es die Haltbarkeit? Oder ist es der Wert beim perfekten Abwehren von Gegnerattacken wichtig – je höher der Wert ist, desto leichter kann man Gegner entwaffnen? Oder zeigt die Zahl an, wie stark die Waffe des Gegners sein muss, um das eigene Schild bei einem Angriff zu zerstören, je niedriger der Wert, desto schneller geht der Schild kaputt? Wieso gibt es dazu ingame keine Erklärung seitens Nintendo?
    Und generell, auch bei den Bonuseffekten bei Kostümsets gibt es keinerlei Erläuterungen, was die Effekte genau bedeuten. Teilweise werden sogar nur Abkürzungen angezeigt und man muss schon sehr lange überlegen oder rumprobieren, um herauszufinden, was der jeweilige Kostümeffekt bewirkt...

    96) Stempel-Limit
    Auf der Weltkarte kann man mit verschiedenen Stempeln Orte markieren, um z.B. Feenquellen, Schatztruhen, Gegnerlocations, Krogs oder Ähnliches zu markieren. Doch leider gibt es nur 100 Stempel, was ich etwas schade finde. Alleine, wenn man alle Bossgegner markieren will, so bräuchte man bereits mehr als 100 Stempel, aber das Limit macht einem einen Strich durch die Rechnung...

    97) Krogs auf der Minimap
    Auf der großen Weltenkarte im Menü kann sind (auf der größten Vergrößerungsstufe) alle gefundenen Krogs markiert. Leider kann man auf dieser Vergrößerungsstufe diese Krogmarkierungen nicht ausblenden, was ich mir manchmal gewünscht hätte (z.B. wenn ich mir die Map für andere Zwecke als Krogs anschauen will). Umgekehrt sind die Krogs auf der Minimap rechts unten (welche ständig ingame angezeigt wird) nicht sichtbar und lassen sich auch nicht manuell anzeigen. Doch gerade auf dieser Minimap wären diese Markierungen sehr nützlich gewesen, um nicht jedes mal die Karte öffnen zu müssen und nachzuschauen, ob man in diesem Gebiet bereits Krogs gefunden hat oder nicht. Nintendo hat leider bei beiden von mir erwähnten Maps die jeweils unlogische Entscheidung getroffen, am allerbesten wäre es gewesen, wenn man dem Spieler die Wahl gelassen hätte, die Krog-Markierungen manuell an- oder abschalten zu können.

    98) Störende Titanenstrahlen (Spoiler!)
    Nach jedem geschafften Dungeon, beginnt der jeweilige Titan, sich in Position zu bringen und einen mächtigen, roten Laserstrahl auf Schloss Hyrule (in welchem sich Ganon befindet) zu feuern. Diese roten Titanenstrahlen sind aber derart hässlich, dass sie das Landschaftsbild vollkommen zerstören:Das Schlimme ist, dass man diese Strahlen von fast jedem Ort der Welt sieht. Für mich ein großer Kritikpunkt, mich nervt es extrem, diese unnatürlichen roten Strahlen ständig sehen zu müssen, welche es mir auch erschweren, schöne Fotos zu schießen. Hätte Nintendo dies nicht anders lösen können? Und überhaupt – was ist der Sinn dahinter, bereits schon so früh Laserstrahlen abzufeuern, wo sie doch eh erst viel später nützlich sind, nämlich erst zu dem Zeitpunkt, bei welchem Link tatsächlich im Schloss ist und gegen Ganon kämpft?

    99) Dumme Pferde
    Im Rahmen der "The Game Awards" Show im Dezember 2014 war noch davon die Rede, wie realistisch Pferde im neuen Zelda seien. Echte Pferde würden nicht gegen Bäume reiten, daher sei es auch in Breath of the Wild nicht möglich, gegen Bäume zu prallen und Pferde würden diesen Hindernissen automatisch ausweichen. Dies demonstrierte Miyamoto sogar stolz anhand von Livegameplay: Doch als das finale Spiel dann endlich 2017 erschien, wurden wir wieder eines Besseren belehrt, die Behauptungen von damals entpuppten sich als nichts anderes als leere Versprechungen. Bäume im finalen Spiel sind die größten Feinde der Pferde, von selbst ausweichen können die Pferde nicht. Peinlich Nintendo, einfach nur peinlich.
    Und über die ganzen anderen falschen Versprechen, die in dem obigen Video gemacht wurden - z.B. das parallele Anzeigen der Map am Gamepad (1:28), Eponas Auftritt (2:14) oder die Versicherung, dass das Spiel 2015 rauskommen wird (3:55) - will ich jetzt gar nicht mehr schreiben, sonst bekomme ich noch einen Wutanfall...

    100) Patches
    Wie sagte Shigeru Miyamoto vor über 20 Jahren so schön: “Ein verschobenes Spiel wird irgendwann gut sein, aber ein verfrüht erscheinendes Spiel bleibt für immer schlecht.“ Blöd nur, dass Zelda Breath of the Wild sowohl ein mehrfach verschobenes, als auch ein schlechtes Spiel ist - beide negativen Eigenschaften in einem vereint. Damals hatte dieses Sprichwort von Miyamoto durchaus einen großen Funken Wahrheit gehabt. Doch heutzutage gibt es so ein gewisses Wort namens Patch, hat Nintendo davon schon gehört? Offensichtlich kennt Nintendo das Wort durchaus, denn Super Smash Bros, Splatoon oder Xenoblade Chronicles 2 sind drei von vielen Spielen, welche ständig von Nintendo mit Hilfe von Patches verbessert wurden bzw werden. Die Spiele werden optimiert, neue Funktionen werden eingefügt und Kritikpunkte werden ausgemerzt.
    So - und jetzt frage ich mich, wieso zum Teufel gibt es für Zelda Breath of the Wild kaum Patches? Anfangs gab es noch den ein oder anderen Patch, der die Framerate ein bisschen verbessert hatte, doch danach kam nicht mehr viel. Wenn ich da an Xenoblade 2 denke, wie viel Mühe sich die Entwickler machen, das Spiel noch besser zu machen und auf die Wünsche der Fans hören, dann macht es mich umso trauriger, welch eine Tristesse bei Zelda Breath of the Wild herrscht, Nintendo ruht sich nur mehr auf den Lorbeeren aus.

    Dieses Spiel hat - für jeden Laien ersichtlich - extrem große Mängel, doch Nintendo reagiert nicht. Nintendo hört nicht auf uns Fans. Aonuma sitzt wahrscheinlich gemütlich zu Hause, zählt Geldscheine und lacht sich einen Ast ab, wenn er Kritik zu seinem "heiligen Meisterwerk" liest, anstatt mal darüber nachzudenken, dass die Kritik durchaus berechtigt sein könnte – anders kann ich mir das nicht erklären. Viele meiner Kritikpunkte sind wirklich leicht mit einem Patch zu beheben und bedürfen keinem großen Aufwand. Doch Nintendo will anscheinend nicht aus Fehlern lernen. Nintendo ist sich zu schade, auch nur einen Finger zu krümmen, Hauptsache die Verkaufszahlen stimmen. Nintendo ist nicht mehr das, was sie einmal waren, das ist leider die traurige Realität.


    Conclusio:

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild macht zu viele Dinge falsch, es macht leider überhaupt keinen Spaß mehr. Ich hätte vor einem Jahr nie gedacht, dass ich derart über das neue Zelda herziehen würde, doch - so leid es mir tut, meiner Meinung nach ist Zelda Breath of the Wild ein großer Flop, eine der größten Enttäuschungen, die Nintendo je hervorgebracht hatte.

    Wo sind die epischen Dungeons eines Zelda Twilight Princess geblieben? Wo sind die Ohrwurmmelodien, welche es in Ocarina of Time zu Hauf gab? Wo sind die tollen Nebenquest aus Majoras Mask, bei welchen man vernünftige Belohnungen bekommen hat? Wo sind Plottwists ala Zelda Wind Waker? Wo sind die etlichen innovativen Gameplaymechaniken und Items geblieben, welche Skyward Sword ausgemacht haben? Die einzige plausible und ehrliche Antwort: All diese Dinge sind im neuen Zelda nicht mehr zu finden, Aonuma hat die einst so tolle Zeldareihe eigenhändig an die Wand gefahren und da er plant, auch das nächste Zelda im Open-Air Stil zu machen, fürchte ich, dass das Zelda, das wir einst so liebten, nun wirklich ein für alle Male zerstört wurde. Mich hat Nintendo wohl endgültig verloren, ich werde mir in Zukunft keine Zeldaspiele mehr kaufen, sollte es in ähnlichem Stil weitergehen und die Kritikpunkte nicht behoben werden.
    Ende des Rants, ein enttäuschter und wütender (ehemaliger) Zeldafan.




    Doch nun seid ihr dran. Stimmt ihr manchen meiner Kritikpunkten zu, oder seid ihr tatsächlich restlos zufrieden mit dem Spiel? Habt ihr gar andere Kritikpunkte, welche ich gar nicht aufgelistet hatte? Nehmt an der Umfrage teil und lasst mich eure Meinung in den Kommentaren wissen!
    Was sind für euch die größten Kritikpunkte an Zelda Breath of the Wild? 35
    1.  
      Das schwache Finale und der Endboss (13) 37%
    2.  
      Die fehlende Gegnervielfalt (11) 31%
    3.  
      Waffensystem/Waffenhaltbarkeit (9) 26%
    4.  
      Nichts, dieses Spiel ist einfach perfekt (7) 20%
    5.  
      Die Bosse (7) 20%
    6.  
      Fehlende Items, Elemente und Grundmechaniken aus alten Zeldateilen (6) 17%
    7.  
      Die Belohnungen für Quests (6) 17%
    8.  
      Die Story (6) 17%
    9.  
      Die Schreine (6) 17%
    10.  
      Die DLC-Politik (6) 17%
    11.  
      Die Dungeons (5) 14%
    12.  
      Die Musik (4) 11%
    13.  
      Die eintönige Spielwelt (4) 11%
    14.  
      Der (absteigende) Schwierigkeitsgrad (3) 9%
    15.  
      Der Regen (2) 6%
    16.  
      Das Balancing im Generellen (2) 6%
    17.  
      Die Performance (1) 3%
    18.  
      Ich habe eine andere Meinung bzw andere Kritikpunkte (ab in die Kommentare!) (1) 3%
    19.  
      Das Inventarsystem (1) 3%
    20.  
      Alles, das Spiel hat fast in allen Bereichen große Schwächen (0) 0%
    21.  
      Der Grafikstil (0) 0%
    Mein Mariomakerlevel-Bookmark-Profil (ein paar Musiklevel inklusive!)
    Mein Skyward Sword Skyloft Musiklevel: BA07-0000-00A6-90C0 :D

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Kommentare 33

  • RobSomebody -

    junge, du hast im text erwähnt dass du über 350 stunden spielzeit hast. wenn du 350 stunden in ein spiel investierst, das dir nicht gefällt, dann machst du echt was falsch

    • felix -

      Trotz all der Kritik gefällt mir das Spiel immer noch sehr gut! Würde es mir wirklich nicht gefallen, ja - dann hätte ich niemals so viele Spielstunden investiert. Ich mag das Spiel aber;)

    • RobSomebody -

      Wenn das so ist :D dachte schon, da passt was nicht zusammen

  • Skerpla -

    Gut gelungen.
    Einige Punkte legen wirklich offen, wo in der Entwicklung versagt wurde.
    Manche andere Punkte haben jedoch persönliche Probleme:
    Bewegungssteuerung: normalerweise fällt der Touchpen nie aus dem WiiU-Gamepad raus, außer er hat Verschleiß erlitten.
    Der Punkt mit dem Speicherplatz ist verständlich, jedoch muss man da nicht gleich einen höheren Betrag hinblättern. Ein USB-Stick mit 16 GB (mittlerweile für 6€ erhältlich) würde dieses Problem locker lösen.
    Die Performance (zum Beispiel die Sträucher) waren damals noch anders. Das liegt daran, dass die WiiU in der Beta noch nicht voll ausgereizt wurde und somit auch die Performance noch nicht so gelitten hat. Wenn du dir mal ansiehst, wie die Map untendrunter aussieht, weißt du auch direkt, wieso manches so schlecht läuft. Was da drunter abgeht braucht locker 35% der verfügbaren Ressourcen.
    Aber man merkt ordentlich, dass du hier schon einige hunderte Spielstunden drinhaben musst, um sowas auf die Beine stellen zu können.

    • felix -

      Danke fürs Feedback! Auch die Konterpunkte von dir sind gut.. Dann stellt mein Gamepad wohl doch eher die Ausnahme dar, bei mir fliegt der Stift leicht weg. USB ist sicherlich auch eine Möglichkeit, ein Freund von mir hatte damit allerdings Probleme (Datenverlust) und ich schätze, dass die Festplatte doch etwas sicherer ist - aber auch bei dem Punkt könnte es sein, dass das eher die Ausnahme ist und normalerweise ein USB-Stick auch reichen sollte.

    • Skerpla -

      Jep, das mit den USB-Sticks kann Probleme machen. Die gängigen von SanDisk haben keine Probleme gemacht, während Toshiba tatsächlich einmal versagt hat. Aber ja, im Vergleich zur Switch könnte man da schon heulen. Da hat man Jahre ohne Festplatte überstanden trotz Smash-DLC und MK8 und dann plötzlich braucht man es doch.

  • Frank Drebin -

    Hallo Felix. Zuerst möchte ich dir sagen wie gut du den Blog geschrieben hast.

    Und was ich ganz super finde: Du hast nicht nach einer Woche gleich geschrieben wie schlecht das Spiel ist. Man sieht wirklich du hast das Spiel auf Herz und Nieren abgegrast und alles versucht und alles gegeben usw....... Also Sprich dem Spiel auch wirklich eine Chance gegeben.

    Aber ich muss dir sagen dass ich viele Kritikpunkte nicht so sehe oder sie für mich das Spielvergnügen in keinster Weise beinträchtigen.


    Hier die Punkte, denen ich dir zustimme:

    Punkt 5: Durchsichtige Wände
    Hier muss ich dir aber vollkommen Recht geben. Das hätte man wirklich besser lösen können. Das hat sogar mich ein wenig gestört.

    Nr. 11: Versehentliches Ducken:
    Auch das ist mir passiert. Aber mit einem kurzen Druck auf den "laufen-Button" war das Thema wieder erledigt.
    Hat aber auch mich manchmal genervt.

    Nr. 24: Rätselschreine:
    Auch ich finde die nicht sonderlich gut. Habe mich zwar jedes Mal gefreut einen gefunden zu haben. Aber auch nur, damit ich wieder einen Transportpunkt hatte :)

    Nr. 27: Dungeon Größe (Titane)
    Auch hier finde ich die hätten größer und komplexer ausfallen dürfen. Gebe ich dir Recht.

    Nr. 31: Volles Inventar
    Auch hier muss ich dir Recht geben. Dein Lösungsansatz wäre der deutlich bessere!!!

    Nr. 44: Voraussetzung für 100%
    Auch das finde ich etwas seltsam. Ist mir im Endeffekt aber dann doch wieder egal ;)

    Nr. 50: Ich fand die Stimme von Zelda sehr nervig und direkt peinlich. Da stimme ich dir zu!

    Nr 64: Auch ich finde die Krogmaske hätte schon ins normale Spiel gehört. Finde deinen Vorschlag echt super!!

    Nr. 73: Aufnahmekapazität Fotos:
    Auch hier stimme ich dir zu 100% zu. Das ist einfach ein Witz. Hat auch mich genervt ständig die Fotos löschen zu müssen.

    Nr. 78: Tauchen:
    Auch das habe ich vermisst. Hatte gehofft das kommt mit dem DLC noch nach. Falsch gedacht :(
    Hätte das echt cool gefunden noch einmal alle Seen unter Wasser durchzukämmen :)

    Nr. 82: Friedhöfe:
    Stimmt. Jetzt wo du es sagst :)

    Nr. 84: Regen:
    Also mich hat der Regen schon genervt. Eigentlich nicht der Regen an sich sondern einfach wenn man mitten im Klettern war.....

    Nr. 90: Spielstände:
    Da gebe ich dir auch Recht. Habe das Spiel noch ein 2. Mal mit dem Benutzer von meinem Sohn gestartet, um es auch anderen zeigen zu können....

    Nr. 91: Schlechtes Cover
    Das war auch sofort mein erster Gedanke als ich die Cover damals gesehen habe. Das andere ist viel schöner.




    Aber bei den anderen Punkten kann ich nicht zu 100% mit dir übereinstimmen:

    Die viel kritisierte Performance:
    Die Kritiken sind sehr wohl berechtigt!!! Stören mich aber nicht im geringsten. Da bin ich von der Wii viel schlimmeres gewohnt. Ich hatte noch nie ein so schönes Spiel wie BotW. Von daher.....

    Bewegungssteuerung fand ich wieder gut. Wobei ich die generell gerne im Einsatz habe :)

    Für dich war das Spiel scheinbar zu einfach. Für mich ist der Schwierigkeitsgrad genau richtig.

    Kritik zur Story: Ich bin ehrlich gesagt froh bei dem Titel nicht so viel an Story zu haben. Bei Skyward Sword war mir das schon viel zu viel. Ich will spielen und nicht ständig mir die Geschichten anhören müssen. Da bin ich aber wohl hier im Turm der einzige :)

    Und die Kritiken über Kostümsets, Musik und sonstige Kleinigkeiten ist mir völlig egal. Das nehme ich im Spiel gar nicht war und mindert in keinster Weise bei mir das Spielvergnügen.

    Auch die 900 Krogs muss man nicht machen. Ich habe einfach keinen Bock darauf. Also lasse ich die weg. Ganz einfach ;)

    Zu den DLC's kann ich nichts sagen. Da ich mir den Saisonpass nicht gekauft habe. Für mich ist das Angebot zu schlecht um noch einmal 20 € zu investieren. Aber so gesehen ist das eigentlich auch schon wieder eine Kritik von mir an dem Spiel :)




    Fazit:
    Trotz einiger berechtigten Kritikpunkte bekommt das Spiel von mir noch immer die vollen 10 Punkte. Aber das ist eben meine Meinung.
    Habe aber auch "nur" 135 Stunden dran gespielt. Was bei mir ein halbes Jahr in Anspruch genommen hat.


    Eines vielleicht noch:
    Das für mich nervigste fehlt eigentlich noch in deiner Aufstellung: Das Kochen.
    Mich hat es gestört jedes Mal vor einem Titanen wieder 1/2 bis 3/4 Stunde zu kochen. Das ist eigentlich mein größter Kritikpunkt.


    Von mir bekommst du auf jeden Fall für deinen Blog 10 Daumen hoch. Auch wenn ich nicht zu 100% deine Meinung teilen kann.

    • felix -

      Freut mich sehr, dass du alles gelesen hast und auch deine Kritik zu den Punkten geschildert hast, die dich mehr und dich weniger gestört haben. Auch vielen Dank für das Lob. Solche Kommentare lese ich gerne.

      Ich habe diesen Blog ja am 1. April veröffentlicht und aus diesem Grund absichtlich vieles übertrieben geschrieben: Dass das Spiel richtig schlecht sei und ein Reinfall ist, war nur ein Aprilscherz (siehe auch Kommentare weiter unten), in Wirklichkeit finde auch ich, dass trotz meiner Kritikpunkte jede 10/10 Bewertung ihre Berechtigung hat: Zelda Breath of the Wild bietet einfach solch ein einzigartiges Erlebnis und mich freut es immer zu hören, wenn jemand begeistert von diesem Spiel ist.

      Ich finde es super, dass du mir in so vielen Kritikpunkten zustimmst, obwohl du dem Spiel 10 Punkte geben würdest. Auch die Punkten, bei denen du mir nicht zustimmst, kann ich aus deiner Sicht nachvollziehen, da du sie gut begründet hast (z.B. Schwierigkeitsgrad oder Story). Kritikfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, um gut diskutieren zu können. In der Hinsicht sind wir uns sehr ähnlich, wir lieben beide das Spiel, aber können uns trotzdem mit Kritik auseinandersetzen und auch selbst Kritik üben.

      Zur Performance-Kritik habe ich eine ähnliche Meinung wie du. Mich haben die Probleme zum Glück auch nicht sehr gestört und ich hatte trotzdem meinen Spaß. Mir sind die Schwächen aber dennoch aufgefallen, daher habe ich sie aufgelistet, da sie ja trotzdem im Spiel sind und ich sie hier nicht ignorieren wollte. Generell sind viele der Kritikpunkte in diesem Blog Dinge, die mein Spielerlebnis zwar nicht wirklich negativ beeinflusst haben, aber die ich trotzdem nicht unerwähnt lassen wollte und die man vielleicht trotzdem bei einem neuen Zeldateil verbessern könnte.

      Den DLC habe ich übrigens trotz meiner vielen Kritikpunkte keinesfalls bereut, er bietet viele positive Aspekte, die ich im Text nicht erwähnt hatte (schöne Cutscenes, bessere Schreine, spaßige Schreinquests, ein ziemlich guter neuer Titan,...). Also da dir das normale Spiel bereits so gut gefallen hat, kann ich bei einer möglichen DLC-Preisreduktion durchaus empfehlen, zuzuschlagen (aber als kleine Warnung: Ein paar Herausforderungen könnten schwer sein und etwas Geduld erfordern).

    • Frank Drebin -

      Ok, das mit dem 1. April in den Kommentaren unten habe ich nicht gelesen bzw. das hast du so überzeugend geschrieben, dass ich voll drauf reingefallen bin :)
      Hut ab!!

      Aber ob 1. April oder nicht. Ich bin von deinem Blog begeistert!!!
      Nur dass du trotzdem dem Spiel die vollen 10 Punkte gibst hätte ich jetzt nicht gedacht. Aber wie du schreibst: War absichtlich übertrieben geschrieben.

      Jetzt bitte als nächsten Blog was BotW alles richtig gemacht hat ;)

    • felix -

      Haha, gut, dass ich das noch aufgeklärt habe. Es sollte auch überzeugend rüberkommen, aber da mittlerweile nicht mehr der 1. April ist, sollte ich vielleicht im Text am Anfang selbst nochmal kennzeichnen, dass ich Zelda nicht wirklich hasse und ich nicht wirklich der Reihe den Rücken gekehrt habe.
      "Hut ab!! Aber ob 1. April oder nicht. Ich bin von deinem Blog begeistert!!!"
      Dankeschön :D

      Wenn ich wirklich ein ganz objektives Review machen müsste, dann.... weiß ich nicht, ob ich wirklich die vollen 10/10 Punkte geben würde, da das Spiel bei Weitem nicht alles richtig macht. Aber ich persönlich liebe das Spiel dennoch so sehr, dass es zumindest subjektiv für mich trotz allem das beste Spiel ist, das ich je gespielt habe.

      "Jetzt bitte als nächsten Blog was BotW alles richtig gemacht hat"
      Würde ich wirklich gerne machen, aber das ganze ist doch sehr zeitaufwendig, daher kann ich noch nichts versprechen. Aber im Sommer sollte ich mehr Zeit haben und wenn nichts dazwischenkommt, werde ich mich gerne an einen Nachfolger, "100 Gründe, wieso ich Breath of the Wild liebe" setzen. ;)

  • CapoDorlando -

    So hab mir nun auch die Mühe gemacht, deine 100 Kritikpunkte durchzulesen und joa... wir haben jetzt 1:30 Uhr in der Nacht, während ich dir hier eine Antwort hinterlasse :D
    Ich lasse es jetzt mal außen vor, dass es ein Aprilscherz war und schreibe auf, was ich beim Durchlesen deines Blogs empfunden habe^^

    Zuallererst: Der Blog ist übersichtlich, gut strukturiert und durch die musikalische Untermalung war es auch nicht schlimm etwas länger an einem Text zu sitzen.
    Auch die Bilder waren stets gut gesetzt und haben den Kritikpunkt gut hervorgehoben.

    So, nun zum Spiel selbst:
    Zelda Breath of the Wild ist ein sehr gutes Spiel, bekam von mir aber von Anfang an, also ab Release nur eine 7/10 von mir.
    Ok gut, anfangs war es noch eine 7,5, Tendenz zu einer 8. Aber durch die DLC Politik (Krog-Maske, Heldenpfad) hab ich es runterkorrigiert.
    Wie viel deiner Kritik nun wirklich auch deine persönliche Meinung widerspiegelt kann ich nicht sagen, aber

    ich stimme dir in folgenden Dingen mehr als zu:
    27) Haupt-Dungeons oder auch meist "Tempel" genannt fehlen einfach in diesem großartigen Spiel.
    17) Der Schrein-Detektor war ziemlich nervig!
    44) Die Verteilung des Spielfortschritts ist grausig. Es ist nach wie vor unvorstellbar wie man den Krogs so viel Gewicht geben konnte!!
    53) Wenn ich von einer Enttäuschung beim Endboss spreche, dann spreche ich vielmehr von der letzten Phase. Ich stand wirklich nur mit dem Pferd auf dem ein und den selben Fleck,während ich wartete bis sich das nächste Feld öffnete. Man musste sich nicht einmal bewegen, denn man wurde eh nicht getroffen. Das war einfach nur unwürdig dem Spieler gegenüber. Ich denke selbst ein 6-jähriger Zocker fühlt sich unterfordert (vorausgesetzt er steht die vorherige Phase durch^^)

    Wo ich dir nicht zustimme:
    7) Button-Anordnung: Ich bin trotz der überkreuzten Anordnung ziemlich gut zurechtgekommen, allerdings erst nachdem ich den X- und den B-Knopf getauscht habe.^^
    12) Die Castle-Musik ist ein enormer Ohrwurm-Garant^^.Aber gut, es ist auch der einzige im ganzen Spiel :P
    99) Die dummen Pferde sind gar nicht so dumm, vorausgesetzt sie dürfen selbst frei handeln und den Pfad entlang laufen und werden nicht vom Spieler gesteuert :P

    • felix -

      Wow, dankeschön fürs Lesen und für das super Feedback!
      "Wie viel deiner Kritik nun wirklich auch deine persönliche Meinung widerspiegelt kann ich nicht sagen."
      - Abgesehen von den übertriebenen Formulierungen spiegeln die Kritikpunkte meine Meinung schon gut wider. Allerdings habe ich fast immer nur die negative Seite der Medaille beleuchtet und positive Aspekte kaum erwähnt:
      Bei 99) ist mir auch positiv aufgefallen, dass Pferde automatisch Wege entlang laufen, was ich im Spiel sehr geschätzt habe.
      12) Jup, ich stimme zu, dass die Castlemusik ein guter Ohwurm ist, sie ist neben dem Maintheme meine Lieblingsmelodie in BotW. Aber auch Miphas Theme, Revalis Theme, Kass Theme oder Hateno sind mir gut im Ohr geblieben. Das schliesst aber nicht aus, dass ich mir noch ein wenig mehr Ohrwurmmelodien gewünscht hätte, die auch öfter als nur 1 oder 2 mal im Spiel vorkommen.
      7) Und ja, an die Steuerung habe ich mich ehrlicherweise auch gewöhnt und letztendlich kam ich gut damit zurecht (auch wenn ich nach wie vor manchmal versuche, A zu drücken, um zu rollen, haha). Dennoch wäre es mMn schön gewesen, wenn man mehr Einstellungsmöglichkeiten gehabt hätte^^

  • cedrickterrick -

    So, habs gelesen:
    Ich stimme dir eigentlich fast in allen Punkten zu. Grundsätzlich steckt da ja erst gemeinte Kritik dahinter und die ist definitiv angemessen. Bin mal gespannt wie der Nachfolger wird. :D
    Meinen Glückwunsch, dass du 100 Punkte gefunden hast! xD

    Genial ist BotW trotz aller Kritik und hat wohlverdiente 10/10

    • felix -

      Vielen Dank fürs Lesen und freut mich zu hören, dass wir einer Meinung sind :D

  • cedrickterrick -

    Alter, was für ein Text! xD
    Lese ich heute Abend auf jeden Fall! :D

  • Draces -

    Das Spiel wurde nur deshalb in den Himmel gelobt, weil es etliche Jahre kein neues 3D Zelda nach Skyward Sword für die große Konsole gab. Da war nach der Ankündigung halt jeder aus dem Häuschen. Selbst wenn das als Aprilscherz gelten soll, so steckt doch auch viel Wahrheit dahinter.

    • felix -

      Zu deinem letzten Satz - Jup, wäre nicht der 1. April, hätte ich diesen Blog trotzdem veröffentlicht, einzig mit dem Unterschied, dass ich mich mit dem (teilweise übertriebenen) Bashing zurückgehalten hätte.
      Die meisten Sachen, die ich im Blog angesprochen habe, sind tatsächlich Dinge, die ich kritisiere. Daher kann ich durchaus auch die Kritiker verstehen, die das Spiel nicht mögen und nicht in den Himmel loben.

  • otakon -

    Puh alter Schwede... du hast dir viel Mühe damit gegeben, das es mehr als April-Scherz gedacht sein soll ist leider nicht ersichtlich, liest sich wie eine gigantische Wall-of-Hate und hatte dadurch auch schon vor der Hälfte keine Motivation mehr es ganz zu lesen, hab nur Stichpunktartig reingelesen... Aber trotzdem: Respekt vor deiner Leistung!

    • felix -

      Ich glaube im späteren Verlauf des Textes habe ich das Bashing ein wenig eingedämmt, den meisten Hate gab es am Anfang und ganz am Ende am (ab Punkt 99).
      Danke jedenfalls für das Lob, auch wenn du nur einen Teil davon gelesen hast (aber ich fürchte, die wenigsten werden wirklich den ganzen Blog gelesen haben). Vielleicht mache ich nächstes mal einen Blog "100 Dinge, die ich an Zelda Breath of the Wild liebe", aber zu einem anderen Datum :D

  • Hans Wafzig -

    Heiliger Deku-Baum!
    Für den Text haste wahrscheinlich den ganzen 01. April gebraucht, oder? ;)

    • felix -

      Hehe schön wär´s... Den 1. April habe ich lediglich zum Korrekturlesen, Optimieren, Formatieren, und zum Bilder & Quellen einfügen genutzt. Den ganzen Text hätte selbst ich nicht an einem einzigen Tag geschafft^^

  • Albert -

    Wie viele Stunden stecken in dem Text? Wow...

    • felix -

      Ich habe Mitte Februar zum Schreiben angefangen und mich im Laufe der Zeit langsam, aber kontinuierlich nach vorne gearbeitet. Meine täglichen Pendelwege mit dem Bus (ca 1,5 Stunden), habe ich oft genutzt, um den Aufbau der Unterpunkte zu planen und am Blog weiter zu schreiben. Wie viele Stunden es genau waren, will ich gar nicht wissen, ist glaube ich besser so xD

  • saurunu -

    Breath of the wild ist der größte Schrott. Ist rein gar nix im Gegensatz zu den Zeldas die auf dem Philipps Cdi erschienen sind.

  • Splatterwolf -

    Ich wusste, dass der Richtige drauf reinfällt.
    :D

  • Masters1984 -

    Sehr gut geschrieben und vielen Dank erstmal für diese Arbeit die 100 Punkte aufzuschreiben. Anfangs waren sowohl mein Schwager und ich noch total begeistert, aber sehr schnell gingen uns bestimmte Dinge auf die Nerven und in unseren Augen ist dies einfach kein gutes Zelda mehr, dafür aber ein sehr gutes Action Adventure. Anfangs verstand ich auch nicht, wieso ich nicht so heiß darauf war es weiterzuspielen wie bei den anderen Teilen. Anfangs dachte ich noch, ja gewöhnst du dich halt noch dran, ich wollte es ja auch lieben, vorallem nach Spielen wie Bloodborne und Dark Souls, wo die Waffen zwar auch zerbrechen können, allerdings nicht so schnell, aber nach dem Plateau in Kakariko ist mir bewusst geworden, dass das doch nichts mehr wird und habe es dann abgebrochen, trotz anfänglicher Begeisterung, denn die spielerische Freiheit ist einfach großartig, aber das Gameplay hat uns irdgenwie nicht so getouched wie noch die alten Teile davor. Wenn ich daran denke, wieviel Spaß wir mit Wind Waker, Twilight Princess und Ocarina Of Time hatten oder den 2D Teilen Link's Awakening, A Link To The Past, Oracle of Ages/Seasons und auch Minish Cap. Es fehlen irgendwie auch die typischen großen Dungeons mit Thematik: Feuer, Wasser, Eis, Wald und so weiter, man hätte diese noch zu den zusätzlichen Minidungeons einbauen sollen und sich seine Ausrüstung auf diese Weise so langsam verdienen und eine Möglichkeit die Waffen so upzugraden, dass diese nicht mehr kaputt gehen wäre auch sehr schön gewesen. Die Waffen zerbrechen am Anfang viel zu schnell, das nervte uns am meisten.

    • felix -

      Schade, dass euch das Spiel nicht mehr motivieren konnte, weiterzuspielen. Aber ich kann verstehen, dass Zelda Breath of the Wild nicht für jedermann ist. Ich hoffe sehr, dass einige meiner 100 genannten Punkte im nächsten Zelda ausgebessert werden. Die "klassischen" Zeldadungeons waren das Herzstück der Reihe und nicht jedem gefällt der Ersatz mit den Schreinen und Titanen im neuen Zelda. Mir haben die Titanen zwar durchaus sehr gut gefallen, da es so etwas in der Form bisher noch nie gab. Am liebsten wäre mir aber gewesen, wenn es parallel zu den Titanen auch noch richtige Dungeons gegeben hätte (aber... dann wäre das Spiel wohl erst 2018 oder 2019 erschienen).

    • Masters1984 -

      Die richtige Mischung wäre cool gewesen. Selbst wenn es dann 2018 erschienen wäre, ein richtig gutes Spiel braucht seine Zeit. Ich dachte, dass die Minidungeons neben den Hauptdungeons coexistieren würden. Selbst wenn es nur noch 4 oder 5 Hauptdungeons gewesen wären, hauptsache sie wären vorhanden, denn genau deswegen spielte ich das immer so gerne. Auf der Oberwelt einige Nebenquests und Dorfbewohnern helfen und in den Dungeons die Hauptaufgaben lösen und das dementsprechende Dungeon-Item abstauben, mit dem dann der Dungeonboss erledigt werden kann. Die Titanen hätten meiner Meinung nach dann auch dabei sein dürfen, das hätte mich nicht gestört, denn zusätzliche Herausforderungen sind immer gut (siehe die Phylakes bei Assassin's Creed Origins).

  • felix -

    Da ich wirklich das Zeichenlimit von 100.000 erreicht habe und keinen einzigen Satz mehr im Blog selbst dazuschreiben kann (eigentlich wollte ich auch mehr Fotos einfügen, aber dazu reichte das Zeichenlimit nicht) - Ja, der Blog war als Aprilscherz gedacht (hätte anfangs nie gedacht, dass er so umfangreich werden würde). Doch jeder, der mich kennt, weiß, dass mich Zelda Breath of the Wild derart begeistern konnte, wie noch kein anderes Spiel zuvor. Es ist sogar mein absolutes Lieblingsspiel und für mich das beste Zeldaspiel aller Zeiten.

    Doch das heißt nicht, dass die Kritikpunkte alle frei erfunden sind. Gerade, weil ich das Spiel so liebe und über 360 Stunden gespielt habe, sind mir viele Dinge aufgefallen, die ich für verbesserungswürdig halte. Ja, ich habe stark übertrieben und manche Sätze, die gegen Nintendo schießen, sind mir wirklich sehr, sehr schwer gefallen. Aber das sind tatsächlich 100 Dinge, ich mir seit Release notiert habe und die ich mal loswerden wollte.

    Ich habe das Spiel in der Vergangenheit so oft gelobt, da darf jetzt an diesem Tag auch mal Kritik sein (und es hat Spaß gemacht, einmal aus der Sicht des Haters zu schreiben). :D Trotz so vieler Negativpunkte, überwiegt dennoch das Positive um ein Vielfaches, da dieses Spiel derart viel bietet.

    Achja, es tut mir fast schon ein wenig Leid, dass ich derart gegen die Musik gebasht habe - auch wenn es immer Raum für Verbesserungen gibt - jene Musikstücke, die in dem Spiel sind, sind wirklich phantastisch und ich lausche fast jeden Tag auf dem Weg zur Uni den Songs aus Breath of the Wild. <3

    • cedrickterrick -

      Sachen sind erst richtig gut, wenn man sich die Mühe macht, sich Verbesserungsvorschläge zu überlegen.

  • Casualatical -

    April April

  • LordBackfisch -

    Echt gut gemachter Aprilscherz

  • frutch -

    Da hat sich jemand für einen Aprilscherz wirklich Mühe gegeben. Hut ab!