Spiele sind Spiele

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  • Man kennt das. Man tauscht sich im Forum über dies und jenes aus. Und ein Thema lässt uns da auch nicht mehr los: Für die Nintendo Switch erscheinen "keine" Spiele. Das ist oft genug durchgekaut worden und immer wieder werden in diesem Zusammenhang auch die kleineren Spiele oder eben auch Indie-Spiele genannt, um das Portfolio aufzuwerten.

    "Smartphone-F2P-Dreck"

    Wer mich kennt, weiß auch, dass ich da keinen großen Unterschied mache, wo Spiele herkommen. Für mich ist wichtig, was das Gameplay kann und ob der Entwickler Leidenschaft in das Spiel gesteckt hat.

    "Billig-Spiele"

    Doch immer wieder scheinen sich einige Kommenteure dazu bemüßigt, ihre äußerst negative Meinung kundzutun.

    "Müll"

    Ich finde das immer sehr traurig. Immerhin bewertet man da gerade ein Produkt, wo wahrscheinlich ein Entwickler sehr viel Leidenschaft reingesteckt hat. Gerade im Indie-Bereich ist es nicht unüblich, dass Spiele komplett alleine entwickelt werden, siehe Stardew Valley oder My Friend Pedro.

    "Pixelstyle ist kacke"

    Natürlich gibt es da auch schwarze Schafe, die schnell was hinrotzen wollen, um damit möglichst ahnungslosen Kunden die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Das ist aber bei AAA-Entwicklern dann erst Recht der Fall. Dort ist man ja insbesondere profitorientiert und das wird an der gleichen Stelle nie hinterfragt.

    "Sieht geil aus. Muss geil sein"

    Man darf durchaus oberflächlich sein, das geht ja oft auch nicht anders, wenn man einen ersten Trailer sieht und bei der Fülle an Games, muss man sich auch an irgendwas orientieren. Ein Spiel aber dann nur aufgrund der Grafik abzuwerten, finde ich dann äußerst schwach.

    In erster Linie möchte ich hier plädieren für eine andere Umgangssprache. Man muss weder Entwickler, noch Spiele oder Spieler beleidigen, um seinen Standpunkt zu vertreten. Es wäre schön, wenn man das auch mal differenzierter sieht und nicht alles über einen Kamm schert.

    Ich will Niemandem seinen Geschmack streitig machen. Jeder soll ungefiltert seine Meinung sagen dürfen, aber vielleicht einfach mal drauf achten, dass man anderen Leuten nicht vor den Kopf stößt.

    Respekt ist auch im Internet eine wichtige Sache.

    Peace and Out!
    Euer Splatterwolf :sweat:
    And the Gen 1 circlejerk continues ...
    #notmypokemon

    1.880 mal gelesen

Kommentare 15

  • Fabinho84 -

    Wir dürfen an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass alle Titel auch ein monetäres Ziel haben und dementsprechend Qualität bringen sollten.Ob es jetzt ein 8 oder 16 bit Indie Spiel ist oder eine Triple A Produktion:Wir haben als Konsumenten bei fehlender Qualität definitiv das Recht objektiv die Schwachstellen aufzuzählen oder den 12 ten Indie Rohrkrepierer auch mit unserer Meinung abzustrafen.Natürlich sollte man nicht grundlegend negativ gegen jede Art von Spiel eingestellt sein und jeder Spieleart und Genre seine Chance geben.

  • Dirk Apitz -

    Guter Blog!

  • Gast -

    Um auch mal was negatives zu sagen: Du tust so, als sei jedes Spiel automatisch was Gutes. Du darfst aber nicht vergessen, dass fast alle nur zu einem Zweck entwickelt werden: Geld verdienen. Und genau dieses Zeil verfolgen manche mit deutlich sichtbareren Mitteln als andere. Und wenn jemand versucht, ein Spiel zum Vollpreis zu verkaufen, das aber in zwei Monatem von einem mitarbeiter fertig gestellt werden musste, oder man Spiele innerhalb einer Preiskategorie vergleicht und feststellt, dass da jemand ganz primitive Pixelbildchen verwendet wo andere hochauflösende Texturen produzieren... Wieso darf man solche Games nicht abstrafen? Wieso müssen sie dennoch gut sein? Und gerade auf der Switch scheinen einige Firmen den schnellen Euro zu wittern, Stichwort 1€ Handygames für 30€ im eShop. Nein, sowas will ich dann auch nciht mehr schön reden. Da ist mir auch völlig egal, ob da jemand Arbeit rein steckt. Die steckt überall drin.

  • TheLightningYu -

    Ich finde die Situation, in denen wir uns seit den letzten Jahren hin entwickelt haben selber auch frustrierend, ganz einfach weil die Branche als auch die Community (und es tut mir leid für dieses Unwort) recht "Elitär" geworden ist. Die Leute können kein allgemeinen Respekt mehr zu Videospielen zeigen, sondern nur noch das was persönlich in ihrem Interesse liegt. Sobald etwas dabei ist, was einem nicht gefällt oder nicht allgemeine Topwertung hat (oder ggf. einfach nicht ganz den modernen Standarts entspricht) ist es ein schlechtes Spiel. Wie oft hatten wir schon auf ntower die hitzigen Diskussionen wo sich Leute verletzt fühlen, weil eine 7 von 10 gegeben wurde, und dadurch das man das ganze dann Persönlich nimmt, wird man ausfallend Gegenüber anderen Spielen und Co. Und wenn einem etwas passt, sucht man das für sich naheliegenste Argument, um es schlecht machen zu können, auch wenn das Argument an den völlig an den Haaren herbeigezogen ist. "F2P-Smartphone-Dreck" zu spielen wie Sushi Striker? Ich frage mich da ehrlich gesagt ob solche Leute mal wirklich solche Spiele gespielt haben? (Mal ab davon das es auch auf der Smartphone Sparten ausnahmen gibt, siehe Fallout Shelter)

    Und das ganze trifft auch auf die Indie-Sparte zu. Mir tut es immer wirklich weh, wenn Leute das ganze Thema simplifizieren und Indie-Spiele rein auf Nostalgie diskreditieren, denn wenn diese Leute sich mal wirklich Sachlich mit der Materia außeinandersetzen würden, würden sie bemerken das Fans genannter Spiele nicht Primär solche Spiele spielen, um "Nostalgische" Gefühle zu bekommen, weil wenn es nur primär um das geht, dann spielt man auch das Orginal seiner Kindheit / wo man seine Nostalgie verbindet... sondern das sind Fans von Spielekonzepte, Genres und Spielgefühle die in der modernen, aktuellen Form nicht mehr vermittelbar sind und somit eben sehr klassisch gestalten werden müssen, und was es auch für große Entwickler schwierig macht, da sie eben allgemein mit der Zeit gehen müssen und halt dementsprechende Erwartungen erfüllen müssen. Ich warte bspw nur darauf wo hier wieder Leute kommentieren, wie man für Octopath Traveler Vollpreis verlangen kann, obwohl die kein Hintergrundwissen haben, wieviele Leute dahinter arbeiten und was für eine Arbeit dahinter steckt. Ein 1-Mann-Projekt das sich millionenfach verkauft mit einem Genre das eben stark Massentauglich ist (Stardew Valley) wird halt mit 10-15€ pro Spiel einfach mehr Gewinn erwirtschaften, als ein Team von Entwicklern zu diesem Preis...

    Vielleicht übertreibt der ein oder andere aus der Indie-Sparte, und das zeigt auch das nicht nur die Moderne Gaming-Crowd sehr daneben sein kann, sondern auch die Indie-Crowd (wo ich auch nicht selten lese wo manch einer behaupted das heute nur noch Müll produziert wird) und deshalb schließe ich mich auch deiner Aussage an mit dem "Respekt", aber "Respekt" sollte immer auf Gegenseitigkeit beruhen.

    Wenn jemanden die Grafik wichtig ist, dann sollte man ihn dafür nicht an den Pranger stellen, nur weil sie ihm wichtig ist. Optik ist mir persönlich gesagt auch wichtig, und ich würde kein Indie-Spiel spielen (oder eben sehr schwer) wenn sie mir Optisch nicht auch gefallen würde. Nur bei vielen Modernen-Gamern hört es sich immer so an, als würde man als Indie-Spieler sich mit "schlechter" "Grafik" "zufrieden" geben, obwohl für mich bspw die Optik eines Shovel Knight, Owlboy genauso schön ist wie das eines Hollow Knight oder Ori, oder eines der aktuellen Grafikkracher ala Battlefield 5 und Co. Das sind für mich alles unterschiedliche Grafikstile die ihren eigenen Appeal haben, und das sollten die Leute auch lernen, genauso wie es vllt, für ein spiel wie ein aktuelles Battlefield hinderlich wäre, wenn man hier mit einer Grafik von 2002 aufwartet. Es sind halt unterschiedliche Zielgruppen mit eigenem Geschmack und das sollte man halt respektieren!

    Daher "Respekt" für diesen Beitrag, ich stimme dir im großem und ganzem zu und hoffe noch mehr solcher Blogeinträge in Zukunft lesen zu dürfen!

    • Dirk Apitz -

      Wie wäre es wenn du zb auch aufhörst andere als Elitär oder sonst was abzustempeln, nur weil diese eine andere Meinung vertreten und einen anderen Blick auf das Medium. Solche Aktionen wie gestern im Chat führen jedenfalls nicht dazu, dass man sich wohl fühlt und ich bin mir sogar sicher, dass du für Mönche User sehr elitär rüber kamst.

  • Swordman -

    Vorallem Nintendo-Fanboys sind richtig gestört was das Thema angeht. Heulen erst rum wenn wirklich keine Spiele erscheinen (Wii U), und sagen dann bei 50% der 3rd Party Spiele dass sie doch bitte nicht auf die Switch kommen sollen weil sie es nicht Wert wären (Fifa, CoD, Mobile-Ports etc.).

    • Dirk Apitz -

      Gestört ist niemand deswegen. Hoffe du liest den Blog noch einmal, ging auch um Wortwahl.

  • Kugelwilli -

    Ich schließe mich der Meinung von Splatterwolf an.

    Ich konnte es zu N64 und zu Wii U Zeiten nachvollziehen, wenn gesagt wurde: "Da kommt ja nix. (Oder: kaum was)"

    Ich bin überwiegend Retail-Käufer bei der Switch und es gibt so viele tolle Spiele auf dieser Konsole. Ich glaube, ich hatte noch nie zuvor so viele Games in kürzester Zeit gekauft, wie für dieses Gerät. Mir macht es wahnsinnig viel Spaß zu sammeln und natürlich zu zocken. Leider ist meine Zeit sehr begrenzt, was bedeutet, dass ich die meisten Switch-Games wohl kaum intensiver zocken werden kann.

    Wenn es der Switch vielleicht an etwas fehlt, dann sind es vermutlich die AAA-Titel. Das ist aber schon alles. Leute, traut euch doch auch mal an kleineren Games. Oder müsst ihr euch dafür fremdschämen? Spaß ist alles, was zählt. Kein Mensch schreibt mir vor, was ich wann, wie oft zocken will und warum! Sollte jemand ein Spiel nicht für cool genug halten, dann ist es das Problem derjenigen Person und nicht meines.
    Sicher, könnte die Switch mehr Genres abdecken, ok. Aber zu zocken hab ich immer genug. Und jede Menge FUN!
    Auf der Switch kommt nix? Ok. Vielleicht nicht für dich! Aber ich sehe das anders. Ganz anders.

  • Zenitora -

    "Natürlich gibt es da auch schwarze Schafe, die schnell was hinrotzen wollen, um damit möglichst ahnungslosen Kunden die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Das ist aber bei AAA-Entwicklern dann erst Recht der Fall. Dort ist man ja insbesondere profitorientiert und das wird an der gleichen Stelle nie hinterfragt."

    Deswegen spucke ich auch auf DLCs, Season Passes und Zwangsdownload. Und wenn es da nach Mist aussieht wegen Bugs, komischer Inszenierung, dann ist das Interesse futsch. Gibt immer zwei Seiten einer Medaille.

    "Ein Spiel aber dann nur aufgrund der Grafik abzuwerten, finde ich dann äußerst schwach."

    Eine Prioritätensetzung, die man sich festlegen kann. Da hat man sich nicht einzumischen.

    "In erster Linie möchte ich hier plädieren für eine andere Umgangssprache."

    Dann machen wir das zuerst im Switch und PS4-Thread.

    "Jeder soll ungefiltert seine Meinung sagen dürfen, aber vielleicht einfach mal drauf achten, dass man anderen Leuten nicht vor den Kopf stößt."

    Willkommen auf ntower! (leider)


    Um dem Blog jetzt mal mit etwas mehr Respekt entgegenzutreten:

    Bezüglich ähnlichen Themen habe ich mich mit einem lieben User gestern und vorgestern unterhalten.

    Diese Community hat immer wieder neue Hürden zu bewältigen:

    Sei es bezüglich DLCs, sei es bezüglich Zensur wie zum Beispiel bei Tokyo Mirage Sessions FE und derzeit schlägt man sich mit Dingen wie Indies und Zwangsdownload.

    Gewisse mögen es, Andere eher weniger...und dann bricht das Chaos aus. Daran könnte man was ändern...zum Beispiel wie von dir erwähnt die Umgangssprache.

    Ich bin kein Fan von Indies weil diese mich nicht begeistern können. Von Indies erwarte ich dass diese mich fesseln und mich vom Wii VC und dem SNES-Mini abbringen. Diese Trailer, welche sie bringen, müssen mich auch vom Hocker reissen, denn es entscheiden nur Sekunden ob einem das Spiel zusagt oder nicht. Shantae, Yooka Laylee, Golfstory und Stardew Valley haben es zum Beispiel geschafft.

    Indies sind in meinen Augen wie eine Kirsche oben auf der Torte. Hier haben sich aber gewisse User verhalten als ob diese die "grossen" Thirds" ersetzen, was mir persönlich auf den Kehricht ging, jetzt kommt halt auch mal die Kehrtwende, so einfach ist das. Aber ich denke das legt sich zu gegebener Zeit.

    Ich gebe dir hierfür mal einen Like, nicht wegen den Indies alleine, sondern aufgrund einer Problematik die hier schon länger herrscht und dafür gesorgt hat dass gewisse User auf ntower inaktiver geworden sind. Da muss man was ändern.

  • Loco4 -

    der wolf hat gesprochen! :ddd:

    das die Emotionen in hitzigen Diskussionen gerne mal hochkochen hat ja auch damit zu tun, dass wir alle auch mit Leidenschaft unser Hobby betreiben. da vergreift man sich schnell mal im ton, gerade im Internet.
    daher finde ich deinen Denkanstoß sehr gut und hoffe es nehmen ihn sich einige zu herzen. :)

  • Dukuu76 -

    Grundsätzlich haste natürlich recht, man sollte sich bissel zusammenreißen bei der Wortwahl im Internetz. Manchmal jedoch ist man mal eben emotionsgetrieben, so habe ich beispielsweise vor Kurzem dieses C&C Rivals als mieses, kleines Drecksspiel bezeichnet. Ich weiß, dass weder das Spiel, noch die Entwickler was dafür können, dass die Marke missbraucht wird. Ich konnte das aber aufgrund meiner Gefühlslage einfach nicht netter umschreiben :D

    • Splatterwolf -

      Das ist vollkommen okay und nachvollziehbar. Gerade wenn es um Marken geht, die man grundsätzlich mag und wo man das Gefühl hat, die Entwickler würden sie vergew***. Oft sitzen da aber ja auch größere Bosse dahinter, die dann eventuell kreative Entwickler klein halten und diese haben dann lieber einen sicheren Job. EA kann man ruhig anpupsen, die sind genauso wie andere Firmen auch profitorientiert, aber die lassen das auch ganz offensichtlich raushängen, machen Studios und Marken kaputt und wundern sich dann über die Reaktionen.

  • Alugard -

    Gut geschrieben, triffst es in vielen Stellen ziemlich auf den Punkt, zumindest meiner Meinung nach.

  • Masters1984 -

    Mir kommt es vorallem um den Art-Style an. 8-Bit Spiele mag ich nicht sonderlich, während ich manche 16-Bit-Spiele liebe. Ein Spiel kann noch so gut gemacht sein, wenn es mir persönlich nicht gefällt aufgrund des Art-Styles dann habe ich einfach keinen Spaß damit. Ein sehr gutes Beispiel ist Bloodstayned. Eigentlich ein hervorragendes Spiel, aber der 8-Bit-Look sagt mir gar nicht zu, wäre das in 16-Bit, dann würde mir das eventuell sogar sehr gefallen.

  • XenoDude -

    Danke für deine Gedanken zu diesem Thema.

    Für mich ist die Grafik auch kein wichtiges Kriterium, ob mir ein Spiel gefällt. Hingegen ist für mich die Steuerung ein Killerkriterium.