So geht Metroid!

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  • Hallo zusammen. Im zweiten Teil des Metroid Blogs schreibe ich darüber, was mir an den Metroid Teilen so gut gefällt. Ich fange auch direkt mit meinem Liebling – Super Metroid – an. Achtung: es wird sicherlich Spoiler geben und wie immer gilt: Das hier ist meine persönliche Meinung, nichts ist in Stein gemeißelt und jeder darf es anders sehen :)

    Teil 2: So geht Metroid!
    Bing... Bing... Bing... Dieedieedieeee... Bing... Bing... Graaawhoooo! Okay, so ganz bekomm ich den Sound von dem Titelscreen nicht beschrieben, aber vielleicht können diejenigen, die Super Metroid ebenfalls gespielt haben, nachvollziehen, wie mir bei diesen Tönen ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Ich finde gut gemachte Titelmenüs sehr wichtig. Im Idealfall stimmen sie schon auf das kommende Spiel ideal ein. Da sich in der Regel wenig bewegt, ist die Titelmelodie hier extrem wichtig. Die Themes von Crusader: No Remorse (Youtube) oder Morrowind (Youtube) konnte ich mir ewig anhören. Und auch das Titelmenü von Super Metroid gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Tote Wissenschaftler auf dem Fußboden des Labors, das kleine Babymetroid und eben diese Musik (Youtube). Schon der Titel gibt die Atmosphäre des Spiel vor: düster, bedrohlich und einsam. Eine Spur von futuristischem Horror. Fantastisch!

    Die Ruhe vor dem Sturm
    Die Story von Super Metroid setzt direkt an Teil 2 an. Samus hat ihren Auftrag ausgeführt und alle Metroids auf SR388 ausgelöscht. Alle? Nein! Das letzte Metroid, gerade geschlüpft, wird von ihr verschont und zu einer Forschungsstation gebracht. Doch kaum hat unsere Heldin die Station verlassen, ereilt sie ein Hilferuf von selbiger. Die Station wird angegriffen... Ehrlich, ich habe schon bei dieser kurzen Storyeinführung wieder diese futuristische, leicht schaurige Musik im Ohr. Samus kehrt also zur Station zurück und findet das Labor gespenstisch leer vor. Ein Dunst ragt über dem Level. Musik ist fast gar nicht vorhanden. Stille. In einem Raum findet sie das Metroid. Und ihren Erzfeind. Ridley. Plötzlich geht alles sehr schnell. Wir versuchen Ridley zu bekämpfen, doch der geflügelte Widersacher entkommt. Dann ein Alarm: Die Raumstation wird sich selbstzerstören. Das Bild flackert, Sirenen heulen laut auf. Die Musik peitscht los und ein Timer drängt uns zur Eile, während um uns herum Explosionen das Ende der Einrichtung ankündigen. Im letzten Moment entkommen wir. Flüchten in den Weltraum. Hinter löst sich die letzte Hoffnung auf eine wissenschaftliche Nutzung der Metroids in Staub auf. Wow! Das nenne ich einen dramatische Einstieg.

    Unsere Spur führt uns nach Zebes. Dem Planeten, den wir schon in Metroid 1 bereisten. Auf der Oberfläche herrscht ein raues Wetter. Die Musik ist sehr ruhig und etwas melancholisch gehalten. Kein Lebewesen begegnet uns während unserer ersten Schritte. Wir sind allein auf dieser unwirtlichen Welt. So scheint es zumindest. Bis wir unser erstes Gadget finden: den guten alten Morphball, der so fest zur Serie gehört, wie nur irgendetwas.Kurz Sprung: Ich liebe den Morphball. Ob in den 2D oder 3D Metroids – kein Spiel ohne Morphball, bitte. Mit diesem ersten Gadget ändert sich sofort das gesamte Spielgeschehen entscheident und beschreibt auch den Weg für alles Kommende: was vorher verwehrt, wird plötzlich zugänglich. Du bist zu groß für diese kleine Lücke? Verwandel dich in die Kugelform und schreite voran. Es gibt viele weitere coole Gadgets in den Spielen, aber der Morphball muss einfach sein. Aber kommen wir zurück zur besagten Stelle auf Zebes.Samus nimmt also den Morphball auf. Eine kurze ikonische Melodie ertönt. Doch plötzlich wird sie entdeckt! Eine Kamera ist auf sie gerichtet. Ein stummer Alarm? Als Samus ins Level zurückkehrt lauert bereits ein Empfangskommite auf sie. Und es ist euch ganz und gar nicht freundlich gesinnt. Mit den noch wenigen Waffen setzt sich die Söldnerin zur Wehr. Zurück im eigentlichen Level läuft nun eine etwas intensivere Musik. Hier und da krabbeln, kriechen und fliegen die ersten Bewohner von Zebes. Der Planet ist erwacht.

    Die Story von Super Metroid ist im Grunde nicht besonders episch. Es herrscht kein intergalaktischer Krieg und es geht auch nicht um das Ende der Welt, des Kosmos oder der Zeit. Im Grunde ist es eine Geschichte von Rache, ein Auftrag, der zu Ende gebracht werden will. Allerdings setzt die Story an manchen Stellen eben entscheidende Akzente und Momente, die einfach im Gedächtnis bleiben.

    Metroidvania at its best
    Zurück im Level setzt das typische Metroidvania-Gameplay an. Es ist von nun an eure Aufgabe verschiedene Gebiete nach und nach zu erkunden, versteckte Wege zu finden und Feinde und Bosse zu bekämpfen. Immer wieder geratet ihr an Stellen, wo ihr scheinbar nicht weiter kommt. Irgendetwas fehlt scheinbar. Blöcke lassen sich nicht sprengen, Türen bleiben trotz Beschuss verschlossen oder eine Plattform ist unerreichbar. Ich mag dieses Spielprinzip. Und ich glaube auch, dass es in 2D am besten funktioniert: Man bewegt sich in eine Art Labyrinth, welches man so auch praktisch die ganze Zeit vor Augen hat. Man erhält neue Verbesserungen, wird stärker. Vermeintlich übermächtige Gegner und Hindernisse sind wenig später kaum mehr der Rede wert. Ihr werdet nach und nach zu einer wandelnden Superkampfmaschine. Doch nicht von der schweren Sorte. Sondern ihr behaltet stehts euer schnelles, agiles Bewegungsmuster bei. Auch die zunächst wirre Levelstruktur durchschaut ihr bald, findet neue Pfade und Abkürzungen. Ihr spürt jederzeit den Fortschritt. Hier und da kehrt ihr zu zuvor bereisten Orten zurück, und findet auch hier neue Geheimnisse und Gadgets – das so genannte Backtracking.

    Super Metroid verbindet für mich all diese Zutaten zu einem perfekten Gericht. Die Atmosphäre ist jederzeit dicht, die stimmungsvolle Musik trägt dazu einiges bei. Es gibt viele tolle Gadgets. Einiges davon bekannt, manches – wie der Graveling Beam – wurden hier erstmals eingeführt. Das immer stärker werden des Charakters, macht unglaublich Spaß und motiviert. Das Vorankommen in den Level, das Wege finden, funktionieren hier ebenfalls wunderbar. Es fählt mir ein bisschen schwer zu beschreiben, warum dieser Teil für mich der beste ist. Wahrscheinlich weil einfach alle Zutaten so gut miteinander harmoniert, die einzelnen Gebiete so unterschiedlich sind und doch so gut zueinander passen. Die Bosse sind perfekt auf die jeweilige Umgebung abgestimmt, die Steuerung tadellos und einfach. Und es gibt in diesem Spiel ein paar Magicmoments, die mir einfach in Erinnerung geblieben sind. Es sind sogar Steuerungsmechanismen vorhanden, die einem das Spiel nicht erklärt. Vor allem die Powerbombe hält da so einiges bereit (Youtube)

    Spoiler anzeigen
    Zu den Magicmoments gehört natürlich das dramatische Ende, wo sich das Babymetroid für uns opfert. Aber auch der Einsatz der Superbombe im Glastunnel oder die Ankunft in Upper Brinstar, wenn die Musik zum ersten Mal ertönt Youtube).


    Ich könnte wahrscheinlich noch einiges mehr zu Super Metroid aufzählen, aber ich denke, um zu erklären, was für mich ein gutes Metroid ausmacht und warum dieser Teil mein liebster ist, sollte dieser Text trotz all der Schwärmerei genügen.


    Wie seht ihr das? Stimmt ihr mir in allen Punkten zu? Oder seht ihr das ganz anders? Ich freue mich wie immer auf eure Meinung :)


    Ich denke, im nächsten Blog wird es über Metroid 1 und Metroid 2 gehen. Mal schauen :)
    so many games, so little time

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Kommentare 9

  • Motacilla -

    Deiner Einschätzung zu Super Metroid ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wie ich schon neulich schrieb, ist dieses Spiel daran "schuld", dass ich mich in das Metroid-Franchise verliebt habe. Das Schöne ist, dass man es auch heute noch wunderbar spielen kann und es nichts von seiner Atmosphäre eingebüßt hat. (Trotzdem mag ich Fusion noch lieber! ^^)

    Meiner Meinung nach sollte man nicht versuchen, ein Remake von Super Metroid zu machen - das kann eigentlich nur in die Hose gehen. Das Spiel würde mit zeitgemäßerer Grafik nicht besser werden. Das einzige, das man verbessern könnte, wäre die Steuerung (zuviele Dinge waren auf den Select-Button gelegt). Aber ich habe das Gefühl, ein Remake würde die eingefleischten Fans nur verärgern.

    • AnimalM -

      Ich würde mir auch ein neues 2D-Metroid lieber als ein Remake wünschen. Bei Samus Returns hat es zwar gut geklappt, aber ich denke auch, dass es Super Metroid auch weniger notwendig hätte :)

  • Octave -

    Ach ja, Super Metroid...
    Für mich streitet das Spiel, zusammen mit Mega Man X, welches das beste SNES Spiel ist.

    So viele Aspekte in diesem Spiel sind sooo gut umgesetzt. Ich finde zum Beispiel, das Super Metroid die beste Item balance aller Metroid Spiele hat.

    Dazu kommt noch der Wiederspielwert, zu dem ich noch bald einen Blog machen will. Es ist unglaublich, dass noch kein Spiel, meiner Meinung nach, einen so hohen Wiederspielwert wie Super Metroid hatte.

    Sollte irgendwann mal Super Metroid nocheinmal neu aufgelegt werden, dann wäre die einzige Option, die Grafik zu verbessern, da alles andere das Spiel schlechter machen würde.

    • AnimalM -

      Kann dir da nur zustimmen. Hab gestern durch den Blog auch mal wieder angefangen, es zu spielen :)

  • Sssnake36 -

    Ich spiele es auch,alle paar Jahre mal wieder durch. Einer der wenigen Videospiele-Klassiker ,der tatsächlich zeitlos ist..

  • Cristiano -

    Super Metroid ist wirklich toll und super gealtert. Habe es erst mit dem Virtual Console-Release auf dem New 3DS gespielt und regelrecht verschlungen :D
    Das Spiel ist für mich fast perfekt. Möchte da gar nicht ausschweifen, da du es im Blog schon gut geschildert hast :)
    Nur eine Fähigkeit gefällt mir nicht ganz so: der Wall-Jump von Samus. Habe immer noch Schwierigkeiten, das alles richtig zu timen.

    • AnimalM -

      Ja, das Problem hatte ich auf der VC auch. Wenn ich mich recht erinnere, klappte das aber mit dem Steuerkreuz besser als mit dem Stick.

    • Cristiano -

      Ich habe das gesamte Spiel mit dem Steuerkreuz gespielt. Möchte gar nicht wissen, was für ein Krampf die Steuerung über den Stick wäre :D

    • Motacilla -

      Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie ich zwei Abende hintereinander erfolglos versuchte, den Walljump auszuführen. Die gute Samus musste sich in dieser Zeit ziemlich fiese Beleidigungen gefallen lassen, als sie sich partout weigerte, die Wand hochzuspringen. Erst am darauffolgenden Tag klappte es endlich, und inzwischen finde ich es ganz einfach. Aber intuitiv ist was anderes! ^^