TLoZ - The Quest of Choice - The Semi-Final

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  • The Legend of Zelda
    The Quest of Choice
    Teil 11 - Teil 1


    Zeldas Inventar:
    Wandel-Maske der Shiekah | Eisfeuerstab (Eis/Feuer: 2/0 Ladungen)| Rapier | Bogen, 2 Köcher, 6 Pfeile | Blaues Elixir | Zora Wasser | Leere Flasche

    Zeldas Rubine: 80
    1x Gelb (10) | 1x Rot (20) | 1x Violett (50)

    Maske-Daten:
    Hylianer, Gerudo, Kokiri, Zora, Goronen, Orni, Silber-Kastanienbraunes Hylia-Pferd, Darknut, Aeralfos, Donnerhexe

    Tode-Zähler: 2

    Zelda schwankte zwischen Darknut und Donnerhexen-Transformation. Entschied sich dann aber für die Darknut-Transformation. Sie glaubte, dass die drei Maskendaten aus den Labyrinthen die Schlüssel waren, um durch die Tiefen der Wälder zu navigieren und diese zu bezwingen. Der Ritter war gewiss immun gegen Blitzmagie. Also entschied sie sich für die Darknut-Transformation.

    „Transformationsauswahl: Darknut!“

    Zelda wollte Feuer mit Feuer bekämpfen. Sie behielt ihre Gestalt, wurde aber muskulöser, bekam eine Ganzkörperrüstung und ein gigantisches Breitchwert verpasst.

    Der Ritter schlug zu aber Zeldas Rüstung hielt dem Schwert stand. Sie schlug zurück und zielte dabei auf seinen Hals. Der Hieb traf und der Ritter löste sich in schwarzem Nebel auf. So als hätte es ihn nie gegeben.

    Danach gelangte Zelda auf einen weiteren Pfad der sie noch tiefer in den Wald führte. Dort traf sie dann Personen, die sie schon fast aus ihren Köpfen verdrängt hatte. Über dem Trampelpfad flogen die zwei Hexen Kotake und Koume.

    Zelda tat das einzig richtige und und verwandelte sich sofort in eine Donnerhexe. Dabei behielt sie auch hier ihre Form, gewann nur magische Elektrizitätskräfte hinzu. Noch bevor Kotake und Koume etwas tun konnten, wurden sie von Zeldas Blitzen, die sie wie eine dunkle Imperatorin aus ihren Fingerspitzen in die Luft und auf die beiden jagte. Geerdet oder nicht. Die Blitze waren so mächtig, dass beide Hexen vernichtet wurden und Zelda konnte ihren Weg fortsetzen. Sie fragte sich aber nun, ob das die echten Hexen oder Trugbilder des Waldes waren?

    Sie gelangte wenig später an eine Abzweigung mit drei weiteren möglichen Pfaden und vier Fackeln. Nun wurde es interessant. Sie entschied sich für den linken Pfad und stand irgendwann wieder vor der Wahl zwischen drei neuen Pfaden. Hier entschied sie sich dazu geradeaus zu gehen. Das ging eine ganze Weile so. Doch irgendwas stimmte nicht. Irgendwann merkte sie, dass sie an ihrem Auskangspunkt angekommen war. Das merkte sie an den vier leuchtenden Fackeln am Wegesrand. Diese waren identisch mit denen, welche sie bereits nach den zwei Hexen gesehen hatte. Der Wald wollte, dass sie den richtigen Weg durch dieses Pfad-Labyrinth nahm. Aber welcher war der richtige weg?

    Sie verwandelte sich in eine Orni aber fliegen konnte sie nicht. Der Wald war stärker. Erst als sie die Irrlicht-Form annahm, sah sie den richtigen Pfad vor sich. In dieser Form war ihr Körper geisterhaft und von gold-weißen Flammen umgeben. Sie trug einen zerlumpten Umhang, der dem der anderen Irrlichter glich. Schließlich gelangte sie an den Ort, an dem das Master-Schwert ruhte. Sie verwandelte sich zurück und sah sich erst einmal um.

    Um sie herum war alles grün und ein strahlend blauer Himmel befand sich über ihr. Die Sonne schien direkt auf das Schwert. Keine Wolke war am Himmel zu sehen. In mitten dieses kleinen Garten gab es einen kleinen, kniehohen Teich, in dessen Mitte befand sich eine kleine Insel mit wunderschönen Blumen aller Art. Das Master-Schwert befand sich in einem steinernen, mit Unkraut überwuchertem Podest. Das Schwert steckte fast bis zur Parierstange dort drin. Und jetzt?

    Salia tauchte plötzlich hinter dem Podest auf und setzte sich vor das Podest.

    „Salia?“

    „Ich bin die Seele der Tiefen des Verlorenen Waldes! Ich habe keinen Namen! Nur eine letzte Prüfung!“

    Ohne große Mühe zog die Seele in Salias Gestalt das Master Schwert aus dem Steinpodest und warf es ins Wasser.

    „Du darfst nicht danach tauchen! Hole es hoch! Verdiene es dir mit Köpfchen...“, sie tippte sich an die Schläfe, „und nicht mit Muskelkraft! Du hast 5 Minuten! Danach verschlinge ich dich! Für immer! So wie ich einst die Mutter des Helden der Zeit zu einem Teil von mir machte!“

    Zelda geriet schon leicht in Panik aber sie musste jetzt ruhig bleiben und gut überlegen. Das Wasser mit Dins Lampe verdampfen, herunterklettern und das Schwert holen, ginge das? Oder sollte sie sich in einen Goronen verwandeln und einfach so lange totes Gestein dort hineinwerfen, bis das Wasser völlig verdrängt sein würde. Dann könnte sie die Felsen beiseite räumen und sich das Schwert holen.

    „Ach, eines noch! Du darfst dich nicht verwandeln und auch Dins Lampe nicht benutzen!“

    Zelda erschrak. Die Seele war in Salias Gestalt einfach hinter ihr erschienen. Sie nahm Zelda Maske und Lampe ab und verschwand im Nichts.

    „Ich kann das Schwert nicht heben!“, rief sie verzweifelt aus. Ihr fiel einfach keine Lösung ein.

    Die Stimme schien von überall zu kommen. Zelda sah aber niemanden.

    „Ist das deine Antwort? Bedenke die Konsequenzen!“

    Zelda schluckte.

    „J...“

    Zelda stoppte. Eines wollte sie noch versuchen. Eines konnte sie noch tun. Beten. Sie kniete nieder, schloss ihre Augen und fing an zu den drei Göttinnen zu beten. Das Schwert stieg nun zurück an die Oberfläche und legte sich in Zeldas Schoß. Es war Nayru selbst die bis auf den Grund getaucht und es hochgeholt hatte. Ungesehen und nicht spürbar für alle Sterblichen und sogar für die Seele der Tiefen der Verlorenen Wälder.

    „Niemand kann dich auf das vorbereiten, was noch vor dir liegt!“

    Nayrus Worte blieben ungehört. Nicht aber für Farore und Din. Sie nahmen die Reliquen an sich im Austausch für das Schwert und ließen Zelda mit nichts außer ihrem Körper, ihrer Seele und dem Schwert zurück und brachten sie, noch ins Gebet vertieft, zurück ins Kokiri Dorf.

    Als Zelda die Augen öffnete spürte sie, dass sie nackt war. Kein Ding. Man konnte sich auch anstellen. Epona brachte ihr von Salia neue genähte Kleidung.

    Hier!“

    „Danke!“

    Es war ein blaues Gewand, ähnlich dem des Helden aus alten Legenden. Sogar mit Mütze allerdings mit weiblichem Schnitt.

    „Ist das ein Witz?“

    Für Salia war es einer!“

    Zelda verdrehte die Augen.

    „Na, gib schon her!“

    Übrigens du bist jetzt pleite! Auch Kokiri wollen von irgendwas leben! Dafür hast du nun drei Blaue Elixire. Eine Flasche hab ich aufgefüllt und das Zora Wasser Salia gegeben. Der Eisfeuerstab hat wieder alle Ladungen. Keine Ahnung warum. Keiner von uns hatte ihn aufgeladen. Es hat noch für 4 Pfeile gereicht. Damit hätten wir 10 Pfeile.“

    „Ich hoffe, dass das reicht! Eigentlich gehört das Master Schwert ja in Prinz Links Hände aber ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich ans Schloss denke! Ich packe alles zusammen und dann reiten wir sofort als Stuten los!“

    Natürlich!“

    Mit aufgeteiltem Gepäck und in Stutenform ging es auf in Richtung Schloss. Der Ritt dahin war merkwürdig ereignislos. Aber das war sicher nur die Ruhe vor dem Sturm. Tatsache.

    Als die zwei Stuten die Stadt betraten war alles voller gefallener Hylianer, Zora, Goronen, Gerudo und noch sehr lebendiger Monster. Zum Zurückverwandeln und Umverpacken blieb keine Zeit. Sie rannten durch bis zur Schlosszugbrücke und hofften das Beste.

    Erst an der Zugbrücke verwandelte sich Zelda zurück. Diese war natürlich hochgezogen aber wo war Ganondorf? Zelda sah sich um, während sie schnell alles zurück zu Epona packte.

    „Geht das so?“

    Ja, klar!“

    Noch bevor Zelda sich in eine Orni verwandelte, wurde die Zugbrücke heruntergelassen. Die zwei sahen sich an. Das hier war vielleicht ihr letztes Abenteuer. Sie verwandelte Epona in eine Gerudo und die zwei teilten die Waffen unter sich auf. Dann reichte Zelda Epona die Hand.

    „Gemeinsam!“

    „Gemeinsam!“, Epona griff zu.

    Die zwei kämpften sich durch das Schloss und versuchten dabei so sparsam wie möglich mit dem Eisfeuerstab und den Pfeilen zu sein. Und dann war es soweit, sie standen vor dem Thronsaal. Zelda erinnerte sich noch einmal an die Worte, die ihr aus einer Wahrsagung und einer Legende entgegen getragen wurden.

    Die Wahrheit liegt im Thron.
    und
    Überreicht (das Master Schwert) an die Krone wird schon bald die Wahrheit ans Licht gelangen.

    Einmal noch schnell Epona umarmt und dann öffneten beide die Tür zum Thronsaal.

    Dort drin bot sich den beiden ein Bild, dass sie nicht erwartet hatten.

    Auf dem Thron selbst saß der Prinz und Ganondorf stand am Fenster und sah einfach nur hinaus. Was war denn hier los?

    „Was zum?!“, begann Zelda.

    Der Prinz erhob sich und lief auf Zelda und Epona zu.

    „Willt ihr dem Prinz etwas mitteilen?", fragte Ganondorf.

    Da fielen ihr in der Tat ein paar Sachen ein. Sie fühlte sich alleingelassen vom Prinz. Wann war er mal beim Volke oder hat aktiv versucht was für den Frieden im Reich zu tun? Jede Missernte, jeder krumme Rücken und was machte dieser eitele Geck jetzt? Nein, sie täuschte sich bestimmt aber wäre sie Prinzessin, dann würde sie so einiges anders machen. Nicht nur faul herumsitzen sondern auch mal in den Sauren Apfel beißen und Dinge tun. Die getan werden müssen. Und wenn das hieße ein Arschloch zu heiraten, nur um den Frieden zu waren, dann hätte sie das getan. Für das Volk. Wenn man im Luxus lebte, dann konnte man auch mal privat etwas zurückstecken, damit es dem Reich gut ging. Immerhin hatte Link damals die arrangierte Hochzeit zwischen sich und der Anführerin der Gerudos abgelehnt. Vielleicht wäre es dann nicht soweit gekommen.

    Aber irgendetwas stimmte hier nicht. Epona und Zelda warfen sich den selben skeptischen Blick zu und sahen noch, wie die Doppeltüre zum Thronsaal sich wie von Geisterhand schloss.

    Link stand mittlerweile vor den beiden und streckte seine Hand aus. Er wollte sicherlich das Schwert haben aber irgendwas in Zelda sträubte sich plötzlich es ihm zu geben.

    Gib es ihm nicht! Das hier ist nicht richtig!“, sprach Epona telepathisch.

    Zelda spannte einen Pfeil auf, zielte noch auf Links Kopf, drehte sich dann in Richtung von Ganondorf und schoss. Doch Ganondorf wisch aus, die Flugbahn war einfach zu lang. Link nutzte die Ablenkung und schnappte sich das Master-Schwert, rannte rüber zu Ganondorf und...

    „Was zum?!“, sprach Epona.

    „Nicht sein ernst!“

    Er kniete mit dem Schwert vor Ganondorf nieder.

    „Töte mit dem Master Schwert diese zwei Weiber!“, befahl Ganondorf.

    „Wie kann das sein! Ich dachte Link ist der Auserwählte?“, fragte Epona.

    Ganondorf klärte die Verwirrung auf.

    „Ich habe ihm etwas geboten, was er nicht ablehnen konnte! Einen Wunsch am Triforce! Sobald wir mit dem Schwert das Siegel zum Goldenen Reich gebrochen haben!“

    „Warum sollte er da ja sagen?“, fragte Zelda.

    „Weil er seit seiner Geburt stumm ist! Er will endlich sprechen können! Außerdem habe ich ihm versprochen, dass er über viel mehr herrschen wird als nur über Hyrule, wenn ich Herrscher der Welt werde! Er bekommt die Welt aus den Legenden - Gaia!“

    „Gaia ist nur ein Mythos!“, sprach Zelda.

    „Den das Triforce Wirklichkeit werden lassen kann!“, sprach Epona.

    Link hatte Zelda und Epona nun erreicht. Doch Epona fackelte nicht lange und fror Link in einen Eisblock ein. Dann brannte sie mit dem Feuerstab ein Loch ins Eis und Zelda feuerte Link einen Pfeil genau zwischen die Augen. Dann taute Epona die Stelle, an der sich das Master Schwert befand auf und es fiel zu Boden. Zelda hob es auf und richtete es auf Ganondorf.

    „Ich bin jetzt die neue Heldin der Legende!“

    Ganondorf fing laut an zu lachen. Selbst Epona kicherte.

    „Leute, das war nicht witzig!“

    „Doch!“, sprach Epona hinter vorgehaltener Hand, „Vor allem in den Klamotten!“

    „Wenn ihr einmal über ein Reich herrschen solltet, würdet ihr dann auch nicht alles für euer Volk tun? Würdet ihr nicht auch alles versuchen um den Kreislauf aus Blut und Terror zu durchbrechen, so wie Link es versuchte? Wie weit würdet ihr an seiner Stelle gehen, wie weit eure eigenen Interessen dafür zurückschrauben? Ihr als Bäuerin könnt der Prinzessin vielleicht das geben, was ihr bisher fehlte! Eine neue Perspektive, eine andere Sichtweise!“, fragte Ganondorf grinsend.

    Ganondorf hörte auf zu lachen und wollte sich schon in Ganon verwandeln, doch da fühlte Zelda weitere Kräfte in sich erwachen. Magische Kräfte des Lichtes. Instinktiv erschuf sie einen Bogen aus Licht. Spannte darauf das Master Schwert und schoss.

    Es war vorbei. Ganondorf war besiegt. Das Schwert hatte seinen Schädel durchbohrt und er war nach vorne umgekippt.

    Als Zelda sich umsah stand Epona vor einem Gemälde von Prinz Link.

    „So langsam sollten wir uns um die Monster auf der Straße kümmern!“, meinte Zelda. „Epona?“

    „Hm!“

    Zelda stellte sich neben sie und sah sich das Bild an. Irgendwann ging Zelda in Richtung des Thrones, der sie irgendwie magisch anzog. Epona sah noch immer auf das Bild.

    „Ich weiß jetzt was mich daran irritiert hat!“

    „Hä?! Wieso hast du es überhaupt angestarrt?“

    „Das ist keine Farbe auf dem Bild! Das ist eine glatte Oberfläche die einfach aussehen soll wie ein Bild!“

    „Äh?! Ja?!“

    Was wollte Epona ihr damit sagen?

    Aus Jux setzte Zelda sich in den Thron oder war es mehr Instinkt? Vertrautheit. So als wäre dies ihr Platz. Der Ort an den sie gehörte.

    Epona rannte nun zum Fenster, öffnete es und blickte hinaus in die Steppe. Dann fing sie plötzlich lauthals an zu lachen, drehte sich zu Zelda und sprach wie im Wahn.

    „Das hier ist nicht echt! Zeit aufzuwachen!“, und warf sich aus dem offenen Fenster in den Tod.

    Zelda konnte nicht schnell genug reagieren und rannte dennoch zum Fenster. Aber da war nichts. Nur weiße Leere.

    „...“

    Zelda setzte sich zurück in den Thron. Sie war geschockt. Wo war Hyrule hin? Was war mit Epona? Was ging hier vor? Sie sah plötzlich drei schemenhafte, weiblich anmutende Erscheinungen in goldenen Auren.

    „Ich denke, wir sollten es hier auch beenden! Diese Scharade hielt lange genug, oder Schwestern?“

    „Kämpfe nicht gegen die Müdigkeit an, Zelda!“

    „Wach auf, Schlafmütze! Auf das dir Klarheit geschenkt werde!“

    Zelda fühlte wie sie immer müder wurde und sie irgendetwas von hier wegzuziehen schien.

    Teil 2

    The Legend of Zelda
    The Quest of Choice
    Teil 11 - Teil 2


    Zeldas Inventar:
    Rapier | Licht-Bogen und unendlich Licht-Pfeile

    Zeldas Rubine: 7.800.000

    Tode-Zähler: 0

    „Hä?!“

    In Zeldas Ohren lag ein entferntes Fingerschnippen. Wie ein Echo. Sie sah verwundert auf das goldene Dreieck vor sich. Sie sah auch den Rest des Triforce. Mit einer Hand hielt sie ihren Rapier fest am Griff. Sie nahm sich die Zeit sich umzusehen. Sie war verwirrt. So langsam kam alles wieder zurück. Der Krieg, der Kampf, der Wettlauf im Goldenen Reich um das Triforce. Erst da erkannte sie, wo sie war. Im Goldenen Reich, auf der Spitze der Goldenen Pyramide, auf der das Triforce ruhte. Sie hatte es berührt und sich etwas gewünscht. Was war es noch? Ach ja. Genau:

    Ihr Göttinnen! Wir sind eure Kinder! Ich, die Prinzessin Hyrules, knie in Demut und Hingabe vor eurer Herrlichkeit und eurer Allmacht! Gebt mir die Weisheit, den Mut und die Kraft diesen ewigen Kreislauf aus Blut und Tod zu durchbrechen! Das Alles muss endlich enden! Hier und jetzt!“

    Das hatte sie sich gewünscht.

    „Immer wieder gern!“

    Von irgendwoher erklang eine sanfte Frauenstimme. Nayru erschien an der Spitze der Pyramide.

    „Hallo, eure Hoheit!“

    Farore erschien daneben und lächelte fröhlich und winkte. Nayru verdrehte genervt die Augen.

    „Keiner herrscht über uns!“

    Din erschien neben Nayrus rechter Seite und grinste schon fast finster hinunter zu Prinzessin Zelda. Zelda kniete sofort ehrfürchtig und etwas ängstlich nieder. Es war selten, dass sie direkt eingriffen, geschweige denn sich niederen Sterblichen wie ihr zeigten.

    „Unwürdige!“, fuhr Din sie an und hinter ihr baute sich eine Wolkenwand aus Feuer auf.

    „Hör auf damit!“, Farore klatschte Din eine mitten ins Gesicht mit ihrer flachen Hand, „Sie macht nur Spaß!“

    Nayru sah genervt von Din zu Farore, „Stopp! Alle beide!“, sie sah runter zu Zelda, „Ich will mit dir reden... Kind!“

    „Ihr wart das! Alle! Ihr wart alle diese Personen!“

    Während Zelda noch auf sie zeigte, war sie auch schon verschwunden und saß auf der langen Treppe, die vom Fuße der Pyramide bis zum Triforce führte. Rings um die Pyramide gab es nichts als ein Tor in die Welt der Sterblichen und einen bodenlosen, weißen, nebligen Abgrund. Auch einen Himmel gab es nicht. Keine Sterne, keine Wolken, keine Sonne, nur ewiges Weiß. Dennoch war es hier so Licht erfüllt wie an einem wolkenlosen Sommertag.

    „Nicht ganz aber komm! Setz dich!“, Nayru klopfte auf die freie Stelle links neben sich.

    „Göttin!“, sie nickte und kam zögernd näher.

    Din erschien nun neben Nayru.

    „Na ja, etwas haben wir auch geholfen oder?“, Din beugte sich vor und sah an Zelda vorbei, die sich gerade neben Nayru setzte. Zelda hielt sich für nicht würdig, neben den Göttinnen zu sitzen. Tat es aber trotzdem. Wie gesagt. Niemand stand über ihnen. Din sprach Farore an, die nun neben Zelda erschienen war.

    „Ein bisschen!“, sprach Farore lächelnd.

    „Der Rest liegt nun an dir!“, sprach Nayru und legte ihre Hand auf Zeldas Schulter.

    „Der Rest?“

    Welcher Rest? Zelda war noch immer leicht verwirrt. Traum und Realität voneinander zu trennen fiel ihr gerade schwer.

    „Alles von hier an!“, antwortete Farore.

    „Das Rad aus Blut und Terror kann durchbrochen werden oder es dreht sich immer weiter!“, mahnte Din mit ihrem Zeigefinger.

    „Bis in alle Ewigkeit!“, sprach Farore traurig.

    „War das also alles nicht real? Nur eine Illusion?“

    Zelda war enttäuscht. All diese Zeit in diesem anderen Leben. Für nichts.

    „Es war nicht umsonst! Dein Herz, dein Verstand und deine Erinnerungen lassen es real werden! Es hatte Gewicht und Wert für dich!“, sprach Nayru aufmunternd und umarmte sie.

    Zelda wäre am liebsten geflüchtet. So unwohl hatte sie sich noch nie gefühlt. Aber befreie dich mal aus der Umarmung einer Göttin.

    „Fakt ist! Es ist passiert, wenn auch nur in einem sehr zeitlich manipuliertem Traum aber wir hoffen du hast etwas daraus gelernt, Kind! “, sagte Din weiter.

    „Spoiler-Queen!“, fuhr Farore Din nach vorne gebeugt an, sah dann aber wieder zu Zelda, während sie noch nach vorne gebeugt war, „Es mag für dich ein Viertel Leben gedauert haben aber hier verging nur ein Wimpernschlag!“, erklärte Farore, „Sie dich doch um!“, sie zeigte mit ihrer flachen Hand umher.

    Erst jetzt als sie sich weiter umsah, bemerkte Zelda einige Treppenstufen tiefer Link und Ganondorf. Link hatte gerade das Master-Schwert in Ganons Brust gebohrt. Doch alles um sie herum war wie eingefroren.

    „Wir haben die Zeit angehalten! Sobald sie weiterläuft, wirst du am Triforce stehen! Dann liegt es an dir!“, erklärte Din weiter.

    „Beende es! Mit der Feder der Ewigen Worte! Mit ihr kann man unendlich oft schreiben ohne Tinte zu verbrauchen!“, sprach Nayru hoffnungsvoll und überreichte Zelda ein blaues, silbernes, längliches Kästchen.

    „Das Kästchen springt auf, sobald die Zeit weiterläuft!“, sagte Farore und grinste.

    „Können wir dann?“, fragte Din und verschwand.

    Zelda war total verwundert, sie sah noch an die Stelle, wo eben noch Din gesessen hatte, als sie von Farore einen Kuss auf die Wange erhielt.

    „Süß! Wie ein Hündchen!“, mit diesen Worten verschwand auch Farore.

    Da fiel Zelda wieder ein, wie klein sie doch im Vergleich zu den Dreien war. Nayru lächelte und legte ihre Hand auf Zeldas Kopf.

    „Manchmal reicht schon ein einzelnes Wort! Enttäusche mich nicht!“, sie nahm die Hand von Zeldas Kopf und schnippte einmal mit den Fingern.

    In Zeldas Ohren lag noch immer das entfernte Fingerschnippen Nayrus. Sie fing sich diesmal schneller als zuvor. Das Kästchen von Nayru hielt sie fest in ihrer Hand als es aufsprang. Zelda sah hinein und lächelte.

    „Ich verstehe nun endlich! Danke, Nayru, Farore, Din!“, sie sah kurz in die Luft und kniete noch einmal nieder. Dann richtete sie sich auf und lief die Stufen hinunter zu Ganondorf und Link. Zelda erinnerte sich an die Worte der Weissagerin aus ihrem Traum:

    Der Träumer wird bald erneut erwachen. Der Kreis kann nur von Kraft und Weisheit durchbrochen werden.“

    Link holte gerade zum finalen Schlag gegen Ganondorf aus aber sie war noch zu weit weg. Zelda sah nur noch einen Weg rechtzeitig einzugreifen. Sie klappte das Kästchen zu, packte es in die Schürzentasche am Kleid, beschwor den Lichtbogen und schoss einen Lichtpfeil genau auf das Master Schwert. Das flog aus Links Hand und in den bodenlosen Abgrund. Ganondorf sah fröhlich grinsend zu Link, während dieser fassungslos zu Zelda hoch sah.

    „Wir müssen reden! Waffenstillstand!“, rief sie runter und löste den Lichtbogen auf.

    Dann schnallte sie ihren Rapier samt Scheide los und warf beides in den bodenlosen Abgrund.

    „Kein Netz und doppelter Boden!“, sprach sie und zog ihre Okarina aus ihrer Kleidtasche.

    Auch die Okarina fiel dem Abgrund zum Opfer.

    Link und Ganondorf sahen sich verwirrt an und Ganondorf drehte seinen Zeigefinger um seine Schläfe. Link zuckte nur mit den Schultern. Dann sahen beide wieder zu Zelda, die langsam die Treppe hinab stieg. Sie zog nun das Kästchen von Nayru aus dem Kleid, öffnete es und holte den Gegenstand daraus hervor, welcher das alles hier beenden sollte. Sie hielt ihn sichtbar für beide hoch in die Luft.

    „Seht! Die Feder der Ewigen Worte! Überreicht von der Göttin Nayru selbst! Ich weiß das klingt klischeehaft aber die Feder ist mächtiger als das Schwert! Ich brauche keine Waffen um ewigen Frieden in Hyrule für Generationen zu sichern! Nur was ich seit Geburt an bei mir trage!“, Zelda zeigte mit der Feder nacheinander auf diese Stellen, „Meine Ohren, meine Augen, mein Mund, meinen Verstand und auch mein Herz!“

    Link stand etwas oberhalb von Ganondorf, wodurch Zelda ihn zuerst erreichte.

    „Es wird dann kein Platz mehr für Helden nötig!“, grinsend klopfte sie ihm mit der linken auf die Schulter, „Aber hey, das Leben als Bauer ist gar nicht mal so übel! Ich spreche da aus Erfahrung!“, sie lachte während sie weiterging.

    Vor Ganondorf stehen wurde sie aber wieder ernst. Sie hielt ihm die Feder entgegen.

    „Bist du bereit gemeinsam mit mir Geschichte zu schreiben?“

    Was sollte das jetzt? War das ein Witz? Er stand hier, am Ort seiner Träume. Wieso sollte er das für irgendeinen halbgaren Kompromiss opfern, wenn er doch hier und heute alles haben kann?

    „Ich weiß, was du jetzt denkst aber ich weiß ich, was ich zu tun habe!“, Zelda drehte sich rüber zu Link der nun etwas tiefer stand, um Zelda zu beschützen, „Ich will das du gehst!“

    „...“

    „Das ist ein Befehl!“, sprach sie eindringlich, doch Link blieb stur stehen, „Das merk ich mir!“, sie wedelte mit ihrem Zeigefinger vor seiner Nase herum, drehte sich dann aber wieder zu Ganondorf, „Wir reden oben!“

    „Am Triforce?“, fragte er skeptisch.

    „Ja, am Triforce!“

    „Dir ist schon klar...“

    Während Ganondorf noch argumentierte, lief Zelda einfach die Treppe hoch und ließ ihn stehen. Er schrie ihr hinterher.

    „Hey! Was soll das denn jetzt?“

    Zelda blieb kurz stehen und rief zu ihm runter.

    „Kommst du?!“

    „Ja, Ja!“

    „Und tue nicht so genervt! Du hast ja keine Ahnung, was ich alles hinter mir habe! Ernte du mal bei 32 Grad Mais, Kartoffeln und dergleichen!“

    „Hä?! Wovon zur Unterwelt redest du da?“

    Zelda gab ihm darauf keine Antwort. Stattdessen ging sie weiter Richtung Triforce. Als sie es schließlich erreicht hatte und zum zweiten Mal in ihrem Leben davor stand, sah sie es einfach nur an. Es hatte keinen nutzen mehr für sie und schon bald würde hoffentlich auch Ganondorf für immer die Finger davon lassen. Wenige Sekunden später stand er direkt hinter ihr. Schnell legte sie die Hand drauf und wünschte es zurück zu den Göttinnen.

    Zu ihrer großen Verwunderung blieb das Triforce an seinem Platz. Zelda drehte sich zu Ganondorf. Sie öffnete ihre linke Hand und ließ darin ein paar Seiten Pergament erscheinen.

    „Lass uns beginnen!“

    „Womit?“

    „Der Ausarbeitung des Friedens!“

    Zelda setzte sich auf die oberste Sprosse.

    „Darauf gebe ich nichts!“, rief er aus.

    Während sie die Schachtel in ihren Schoss legte und sich die Schreibfeder der Göttin in ihrer rechten Hand zurechtlegte, schoss er an ihr vorbei. Sie drehte sich nicht um. Stattdessen lehnte Zelda sich zurück, streckte den Arm aus, griff an seinen Knöchel und zog einmal fest. Da er sich noch im Lauf befand, flog er nach vorne, brach sich die Nase am Triforce des Mutes und dann nochmal am vergoldeten Steinboden der Pyramide.

    „Oh! Ah! Verdammt! Du!“ Er rappelte sich auf und hielt sich die blutende Nase, doch da war Zelda schon am Triforce. Eigentlich wollte sie das vermeiden. Aber so war es vielleicht am Besten.

    „Ihr Göttinnen! Wir sind eure Kinder! Ich, die Prinzessin Hyrules, knie in Demut und Hingabe vor eurer Herrlichkeit und eurer Allmacht! Gebt der Welt diesen Tag zurück und lasst nur mir von uns Dreien meine Erinnerungen!“

    Epona hatte sie in diesem Augenblick noch nicht wieder in ihrem Bewusstsein, erst als Ganondorf verzweifelt seine Hand nach dem Triforce ausstreckte, gelang die Erinnerung an sie an die Oberfläche. Doch es war zu spät.

    „Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii...“

    Das heilige Artefakt erfüllte Zelda zum weiten Mal einen Wunsch.

    Fortsetzung folgt...

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Kommentare 1

  • Loco4 -

    Interessante Wendung. Bin gespannt wie es zuende geht. :)