Wie Indie-Games mein Lieblingshobby wieder interessant gemacht haben

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  • Es muss so um 2009 herum gewesen sein, als ich eine XBOX 360, eine Wii und einen DS hatte. Mit diesem Line-up war ich mehr als zufrieden. Doch in etwa um diese Zeit herum begannen Triple-A Titel für mich irgendwie ihren Reiz zu verlieren. Irgendwie war alles schonmal da, irgendwie hatte ich das alles schonmal irgendwo gesehen. Zudem fingen irgendwie alle Serien, die ich davor so gern gespielt hatte an, sich grundlegend zu verändern, zum Beispiel Resident Evil. War Teil 4 noch im Ansatz ein Survival-Horror-Spiel mit sehr guter Steuerung auf der Wii, wo die Atmosphäre stimmte, konnte ich Teil 5 so gar nichts abgewinnen. Es fühlte sich eher nach einem Shooter mit Horror-Elementen an.

    Das zog sich um diese Zeit herum eigentlich durch fast alle Serien, die ich so lieb gewonnen hatte. Und eines war auffällig: Es waren eher die kleinen Spiele, die mich begeistern konnten. Pflanzen gegen Zombies war eines davon. Klonoa auf der Wii als Remake eines PS1-Klassikers ein anderes. Auch Muramasa: The Demon Blade, Der Schattenläufer und Fragile Dreams: Farewell Ruins of the Moon konnten mich mehr in ihren Bann ziehen, als die großen AAA-Titel zwischen 2009 und 2012.

    Selbst Nintendo fand ich in diesem Zeitraum nicht ganz auf dem Zenit früherer Jahre. Spiele wie Skyward Sword, Mario 3D World und Super Mario Galaxy 2 Beispielsweise fand ich bei Weitem nicht so ausgereift und Genre-definierend, wie ihre jeweiligen Vorgänger. Schlecht sind beide nicht, aber eben auch nicht das, was Nintendo vorher zu Leisten im Stande war. Von Sega möchte ich gar nicht erst anfangen, zwar waren immer mal ein paar bessere Versuche dabei, wie Sonic Unleashed (HD-Version), Sonic Colors, The Conduit oder Die Mega Drive-Collection auf der XBOX 360, aber alles in allem war auch hier eine deutlich Senkung der Gesamtqualität merkbar, natürlich viel größer im Vergleich mit Nintendo.

    Es war einfach Zeit für etwas Neues. Und das kam geballt. Nicht unbedingt die Mobile Games, sondern die mutigen Schritte kleiner Entwickler, die Dank WiiWare und XBOX Live ihre Werke einem breiten Publikum auch ohne AAA-Publisher zugänglich machen konnten, waren es für mich, die meinem Hobby neues Leben einhauchten. Ich kann nicht mehr zählen, wieviele Stunden ich in The Long Dark, Stardew Valley, Pflanzen gegen Zombies, Minecraft und weiteren versenkt habe. Es müssen tatsächlich tausende gewesen sein. Auch unterschieden sich die Ideen so schön voneinander. Klar wurden Erfolgskonzepte auch kopiert, aber da die Breite der Veröffentlichungen allgemein höher war, machte das nichts. Nur, irgendwann nahm die Breite ab und das Kopieren zu. Vor knapp 3 bis 4 Jahren sah jedes zweite Indie-Spiel wie ein modernes NES-Spiel aus. Pixel waren in und das kratzte ein wenig an der Originalität voriger Jahre.

    Es waren dann wieder mutige Versuche, wie das angesprochene The Long Dark und Thimbleweed Park von den Monkey-Island-Entwicklern, die mit diesem Trend aufräumten. Klar, pixelig war Thimbleweed Park auch, aber dafür kein 137483. Klon von Super Mario Bros. in neuem Gewand. In den letzten 2 Jahren haben Indie Games eine erfreuliche Richtung eingeschlagen. Perlen wie GRIS, Monster Boy und das verwunschene Königreich und The first Tree haben die Art zu Spielen nicht verändert, aber das Aussehen und die Qualität von Indies angehoben. Ihc hoffe, das dieser Trend weiter geht. Im AAA-Bereich kann zumindest Nintendo auch einen sehr guten Trend auweißen, mir haben Super Mario Odyssey und auch Bretah of the Wild wieder sehr viel Spaß gemacht. Und auch dieser Trend darf bitte gern so weiter gehen. Die mobile-Versuche von Nintendo fand ich nämlich, abgesehen von Super Mario Run, allesamt eher misslungen.

    Zum Abschluss hier noch ein paar echte Indie-Perlen, die ihr nicht verpassen solltet:

    • GRIS von Nomada Studios
    • The First Tree von David Wehle
    • Monster Boy und das verwunschene Königreich von Game Attelier
    • REFUNCT von Dominique Grieshofer
    • Feather von Samurai Punk
    • Horizon Chase Turbo von Aquiris
    • Wandersong von Greg Lobanov
    • Stormboy von Blowfish Games
    Spielt ihr gerne Indies oder seid ihr eher nur mit AAA-Titeln zufrieden?

    1.670 mal gelesen

Kommentare 3

  • USER0815 -

    Die Switch ist perfekt für beides. Das ist das beste! Die meisten Indies spiel ich chillig auf m Sofa im Handheldmodus und die AAA Titel wwerden aufn TV gezockt. Ich mag das total, weil man so immer das passende Erlebnis für seine Stimmung erstellen kann. Der Mix macht es! ;)

  • Felix Eder -

    Seitdem ich Redakteur bei ntower bin, spiele ich auch viel mehr Indiespiele und bin auf einige schöne Spiele gestoßen, die ich normalerweise nicht gespielt hätte. Ich stimme zu, dass es wirklich einige tolle Perlen gibt, gerade vor wenigen Tagen habe auch ich GRIS angefangen und finde es sehr schön. Feather und The First Tree sehen auch echt schön aus, danke für die Tipps.

  • John Franco -

    Tatsächlich erging es mir auch mal so, dass ich keine Lust hatte mehr zu zocken. Die immer gleichen AAA- Titel und Lizenz Schrott haben jede Lust geraubt irgendwie meine Konsolen an zu schmeißen. Damals kam Evoland 1 raus. Ich war so davon begeistert, dass ich mir extra ein Steam-Account angelegt habe( Übrigens auch ein Grund warum ich, heute zusätzlich, einen potenten Rechner habe zum Zocken).
    Ich fand, auf Dauer brachten Indies einen frischen Wind in die Gaming-Welt.
    Man konnte endlich mal wieder Spaß am Spielen haben, denn vorher kam eher das Gefühl auf, Spiele arten zu sehr in Arbeit aus.