Okami - Stapel der Schande

Okami vom Stapel der Schande


Im Juli eröffnete ich diese Blogreihe, bei der ich die Community miteinbezog, einen Titel aus meinem Backlog zu wählen. Okami wurde mit überwältigender Mehrheit gewählt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich das Spiel schneller beende, aber Fire Emblem Three Houses, Smash Ultimate und nun auch Pokemon Schild machten mir einen Schnitt durch die Rechnung. Nun ist es aber endlich soweit, dass ich den Blog fortsetzen kann :)


Fakten
Spielzeit 45h
Tiere gefüttert ca. 90%
Perlen 74/100
Am meisten gefallen hat: Die wunderschöne Optik und der phänomenale Soundtrack
Am meisten genervt hat: Das nicht erkennen einer durchgeführten Pinseltechnik


Warum war Okami auf dem Stapel der Schande?


Dies ist relativ einfach zu beantworten. Über Okami hörte ich nur Gutes, und als es im e-shop im Sale war, schlug ich zu. Zum Spielen kam ich aber nicht, da zu dieser Zeit Smash Ultimate mein Dauerbrenner war und Okami somit auf der SD-Karte versauerte.


Wie erging es mir mit Okami?

Okami hatte zunächst einen schweren Stand bei mir, denn die ersten 2-3 Stunden waren sehr zäh. Wenig Gameplay, viel Text. Dazu musste ich die Steuerung erst in den Optionen anpassen, da mich die Kamerasteuerung sehr verwirrte.


Spätestens aber nachdem man den ersten Wächtersprössling erweckte, entfaltete sich das Spiel in seiner vollen Pracht. Mal abgesehen vom Kampfsystem, ist das Spiel durchaus zurecht immer wieder als Referenz zur The Legend of Zelda Reihe erwähnt worden.


Optisch hat mich das Spiel trotz seines Alters sehr beeindruckt. Der Stil ist einzigartig, erfrischend und wunderschön. Besonders wenn man etwas mit seinem göttlichen Pinsel erweckt und ein Blumenmeer sich über den Ebenen ausbreitet. Das sind Momente, die mich berührten und in meinen Erinnerung bleiben. Kombiniert mit dem wundervollen Soundtrack macht es diese Momente einfach magisch und zeitlos.


Dennoch gibt es auch Momente, in denen ich mir mehr Quality of Life Verbesserungen gewünscht hätte. So ist es umständlich die Karte aufzurufen, die Schnellreisefunktion ist aufgrund der Münzen nur suboptimal und die göttlichen Pinseltechniken trieben mich öfter mal in den Wahnsinn, da sie nicht richtig erkannt wurden. Aber das ist alles Kritik auf höchstem Niveau.


Insgesamt konnte mich Okami völlig überzeugen und ich bin froh dieses Spiel erlebt zu haben. Falls jemand hier noch keine Erfahrung mit Okami gemacht hat, so kann ich es nur wärmstens empfehlen. Dankeauch nochmal an die zahlreichen User, welche fleißig abgestimmt haben.


Wie geht es mit der Blogreihe weiter?


Da bald Weihnachten ist und ich davon ausgehe, dass ich das ein oder andere Spiel geschenkt bekomme, werde ich zwischen Weihnachten und Neujahr die nächste Abstimmung ermöglichen.


Ich hoffe dann auch wieder zahlreiche User bei der Abstimmung zu sehen.


Eure Miriam-Nikita

Kommentare 5

  • Ich war damals voll traurig am Ende. Einerseits wegen der Story und andererseits, weil das Spiel vorbei ist. ^^

  • Vielen Dank für deinen Bericht.


    Es wundert mich überhaupt nicht, dass du nicht alle Tiere gefüttert und alle Perlen gesammelt hast. Bezüglich den Perlen habe ich mir dies nur ein einziges Mal angetan, da dies sehr aufwendig ist (besonders das 2. Rennen gegen Kai).


    Auch ich fand den Anfang des Spiels sehr harzig, wenn man diesen jedoch durchbeißt, dann erwartet einem ein sehr gutes Spiel.


    Mich hat am meisten genervt, die Stimmen sowie damals die Wii Steuerung. Es war echt mühsam den Pinsel zu benutzen bzw. zu kämpfen. Umso mehr genoss ich die deutlich bessere Steuerung mit GamePad auf dem PC.


    Aus meiner Sicht war über das Spiel lobenswert, die Musik, der wiederkehrende Einsatz der verschiedenen Pinseltechniken (da kann sich Nintendo mit den 3D Zeldas vor Breath of the Wild eine Scheibe abschneiden), die Sidequests und die Geschichte.


    Du erwähnst, dass die Schnellreisefunktion mit Münzen mühsam sei. Hast du nie mit dem Speicherspiegel die Schnellreise verwendet?


    Freue mich bereits auf weitere Artikel deiner Reihe.

  • Bis auf ein gewisser Boss, der mehrfach auftaucht sowie die etwas langgezogene und teils zähe Story, ist Ōkami ein wunderschönes interaktives Bilderbuch und Abenteuer. Jeder, der mit der japanischen Kultur was anfangen kann, sollte es wirklich gespielt haben.


    Gut, dass du es endlich gespielt hast ! :P Das Nichterkennen der Pinseltechniken kann zwar nervig sein, aber so ist das eben in Japan: bei der Schrift ist man relativ pingelig :D

  • Hab es dieses Jahr auch durchgedaddelt und da ich gerade Asssassins Creed Origins beendet habe,werde ich jetzt Okamiden(Nintendo ds/3ds) spielen.Okami gehört bei meinen 29 durchgespielten Titeln dieses Jahr ganz klar an die Spitze und ich bereue es,dass ich es nicht schon vorher gespielt habe.

  • Okami hatte ich dieses Jahr auch endlich durchgespielt und bei mir sieht der Eindruck von Okami etwas anders aus.


    Den besten Vergleich den ich für Okami habe ist ein Kunstmuseum. Wenn man vom Visuellen so angetan ist, dass es für einen in Ordnung ist mehrere Stunden nichts anderes zu machen als durch die Gegend zu wandern und das gezeigte zu bestaunen, dann ist Okami das richtige Spiel für einen.


    Neben dem Visuellen hat mich am meisten die Fülle (und die Existenz) des Post-Games, sowie der Endboss am meisten fasziniert.


    Was ich an Okami nicht leiden konnte war das stumpfe Kampfsystem und das Boss-Recycling.