Historien eines Turms - Teil 4

Historien eines Turms - Teil 4: Die Zukunft des Königreichs ...
von Masters1984


Was bisher geschah

Es war einmal ein sehr schönes Königreich im blühenden Gaming-Land, in welchem drei Burgen standen. Jede der Burgen stellte eine eigene Getreidesorte her, aus der anschließend Brot gebacken wurde. In der Mitte dieser drei Burgen stand ein noch recht junger Turm, welcher aus vielen Steinen bestand. Die Steine standen symbolisch für den regierenden König, seinen Gefolgsleuten mit Prinz und Prinzessin sowie für das Volk. Da es in der Vergangenheit vermehrt zu Unstimmigkeiten im Bezug auf die drei unterschiedlichen Getreidesorten kam, legte der König mit seinen Gefolgsleuten die neuen Regeln fest, die für eine funktionierende Gemeinschaft sowie ein gutes Miteinander sorgen sollten. Jeder, der die Regeln verletzte, sollte dem König unverzüglich gemeldet werden. Der Frieden währte jedoch nur wenige Jahre und die blühenden Zeiten des Königreichs waren bald vorbei. Funktionierende Regeln gab es inzwischen ebenfalls keine mehr, da die Leute anfingen zu rebellieren. Es kam somit zur Krise und es wurde sehr dunkel im Königreich.


Wie es zur Krise kam

Dass das Volk, das im Königreich lebte, sehr gerne Brot aus Getreide von eine der drei Burgen konsumierte, war längst kein Geheimnis mehr, führte es jedoch zum Untergang des Königreichs. Der ständig neu entfachte Streit um das beste Getreide im Gaming-Land war auch der Grund, weshalb das Königreich letztendlich scheiterte. Diesmal gab es keine Einigung und es kam zu heftigen Meinungsverschiedenheiten, sehr viel schlimmer als jemals zuvor. Dieser Streit hatte gravierende Auswirkungen auf das Königreich und das Volk spaltete sich in drei verschiedenen Franktionen auf, die sich untereinander viele Jahre verbissen bekämpften. Selbst der König mit seinen treuen Gefolgsleuten konnte nichts mehr dagegen unternehmen und war völlig machtlos, denn das Königreich wurde einfach überrannt. Ein Zustand, den der König sehr bedauerte: Er legte sein Amt nieder und verschwand aus dem Königreich in ein fernes Land und gründete eine eigene Familie um die schwere Zeit vergessen zu können.


Krise im Gaming Land

Als die Jahre ins Land gingen herrschte ein Bürgerkrieg im Königreich, der schwere Schäden nach sich zog. Dieser Bürgerkrieg währte sehr viele Jahre und zerstörte fast alles, was mühsam aufgebaut worden war. Als der Krieg irgendwann ein Ende fand, blieb dies nicht ohne Folgen, denn alle drei Burgen wurden während des langjährigen Krieges bis auf die Grundmauern zerstört und glichen nur noch Ruinen, so dass es überhaupt kein Getreide mehr im ehemaligen Königreich gab. Die übrig gebliebenen Leute aus den drei Fraktionen sahen, was sie angerichtet hatten, aber für Reue war es nun zu spät und sie flohen aus dem Königreich und gründeten einige Kilometer vom Königreich entfernt drei neue Nachbardörfer. Das einzige, was noch an die damalige Blütezeit erinnerte, war ein Turm, der sich mittig von den drei Burgen befand und auf wundersame Weise nahezu unbeschädigt blieb.Von den einst so vielen Steinen, die den Turm zusammenhielten war inzwischen gar nichts mehr übrig geblieben. Der Turm stand zwar noch immer, war aber inzwischen komplett verwaist, leer und wackelig. Es gab keinen König mehr und auch keine Gefolgsleute, wie einen Prinzen oder eine Prinzessin, es gab noch nicht einmal ein Volk, das man regieren könnte. Seit dieser schweren Zeit traute sich aus den benachbarten Dörfern niemand mehr das Königreich zu besuchen und aus dem früher so belebten Königreich wurde ein lebloser Ort. Es vergingen viele Jahrhunderte und das einst so blühende Königreich geriet allmählich komplett in Vergessenheit und das,Gaming-Land war völlig am Ende. So schien es zumindest.
Eine neue Hoffnung?
Eines Tages wollte ein sehr vornehmer reicher Herr das Königreich im Gaming-Land besuchen. Der vornehme Herr konnte nicht glauben, dass das Königreich einmal wunderschön gewesen sein sollte, er war aber auch sehr neugierig und machte sich auf die Suche nach dem verlassenen Königreich und fand es schließlich irgendwann. Es war alles zugewuchert und die drei Burgen waren nur noch im Ansatz zu erkennen. Der Turm war indes jedoch noch deutlich zu erkennen. Der vornehme Herr besuchte auch die drei Nachbardörfer und beschloss auf Spurensuche zu gehen, weil er unbedingt erfahren wollte, was damals vor mehreren Jahrhunderten passiert war und wieso dieses Land nicht mehr bewirtschaftet wurde. Leider konnte ihm niemand aus den Dörfern darüber eine Auskunft geben, weil das Wissen über das Königreich im Laufe der Jahre verloren gegangen war. Der vornehme Herr wusste sein bisheriges Wissen von seinen Großeltern und die hatten es von ihren eigenen Großeltern. So ging das von Generation zu Generation, doch niemand hatte den Mut etwas zu verändern und es blieb viele Jahre so, wie es war und das Wissen über das Königreich blieb in der Familie, während alle anderen aus Angst schwiegen und das Königreich seit dem Krieg nie wieder erwähnten. Somit geriet es in Vergessenheit. Seine Vorfahren wurden vor vielen Jahrhunderten aus dem Königreich vertrieben, denn einer seiner Vorfahren war der damals regierende König, der versuchte die Ordnung im Königreich für alle Zeiten zu bewahren. Dieses Vorhaben war leider kläglich gescheitert. Oft fragte er sich, wie es überhaupt zu dieser schlimmen Katastrophe kommen konnte.


Der Weg aus der Krise

Der vornehme Herr beschloss, dass es doch einen Weg geben müsse, um alle Nachbardörfer wieder miteinander zu vereinen und die Fehler zu vermeiden, die erneut zu einem Krieg führen würden. Er grübelte sehr lange über das Problem der drei Getreidesorten und wie man es denn lösen könne. Außerdem brauche er viele Leute, die ihm beim Wiederaufbau des Königreichs helfen würden. Der vornehme Herr ernannte sich selbst zum neuen König und schrieb an die Bürgermeister jedes der Dörfer. Er wollte alle Leute zu sich einladen, die Lust auf eine Arbeit hatten und versprach jedem der vorbeikommen sollte eine neue, gemeinsame Zukunft. Auch legte er eine sehr genaue Wegbeschreibung bei, die er natürlich für jedes der drei Nachbardörfer anpassen musste, damit jeder den Weg problemlos finden konnte. Der Anfang war getan, doch würden die Leute auch wirklich kommen?


Eine gemeinsame Zukunft für alle

Die Leute aus den drei Nachbardörfern wurden sehr neugierig, aber sie hatten auch Angst vor der ungewissen Zukunft, da sie nicht wussten, was es damit auf sich hatte. Die meisten dachten sich, dass sie ja wieder gehen könnten, wenn es nicht gefällt, womit würde alles beim alten bliebe und manche machten sich gar nicht erst auf den Weg. Es vergingen ein paar Tage als dann nach und nach die Leute ins Königreich eintrafen. Es kamen anfangs nur sehr wenige Leute, weil die meisten Angst vor der ungewissen Zukunft hatten, manch andere gingen auch wieder, nachdem sie das verfallene Königreich gesehen hatten. Die Leute, die geblieben waren, wussten nichts von der damaligen Zeit, da sie schon seit vielen Jahren in den Dörfern lebten und nie etwas über das Königreich erwähnt wurde. Auch Streit war ihnen völlig fremd. Diese wenigen Leute wurden zu den neuen Gefolgsleuten des Königs ernannt. Die neuen Gefolgsmänner verstanden sich auf Anhieb gut miteinander. Alle halfen dem neuen König das Königreich wieder aufzubauen. Der neue König mobilisierte alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte und fertigte Pläne an, damit seine Gefolgsleute wussten, was sie zu tun hatten um das Königreich wieder zur vollen Blüte zu verhelfen. Als erstes wurde das ganze Gestrüpp entfernt und die drei Burgen zugänglich gemacht. Die Burgen wurden nach und nach komplett neu errichtet- diesmal jedoch miteinander verbunden, denn keine der Burgen sollte eigenes Getreide mehr herstellen. Jede Burg stellte eine eigene Fertigungsstraße dar. In der ersten Burg wurde das Korn gemahlen, in der zweiten Burg wurde das Getreide vorbereitet und in der dritten Burg das Brot gebacken. Es gab nur noch eine einzige Getreidesorte, welches das beste aller drei bisherigen Getreidesorten in sich vereinte. Der neue König war sich sicher, dass damit der Frieden auf Ewig bewahrt sein dürfte. Der König und die Gefolgsleute kümmerten sich auch um den Turm und nahmen die Arbeit im Turm wieder auf, um die herausgefallenen Steine wieder zu ersetzen und somit den Turm zum Leben zu erwecken. Daher regierten alle demokratisch und gemeinsam, um den dauerhaften Frieden für das spätere Volk zu gewährleisten. Man wollte die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und einen komplett neuen Anfang schaffen. Diese Arbeiten dauerten ein paar Jahre, doch es lohnte sich. Das Königreich erstrahlte wieder im vollen Glanz und es wurden sehr viele Flyer gedruckt, denn es galt, auch die restlichen Leute aus den Nachbardörfern zu überzeugen. Diese frohe Kunde verbreitete sich rasend schnell und es kamen sehr viele Besucher von überall her, die jetzt unbedingt die neue Brotsorte ausprobieren wollten. Das Volk bildete sich allmählich aus diesen Besuchern neu, die anschließend in den Turm einzogen.
Wenn jetzt in einigen Jahren wieder eine neue Getreidesorte auf dem Markt kommt, ist diese eine Gemeinschaftsarbeit aller drei Burgen. Niemand konnte sich noch daran erinnern, wie es noch vor dem großen Krieg gewesen ist. Die neue Getreidesorte kam sehr gut beim Volk an. Diesmal sollte der Frieden von Dauer sein - immerhin wurde eine neue Einigkeit geschaffen!


Vielen Dank fürs Lesen!

Dieser Beitrag wurde von @Masters1984 bereitgestellt. Vielen Dank!

Kommentare 2

  • Danke Master1984 für diesen Artikel. Wenn Splatterwolf noch auf ntower aktiv wäre, dann hätte er wohl Freude am Thema Brot gehabt ;-)

    • Danke für das Lob und sehr gerne. Ja ich bin ehrlich, Splatterwolf war neben Maluigi meine Inspirationsquelle. Von Maluigi kam die Idee mit dem Königreich und die Idee mit dem Getreide und dem Brot kam in der Tat von Splatterwolf. Ich hoffe, dass er sich das irgendwann noch einmal anders überlegt und zurückkehrt.