Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht (+Umfrage)

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  • Der Film ist chronologisch gesehen der siebte Teil der Star Wars-Hauptsaga und insgesamt der siebte Teil, der 2015 in die Kinos kam. Zehn Jahre war es her, dass mit Episode III der letzte Star Wars-Film über die Leinwände geflimmert war. Viele Gerüchte gab es seit den 80ern, dass Star Wars ursprünglich als neunteilige Geschichte geplant war. Dies sollte nun endlich verwirklicht werden. Als ich den ersten Teaser Trailer im Dezember 2014 sah, war ich sehr kritisch: „Ein weiterer Star Wars-Film von Disney mit einem Ball-Droiden und einem Kreuz-Lichtschwert? Was das wohl werden soll?“ Erst 2015, als der zweite Teaser Trailer auf der Star Wars Celebration gezeigt wurde, man erste, richtige Szenen als auch Han und Chewie wieder sah, sprang der Funke bei mir so richtig über. Sofort war er unter vielen Menschen der meist erwartete Film des Jahres, ein Hype wie man ihn seit langem nicht mehr gesehen hatte, war ausgebrochen. Doch konnte der Film den teilweise sehr hohen Erwartungen standhalten?

    Story:


    Obwohl George Lucas seine ursprüngliche Handlung für die gesamte Sequel-Trilogie mit einbrachte, wurde sie zum Großteil ignoriert. Nachdem Drehbuchautor Michael Arndt lange an einem Drehbuch für Episode VII gearbeitet hatte, verwarf man Lucas ursprüngliche Pläne. George Lucas trat aus dem Projekt nahezu komplett aus. Auch wenn ein paar Elemente wie Rey als weibliche Protagonistin oder Luke im Exil in ihren Grundzügen übernommen wurden, wollte man stattdessen bei Disney und Lucasfilm, seit 2012 unter der Leitung von Filmproduzentin Kathleen Kennedy, einen neuen Weg gehen, der sowohl alte als auch neue Fans abholen und die Saga mit der Fortsetzung gleichzeitig auch in eine neue Ära einführen sollte. Man engagierte J.J. Abrams, der sich bereits mit „Lost“ und den Star Trek-Reboots einen Namen gemacht hatte, als Regisseur und als Drehbuchautor. Zusätzlich als Autor wirkte auch Lawrence Kasdan mit, der schon damals bei Episode V und Episode VI die Drehbücher mitschrieb.


    Die Geschichte setzt 30 Jahre nach Episode VI an. Aus der Asche des Imperiums hat sich die Erste Ordnung erhoben. Poe Dameron, ein Pilot der Rebellion (ich werde nicht „Widerstand“ sagen, da die Gruppe einfach genau dasselbe ist) ist auf Jakku, einem Wüstenplaneten, um von Lor San Tekka (übrigens gespielt von Max von Sydow) Teile einer Karte entgegenzunehmen, die zum Aufenthaltsort von Jedi-Meister Luke Skywalker, der ins Exil gegangen ist, führen soll. Die Erste Ordnung weiß ebenfalls von dieser Karte und trifft kurz darauf ein. Der beste Teil des Films ist meiner Meinung nach die erste Dreiviertelstunde und vor allem diese Eröffnungssequenz, die eine meiner Lieblingseröffnungen der ganzen Saga ist. Die Art und Weise, wie die Erste Ordnung hier gezeigt wird, sich für den Kampf bereit macht, sich dann die Türen der Transporter öffnen und dann skrupellos und brutal das Dorf voller unschuldiger Bewohner überfällt, ist klasse und etabliert sie als stärkere Antagonisten-Seite, als es noch beim Imperium der Fall war. Nachdem die Erste Ordnung das Dorf eingenommen hat tritt der Haupt-Bösewicht des Films in Erscheinung: Kylo Ren landet mit seinem persönlichen Raumschiff im brennenden Dorf. Mit seinem Helm und seinen schwarzen Umhang stellt er als Schüler der dunklen Seite vom Design her eine Mischung aus Darth Vader und Darth Maul da. Es wurde viel Zeit damit verbracht, das neue Design anzufertigen. Das Kreuzschwert, das anfangs von vielen verspottet und parodiert wurde, erfüllt hier mit dem neuen Look eines gesprungenen Lichtschwert-Kristalls, woraus ein ungleichmäßiger, aggressiverer Lichtschwertstrahl hervorgeht, vollkommen seinen Zweck. Später wird offenbart, dass dieser der Sohn von Han Solo und Leia Organa ist und den Namen Ben trägt (in Anlehnung an Obi-Wan Kenobis Decknamen, an den Leia damals den Hilferuf sendete). Seine Einführung ist großartig, bei der er den Laser-Strahl von Poe, als dieser den Tod von Lor San Tekka rächen will, in der Luft anhält und dieser bis zum Rückzug der Ersten Ordnung, bei der diese noch alle restlichen Bewohner tötet, wie eingefroren ist. Allgemein empfinde ich Ben als den interessantesten Charakter des Films.



    Ähnlich wie Anakin in der Prequel-Trilogie hat auch dieser mit seiner Identität zu kämpfen, mit dem Unterschied, dass sein Konflikt nach dem Übertritt zur dunklen Seite stattfindet und nicht davor. Oft ist er unentschlossen, weiß offensichtlich nicht, wie er seine Gefühle kontrollieren soll. Darth Vader ist sein Vorbild, es fühlt sich für ihn fast wie eine Verpflichtung an, in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten. Ab dem Moment, in dem er seine Maske zum ersten Mal absetzt, zeigt er auch seine verwundbare Seite. Die ganze Zeit über hat er im Film über jeden die Oberhand, auch wenn es zwischen ihm und General Hux einen Interessenkonflikt gibt. Der oberste Anführer Snoke, eine große, grauhäutige Gestalt, ist sein Meister, der die Erste Ordnung führt und ihn im Umgang mit der dunklen Seite ausbildet. Mit Rey bekommt er es dann erstmals mit jemandem zu tun, der ihm die Stirn bieten kann.

    Die beste Figuren-Einführung als komplett neue Figur des Films hat aber eindeutig Rey. Anfangs sieht man sie maskiert, wie sie in einem Sternenzerstörer nach alten, verwertbaren Teilen sucht. Kurz darauf klettert sie aus dem großen Gebilde heraus, vor ihr, veraltet und im Sand steckend, sieht man die riesigen Antriebe eines der Sternenzerstörer, deren Größe zuvor in der Original-Trilogie im Vergleich zu einem Menschen noch harmlos gewirkt haben. Als Rey dann ihre Schutzbrille abnimmt, auf ihren Speeder steigt, man die Überreste des ursprünglichen Imperiums sieht und dazu „Rey’s Theme“ ertönt, ist dies ein großartiger Gänsehaut-Moment. Man bekommt wirklich ein Gefühl dafür, was Rey seit ihrer Kindheit alles durchgemacht hat, da sie vor vielen Jahren auf diesem trostlosen Wüsten-Planeten zurückgelassen wurde. Als sie an einem der Schrottplätze ankommt, um ihre gesammelten Teile zum Umtausch in Essen zu reinigen, sieht sie eine alte Frau, die ebenfalls schon eine Ewigkeit auf diesem Planeten als Schrottsammler verbracht hat. Rey fragt sich offensichtlich, ob sie eines Tages genauso enden wird. Abends reist sie zu einem alten AT-AT, der liegend im Sand einen Unterschlupf für Rey bietet. Dort zählt sie ihre tausenden Tage, seitdem sie auf dem Planeten angekommen ist. Die Zankereien zwischen ihr und BB-8 sind ebenfalls großartig, obwohl BB-8 nur mit Piepsgeräuschen kommuniziert, kann man aus Reys Reaktionen interpretieren, was zwischen den beiden vorgeht. Sie macht es sich schnell zur Aufgabe, den Droiden zu beschützen und möchte ihm helfen, zur Rebellion zurückzukommen. Endlich findet sie in ihrem Leben etwas, das ihr Zuflucht aus ihrem monotonen Schrottsammler-Leben geben könnte. Als einige der anderen Schrottsammler sich BB-8 unter den Nagel reisen wollen, setzt sie sich zur Wehr, mit ihrem Stock, den sie früher in einem Schiffswrack gefunden hat und es zeigt sich, wie sehr Rey schon ihr ganzes Leben ums Überleben kämpft und sich zu verteidigen weiß.



    Eine weitere Figur des neuen Casts ist Finn. Anfangs noch FN-2197 genannt, beginnt er den Film als Sturmtruppler, der als Sanitäter seinen ersten großen Einsatz bei der Ersten Ordnung hat. Einer seiner Kollegen geht beim Angriff auf das Jakku-Dorf zu Boden, zum ersten Mal sieht er, wie es wirklich ist, mit den Truppen im Krieg zu kämpfen, an der Seite des Feinds, der das Dorf ohne Rücksicht auf Verluste angreift. Beim Sturz hat sich einer seiner Kollegen an der Hand verletzt, als er stirbt, hinterlässt er einen blutigen Handabdruck auf Finns Sturmtruppen-Helm und macht Finn so für den Zuschauer zwischen den anderen Truppen leicht identifizierbar. Er realisiert nun, was die Erste Ordnung wirklich tut und zu welchem Zweck er ausgebildet wurde. Dies ist ein toller Ansatz, nach all den Jahren des Imperiums mit undifferenzierbaren Truppen, unter denen immer eine Person und kein simpler Roboter steckt, einen anderen Einblick in das Leben des Imperiums bzw. der Ersten Ordnung zu geben. Finn möchte nun aus der Ersten Ordnung fliehen und bittet Poe Dameron darum, mit ihm zusammen vom großen Sternenzerstörer zu entkommen. Die Erste Ordnung hat, nachdem Kylo Ren Poe mithilfe der Macht verhört hat, die Spur auf BB-8, den kleinen neuen, kugelförmigen Droiden, dem Poe die Karte zu Luke Skywalker gegeben hat, aufgenommen. Somit möchte Poe mit dem TIE-Jäger, den sich beide stehlen, zurück nach Jakku fliegen. Die Dynamik zwischen den beiden, die an die Freundschaft zwischen Luke und Han erinnert, ist sehr unterhaltsam anzusehen, die beiden sind ein starkes Team. Finn entledigt sich seiner Sturmtruppen-Rüstung und streift von sich ab, was ihn als Mitglied der gefürchteten Organisation kennzeichnet.



    Die Verfolgungsjagd, bei der Rey und Finn sich zum ersten Mal treffen und dann mit dem Millennium Falken fliehen, ist großartig inszeniert. Man bekommt ein richtiges Gefühl dafür, wie überlegen der Millennium Falke selbst nach über 30 Jahren den modernen Schiffen ist. Das Innere des Falken wurde mit einer unglaublichen Detail-Verliebtheit rekonstruiert, man fühlt sich, wie Han und Chewie es später bei ihrer Rückkehr auf das legendäre Schiff sagen, wie zuhause, wieder bei einem Teil der Original-Trilogie. Die ganze Sequenz, in der der Millennium Falke dann in die Lüfte steigt, man das Triebwerk hört und dieser sich mit den TIE-Jägern auf den Fersen durch die Schrottplätze manöveriert, ist eines der großen Highlights des Films. Besser hätte man die Rückkehr des Falken kaum umsetzten können. Beim Flug mit dem Falken ist es Rey möglich, das Raumschiff trotz ihrem Mangel an Erfahrung im Fliegen von Raumschiffen zu bedienen, doch ihr ganzes Leben hat sie damit verbracht, sich mit dem Aufbau und den Funktionen verschiedenster Raumschiffe vertraut zu machen. Trotzdem weiß sie nicht wirklich, wie es ihr im Eifer der Verfolgungsjagd möglich war, das mächtige Raumschiff so gut durch die Trümmer von Jakku zu fliegen.

    Auf der Flucht von Jakku treffen Rey, Finn und BB-8 endlich Han Solo und Chewbacca, die den Millennium Falken nach vielen Jahren der Trennung vom ikonischen Schiff endlich wieder in ihren Besitz bekommen haben. Mit dem gealterten Han Solo haben sie die Figur in diesem Film wirklich sinnvoll weiter geführt. Er offenbart Rey und Finn, wer er wirklich ist und was damals zwischen ihm, Luke und seinem Sohn passiert ist: Ben hat Luke bei seiner Jedi-Ausbildung verraten, tötete alle Schüler, die sich gegen ihn wandten und verließ den niedergebrannten Jedi-Tempel mit seinen Schülern. Endlich bekommt man mal etwas Kontext, was zwischen der Original-Trilogie und der Sequel-Trilogie passiert ist. Diese Ereignisse haben offensichtlich einen Keil zwischen ihn, Leia und vor allem der Rebellion getrieben. Deshalb hat es ihn von der Rebellion wieder zurück in das Schmuggler-Geschäft verschlagen. Chewbacca bleibt immer an Hans Seite, egal, wie nah er Leia auch steht. Han macht es sich nach seinem Wiedertreffen mit Leia zur Aufgabe, seinen Sohn zurückzubringen. Han fühlt sich in dem Moment, wo die Rebellion wieder in Gefahr ist und er die Zerstörung der Planeten sieht, verpflichtet, beim Kampf mitzuhelfen. Als Rey Han Solo und Chewie trifft, erinnert sie sich an all die Erzählungen über den Millennium Falken, den Jedi und der Rebellion, die sie über die Jahre mitbekommen hat. Sie sieht in ihm schon kurz nach ihrer ersten Begegnung eine Art Vorbild, eine Art Vater-Figur, noch nie zuvor hat sie sich auf so einem Level so gut mit jemandem verstanden, vor allem, was die Technik und Wartung des Falken angeht. Vielleicht sieht Han in ihr auch die Möglichkeit, ein besserer Lehrer zu sein und ihr mehr mitzugeben, als er es bei seinem Sohn tun konnte.




    Bei der Sequenz auf Takodana ist es für Rey eine Offenbarung, zum ersten Mal einen Planeten dieser Art, etwas anderes, so farbenfrohes als den kargen Wüsten-Planeten, der ihre Heimat darstellt, zu sehen. In Maz‘ Schloss zieht man beim Design der Alien-Kreaturen wieder alle Register und möchte zeigen, wie vielfältig die verschiedenen Spezies in der Galaxis sind. Der Film nimmt deutlich Tempo heraus und möchte sich mehr auf Charaktere konzentrieren. Finn kann sein Geheimnis, dass er in Wirklichkeit zur Ersten Ordnung gehört, nicht mehr für sich behalten. Er hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, jemanden, in diesem Fall Rey, vor der Ersten Ordnungzu beschützen. Er möchte nur fliehen. Offensichtlich will er Rey mit sich nehmen, da er sie sehr mag und sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden aufgebaut hat. Im Schloss findet Rey Lukes Lichtschwert, wird von diesem durch ihre Rufe als Kind in die Katakomben gerufen. Als sie es berührt, hat sie eine Vision der Macht, in dem sie einen der Gänge von Bespin, in denen sich Luke und Darth Vader duelliert haben, die „Ritter von Ren“, nachdem sie einen Haufen Menschen getötet haben und sich selbst, als sie als Kind auf dem Planeten zurückgelassen wird, sieht. Man hört Obi-Wan „Dies sind die ersten Schritte“ sagen. Viele Fragen werden aufgeworfen, Rey wird eine ganz neue Welt, die der Jedi und der Sith offenbart. Schockiert und verwirrt von der Vision will sie aber nichts mit dem zu tun haben, lehnt das Lichtschwert, das Maz ihr überreichen möchte, ab und flüchtet in den Wald. Han erhält von Maz den Rat, nicht mehr vor Leia wegzulaufen und sich ihrem Konflikt um ihren Sohn zu stellen. Sie sollen BB-8 persönlich überbringen.


    Als die Truppe im Schloss eintrifft, bekommen sowohl Spione von der Ersten Ordnung als auch von der Rebellion heraus, wo BB-8 steckt. Die Erste Ordnung demonstriert seine Macht, indem sie die Starkiller-Basis auf fünf Planeten der Republik abfeuert und diese zerstört. Finns Kampfgeist, gegen die Erste Ordnung zu rebellieren und diese zu bekämpfen, wird dadurch entfacht. Kurz darauf greift die Erste Ordnung auch den Planeten an und zerstört das Schloss. Als Rey im Wald auf Sturmtruppen trifft, ist sie selbst überrascht von sich, als sie nach ein paar Schüssen mit ihrem Blaster, den Han ihr gegeben hat, direkt einige der Sturmtruppen trifft. Die Berührung mit Lukes Lichtschwert hat das titelgebende Erwachen der Macht in ihr ausgelöst. Währenddessen prallen die Truppen der Ersten Ordnung und der Rebellion auseinander. Der erste Auftritt der Rebellion ist ein wirklich toller Moment, als Han, Finn und Chewie gefangen genommen werden, trifft die Rebellion mit ihrem tollen, neuen Theme und den X-Wings, deren Geschwindigkeit durch die Nähe zum Wasser des großen Sees nochmal unterstrichen wird, in der Schlacht ein. Poe ist ebenfalls wieder dabei kehr zurück. Alleine er schießt ein Dutzend TIE-Fighter nieder, selbst die kleinsten Truppen am Boden zwischen den anderen Helden trifft er.

    BB-8 ist Rey in den Wald gefolgt, doch auch Kylo Ren hat inzwischen die Spur zu ihr aufgenommen. Er schüchtert Rey ein, blockt ihre Blaster-Schüsse, macht sie mit Hilfe der Macht genauso wie Poes Blaster-Schuss am Anfang des Film bewegungsunfähig. Rey wird durch ihn ohnmächtig, er nimmt sie auf die Starkiller-Basis mit. Um ihr zu zeigen, dass er nicht bloß böse ist und gefühlslos ist, offenbart er ihr sein wahres Gesicht. Beide dringen mit der Macht in ihre Gedanken ein, offenbaren ihre tiefsten Geheimnisse. Rey sorgt sich zutiefst, dass diejenigen, die sie auf Jakku zurückgelassen haben, nie wieder zurückkehren werden. Als Kylo es nicht gelingt, wie bei Poe in ihren Verstand einzudringen, um die Karte zu Luke Skywalker zu bekommen, spürt Rey die Versagensangst in ihm, niemals unglaubliche Stärke in der dunklen Seite der Macht zu finden. Die Rebellion hat inzwischen einen Versuch gestartet, die Starkiller-Basis zu zerstören, da diese bereits das System des Stützpunkts der Rebellen anvisiert hat. Han verabschiedet sich ein letztes Mal von Leia und startet einen Versuch, seinen Sohn zur Aufgabe der dunklen Seite zu überzeugen. Doch dieser hat einen Hass auf seinen Vater, da er ihm offensichtlich damals kein guter Vater war. Um der dunklen Seite noch näher zu kommen, tötet er ihn. Han Solo nach all den Jahren, in denen man seine Anweisenheit für selbstverständlich gehalten hat, durch seinen eigenen Sohn sterben zu sehen, ist einer der emotionalsten Momente der Sequel-Trilogie. Auch, als Ben ihn verrät und anstatt ihm sein Lichtschwert zu übergeben, ihn damit ersticht, verlässt ihn der Glaube an das Gute in seinem Sohn nicht, als er ein letztes Mal sein Gesicht berührt. Die Tat erschüttert Ben zutiefst, zudem wird er von Chewbacca, nachdem dieser schmerzerfüllt bei Hans Ermordung aufgebrüllt hat, durch dessen Armbrust schwer verletzt.



    Der Angriff der Rebellion ist inzwischen weit fortgeschritten, Chewie hat bei der Flucht die Bomben, die Han und er gelegt haben, detoniert, um der Rebellion Zugang zum Reaktor zu verschaffen. Nun beginnt das erste Lichtschwert-Duell dieser Trilogie. Rey und Finn treffen Kylo im Wald wieder. Nachdem Rey durch Kylo erneut ausgenockt wurde, ergreift Finn als erste Figur der Saga, die nicht über die Macht verfügt, das Lichtschwert, egal, ob es ihn das Leben gegen Kylo kostet. Die Kulisse mit dem verschneiten, dunklen Wald ist atemberaubend, die Hitze der Lichtschwerter bringt gelegentlich den Schnee zum Schmelzen. Ben versucht trotz der Schwächung durch Chewbaccas Schuss diese zu seinem Vorteil zu nutzen, er schlägt sich sogar auf die Wunde, da der Schmerz den Zorn in ihm noch stärker macht. Finn gelingt es aus Glück einmal an Kylo heranzukommen, dieser macht mit ihm kurzen Prozess und schneidet ihm mit dem Lichtschwert durch den Rücken (leider hatte dies auf die späteren Filme keine Auswirkungen). Nun will er mit der Macht nach dem Lichtschwert seines Großvaters greifen, das Lichtschwert, das die Geschichte der Galaxis wie kein anderes geprägt hat. Bildlich hat die Stelle Parallelen zur Szene aus Episode V, in der Luke das Lichtschwert aus dem Schnee ziehen wollte. Doch anstatt in Ben Hände zu fliegen, fliegt es direkt in Reys Armee. Dieser Moment ist ebenfalls einfach nur großartig, die Macht ist durch ihr Erwachen in Rey stärker, als sie eigentlich weiß. Zusammen mit „Burning Homestead“ ergibt sich daraus eine sehr epische Szene, die nie daran versagt, mir Gänsehaut zu bereiten. Ein neuer Jedi wurde in diesem Moment geboren. Kylo kann Rey für den Großteil des Duells in Schach halten, erst gegen Ende gelingt es ihr aus Glück, ihn mit einer Folge aus starken Schlägen zu besiegen. Zudem wollte Ben Rey in diesem Duell gar nicht töten, seine Aufgabe war es eigentlich, sie zu Snoke zu bringen.



    Der Film bewegt sich auf das Ende zu, erneut hat die Rebellion gesiegt. Nach Hans Tod schließt Leia Rey in ihre Arme, sie weiß, dass sie dabei war, als Han gestorben ist. Sie hat sein Tod ebenfalls sehr erschüttert. Durch R2-D2 kann die Rebellion nun die Karte zusammensetzten, die zu Luke führt. Rey wird von ihnen auserwählt, zu Luke zu gehen. Rey besteigt die Treppen der großen Insel, zu der die Karte geführt hat. Oben auf der Spitze des Bergs findet sie dann endlich Luke, der in die Ferne blickt. Es bleibt unklar, was er wirklich empfindet, als er in dieser wunderschönen Szene seine Kapuze absetzt und mit Augen gefüllt von Tränen in Reys Gesicht blickt. Die letzte Szene des Films ist großartig und lässt viele Wege offen, wie die Geschichte weitergeführt werden kann und lies die Erwartungen, endlich etwas über Luke im nächsten Teil zu erfahren, noch weiter ansteigen.



    Wo liegen bei Episode VII also die Schwächen? Einer der größten Kritikpunkte des Films ist für mich, dass der Film sich viel zu sehr von der Struktur und den Themen her an Episode IV orientiert. Beispielsweise muss wieder ein Droide mit Plänen zur Rebellion gebracht werden. Erneut beginnt der Film auf einem Wüstenplaneten. Snoke fühlt sich wie ein weiterer Imperator an. Die Starkiller-Basis ist nur ein weiterer Todesstern und fügt der Handlung nichts hinzu. Erneut dreht sich das gesamte letzte Drittel darum, die Superwaffe der Antagonisten zu zerstören. Zwar gibt es auch andere Parallelen, diese sind aber so verändert, dass sie sie wirklich etwas Neues zur Handlung beisteuern. Die genannten, offensichtlichen Parallelen lassen aber einen Mangel an Kreativität spüren. Klar, man hat dies absichtlich gemacht, um den Zuschauern das Gefühl zu geben, wieder einen Teil der alten Star Wars-Trilogie zu sehen. Das erreicht der Film mit vielen Mitteln auch, aber oftmals führt das dazu, dass der Film sich in Teilen eher wie eine Neuauflage des ersten Films als einer kompletten Neuerzählung, wie es bei den Prequels glücklicherweise nicht der Fall war, anfühlt. Vor allem dem letzten Drittel des Films schadet dies sehr. Auch die Sequenz auf Takodana war hauptsächlich ein Einwand, wieder eine Cantina in einem Star Wars-Film auftauchen zu lassen, während man alte, bekannte Spezies kaum zeigt.

    Der Zeitsprung zwischen Episode VI und VII ist sehr groß, doch der Film nimmt sich sehr wenig Zeit, das Geschehen zwischen den beiden Filmen zu erklären. Dadurch fühlt sich der Film eher losgelöst von den bisherigen Filmen an. Lediglich Han Solo bekommt hier einen vollwertigen Auftritt. Leia ist im Prinzip kaum im Film und nicht am eigentlichen Geschehen beteiligt, sie hat hauptsächlich ein paar Dialoge mit Han. An Ende läuft sie Chewbacca ignorierend lieber Rey in die Armee, die sie gerade mal ein paar Minuten kennt. Es ist unbegreiflich, wie dies beim Schreiben des Drehbuchs nur passieren konnte! Rey hat nicht ein einziges Mal vorher mit Leia gesprochen, sie davor nicht ein einziges Mal getroffen. Aber Chewbacca, den sie seit Jahrzehnten kennt, sie in den düstersten Momenten in Hans Abwesenheit beschützt hat, schenkt sie keine Beachtung? Luke ist für gerade mal 30 Sekunden im Film. Ständig wird über ihn gesprochen, aber erst ganz am Ende taucht er auf. Nicht ein einziges Mal im gesamten Film treffen die drei alten Freunde aufeinander. Stattdessen konzentriert sich der Film auf die neuen Charaktere, während die alten Figuren dazugeschrieben wurden, um neues Publikum zu erreichen. Es wird sich viel Zeit genommen, die neuen Charaktere einzuführen. Aber hätte man als vollwertige Fortsetzung nicht die alten Figuren nicht direkt hineinnehmen können? Der Film wurde mit den alten Charakteren und den alten Schauspielern an oberster Stelle der Cast-Liste beworben, aber Leias und Lukes Auftritte fühlen sich eher wie erweiterte Cameos an. Der Plan von Han, zu versuchen, seinen Sohn zu retten, fühlt sich sehr unausgereift an, so, als hätte man im letzten Moment diese paar Dialogzeilen ins Drehbuch hineingeschrieben. So hat man eben auf beiden Seiten der Figuren nichts Halbes und nichts Ganzes.




    Der Film hat einige Stellen, in denen ihm die Puste ausgeht oder er Handlungselemente nicht interessant weiterführt. Es gibt Stellen, die die Handlung einfach nicht voran bringen und auch keinerlei Entwicklung für die Charaktere bietet. So gibt es die Sequenz mit den Rathtaren auf dem Transportschiff von Han und Chewie. Man hat ein paar Schmuggler-Gruppen und ein paar Monster, die die Leute durch das Schiff jagen. Die Sequenz ist sehr lang und bietet auch sonst kaum Schauwerte außer ein paar Soldaten, die von großen Monstern gefressen werden. Wirklich spannend ist sie auch nicht. Diese hätte locker nur ein paar Sekunden lang sein können, um Ablenkung für die Truppe als Flucht zum Falken zu ermöglichen. Auch die Zerstörung der fünf Planeten ist komplett emotionslos, da es keine Figur gibt, die irgendwie mit den Personen auf den Planeten verbunden ist. Der einzige Zweck davon ist es, zu zeigen, wie stark die neue Waffe ist. Warum hat man zur Abwechslung nicht mal die Erste Ordnung siegen lassen, indem sie den Planeten der Rebellion wirklich zerstört und diese zum Fliehen gezwungen ist? Warum muss immer der Todesstern zerstört werden? Wäre es nicht mal interessant, die Rebellion im Laufe der Filme in Unterdrückung durch die Starkiller-Basis zu sehen, immer wieder mit der Angst, dass ein weiterer Planet zerstört wird? Finns Entwicklung fühlt sich in der zweiten Hälfte nicht logisch an. So beginnt er bereits früh, Spaß daran zu haben, seine Kollegen, mit denen er aufgewachsen ist, über den Haufen zu schießen und mit dem Lichtschwert anzugreifen. Warum hat man sich hier nicht die Frage gestellt, wie es wäre, wenn Finn in entscheidenden Situationen zögern würde, Sturmtruppen oder Einheiten der Ersten Ordnung zu vernichten? Nicht interessantes wird später mit Finn gemacht, seine einzige Aufgabe ist es, die Rebellen, weil er im Sanitärdienst gearbeitet hat, in die Starkiller-Basis zu führen. Kylo Ren gibt die Suche nach dem Droiden, obwohl sie alle Zeit der Welt haben, nach diesem zu suchen, einfach auf und verlässt sich darauf, die Karte aus dem anscheinend fotografischen Gedächtnis von Rey zu erlangen. Ist wirkt sehr inkonsequent, nach all dem Fokus auf der Suche nach Luke dies komplett aufzugeben und sich plötzlich auf die Zerstörung eines weiteren Todessterns zu konzentrieren. Warum schickt man ausgerechnet nur Rey und nicht Leia zu Luke, um diesen zur Rückkehr zu überzeugen? Warum sollte Luke auf sie hören, wenn er schon auf Leia anscheinend nicht gehört hat?


    Viele Fragen werden hier im Film offen gelassen,auf die man keine Antworten bekommt: Wie kam Lukes Lichtschwert, nachdem es mit Lukes Hand in die Tiefen von Bespin gefallen ist, in Maz‘ Hände? Wie entstand die Erste Ordnung? Woher kommt Snoke? Warum ist Kylo Ren auf der dunklen Seite? Wieso kann Rey so schnell ohne Training die Macht für sich einsetzen? Warum wacht R2-D2 plötzlich auf, ohne dass sich an der Situation in der Rebellenbasis etwas geändert hat? Warum hat Luke eine Karte hinterlassen, wenn er nicht gefunden werden wollte? Fragen, die im Laufe der Geschichte vielleicht beantwortet, oder auch nicht beantwortet werden, aber Spannung für die Fortsetzungen aufbaut. Trotzdem kommt dadurch das Gefühl auf, dass man sich Elemente zwanghaft in eine bestimmte Stelle gerückt hat, um genau diese Geschichte überhaupt erzählen zu können.


    Schauspieler:


    Die Newcomer dieser Trilogie machen alle ihren Job ziemlich gut. Es ist lobenswert, dass man wieder auf eher unbekannte Schauspieler setzt, ihnen neue Karriere-Chancen eröffnet und wenig auf große, bekannte Promis setzt. Adam Driver ist eher eine ungewöhnliche Wahl für einen Antagonisten, doch im Laufe der Handlung wird klar, warum man ihn gewählt hat. Er liefert ein großartiges Fundament als innerlich gespaltene Person, auf der man im Laufe der Filme aufbauen kann. Daisy Ridley spielt die Verlorenheit und Naivität ihrer Figur richtig gut und bringt die Einsamkeit und Angst vor Bedeutungslosigkeit verdammt gut herüber. Oscar Isaac nimmt als Poe Dameron die Rolle eines jungen Han Solo ein, er ist eben ein typischer Draufgänger-Pilot, der sich selbst mit den Bösewichten einen Scherz erlaubt. Wie bereits erwähnt haben er und John Boyega eine tolle Chemie, die sie als Helden-Duo in ihrer Fluchtsequenz überzeugend herüberbringt. Boyega bringt den Kampf mit sich selbst als er sich gegen die erste Ordnung stellt, gut auf die Leinwand. Harrison Ford passt die Rolle des gealterten Han Solo viel besser als die des gealterten Indiana Jones. Er führt seine Figur überzeugend weiter und schafft es, neue, interessante Nuancen im Bezug auf Kylo Ren mit einzubringen.


    Spezial-Effekte, visuelle Effekte und Sound:


    Dieser Film hat ein höheres Budget als das der gesamten ersten Trilogie zusammen. Die 200 Millionen Dollar, die in diesen Film eingeflossen sind, sieht man an jeder Stelle. Man hat wieder auf echte Drehorte und viele praktische Effekte gesetzt, anstatt vieles nur mit CGI zu konstruieren. Dies gibt dem Film das gleiche Feeling, das die Original-Trilogie hatte. Man hat sogar mit echten Filmrollen anstatt digitalen Kameras gedreht. ILM ist durch die vielen Revolutionen in der CGI-Technik zwischen den 90ern und 2000ern zur absoluten Spitzenklasse in der Insustrie geworden. Im gesamten Film gibt es nicht eine Einstellung, die nicht gut aussieht. Ob das der Jakku mit der echten Wüste ist, der gealterte Millennium Falke oder das Set des Waldes auf der Starkiller-Basis: Der Film sieht einfach wundervoll aus und lässt keinen Zweifel daran, dass an der Produktion einige der talentiertesten Leute in ganz Hollywood mitarbeiteten.



    Das Sound-Design ist mit den heutigen, ausgereiften Surround-Systemen natürlich auf einem sehr, sehr hohen Level, selbst wenn man es mit dem der ersten sechs Filme vergleicht. Dieser Film fühlt sich dank den alten Sounds wie Star Wars an, bringt aber zum Beispiel mit Kylo Rens Lichtschwert oder der neuen Kanone des Millennium Falken neue Elemente mit sich. Der Soundtrack wurde glücklicherweise erneut von John Williams geschrieben. Mit „Rey’s Theme“ bekommt man das Beste der neuen Themes dieser Trilogie. Die Einsamkeit, aber gleichzeitige Hoffnung wird hier super wiedergegeben. Das Theme der Ersten Ordnung erinnert sehr an das „Imperial March“, wirkt aber ebenfalls durch seinen Einsatz neu, originell und untermalt die Handlungen der Ersten Ordnung. Das neue Theme der Rebellion habe ich ja bereits erwähnt. „Jedi Steps“, das am Ende des Films erscheint, als Luke wieder auftaucht, klingt geheimnisvoll, als würde man nun einen neuen Weg beschreiten, welches dann in das „Force Theme“ überleitet.


    Fazit:


    Trotz einiger Macken schafft es Episode VII, die Saga auf einem guten, aber sehr sicheren Weg weiterzuführen. Zwar sind die Charaktere teilweise nicht vielfältig ausgearbeitet, man lässt aber nahezu alle möglichen Wege offen, wie man diese Geschichte nun auf eine originelle, interessante Weise erzählen kann. Sowohl Luke und Leia bieten viel Potenzial, um ihre Vergangenheit interessant zu gestalten. Kylo Ren ist der interessanteste Antagonist, den Star Wars bis dahin hatte. Egal, ob die darauffolgenden Filme diese Möglichkeiten genutzt haben oder nicht, bleibt dieser Film doch eine Errungenschaft, mit dier man es geschafft hat, den Großteil der Fan-Gemeinde wieder für eine neue Star Wars-Trilogie zu begeistern.


    7/10
    Was für eine Bewertung von 10 Punkten würdet ihr Episode VII geben? 17

    Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

    :triforce: Der allgemeine „The Legend of Zelda“-Thread :triforce:

    „The game is fun. If it's not fun, why bother?“ - Reginald „Reggie“ Fils-Aimé

    Auf den Konsolen findet ihr mich unter... :rolleyes:
    Switch: SW-2163-2180-4354
    PS4: AdamantiumLive

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Kommentare 5

  • TheLightningYu -

    Prinzipiell gesehen bin ich, aber das vorallem dank Episode 9, mit der Triology zufrieden. Wie schon die Prequel Teile erreicht für mich diese Triology zwar nicht ganz die "Genialität" der Orginal Triology, aber sie hat für mich das Filmuniversum erweitert und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, auch wenn ich trotzdem der Meinung bin das die zwei stärksten Filme von Disney immer noch Solo und Rogue One sind(die sind dann für mich persönlich auch onpar mit den OT).

    Teil 7 trifft halt für mich eben genau den richtigen Nerv, da ich halt eben jemand bin der findet, man kann die "meisten" Universum nicht genug erzählen, sondern möchte gerne soviel Informationen bis ins kleinste Detail. Und für mich ist es daher ein absolutes Highlight zu sehen was aus den Charakteren von der Orginal Triology passiert ist und wie es mit der "Galaxy" weitergeht. Ich hatte beim ersten Auftritt von Han Solo und Chewbacca tatsächlich tränen in den Augen weil ich mich einfach so gefreut habe diese Charaktere wiederzusehen.

    Allerdings ist das für mich das wo die Sequel Teile halt so einen starken Kontrast gibt zwischen den Stärken und den Schwächen. Vorallem wenn es um die alten Figuren geht, dann glänzen die Filme, kommen wir aber zu den neuen Sachen / Figuren, gerät das ganze ins Schaukeln. Ich mag Rey insgesamt und auch Finn war mir irgendwo sympathisch. Mich stört auch nicht das Rey sich während des Films steigert, weil Fans wissen ohnehin das die "Macht" lebendig ist, und es macht durchaus sinn das sehr starke Machtbegabte sich davon sehr gut leiten lassen kann. Das Problem ist eher wie das ganze in das Szene gesetzt ist und man hat wirklich oft das Gefühl, das es hier weniger darum geht eine natürliche Steigerung oder das "natürliche" Leiten einer Figur zur macht zu zeigen, sondern Vordergründig Rey halt als die übermächtige Powerfrau darzustellen. Und das ist auch für mich so die größte Schwäche an der Sequel Triology, das man einfach viel zu oft in diese "Political Correctness" abdriftet, was meiner Meinung nach vorallem ein Star Wars nicht nötig hat, da SW sowieso schon von Anfang an eben sehr stark auf "starke" weibliche Figuren und diversität aufbaut.

    Der unterschied zu den alten und der Sequel Triology ist halt, das man halt in den alten Teilen in vielen Szenen eben nicht auf diese "Politische Message" zentriert sondern diese eben mehr "Hintergründig" angedeuted / gezeigt wird, was dadurch einen natürlicheren Übergang erlaubte und die Story,- sowie Szenenrelevanten Sachen im Vordergrund stehen. Bei der ST habe ich aber oft das umgekehrte Gefühl, vorallem bei Episode 8 wurde das ins Extreme geführt. Und das ist halt dann für mich inhaltlich dann immer etwas schwach, wenn du zwar den Quoten-Schwarzen im Film hast mit Finn, aber anders als damals lando calrissian oder mace windu welche wichtige Schlüsselfiguren waren und der eigentlichen Story etwas beigetragen, nun eine schwarze Figur die eigentlich in den ganzen Filmen hinweg (mal ab von EP9) relativ nutzlos und unnötig war, weil man ja auch Finn keine wirkliche Rolle geben will, weil man ja mit Rey den Powerfrau Status erfüllen muss, wo sie ja sämtliche Rollen übernimmt, vom Fliegerass Han Solo Style zu der Luke-Skywalker Jedi Rolle etc etc. Und das haut halt die ganze Dynamic der Figuren über die Triology hinweg etwas zusammen, vorallem weil man das gern von film zu film und szene zu szene doch wieder irgendwie ändert / ändern möchte, weil einerseits ist Rey so übermächtig, andererseits merkt man auch in vielen Szenen das sie Training gebraucht, dann wird aber das Training wieder an den falschen Stellen untergebracht etc.

    Nichtsdestotrotz, trotz der Kritik, wie hier schon angemerkt, bin ich mit den Filmen zufrieden. EP7 bekommt bei mir eine 8 von 10, ganz einfach weil das Positive für mich dem Negativen überwiegt. Trotz einiger schwächen in der Umsetzung der Charaktere mag ich auch die neuen Charaktere spezifisch Rey, spiele sie auch gerne in Battlefront 2 und mit Episode 9 haben wir endlich einen Runden abschluss bekommen denn die Reihe verdient hat.

    Super Beitrag deinerseits, bin dann schon gespannt auf EP8 & 9!

  • Soran -

    Ich fand den Film schrecklich, von der ersten Sekunde an.
    Man hat einfach einen gigantischen Sprung gemacht und mindestens 2 Filme übersprungen: Nachdem man in Episode 6 den Spacenazis in den hintern getreten hat, tauchen in Episode 7 einfach so neue Spacenazis 2.0 sammt Spaceführer 2.0 auf, ohne hintergrund, ohne irgendeine Erklärung, aber dafür mit einem neuen Todesstern und Rebellen 2.0 als Gegner. Von der neuen Generation der Jedis keine Spur, die neue Republik ist nichtmal im Hintergrund zu spüren sondern höchstens eine Randnotiz...
    Man hat quasi die Komplette OT resettet, und das auch noch Off Screen.

    Die zentrale Figur, MaRey Sue, ist dann zudem vollkommen misslungen. Zwar ist ihr einstieg gut, man kann ihre einsammkeit fast spüren, aber dann bekommt sie eine Fähigkeit nach der anderen ohne eine Erklärung ohne ansatz oder irgendwas. Sie ist einfach eine Waise auf einen Wüstenplaneten, die Droiden verstehen kann, Wookie verstehen kann, Raumschiffe, die sie noch nie gesehne hat, fliegen kann wie ein genie, Ein Raumschiff das sie nicht kennt, einfacher reparieren kann als derjenige, der das schiff seit 50 jahren kennt, Machtvisionen hat, Gedankentricks kann, mit einer Taschenlampe kämpfen kann und telekinese beherrscht... ohne für irgendetwas eine Grundlage zu haben. Sie ist einfach zu perfekt und dadurch einfach uninteresannt, ihr gelingt ja sowieso alles. Das schlimmste aber an ihr ist es, dass sie troz all ihrer supertollen Fähigkeiten sie nichts zum Plot beiträgt, sondern durch die Story getrieben wird. Sie trifft hier keine entscheidung wie Luke in episode 4 ihre Heimat zu verlassen und später sich der Rebellion anzuschließen, sondern sie treibt einfach durch die Story und macht einfach, was die Story braucht aus dem einzigen Grund die Story vorran zu bringen. In meinen Augen macht man bei ihr ABSOLUT ALLES falsch, was man nur mit einem Protagonisten falsch machen kann.

    Probleme hat aber auch ihr Gegenspieler Kylo. Er wirkt für einen Antagonisten einfach nicht bedrohlich, sondern eher wie ein bockiges Kind in einem schlechten Darth Vader kostüm. Seine Wutausbrüche wirken einfach schlecht

  • Matchet1984 -

    Die neuen Disney-Episoden haben mir leider nicht gefallen und wirken auf mich wie Fremdkörper. Für mich persönlich endete die Skywalker-Saga nach Episode VI. Jetzt verstehe ich auch was mit Nostalgie-Bonus gemeint ist. Man hätte die neuen Charaktere mehr Raum geben sollen und besser etablieren. Irgendwie wirkt das so halbgar und passt nicht zu den restlichen Filmen.

  • Haby -

    Habe nur 3 Punkte vergeben da mir die neuen Star Wars Filme von Disney überhaupt nicht gefallen! Für mich ist Star Wars mit den 6 Teil zu Ende gegangen; denn das war einfach das perfekte Ende! Und genau aus diesen Grund schaue ich auch nicht den 9 Teil an.
    Da es für mich nur alles was am Ende des 6 Teils passiert ist durcheinander bringen würde!

  • dr.retro -

    Sieben Punkte für Ep. 7 passt doch gut.

    Der Film ist mir aber zu sehr Remake, da hat man zu sehr den Fans Gefallen wollen. Als Positiv betrachte ich Rey, Poe und BB-8, sowie den Original Cast.
    Kylo Ren als Figur finde ich peinlich lächerlich. Bockiges Kind, muss eine Maske haben, weil Großvater eine hatte? Lächerlich! Und auch den Dasteller finde ich nicht passend gewählt, das ist aber Geschmackssache.
    Zum Ende das Ereignis auf der Brücke, muss es immer eine Brücke sein?, hat mich sehr schockiert und hat mich mehr gestört, als der Abgang von Luke in Ep. 8. War zwar auch eine schlechte Lösung, aber hat mich weniger gestört einfach. Hux fand ich in Sieben richtig super, schade, das er in Acht für die Witze herhalten muss. Für mich die stärkste Figur bei der Ersten Ordnung.

    Auch hätte ich mir generell mehr zu Maz Kanata erhofft in dieser Trilogie, aber da kommt wohl nichts mehr. Hatte Anakin nicht eine Puppe von ihr im Kinderzimmer auf Tatooine? Sieht sehr nach ihr aus. Sie hatte ja mit Rey gesprochen, dass man da noch miteinander sprechen wird in Zukunft. wird wohl offen bleiben.....