Kurztest: Spinny‘s Journey - Auf den Pfaden von Kuru Kuru Kururin

d3250543-5a3a-4b5f-ag3jkq.jpegWer alt genug ist, kann sich noch an den Launch des Gameboy Advance im Jahr 2001 erinnern. Ein früher Titel des 16-Bit-Handhelds war Kuru Kuru Kuruin. Ein seltsam quirliges Geschicklichkeitsspiel, welches in Japan für den GBA und dem Gamecube auch noch zwei Nachfolger spendiert bekam. Das kleine Indie-Studio Thunder Arrow aus der Schweiz hat für sein Debüt-Titel genau diese Spielmechanik genommen und einen geistigen Nachfolger veröffentlicht: Spinny‘s Journey. In diesen Tagen für Switch und Steam erschienen.


Ein kleines Alien (welches mich vom Artwork stark an Krumm aus „Aaahh! Real Monsters“ erinnert) erleidet mit seinem Raumschiff eine Bruchlandung auf der Erde und muss die 15 Raumschiffteile einsammeln. Diese sind innerhalb der 5 Welten mit je 10 Levels versteckt.


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Im Gameplay ist Spinny‘s Journey baugleich mit dem Eingangs erwähnten Kuru Kuru Kururin: Ihr habt einen Parcours, den ihr mit einem sich ständig drehenden „Stab“ durchqueren müsst. Knallt ihr gegen den Wand oder berührt andere Hindernisse wird ein Lebenspunkt abgezogen und es gibt Strafsekunden aufs Konto. Auf den Herzfeldern wird die Lebensenergie wieder aufgefüllt, mit den Sprungfedern kann die Drehrichtung eures Raumschiffs geändert werden. Mit der Zeit werden die Levels immer anspruchsvoller und es gibt neue Herausforderungen wie Geschosse denen ihr ausweichen müsst. Habt ihr ein Level innerhalb einer bestimmten Zeit beendet gibt es die obligatorischen drei Sterne. Diese sind aber rein optional und müssen nicht gesammelt werden.


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Insgesamt ist Spinny‘s Journey ein hübscher Debüt-Titel des jungen Studios aus der Schweiz. Die grafische Gestaltung ist simpel und nett, nicht zu überladen um vom Gameplay abgelenkt zu werden. Die musikalische Untermalung bleibt dezent im Hintergrund. Es ist eine einfachere und lange nicht so knallige Präsentation wie seinerzeit in Kuru Kuru Kururin. Schade aber, dass man das Raumschiff nur per Analogstick steuern kann. Insbesondere auf den gerade Abschnitten eines Levels hätte ich mir gewünscht auch per Digi-Kreuz steuern zu können. Das hätte die Steuerung noch ein wenig präziser gemacht. Aber ansonsten ein durchaus nettes Spiel und Fans des damaligen GBA-Originals durchaus ans Herz gelegt.


Kommentare 2

  • Danke für den sehr schönen Test. Deine Blog-Artikel hier sind wirklich welche der besten.


    Ich habe Kuru Kuru Kururin zum ersten Mal beim Rocketbeans Nerd Quiz gesehen:



    Danach habe ich es mir auch für den GBA gekauft war ganz spaßig. Dieses Siel habe ich mal auf meine Maybe-Liste gesetzt.

    Herz 1
  • Kuru Kuru Kururin war damals so ziemlich das Erste, was ich vom Gameboy Advance mitbekommen habe und ich war total perplex. Einerseits war das Gameplay für mich vollkommen fremd, andererseits war da plötzlich dieses kleine Gerät, das eine so abgefahren tolle Grafik liefern konnte. Ich war hin und weg, weil ich das Gefühl hatte, einen klitzekleinen Super Nintendo in der Hand halten zu können. Kuru Kuru Kururin habe ich mir letztlich erst ein paar Jahre später gekauft. Auch das ist inzwischen eine halbe Ewigkeit her. Als ich den Titel vor einem Weilchen im eShop entdeckt habe, hab ich mich gleich an die GBA-Perle zurückerinnert gefühlt. Was den Protagonisten angeht: ich hab darin erst eine Schnecke gesehen, aber Mann, ja... das sieht aus wie Krumm.


    Danke für den Kurztest! Hatte noch keine Zeit, selbst reinzuschauen, weil grad viele andere Titel (leider mal wieder parallel) gespielt werden.

    Herz 1