
Hallo und herzlich willkommen zu einem etwas ungewöhnlichen Blog – und gleichzeitig dem vorletzten in diesem Jahr von mir.
Warum ungewöhnlich? Nun ja: Wer gibt schon offen zu, über 1000 ungespielte Games zu besitzen? Oder nicht einmal mehr genau zu wissen, wie viele Games man überhaupt zum zocken bereit hat – digital, physisch, Mini Konsolen oder Abo-Titel?
Natürlich haben Dienste wie Epic Games, PlayStation Plus und Co. ihren Anteil daran. Aber wie sagt man so schön? Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. 😅 Also ich kann nicht nein sagen wenn es Donnerstags wieder heißt, greif das Freebie ab, musst dich nur bei Epic anmelden. 😅
Mir ist schon länger klar: Diese Zahl an ungespielten Spielen werde ich (wahrscheinlich) niemals komplett abbauen können. Jede Woche kommt neues Zeug dazu, Epic verschenkt weiter fleißig, aber die Zeit zum Zocken wird immer knapper. Arbeit, Familie, Verpflichtungen – und ein entspannter Netflix-Abend hat auch mal Vorrang. Und das ist auch völlig okay.
Doch die entscheidende Frage ist ja viel mehr: Wie konnte das passieren? Und gibt es überhaupt eine Chance, diesen Pile of Shame jemals zu bezwingen? Ich versuche es zu beantworten!
Wie konnte der Pile of Shame so gigantisch werden?
Ehrlich gesagt: Ich weiß es selbst nicht genau. Dass mein Stapel über 1000 Spiele umfasst, ist absurd. Aber am Ende kommen jede Woche neue Titel in Haus über Abo-Dienste, die Freebies von Epic Games und mein Kaufverhalten von Collector’s Editions bzw. andere Limited Editionen. Und genau da liegt mein Problem: Ich bin einfach ein Sammler durch und durch. Wenn wieder eine THQ Nordic Collector’s Edition im Angebot ist, bin ich sofort interessiert! Da ist es mir egal, ob es durchschnittliche Spiele wie Biomutant, Outlast 2 oder Destroy All Humans sind. Collector Editions sind einfach der Shit haha!
Games kaufen ist bei mir längst nicht mehr nur Konsum – es ist fast schon eine Form der Befriedigung. Man gönnt sich was, man stöbert durch Prime Days, Black Friday Deals – und zack, wieder zwei Spiele mehr. Erst diese Woche haute Otto Advance Wars 1+2 für schlappe 13,99 Euro raus ... Wiederstehen ist da nicht so einfach 😅 So wächst der Pile of Shame unaufhörlich weiter, obwohl man genau weiß, dass man nie alles zocken wird. Ein weiteres Beispiel passierte mir beim Soulslike Titel Lost Soul Aside, da dieses Day One 29,99 Euro kostete … Man redet sich ein: „Ach, irgendwann zock ich es (vielleicht) …“ 😅 Das ist wahrscheinlich der Grund aber das es solche Ausmaße nehmen kann, hätte ich niemals gedacht ...
Meine persönlichen Hindernisse
Dazu kommen 3 Punkte die für mich ein Problem darstellen, wenn es um den Pile of Shame geht. Diese 3 Probleme wären:
- Ich kann Spiele nicht abbrechen!
Ich kannn schon Spiele abbrechen so ist es nicht, aber das Game muss schon richtig grottig sein, damit ich sage: „Okay, das war’s ich breche den Rotz ab.“ Was viele tun, weil der Prolog langweilig ist, ein bestimmter Abschnitt/Boss zu schwer ist oder die Welt "leer" ist. Weil die Spiele "einfach schlecht" sind. Aber für mich zieht das nicht. Ich will selbst erkennen, wann ein Spiel so mies ist, das ich es abbrechen muss! Nicht irgendeine läppische Floskel die jeder verwendet. Und bin ich dann so weit vorangekommen, dass sogar die Lösung sagt, demnächst kommen die finalen Sequenzen, kann ich es nicht mehr abbrechen und ich will auch wissen, wie es ausgeht. Dazu habe ich aktuell Zeitdruck. Anthem wird von EA am 12.01.2026 abgeschaltet. Das Spiel ist nur mit einem Online Zugang spielbar und es liegt noch auf meinem Pile of Shame. Also habe ich es jetzt angefangen. Ich will es zumindest gespielt haben. Obwohl ich sehr wohl weiß, dass es zerrissen wurde ... - Ich brauche das Gefühl, ein Spiel "richtig“ abgeschlossen zu haben.
Es muss nicht 100%, aber so weit, dass ich sagen kann: Ich hab’s wirklich erlebt, ich habe alles wichtige erledigt, ich habe es für mich durchgespielt! Ein gutes Beispiel ist The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – 100% zu erreichen ist zu viel, aber alle 152 Schreine und alle 120 Wurzeln mussten sein. Und auch die Quests wollte ich auch soweit gespielt haben, dass ich zu mir selbst sagen kann: Jetzt bin ich durch mit dem Ding und ich hab es abgeschlossen. Sonst fühlte sich das aufhören nicht richtig an. - Ich stimme mich gerne auf große Releases ein.
Ein gutes Beispiel ist für diesen Punkt das (hoffentlich) im Jahr 2026 erscheinende GTA VI, dann will ich vorher nochmal GTA V zocken und mich einstimmen. Zu besonderen Titeln brauche ich das einfach, sei es, weil es viel zu lange her war oder weil ich die Story miterleben will. Die Zeit muss ich mir dann einfach nehmen, sonst fühle ich mich nicht richtig vorbereitet auf den bald erscheinen Banger.
Alle drei Punkte haben eins gemeinsam: Sie kosten unfassbar viel Zeit. Und die ist rar, wenn man soviele offene Spiele hat. Aber ist es die Lösung Spiele nicht so zu spielen wie ich es will oder mich selbst zu verarschen nur damit der Pile of Shame kleiner wird? Da muss ne andere Lösung her.
Den Überblick zurückgewinnen (Wie viele Pile of Shame Games habe ich gekauft)
Um zur Lösung zu kommen habe ich mir gesagt: Ich will es wissen, wie schlimm ist es wirklich? Wie viele Spiele besitze ich tatsächlich? Also Retail, Download und DLCs? Die Lösung für mich lag nahe: Eine Excel-Tabelle! Klingt banal, aber Excel ist genial für sowas. Und hat mich noch nie enttäuscht. Nur die Arbeit dahinter ist brutal. Alle Spiele eintragen, Systeme sortieren, Farben für „angezockt“, „durchgezockt“, „abgebrochen“ als Formel einpflegen, alles nicht so einfach.
Besitzt man mehrere Konsolen, auch von älteren Generationen und hat zig digitale Bibliotheken – dann wird aus dem Vorhaben schnell ein mehrstündiges Projekt, mit sowieso wöchentlichen Updates. Aber: Es lohnt sich! Heute weiß ich genau, was ich noch offen habe. Und das motiviert mich, Schritt für Schritt den eigenen Berg anzugehen und es aktuell zu halten. Heute gehört die Liste fast zum täglichen Leben dazu.
Die ganze Excel Tabelle kann ich hier leider nicht zur Schau stellen aber ich habe mal einen Screenshot meiner Switch 1 + 2 Games gemacht:
(rot bedeutet "durchgespielt", hellblau "abgebrochen" und die anderen sind nocht nicht durchgespielt (angefangen) worden)
Und das Gesamtbild sieht so aus:
Ich weiß, wirkt total übertrieben, aber ich bin stolz auf meine eigene Liste. Und es war jede Minute die ich reininvestierte Wert!
Der erste Fahrplan
Mit der Excel-Liste in der Hand kommt für mich der nächste Schritt: Ziele setzen. Den Pile of Shame wirklich angehen ... Oben auf der Gesamtübersicht sieht man, zählt man die offenen Retailgames (153 Games) und die offenen Download Games (85 Games) zusammen habe ich für dieses Ziel eine Menge vor mir. Also setze ich mir erstmal was realistisches als erstes Ziel. Und da kommt der Release von Nioh 3 gerade Recht.
Der Release ist am 06.02.2026 und mein erster Pflichtkauf 2026! Nioh ist für mich das beste Soulslike das nicht von From Software stammt und daher für mich ein Muss.
Bis dahin will ich so viel wie möglich abhaken.
Aktuell spiele ich Pokémon Legenden Z-A und Donkey Kong Bananza. Anthem (oben erklärt) habe ich soeben angefangen. Danach habe ich vor und plane: Mario Kart World und Metroid Prime 4: Beyond zu zocken
und kleinere Titel wie Neva, Little Kitty, Big City und Emio – Der lächelnde Mann hinterher zu ballern. Wenn ich ein Gutschein als Geschenk zu Weihnachten bekomme, werde ich wahrscheinlich noch Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung kaufen und spielen. 9 Spiele bis Februar – 10 mit Hyrule Warriors wenn es was wird. klingt solide.
Aber wenn man weiß, dass noch über 230 Games offen sind, relativiert sich das schnell. Und Nioh 3 werde ich auch nicht in zwei Tagen durchzocken. 😅 Aber es ist ein Anfang und für danach lässt sich ein neuer Fahrplan erstellen. Der Excel Liste sei dank.
Kann man den Pile of Shame überhaupt besiegen?
Kurze Antwort: Nein – zumindest nicht in meinem Fall.
Realistisch betrachtet müsste ich jedes Jahr rund 50 Spiele durchspielen und fast gar nichts Neues kaufen. Das ist einfach nicht machbar – schon gar nicht mit Arbeit, Familie und allem drumherum. und dann stehen nach 4 Jahren Games ballern und ballern immernoch rund 40 offene Spiele vor der Brust ... Aber weißt du was? Das ist gar nicht schlimm.
Ich lasse mir den Spaß an Games dadurch nicht nehmen. Ich rushe jetzt nicht durch die Games durch oder erzwinge etwas auf Teufel komm raus. Oder breche gar Spiele ab nur um den Pile of Shame zu reduzieren. Für mich ist der Pile of Shame kein Fluch – er ist einfach ein Teil meines Gamer-Lebens geworden. Und vielleicht, mit etwas Glück, schaffe ich es ja doch. Ich habe zwar jetzt noch keinen Plan wie aber wer weiß was die Zukunft bringt. 😅
Wie sieht’s bei euch aus?
Habt ihr auch einen Pile of Shame, der euch manchmal überfordert?
Oder seid ihr diszipliniert und arbeitet fleißig ab?
Schreibt’s in die Kommentare – ich bin echt gespannt, wie ihr damit umgeht.
Einen Blog droppe ich noch Ende des Jahres – da geht’s um mein persönliches Gamingjahr 2025. Seid gespannt!
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