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  3. Switch 2 - Familie, Kinder, Chaos und Gaming

Gaming aus Sicht von Kinderaugen

  • Miriam-Nikita
  • 23. November 2025 um 12:31
  • 638 Mal gelesen
  • 10 Kommentare

Gaming aus Sicht von Kinderaugen: Eine verloren gegangene Fähigkeit?

Mit 35 Jahren, habe ich schon viele Videospielwelten gesehen, epische Schlachten gewonnen, emotionale Momente erlebt, mir die Zähne an Bossen zerbissen. Aber nicht nur das, sondern man verändert auch ganz automatisch seinen Blick auf Videospiele - ein natürlicher Prozess.

Aber fangen wir von vorne an. Erinnert ihr euch an euren ersten Videospiele? Keine 4K Grafik, kein FPS zählen, sondern einfache Pixelspiele wie Tetris, Mario Bros. , etc.


Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

(Tetris besticht durch sein simples Spielprinzip, dennoch haben damit viele Menschen unzählige Stunden Spielspaß erlebt.)

Und dennoch - oder gerade deshalb - war es ein Erlebnis des Staunens, des Lernens, der Überwältigung. Spiele waren neu, standen für sich. Spiele wurden immer wieder durchgespielt einfach des Spieles wegen. Wenn ich nur daran denke wie oft ich zum Beispiel Zelda: A Link to the Past durchgespielt habe, oder Pokémon neu gestartet habe, ohne das der Spielspaß leiden musste.

Als Erwachsene hat sich diese Betrachtung in den meisten Fällen verändert. Effizienz, Perfektion und der Wert des Spiels sind Schlagwörter mit denen man sich auseinandersetzen muss. Wie oft lesen wir hier im Forum von einem bestimmten monetären Wert, der ein User nennt und höchstens bereit ist zu bezahlen. Spielzeit wird in Relation zum Preis gesehen, es spielt eine Rolle ob ein Spiel ein großes Budget hat.

Aber auch während dem Spielen bewerten wir Grafik, suchen nach dem schnellsten Weg durch das Spiel, versuchen unser Zeitmanagement zu optimieren, um dann schneller an weiteren Games zu kommen.

Zur Idee dieses Artikels kam ich, als ich meinen Kindern beim Spielen von Donkey Kong Bananza zusah. Ich saß still auf der Couch und beobachtete ohne etwas zu sagen Spielgeschehen und Reaktion der Kinder. Was ich wahrgenommen habe, überraschte mich, obwohl es eigentlich vollkommen logisch ist - die Kinder feierten ganz andere Punkte am Spiel, als ich es getan habe.

Als Beispiel erfreuten sie sich am Aufladen des Schlages in der Kong-Bananza, am zertrümmern der Spielewelt, an der Gestik von DK. Bei Mario Kart World erfreuten sich die Kinder an der Open World, der Möglichkeit überall hinfahren zu können. Die Kritik von Erwachsenen, die Welt biete zu wenig, wird hier überhaupt nicht wahrgenommen.


(Eine lustige Bewegung, ein cooles Kostüm. Kinder haben ganz andere Prioritäten)

Kinder sehen Spiele also anders. Sie kümmern sich weniger um Bugs, Texturen oder unoptimierte Ladezeiten. Für Kinder ist das Videospiel bereits eine riesige Welt voller Möglichkeiten. Sie sind experimentierfreudiger und sehen ihren persönlichen Wert des Games nicht in dessen Abschluss, sondern im Weg dahin. Was für Möglichkeiten gibt es, kann ich unsinnige Items kombinieren, was erwartet mich am Horizont? Dabei wiederholen Kinder spaßige Dinge immer wieder - warum auch nicht? Kinder erleben die Magie der Unvollkommenheit.

Währenddessen haben viele diese Fähigkeit - gedankenlose Freude beim Spielen - verloren, weil wir sie durch die Notwendigkeit der Optimierung ersetzt haben. Zeit ist ein wichtiger Faktor, gleichzeitig möchte man so viel wie möglich spielen - das kann durchaus stressen. Und so ist es nicht verwunderlich , wenn man bereits vor Spielbeginn schaut, welche ist die stärkste Klasse, wie komme ich möglich schnell weiter, anstatt einfach das auszuwählen, was einen interessiert. Manchmal verwandelt diese Herangehensweise das Spiel in eine Aufgabe.


Meist merken wir diese Veränderung nicht, da sie schleichend kommt und ein natürlicher Entwicklungsprozess - auch im Alltag - ist. Allerdings kann man sich das kindliche, unperfekte spielen, auch wieder aneignen.

Dazu benötigen wir mehr Akzeptanz gegenüber Videospielen , denn es ist auch mal okay, wenn ein Spiel nicht den höchsten Standards entspricht. Der Innere Kritiker ist nicht immer unser Freund, er macht auch viel kaputt.

Wir können weniger Spiele konsumieren und uns stattdessen die Zeit nehmen, die sich beim Spielen eines Games ergibt. Wir können uns weniger informieren und uns wieder mehr überraschen lassen. Unsere Meinung wird nicht durch andere geformt, sondern nur durch uns selbst.


Betrachten wir Videospiele weiterhin als Produkte, oder schaffen wir sie wieder als Spielplätze wahrzunehmen?

Meine These ist: Auf Spielplätzen haben wir nicht nur mehr Spaß, sondern auch mehr Auszeit vom Erwachsenenleben, welches - Überraschung - oft aus Effizienz und Optimierung besteht.

Deswegen: Wenn ihr die Möglichkeit habt, schaut doch einfach mal kommentarlos einem Kind beim Gamen zu - und wer weiß, vielleicht spielt ja der ein oder andere Leser auch mal wieder etwas unvernünftiger.

Bilder

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Kommentare 10

SlamDunker
8. Dezember 2025 um 19:16

Wunderbar beobachtet und ebenso wunderbar geschrieben, großartig!

DarkLord
5. Dezember 2025 um 11:57

Danke dir für den Blogartikel, ich versuche bei dem Thema Gaming immer noch mit einer Kindlichen Sicht ran zu gehen. Gaming soll Spaß machen, keine Arbeit bereiten und auch keinen Stress verursachen. Denn es ist dafür da uns aus unseren täglichen Stress zu befreien und in eine andere Welt abzuholen. Natürlich ist es schön sich an das Kindliche zurück zu erinnern.

Super_Bizarrio_64
26. November 2025 um 08:40

Sooooo schön! ;(

Du bestätigst mein Denken in vielerlei Hinsicht.

Wenn ich daran denke, über was in Foren und unter News gestritten wird. Über was die Leute sich Gedanken machen, in Sachen Games. Wie teilweise das Thema Gaming sogar politisiert wird. Sogar heftige Debatten über irgendwelche Agenden beobachtete ich in den vergangenen Wochen und Monate. Dabei müssen wir uns doch nur darauf zurückbesinnen, was Gaming für uns einst bedeutete.
Aber sehen das heutige Generationen genauso? Die Welt hat sich verändert. Wie auch die Art der Medien und der Konsum...

Wie auch immer...
Umso wichtiger war es für mich, jetzt wo meine Tochter in das passende Alter kam, dass auch ich mir meine alte, kindliche Perspektive zurückhole. Daher meine Rückkehr zu Nintendo dieses Weihnachten mit einer Switch2, nach über 20 Jahren PlayStation und AAA-Wahn. Daher mein Vorhaben, meiner Kleinen zu zeigen wie ich in ihrem Alter Gaming entdeckte und das die selben Werte dort, noch heute Bestand haben.
Guuuut... ein wenig Eigennutz ist auch dabei. Als ich den neuen Nintendo bestellte, war das schon irgendwie ein Gefühl von Nachhause kommen. Klingt sicher total pathetisch... sry :D


Jedenfalls danke für diesen schönen Text! Hat spaß gemacht zu lesen.

Miriam-Nikita
26. November 2025 um 14:13
Autor

Die Welt hat sich verändert, das stimmt. Aber trotzdem können wir in unserem Umfeld Entscheidungen treffen. Zum Beispiel welche Medien und wie viel Zeit bekommen unsere Kinder.

Zeigen wir in manchen Situationen mehr Verständnis und reagieren empathischer als unsere Eltern? Zum Beispiel: Konsole ausmachen. Kind sagt: ich bin möchte noch kurz schauen wie die neue Welt aussieht.

Was hindert mich daran gemeinsam mit dem Kind reinzuschauen, ein paar Worte zu wechseln und dann gemeinsam auszumachen? Das dauert höchstens 5min.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß zusammen :)

Felensis
24. November 2025 um 10:54

Ein wundervoller Beitrag, ganz im Ernst.

Als Papa von zwei Töchtern mit 7 und 9 Jahren kann ich das bestätigen. Doch nicht nur meine Kinder haben meinen eigenen Blick und meinen Umgang mit Gaming wieder gerade gerückt, auch ich selbst habe ganz natürlich meinen Teil dazu beigetragen. Das Internet allgemein, Social Media, Gaming Foren und auch die werbegetriebene "Fachpresse" haben schon früh dazu beigetragen, dass ich mich vom Diskurs (lies: Ungefragte geistige Ergüsse von Randoms) über Gaming abgewendet habe.

Die Meinungsextreme online sind einfach nur noch ermüdend, egal ob maximaler Hate oder Hype. Das beeinflusst massiv, jedenfalls erging es mir oft so. Habe mich auf der Welle mittragen lassen, egal ob negativ oder positiv. Frames gezählt und jeden Mäusefurz kritisiert. Das habe ich jedoch früh in der Selbstreflektion erkannt und mich sukzessive davon verabschiedet.

Und so starte ich heute ein Spiel einfach nur des Spaßes wegen, kaufe mir Games basierend auf meinen ganz eigenen Eindrücken, dem Bauchgefühl und meiner Meinung, statt mich online beeinflussen zu lassen.

Seither sehe ich das Ganze viel entspannter, stresse mich nicht mehr und genieße es einfach. So z.B. derzeit (wieder) mit BOTW auf der Switch 2, beflügelt durch meine Tochter, welche es das erste mal parallel auf der Switch 1 spielt. Experimentierfreude, Spaß, Entdeckerdrang, täglicher Austausch, ganz unbeschwert von externen Faktoren.

Das tut einfach nur gut und bringt mir einen großen Teil der Freude am Hobby wieder zurück :love:

Miriam-Nikita
24. November 2025 um 13:30
Autor

Danke für dein Feedback.

Vielleicht ist es bald Zeit meinem großen auch mal die ersten Schritte in Hyrule machen zulassen. Klingt eigentlich nach einem tollen Projekt.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß und viele magische Momente

otakon
24. November 2025 um 07:19

Sehr schön geschrieben <3

Mir ist das hier im Forum schon sehr oft aufgefallen, viele haben einen anderen Blick auf Spiele und das ist auch okay aber es kann auch viel kaputt machen - statt sich einfach auf ein Spiel einzulassen wird sich da an Kleinigkeiten aufgehangen.

Mit kleineren Bugs und Grafik hab ich (grösstenteils) überhaupt keine Probleme aber das durchhetzen weil ja schon das nächste Spiel wartet kenn ich auch... es gibt einfach so viel was ich spielen will das ich teils nicht soviel Zeit in ein Spiel stecken kann/will wie ich eigentlich (doch) möchte.

Manchmal ist es gut sich auf das zu Besinnen was man gerade tut und nicht auf ein "was wäre wenn" oder "ich muss doch noch" zu hören.

Miriam-Nikita
24. November 2025 um 13:34
Autor

Manchmal ist es schwierig auf das neuste Game zu verzichten. Ich habe nun bewusst entschieden Metroid Prime 4 nicht zu Release zu kaufen, sondern wünsche es mir auf Weihnachten.


So habe ich mehr Zeit für Hyrule Warriors & Kirby Airriders und nebenbei ein tolles Weihnachtsgeschenk :)


Und viele Third-Party Games haben dann leider das Pech nicht gekauft zu werden. Aber so habe ich natürlich auch keinen Pile of Shame ;)

Danke für deinen Beitrag

LegendaryFabii
24. November 2025 um 01:51

Sehr, sehr gute Blogidee, weil gerade auch viele Erwachsene gar nicht mehr auf dem Schirm haben, wie die magische Zeit als Kind, in der man alles noch mit ganz anderen, funkelnden Augen verfolgt hat.

Ich spüre es an mir selbst gerne mal, dass ich viel zu sprunghaft bin bei neuen Spielen oder manchmal auch Spiele liegen gelassen habe, weil mir eine Mechanik nicht gefallen hat. Wir müssen definitiv wieder mehr anfangen, Spiele zu spielen und nicht zu studieren oder direkt zu kritisieren.

Grafik ist nicht alles, Bugs/Glitches können Spaß bereiten, mehr miteinander als gegeneinander spielen. Videospiele sind so ein geiles Hobby, warum also nicht das innere Kind häufiger wieder spielen lassen?

MichaRaidon
23. November 2025 um 13:49

Tolle Blogidee auf die ich nicht gekommen wäre ... Habe selbst ein Kind, aber wenn ich ein Blog dazu schreiben würde wäre es eher:

Wie ich als Papa versuche mehr Zeit fürs Zocken zu gewinnen oder so ähnlich :D

Muss da auch zustimmen, dass "Kritiker" oder Erwachsene Spieler viel zu schnell zu "Kritik" neigen die ziemlich lasch ist. Der Blog ist ein guter Denkanstoß, weil eigentlich sind wir ja die Kinder, wenn wieder die Kritik kommt:

- Kirby Air Riders Steuerung ist ja voll Doof

- Open World von Mario Kart World langweilig

- Donkey Kong Bananza ist ja nur die Welt zerkloppen

Kinder sind uns eigentlich meilenweit voraus :D

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