
Hallo und herzlich willkommen zu meinem letzten Blog im Jahr 2025 – und zu meinem ganz persönlichen Gamingjahr 2025.
Für viele war 2025 aus Gamersicht ein besonderes Jahr. Ein Ausnahmejahr.
Ein Jahr voller Banger, voller Releases, voller Momente, über die man eigentlich nur schwärmen müsste. Clair Obscur: Expedition 33, Split Fiction, Monster Hunter Wilds, DOOM: The Dark Ages, Borderlands 4, Battlefield 6, Kingdom Come: Deliverance 2, Death Stranding 2, Assassin’s Creed Shadows, Ghost of Yōtei, Hades 2, Dispatch und Hollow Knight: Silksong. Viele weitere habe ich nicht aufgezählt.
Dazu hat auch Nintendo mit Donkey Kong Bananza sowie Metroid Prime 4: Beyond zwei echte Highlights geliefert.
Ein überragendes Jahr für unser Hobby.
Und ich weiß: Viele von euch werden genau das gehabt haben – ein Gamingjahr, das in Erinnerung bleibt. Für mich war 2025 aber das schwerste und traurigste Jahr meines Lebens. Denn während Gaming jeden Monat einen neuen Banger bekam, ist mein eigenes Leben komplett aus den Fugen geraten.
Nach 77 Tagen im Krankenhaus hat mein Papa es nicht mehr geschafft. Die wichtigste Person in meinem Leben war plötzlich nicht mehr da. Die einzige echte Stütze. Von einem Moment auf den anderen war alles anders. Ab diesem Punkt ging es für mich nicht mehr um Games. Es ging um Verantwortung. Um Organisation. Um Überleben im Alltag.
Ich habe Dinge erledigt, von denen man hofft, sie nie erledigen zu müssen: die Trauerfeier organisieren, alles mit dem Bestatter klären, Verträge kündigen, Erbe regeln, unzählige Telefonate und Schriftwechsel mit Versicherungen, Banken, dem Nachlassgericht und dem Sozialamt führen. Vor allem aber: meine Familie unterstützen – insbesondere meine Mama.
Und bei all der Trauer und den vielen offenen Fragen bleibt eines besonders hängen: Enttäuschung. Über Deutschland. Über das System. Über das Unverständnis. In den schlimmsten Momenten des Lebens wird man nicht aufgefangen – man wird zusätzlich belastet. Das habe ich in diesem Jahr gelernt.
Und genau deshalb ist dieses Gamingjahr für mich ein anderes geworden. Ich habe außerhalb von Nintendo nur Split Fiction gespielt – obwohl ich Fan von Reihen wie DOOM, Assassin’s Creed oder Monster Hunter bin.
Nicht, weil mich Games nicht mehr interessieren. Sondern weil es Phasen im Leben gibt, in denen selbst das größte Hobby plötzlich nebensächlich wird. Dieser Blog ist kein Ranking. Kein „Top 10 meiner Lieblingsspiele des Jahres“.
Sondern ein Rückblick darauf, wie Gaming aussieht, wenn das Leben von heute auf morgen dazwischenfunkt.
Teil 1: Wo noch alles normal war ... (Januar – März)
Bis Mitte März war alles okay. Ich zu Beginn des Jahres sofort meine angefangenen Games aus dem Vorjahr beendet: Indiana Jones und der Große Kreis und Mario & Luigi: Brothership. Bevor der GamePass ausläuft, wollte ich noch Senua's Sacrifice: Hellblade 2 mitnehmen, was ich auch tat, und inzwischen trudelte auch meine Nintendo-Bestellung ein: Donkey Kong Country Returns HD. Alle vier Spiele großartig, wobei die Klempner allerdings ein wenig abfallen, weil das Spiel sich schon arg in die Länge zieht.
Danach habe ich mich endlich meinem Pile of Shame gewidmet: Cocoon und The Quarry begonnen und durchgespielt. Anschließend startete ich noch SAND LAND und Der Kühne Knappe. Und dann, völlig unerwartet, passierte es: Ende März kam mein Papa ins Krankenhaus.
Teil 2: Wichtigeres als Gaming (bis September)
Von da an war ich jeden Tag im Krankenhaus. Meine Gedanken waren völlig woanders. Selbst die Vorstellung der Nintendo Switch 2 und der Release-Games am 02.04. wirkte nebensächlich – obwohl ich mich natürlich trotzdem darauf freute. Es ist schließlich Nintendo und die Switch meine Lieblingskonsole.
Bei SAND LAND und Der Kühne Knappe habe ich hin und wieder reingeschaut, gegen Ende Mai waren beide durchgespielt. Also dachte ich mir: „Komm, zwei Games vor der Switch 2 gehen noch.“ Ich schnappte mir Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre und NBA 2K Playground vom Pile of Shame. Schnell durch, dachte ich – und zum Teil stimmte das auch. NBA 2K Playground? Ein reines Multiplayer-Spiel ohne tiefen Singleplayer-Story-Content. Nach einer Regular Season und verlorenen Playoffs war für mich klar: Das Ding kann ich abhaken - Ist Durchgezockt. Katrielle hingegen zog sich etwas hin.
Dann, am 19.06.2025, hatte mein Papa es schließlich nicht geschafft. Nach Auf und Abs, eigentlich auf dem Weg der Besserung, kam der Schock. Bis heute ist noch nicht alles erledigt, und die Trauer sitzt tief. Erst im September kehrte langsam etwas Ruhe ein. Ich wagte es wieder, ein wenig zu zocken – die Switch 2 die ich Day One kaufte, blieb bis dahin unberührt ...
Teil 3: Zurück zu Gaming (aber nicht mehr wie früher)
So spielte ich Katrielle irgendwie zu Ende und bekam nebenbei mit, dass wieder eine Grand Challenge in Pokémon Karmesin/Purpur anstand. Also schnell ein Team zusammengestellt und rein in den ersten Kampf. Lief sogar ganz gut – 3:0 gegangen. Trotzdem verlor ich die Lust schnell wieder, weil ich bei Elfun und Briluradon jeweils Wesen und Fähigkeit verkackt hatte. Aber es war schön zu sehen das meine Idee eigentlich nice war. Muss ich für Pokemon Champions im Hinterkopf behalten ...
Und genau in diesem Zeitraum konnte man sich Donnersichel per Titan-Raid sichern – ebenso die anderen Paradox-Pokémon die ich von Karmesin nicht mit einer eigenen ID habe. Da kam sie langsam wieder zurück: die Lust. Vor allem, weiter an meinem Living Dex zu arbeiten trug dazu bei. Vor den Raids fehlten mir noch 53 Pokémon. Ich bin gespannt, wie mein Living Dex nächstes Jahr aussieht, wenn Sie hoffentlich Anfang 2026, endlich die Verbindung von Pokémon Home zu Legenden Z-A freischalten …
Und dann war es schließlich so weit: Am 07.10. startete ich meine erste Switch 2 Session. Mit Donkey Kong Bananza. Yeah.
Überragendes Game. Keine Ahnung, wer dieses Brett als reine Zerstörungsorgie abstempelt. Das Spiel bietet so viel mehr abseits davon und ist einfach genial.
Kurz darauf kam auch Pokémon Legenden Z-A dran – ich hab mich für die Switch 2 Version entschieden. Ich bin großer Pokémon-Fan, daher sind die Hauptspiele für mich Pflicht. Auch wenn ich ehrlich sagen muss: Z-A ist für mich der schwächste Teil der Reihe.
Einen kleinen Geistesblitz hatte ich obendrein noch: Anthem. Das Ding wird doch bald abgeschaltet, oder? Gespielt habe ich es noch nicht. Also schnell den GamePass geholt und losgelegt. Dachte ich zumindest.
Denn ich merkte schnell: Es ist nicht mehr wie früher. Immer kommt irgendetwas dazwischen. Irgendwas muss erledigt werden, irgendwas wartet. Ich hoffe, dass da bald wieder etwas mehr Ruhe einkehrt.
Nach der Arbeit + die Erledigungen, da bin ich oft einfach zu geschwächt und es herrscht Lustlosigkeit ein Game weiterzuspielen. Da ist ein Netflix-Abend für mich oftmals angenehmer. Auch wenn ich da hin und wieder mal wegknacke 😅.
Zwei große Dinger habe ich mir gegen Ende des Jahres aber nicht mehr nehmen lassen. Split Fiction und Metroid Prime 4: Beyond! Split Fiction weil ich mich mal wieder mit meinem besten Kumpel getroffen hab und wir wieder Bock auf saftige Koop Action hatten. Und Metroid Prime 4 weil Metroid Prime 😅 Gibt da nicht mehr zu zu sagen. Ist für mich die beste Trilogie mit Mass Effect, die je veröffentlicht wurde. Da bin ich natürlich sofort dabei.
Und damit ist mein Spielejahr 2025 abgeschlossen. Die letzten genannten Spiele bin ich aktuell noch dran – bewertet habe ich diese schon auch wenn der Fortschritt noch nicht weit genug ist. So kann sich an der Top 3 noch was ändern. Werde ich dann zu einem späteren Zeitpunkt updaten. Aber zurück zum eigentlich Kern meines Gamingjahres wo wie ich finde deutlich wird: Gaming ist noch da, Spaß ist zurück – aber es fühlt sich anders an als früher. Bewusster, ruhiger, reflektierter. Und genau das passt gerade zu mir.
Das ist mein GotY + alle gezockten Games 2025 im Ranking
Der wohl interessanteste Teil: Welches Game ist nun mein GotY? Aber wie man dem Text oben entnehmen kann, habe ich 2025 nur vier Spiele aus diesem Jahr gezockt. Entsprechend kurz fällt diese Liste aus und wie bereits beschrieben, verändert sich die Top 3 nochmal reiche ich dies per Update nach:
GotY 2025 – Ranking:
Platz 1: Donkey Kong Bananza – 9/10 (Noch nicht durch - Aktuell bei der Kristallschicht)
Platz 2: Split Fiction – 9/10 (Noch nicht durch - aktuell Chapter 3)
Platz 3: Metroid Prime 4: Beyond – 9/10 (Noch nicht durch - Aktuell bei der Voltschmiede)
Platz 4: Pokémon Legenden Z-A – 7/10 (Post Game)
Und hier alle Games, die ich 2025 gezockt habe, im Gesamtranking:
Platz 1: Donkey Kong Bananza – 9/10
Platz 2: Split Fiction – 9/10
Platz 3: Metroid Prime 4: Beyond – 9/10
Platz 4: Indiana Jones und der Große Kreis – 9/10
Platz 5: Cocoon – 8,5/10
Platz 6: Senua’s Sacrifice: Hellblade 2 – 8,5/10
Platz 7: Donkey Kong Country Returns HD – 8/10
Platz 8: Der Kühne Knappe – 8/10
Platz 9: SAND LAND – 7,5/10
Platz 10: Pokémon Legenden Z-A – 7/10
Platz 11: Mario & Luigi: Brothership – 7/10
Platz 12: Anthem – 6/10 (Bin irgendwo in der Mitte der Story wo man Grinden muss, denke an der Wertung ändert sich aber nichts)
Platz 13: Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre – 6/10
Platz 14: The Quarry – 6/10
Platz 15: NBA 2K Playground – 6/10
Damit endet mein Gamingjahr 2025. Ich hoffe, mein Einblick war nachvollziehbar und verständlich. Wenn das Leben wieder mehr zulässt, werde ich auch wieder mehr zum Zocken kommen.
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr – wir lesen uns schon bald wieder. Für Anfang des Jahres habe ich etwas Nices vorbereitet ... Und wenn euer Gamingjahr ebenfalls etwas „anders“ war, lasst es mich gerne wissen. Das interessiert mich wirklich.
Bis dahin 👊
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