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  3. Switch 2 - Familie, Kinder, Chaos und Gaming

Vergleichen wir uns Videospiele kaputt?

  • Miriam-Nikita
  • 29. Dezember 2025 um 01:45
  • 743 Mal gelesen
  • 8 Kommentare

Mein letzter Artikel Gaming aus Sicht von Kinderaugen kam offensichtlich sehr gut an, was mich natürlich motiviert auch weiterhin spannende Beiträge zu schreiben. Vielen Dank nochmals für eure tollen Kommentare und Reaktionen.

Heute geht es allerdings um ein Thema, welches mir bei den Gameawards omnipräsent war: Vergleiche.

Vergleiche gehören heute zu Videospielen wie Controller und Konsole. Kaum erscheint ein neuer Titel, wird er nicht nur gespielt, sondern sofort gemessen: an Vorgängern, an Konkurrenten, an Metacritic-Scores, an Verkaufszahlen, an Hypes, an anderen Games. Die Frage ist nur: Tut uns das eigentlich gut – oder vergleichen wir uns Videospiele kaputt?

Der Vergleich als natürlicher Reflex

Vergleichen ist erst einmal nichts Schlechtes. Menschen vergleichen ständig. Es hilft uns, Entscheidungen zu treffen:

Welches Spiel kaufe ich mir? Lohnt sich der Vollpreis für mich? Passt das Spiel zu meinem Geschmack?

Gerade bei einem Medium, das Zeit und Geld kostet, ist Orientierung wichtig. Reviews, Tests und Vergleiche können wertvoll sein.

Aber was wenn diese Vergleiche uns irgendwann nicht mehr helfen, sondern zum eigentlichen Problem werden?
Das Problem beginnt dort, wo Vergleiche dominieren und Spiele nicht mehr für sich selbst stehen können.

Wenn Spiele nicht mehr für sich stehen dürfen

Viele Spiele bekommen heute kaum noch die Chance, für sich selbst zu existieren. Stattdessen werden sie fast ausschließlich im Kontext betrachtet:

„Nicht so gut wie der Vorgänger“

„Kein Zelda, kein Elden Ring“

„Kopiert nur Spiel XY“

„Reizt die Konsole nicht aus“

Die Beispielliste könnte natürlich auch länger sein, soll aber nur als Einleitung zu folgendem Punkt dienen:
Ein neues Spiel wird nicht gefragt: Was will es sein? Sondern: Warum ist es nicht wie etwas anderes?


(Donkey Kong Bananzas Eigenständigkeit im Gameplay wird nicht von allen positiv aufgenommen)


Das führt dazu, dass Eigenständigkeit oft als Schwäche wahrgenommen wird. Kleine Experimente, ungewöhnliche Mechaniken oder bewusst reduzierte Konzepte werden zu hitzigen Diskussionen führen, was bis zu Shitstorms und Reviewbombing führen kann.
Spiele werden plötzlich für das, was sie nicht sind gerichtet und beurteilt.


(Mario Kart World löste hitzige Debatten aus)

Apropos beurteilt:

Zahlen, Scores und Rankings – die neue Wahrheit?

Ein weiterer Faktor ist die Fixierung auf Zahlen. Wertungen, Durchschnittsscores, Rankings und „Best of“-Listen prägen unsere Wahrnehmung massiv. Ein Spiel mit 78 % gilt schnell als „mittelmäßig“, obwohl es für viele Spieler ein persönliches Highlight sein könnte.

Dabei suggerieren Zahlen Objektivität, wo eigentlich subjektive Erfahrung steht. Spaß, Atmosphäre, Immersion oder emotionale Wirkung lassen sich kaum fair vergleichen – und doch versuchen wir es ständig. Das führt uns zu folgendem Ergebnis:

Wir reden weniger darüber, was ein Spiel mit uns macht, und mehr darüber, wo es im Vergleich steht.

Wenn Vergleiche überhandnehmen, verlieren wir etwas Wesentliches, die Neugier. Wir spielen nicht mehr, um zu entdecken, sondern um zu bewerten. Wir suchen nicht mehr nach Erlebnissen, sondern nach Argumenten. Wir genießen weniger – und urteilen mehr.

Die wichtigste Frage ist dann nicht mehr: „Hat es mir Spaß gemacht?“ Sondern: „Ist es objektiv gut genug?“

(Pokémon Legenden Z-A macht mir eine Menge Spaß)

Vielleicht brauchen wir einen bewussteren Umgang mit Vergleichen. Weniger „Spiel XY ist besser oder schlechter“, sondern mehr „Spiel XY ist anders / schlägt einen anderen Weg ein“. Weniger Ranglisten, mehr persönliche Eindrücke. (Shoutout an Murmeltier mit deiner tollen Blogreihe über deine Eindrücke)

Persönliche Eindrücke und Fragen wie: „Was macht dieses Spiel besonders?“, oder „Für welche Zielgruppe ist das Spiel gedacht?“, Oder „Welche Emotionen löst das Spiel bei mir selbst aus?“

Vergleiche können helfen – aber sie sollten nicht das Erlebnis ersetzen.

Videospiele sind Kunst, Unterhaltung, Technik und Emotion zugleich. Sie verdienen es, nicht nur gemessen, sondern erlebt zu werden. Wenn wir es schaffen, Vergleiche wieder als Werkzeug und nicht als Urteil zu nutzen, gewinnen am Ende alle – Spieler wie Entwickler.

Und manchmal ist das beste Urteil über ein Spiel kein Score, kein Ranking und kein Vergleich, sondern ein einfaches, klassisches: „Ich hatte eine gute Zeit.“

Und nun freue ich mich auf viele weitere tolle Kommentare der ntower- Community.

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Kommentare 8

Antiheld
8. Januar 2026 um 14:02

Auf der einen Seite liegen da an vielen Stellen auch wahre Dinge mit dabei.

Auf der anderen Seite gehe ich da so pauschal dann doch nicht mit. Man kann ja sehr wohl vergleichen und vergleichend diskutieren und dennoch eine individuelle Spielerfahrung haben.

Darüber hinaus ist es so, dass die Vergleiche auch schon gerechtfertigt sind. Denn es ist ja nicht so, als wären alle Spielmechaniken lediglich künstleriche Entscheidungen. Sprich, dass ein Spiel eines Genres die Spielmechanik anders hat als ein anderes, weil die Entwickler in ihrer Vision ne andere Entscheidung getroffen haben. Gewisse Dinge werden ja auch anders getroffen, weil man einfach aus rein ökonomischen Gesichtspunkten Entscheidungen trifft. Sprich man macht Sachen um einem Massengeschmack zu entsprechen oder verfeinert Gameplay-Mechaniken nicht, weil man das geld ins Finetuning nicht investieren möchte.

Und auch gibt es Gameplay-Mechaniken, die tatsächlich besser oder schlechter als andere sind. Und wenn ich zehn Point and Click Adventures gespielt habe und das elfte es schlechter macht als die anderen, dann stört das einen. Und wenn man die anderen nicht kennt, dann stört es einen nicht. Natürlich ist es dann der Vergleich, der die Erfahrung schlechter macht. Aber das ist ja immer so. Wenn ich guten Wein kenne, dann habe ich weniger Genuss bei schlechtem Wein. Wenn ich den nicht kenne, dann sind meine Ansprüche geringer. Aber deswegen würde ich meine Ansprüche ja auch nicht geringer gestalten.

Und genauso ist es auch in der Diskussion. Ich kann ein Pokémon-Spiel genießen und meinen Spaß mit dem haben, was es ist. Weil der Kern ja immer noch gut ist. Gleichzeitig ist es gut zu sagen, dass Pokémon nicht den Standards entspricht und offen und lautstark Kritik an Nintendo zu üben, weil eben mehr möglich wäre und sie das Potential nicht ausschöpfen.

DarkLord
1. Januar 2026 um 17:24

Ich habe noch nie etwas auf Metacritic und Co. gegeben, für mich war eher wichtig sprechen mich die Trailer an. Und wenn dies so war, sowie gut über das Game so im Allgemeinen gesprochen wird, dann gebe ich jedem Game eine faire Chance und entscheide dann selber ob der jeweilige Titel was für mich ist oder nicht. Somit bin ich jemand der durchaus ein gutes Querbeet an Games hat und auch immer wieder verschiedenen Genres eine Chance gibt. Denn nur so kann man später mal sagen, was für einen etwas ist oder eben nicht. Und selbst wenn ich mal einen Titel habe, wo ich weiß das Genre ist jetzt nicht meins; mich aber das Game anspricht, so gebe ich ihn dann doch mal eine Chance.

Murmeltier
29. Dezember 2025 um 21:03

Hallo Miriam, herzlichen Dank für den tollen Blogartikel und auch deinen Shoutout. Ich denke, dass es insgesamt einen achtsameren Umgang mit Videospielen fernab von einem schnellebigen Überkonsum braucht, um jedes Spiel für sich zu genießen. Dabei ist es dann auch egal, wenn man mal ein vielleicht objektiv besseres Spiel verpasst, wenn man einfach selbst eine tolle Zeit hatte, wie du schreibst. Liebe Grüße aus dem Murmeltierbau.

Miriam-Nikita
30. Dezember 2025 um 19:42
Autor

Da ist schon was dran :)

Ich versuche nun bewusst weniger zu kaufen und keinen „Pile of Shame“ mehr zu haben. Ehrlich gesagt geht es mir damit viel besser und ich genieße Spiele viel mehr, weil ich keinen Zeitdruck empfinde etwas fertig haben zu müssen.
Und dementsprechend komm ich auch gar nicht mehr in Versuchung alles zu vergleichen.

LG

Miriam

MichaRaidon
29. Dezember 2025 um 09:26

Wieder ein starker Blog von dir vielen Dank für deine Sichtweise die ziemlich nah an der heutigen sehr lauten und schnelllebigen Internetblase dran ist.

Inzwischen ist mir das egal. Die meisten sind für mich keine ernstzunehmenden Kritiker mehr und wenn ich bei Metroid Prime 4 absurde Kritikpunkte wie hane büchene Spielzeitstreckung oder todesnervige KI Begleiter lese weiß ich auch warum ich die nicht ernstnehmen kann.

Das größte Problem ist ja auch wie selbst sagst, dass die Leute keinen Spaß mehr haben wollen. Man sucht verzweifelnd einen Kritikpunkt auch wenn er an den Haaren herbeigezogen ist.

Mir aber machen Videospiele Spaß, kann Schwächen sehen, verständlich einordnen und weiß wie bei Legenden Z-A z.B. das da grafisch mehr möglich ist. Trotzdem habe ich Spaß mit Videospielen und werde ich immer haben, auch wenn ein Game "nur" eine 6 von 10 für mich ist.

Miriam-Nikita
30. Dezember 2025 um 19:51
Autor

So sehe ich das auch. Schlussendlich ist eine Bewertung heutzutage aber ja auch nichts anderes, als die Summe seiner Teilaspekte. Aber es gibt ebenso Games, die handwerklich sicherlich eine 9 oder 10 sind, aber bei denen der Spaß nicht so kickt. Spaß kann man aber nur sehr schwierig „sichtbar“ machen.

Aber schlussendlich ist es ja dann gar nicht mal so schwer. Weniger Gedanken und mehr Genuss :)

x0riente
29. Dezember 2025 um 07:02

Da legst du den Finger in eine gut gesalzene Wunde. Ich denke auch, dass nicht der Vergleich selbst das Problem ist: Die Betrachtung neuer Dinge in Relation zu Bekanntem ist unvermeidlich und hilft bei der Einordnung und Auswahl. Ich kann vermuten, dass mir etwas gefällt oder nicht gefällt, weil…


Die beiden Probleme dabei:


1. Man vermeidet Überraschungen, auch positive. Wenn etwas nicht dem entspricht, was man bisher als für sich „passend“ wahrgenommen hat, dann skippt man es vielleicht und bringt sich so um ein unerwartetes / wirklich schönes / neuartiges Erlebnis.

Deswegen sollte man mE mitunter einfach mal vorsätzlich aus der Komfortzone ausbrechen - sei es im Spiel, in der Kunst oder in der Musik. Einfach die Ausstellung für abstrakte Malerei besuchen, oder das japanische City Pop-Konzert, und vielleicht ein Spiel spielen, das man nicht auf dem Zettel hatte. Kunst ist ein vergleichsweise sicheres Spielfeld und es gibt nichts zu verlieren.


2. Noch viel größere Probleme machen Wertungen, die vorgeblich einen Vergleich in etwas Greifbares übersetzen. Wertungen existieren mE, weil die meisten Menschen keine Zeit und keine Lust für ein detailliertes Für-und-Wieder haben - sie wollen vor allem eine schnelle, zählbare Zusammenfassung, die ihnen sagt, welchen Unterhaltung(gegen)wert sie von einer Sache erwarten können. Dass dieser Wert im künstlerischen Bereich hochgradig subjektiv ist, fällt dabei unter den Tisch.

Insofern bin ich auch da bei dir: Bewertungen sind der zum Scheitern verurteilte Versuch, das nicht objektiv Betrachtbare (den „Wert“ von Kunst) in ein auf Zahlen und Wettbewerb versessenes Produkt- und Wertesystem zu zwängen. Und weil unser Denken leider auf Kategorien wie „besser“ und „schlechter“ konditioniert ist, nicht auf „anders“ und „muss ich mir mal in Ruhe anschauen“, klappt das auch ganz gut.


Man müsste einfach einen Monat im Jahr die Noten unter Reviews weglassen und ausschließlich die Beschreibungen der Autor*innen für sich sprechen lassen. Dann würden vielleicht ganz andere Spiele in den Vordergrund rücken.

Miriam-Nikita
31. Dezember 2025 um 09:30
Autor

Ich denke ich werde mir deinen Post als Beispiel für 2026 nehmen und mir das Ziel stecken, mindestens ein Spiel zu spielen, welches nicht in meiner Komfortzone liegt.

Im Grunde ist mir sowas schon mal passiert - während der Wii U Zeit. Dort hatte ich mich irgendwie sattgesehen an den typischen Nintendo Titeln und hab mich dann an die Xbox One getraut. Dort hab ich dann viele neue Erfahrungen machen können - unter anderem die Telltale Games - welche großartig waren. Aber auch Games wie Wolfenstein.

Deshalb denke ich, dass dieses ausbrechen ein toller Gedanke ist und bin gespannt, welches Spiel es 2026 wird.


Danke

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