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  3. MichaRaidon's Off Topic Zone

Review zu J. Cole's The Fall Off & wieso seine Musik mir so wichtig ist

  • MichaRaidon
  • 16. Februar 2026 um 13:00
  • 1.357 Mal gelesen
  • 2 Kommentare
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Disc 29
  2. Disc 39
  3. Mein Fazit zu The Fall Off und zu Cole selbst

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Blog von mir – einem, der mir persönlich viel bedeutet.


Ich weiß, dass Musik hier eher eine untergeordnete Rolle spielt und meist höchstens Videospiel-Soundtracks Beachtung finden. Aber ich bin mit Hip-Hop aufgewachsen und bis heute höre ich legendäre Alben wie The Marshall Mathers LP von Eminem oder Illmatic von Nas.
Auf J. Cole wurde ich vor etwa 13 Jahren aufmerksam, als ich sein Album Born Sinner hörte. Und zum ersten Mal seit langer Zeit war ich wieder richtig geflasht von US-Rap. Da war plötzlich wieder ein Rapper, der gerappt hat. Flow, Technik, Beats – das stand wieder im Vordergrund.
Mein persönliches Highlight auf Born Sinner ist der Track „N*ggaz Know“, auf dem Cole den legendären Part aus Biggies Notorious Thugs in seinem eigenen Stil rappt. Und er killt den Track. Man hört Biggies Einfluss – aber man hört trotzdem ganz klar: Das ist J. Cole.


Sowas ist im heutigen Hip-Hop leider fast egal geworden. Ob Trap, Drill oder Autotune – oft wirkt Hip-Hop nur noch wie ein Mantel, den man sich überwirft, um cool zu wirken. J. Cole hat diese Phasen auch mitgenommen, aber bei ihm hatte ich immer das Gefühl: Er will besser werden. Als Rapper. Nicht Größer als Marke.

Nach Born Sinner kam sein kommerziell erfolgreichstes Album: 2014 Forest Hills Drive. Ja, da waren zugänglichere Tracks drauf. Mehr Gesang, mehr Melodie. Aber anders als bei vielen anderen klang es nie billig oder künstlich. Es hatte etwas Echtes, fast schon etwas Magisches.
„Love Yourz“ ist mein Favorit auf dem Album obwohl es kommerzieller kaum sein kann. Ich liebe diesen Track so sehr, dass ich ihn am liebsten auf der Trauerfeier meines Vaters gespielt lassen hätte, wenn es gegangen wäre.
Aber jeder weiß, wie schwierig Hip-Hop in solchen formellen Momenten gesehen wird.
Und dabei trägt dieser Song alles in sich: Aussage, Message, Gefühl.
„Love yourself. Auch in schweren Zeiten.“

Natürlich machte Cole danach weiter Musik – und wie.
Es folgten drei weitere starke Alben.
4 Your Eyez Only war radikal persönlich, fast schon unbequem zu hören.
KOD war gesellschaftskritisch, düster, thematisch schwer.
The Off-Season wiederum ist für mich technisch vielleicht sein stärkstes Album überhaupt.

Was ich an Cole besonders liebe, sind seine Referenzen. Zur Promophase von The Off-Season war er bei der Radioshow LA Leakers und rappte einen Freestyle auf die beiden Klassiker-Beats „93’ Till Infinity“ und „Still Tippin“. Darin droppt er auch eine Line mit Nintendo-Bezug:

Got dressed and peeped out the window
These lil’ n*ggas different, they don’t play Nintendo / They play with extendos*

Auch auf The Off-Season selbst finden sich weitere Bars mit Gaming-Referenzen:

I be stayin' out the way, but if the beef do come around
Could put a M right on your head, you Luigi brother now

Shit crazy, didn't know I got more M's than a real Slim Shady video
Big Boss, less Rick Ross, more like a wavy Hideo Kojima

Natürlich ist das nicht das, worauf Cole sich spezialisiert hat. Aber genau diese Art, wie er Competition, Message und Technik miteinander verknüpft und dabei immer HipHop bleibt, hat mich immer an ihm fasziniert.
Auf seinem Street-orientierten Projekt Might Delete Later – seinem einzigen Release seit Born Sinner, das „nur“ auf Platz 2 der Billboard Charts einstieg – gab es dann auch eine Reaktion auf Kendrick Lamar.
Ich war ehrlich gesagt einer der wenigen, der „7 Minute Drill“ eigentlich ziemlich stark fand. Cole bekam dafür aber viel Gegenwind.
Er entschuldigte sich später auf seinem Dreamville Festival und nahm den Track von allen Plattformen. Im Netz wurde natürlich sofort gehatet – wie immer. Ich respektiere diese Entscheidung, auch wenn ich mir gewünscht hätte er würde zu dem Track stehen.

Ein paar Wochen später droppte er dann „Port Antonio“, in dem er seine Sicht der Dinge erklärt. Ein Track, den ich persönlich sehr gerne höre, weil er mir wieder gezeigt hat, dass Cole real ist. Er steht zu seinen Worten – und er führt keinen künstlichen Beef, nur weil das Internet ihn sehen will.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum The Fall Off für mich so besonders ist.
Diese eine Frage, die seit Jahren im Raum steht:
Was hat J. Cole noch zu sagen? Gibt es vielleicht sogar eine Versöhnung mit Kendrick Lamar in Trackform? Ein Eminem-Feature?
Oder noch einmal ein Statement-Album, das alles zusammenführt? Das Bittere an The Fall Off: Es ist als Abschlussprojekt gedacht.
Ein letztes Album. Ein letztes Statement. Alles, was Cole noch zu sagen hat, in einem Werk. Das hat er selbst immer wieder betont.

Der Ursprung reicht zurück bis 2018:
Auf KOD war der letzte Track „1985 (The Intro to The Fall Off)“ – ein Outro, das mehr Impact hatte als viele komplette Alben. Bis heute einer meiner absoluten Lieblingssongs von ihm.

In den Jahren danach folgten immer wieder Andeutungen: In Interviews. In Dokus. In Lines. In Nebensätzen. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen – aber ein Reddit-User hat sich tatsächlich die Mühe gemacht, das alles zu sammeln:

https://deref-web.de/mail/client/WJ…Fs%2FtgwZt8I3Zt

Teilweise ist sogar von über 10 Jahren Entwicklungszeit die Rede.
Bei so einer langen Wartezeit könnte man meinen, dass dieses Projekt durch eine Art Entwicklungshölle ging aber ich wusste immer, wenn The Fall Off kommt dann schlägt es ein!
Und jetzt ist es da.
Am 06.02.2026 ist es offiziell erschienen. Zufall? Wohl kaum. :D Coles Heimat Fayetteville, North Carolina steht für die Ziffern 026 - alles andere als ein Release am 6. Februar hätte keinen Sinn ergeben :D (Im Englischen schreibt man bei einem Datum zuerst den Monat also für den 6 Februar 02.06.2026)
Die Frage bleibt also: Konnte The Fall Off den Erwartungen gerecht werden?
Ich bespreche im Folgenden beide Discs – und verrate nur so viel vorweg:

Ja. Es ist ein Meisterwerk. Für mich jetzt schon das Album of the Year. Warum die Discs Disc 29 und Disc 39 heißen?


Disc 29 spiegelt Coles Alter Ego mit 29 Jahren wider – hungrig, kompromisslos, voller Feuer.

Disc 39 steht für den Cole von heute: reifer, reflektierter, mit Weisheit und Erkenntnis.
Genau diese Gegensätze hört man auf dem Album.
Und genau deshalb fühlt sich The Fall Off so vollständig an. Aber genug der Worte – hier starte ich nun die Track-by-Track-Bewertung:

Disc 29

29 Intro

Keine Wertung – der Track geht nur 57 Sekunden und besteht fast ausschließlich aus Country-Sounds.

Aber die Schüsse am Ende sind ein klares Statement: Schluss mit Vorgeplänkel. Auf The Fall Off wird nicht gespielt.

Scheiß auf Country – jetzt geht’s straight up in die Fresse. Cole ist einfach Real :D

Two Six

War klar, dass der Representer-Fayetteville-Track auf The Fall Off kommt.

Ein roher, dreckiger Beat trifft auf einen modernen Cole, der straight up in die Fresse rappt. Dazu eine simple, aber geniale Hook, die sofort hängen bleibt.

Hier zeigt Cole von Beginn an: The Fall Off scheppert von Anfang bis Ende. Ein heftiger Start ins Album.

Bewertung: 11/10

SAFETY

Ein Storyteller mit der Energie eines Banger-Tracks? Schafft nur J. Cole.

Ein smoother Beat trifft auf einen hungrigen Cole, der direkt klarstellt: Hier wird nicht gespielt. Straight-up gerappt, Storytelling auf Endstufe – keine Kompromisse, keine Ablenkung.

Eine heftige Nummer und ein absolutes Highlight von The Fall Off.

Bewertung: 12/10

Run the Train (feat. Future)

Der Storyteller-Vibe aus Safety wird hier konsequent weitergeführt, diesmal aber deutlich deeper und nachdenklicher. Gesellschaftskritische Themen als Rap-Song funktionieren grundsätzlich immer – hier catcht es mich persönlich jedoch nicht komplett.

Future verzichtet zwar auf Autotune, bleibt für mich aber trotzdem kein Feature, das den Track aufwertet. Cole hingegen ist auch hier wieder on point und trägt den Song souverän.

Bewertung: 7/10

Poor Thang

Ein Track über Wahrnehmung, Druck und dieses Gefühl, unterschätzt oder bemitleidet zu werden. Cole bringt das extrem ehrlich rüber – zwischen Stolz, Unsicherheit und dem Bewusstsein, woher er kommt.

Besonders stark ist, wie er den Blick wieder auf sein Umfeld und seine Gegend lenkt. Er rappt nicht nur über sich, sondern über die Realität vieler, die von außen schnell abgestempelt werden.

Emotional, reflektiert und trotzdem straight gerappt.

Brett.

Bewertung: 10/10

Legacy

Legacy ist kein klassischer Banger, sondern ein Statement. Cole blickt nicht nur auf seine Karriere, sondern auf das, was er als Mensch hinterlässt. Erfolg vergeht – Charakter bleibt. Genau das macht diesen Track so stark. Dazu kommen mehrere Style- und Flow-Wechsel, die zeigen, wie facettenreich er rappt und wie bewusst dieser Song aufgebaut ist. Ebenfalls ein Wahnsinns-Ding.

Bewertung: 10/10

Bunce Road Blues (feat. Future & Tems)

Der Chill-Track von Disc 29. Bunce Road ist eine Straße in Coles Heimat Fayetteville – und genau dieses lokale, persönliche Gefühl hört man dem Song an. Cole gleitet locker über einen entspannten Beat und liefert wie gewohnt souverän ab.

Future und Tems bringen viel Sing-Sang rein, was dem Track seinen „Blues“-Vibe gibt. Für Hip-Hop-Heads der ersten Stunde vermutlich einer der schwächeren Tracks des Albums – für moderne Rap-Hörer dagegen ein echtes Highlight.

Ich persönlich gehöre eher zur ersten Kategorie, Autotune und zu viel Gesang sind nicht ganz mein Ding. Trotzdem bleibt Cole auch hier stark.

Bewertung: 8/10

WHO TF IZ U

Der nächste Banger auf The Fall Off. Und was für einer. Erst startet es mit einem Epic Beat und dann kommen Beat Wechsel. Cole haut zu Beginn ein Reimschema raus das man selten so hört. Ich persönlich hatte Eminem Vibes. Auch im zweiten Verse wo Cole das Stilmittel der gleichen Endung es aber immer eine andere Bedeutung hat ist ziemlich geil. Ein erwarteter Banger, der in der Promo Phase schon abzuhören war :D

Bewertung 11/10

Drum n Bass

Hier baut der Beat zusammen mit Cole eine deepe Stimmung auf, passend zum Thema „Wie gefährlich ist Erfolg“. Typisch Cole – der Rap sitzt, der Flow ist tight, die Message klar. Mir persönlich ist der Track etwas zu ruhig und deep, aber wer auf Inhalt und Reflexion steht, wird hier definitiv fündig.

Bewertung: 8/10

The Let Out

Der kommerziellste Song auf The Fall Off. Und ja ich weiß ich hab Cole immer gelobt, wegen seinem Rap und das er immer hungrig blieb. Jetzt aber hat er einen Sing Sang Track und ich feier es? Macht keinen Sinn und ich finde diesen Song auch nicht einer der stärksten des Albums. Aber ich war auf der Arbeit und hatte dann den ganzen Tag ein Ohrwurm:

"Oh will we survive the Let Out"

Da konnte ich mir selbst nichts mehr vormachen. Geiler Track und Coles Gesang ist btw auch crazy underrated.

Bewertung 9/10

Bombs in the Ville / Hit the Gas

Ein zweiteiliger Track, der sehr musikalisch und melancholisch startet. Persönlich mir zu ruhig – der Punch fehlt mir.

Ab 3 Minuten startet dann der Rap-Part, deutlich stärker und energischer. Besonders die letzte Zeile bleibt hängen:

"Life is a Film that cannot be rewound"

Der erste Part zieht sich für mich zu sehr in die Länge, weshalb der Track insgesamt etwas vom Album-Flow abfällt.

Bewertung: 7/10

Lonely at the Top (Bonus)

Bonus Track und Abschluss von Disc 29. Cole stellt sich die Frage, ob die Rapspitze wirklich glücklich macht. Sehr nachdenklich, aber für mich zu ruhig und ohne Punch. Wegen der ruhigen Atmosphäre für mich der schwächste Track von Disc 29.

Bewertung 7/10

Disc 39

39 Intro

Cole, hör auf man… ich kann das nicht mehr. Man denkt, da läuft ganz entspannt ein Beat, der nur auf Track 2 einstimmen soll. Dann kommt der erste Beatwechsel – und es passiert immer noch nicht alles. Und genau dann, beim nächsten Switch, zündet Cole die Bombe.

Was er danach raptechnisch abfeuert, ist einfach unnormal. Technik, Druck, Präsenz – das ist Endstufe. Ein absolutes Brett.

Einziger kleiner Haken: Die Einleitung bis zum finalen Beatwechsel zieht sich mit fast drei Minuten etwas. Der Aufbau ist stark, aber man braucht Geduld.

Bewertung: 10/10

The Fall-Off Is Inevitable

Die erste Single-Auskopplung von The Fall Off, die unter Disc 2, Track 2 den Hype explodieren ließ 😅

Der Beat ist nichts Wildes – und genau das ist Absicht. Er dient nur dazu, Coles Rap zu tragen. Und was er hier auspackt, ist wieder absolute Meisterklasse: vom rückwärts erzählten Lebenslauf bis hin zu gefühlten minutenlangen Reimketten.

Cole zeigt hier einmal mehr, dass er wie kaum ein anderer Storytelling und technische Präzision vereinen kann. Kein überproduzierter Track – sondern pure Rap-Demonstration.

Bewertung: 10/10

The Villest (Ft. Erykah Badu)

Der erste nachdenklichere Track auf Disc 39. Mir fehlt hier etwas die Energie, die ich von Cole sonst so feiere, aber technisch liefert er trotzdem stark ab. Besonders die Reimkette über mehrere Bars rund um das Wort „Hollow“ zeigt wieder, auf welchem Level er rappt.

Die Samples bzw. Referenzen an Mobb Deep und OutKast sind zudem eine schöne Hommage an die Hip-Hop-Kultur und geben dem Track zusätzlichen Tiefgang.

Bewertung: 8/10

Old Dog (Ft. Petey Pablo)

Was soll ich sagen?

90s Boom-Bap, straight up – Beat und Rap in die Fresse. Keine Spielereien, kein Schnickschnack. Cole rappt, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet.

Dazu holt er sich noch mit Petey Pablo eine echte Legende auf den Track – und ehrlich: Passender wäre nur noch 2Pac gewesen. Old Dog fühlt sich an wie ein Track, der auch in den 90ern funktioniert hätte, ohne fehl am Platz zu wirken.

Nach so einem Banger hab ich vom ganzen Kopfnicken fast Nackenschmerzen bekommen. 😅

Mein Lieblingssong auf The Fall Off. Ich hätte nicht gedacht, so etwas heutzutage noch von einem Künstler dieser Größe zu bekommen.

Bewertung: 12/10

Life Sentence

Dein Ernst, Cole? Ein nachdenkliches Liebeslied, das Treue als Versprechen – aber auch als Verantwortung – beschreibt. Und dann noch mit einem Tribut an DMX? Wie kommt man auf so eine Idee?

Obwohl es thematisch ein Liebeslied ist, ist es einer der chilligsten Tracks auf The Fall Off. Die Hook mit dem Verweis auf „How It’s Goin’ Down“ gibt dem Ganzen diese besondere Hip-Hop-Note.

Es sind genau diese kleinen Puzzleteile – Respekt vor Legenden, emotionale Ehrlichkeit, musikalische Details – die solche Songs unbeschreiblich machen.

Bewertung: 10/10

Only You (Ft. Burna Boy)

Der Autotune-Track von The Fall Off, der mit Burna Boy einen starken Feature-Gast enthält. Ich muss sagen: Wenn jemand Autotune kann, dann wahrscheinlich noch am ehesten Cole – aber ganz persönlich sagt mir dieser Style einfach nicht zu.

Deshalb will ich über den Track gar nicht herziehen. Er ist sauber produziert, atmosphärisch und für viele sicher ein Vibe. Für mich gehört er aber eher zu den schwächeren Momenten des Albums – einfach wegen Autotune.

Das gesprochene Outro in Form eines Gedichts von Eva L. Fontes ist dagegen ein rundes Detail am Ende und gibt dem Track nochmal eine poetische Note.

Bewertung: 7/10

Man Up Above

Ein weiterer Conscious-Track von Cole, auf dem er ruhig und souverän rappt und klarstellt: Erfolg ist kein Schutzschild – weder auf der Straße noch im Kopf. Diese selbstreflektierende Art macht den Song besonders.

Spätestens bei den Lines

Fuck Gucci, fuck Louis, fuck Chanel

Fuck Balenciaga, how we gon’ excel?

wird klar, aus welchem Holz Cole geschnitzt ist. Kein Marken-Flex, kein Statusdenken – sondern die Frage, was wirklich zählt und wie man als Community wächst.

Ein starker, nachdenklicher Track mit klarer Haltung.

Bewertung: 10/10

I Love Her Again

Cole ist ein Genie. Punkt.

Die Grundidee kennt man: ein Track über die große Liebe. Aber wer verpackt das so wie Cole – und münzt es gleichzeitig auf HipHop? Ich sag dir: niemand.

I Love Her Again funktioniert auf zwei Ebenen. Der Song ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an seine Partnerin und an die Kultur, die ihn groß gemacht hat. Genau diese Doppeldeutigkeit macht den Track so stark – und so typisch Cole.

Spätestens bei der Line:

“Now when it comes to love, jealousy will often creep / That type of games is why two of my homies started to beef”

merkt man, wie genial Cole dieses Thema doppeldeutig transportiert und dabei den Bezug zum aktuellen HipHop behält.

Der Track ist kein Gimmick, kein Spiel mit Worten – das ist echte Reflexion. Liebe, Ego, Neid und die Konsequenzen davon. Privat wie im Rap-Game. Schlichtweg meisterlich.

Bewertung: 12/10

What If (Ft. Morray)

Ich kann mir nur wiederholen. Cole ist ein Genie. Das das Thema "Entschuldigung" von Cole aufgegriffen wird war für viele bestimmt Erwartbar aber ich habe damit nach Port Antonio nicht mehr gerechnet. Aber was Cole daraus macht und dazu noch den legendärsten Beef der HipHop Geschichte aufgreift ist phenömenal. Noch kranker ist dabei, das er sich aus Biggies und Pacs Sicht "entschuldigt". Wie er das tut? Er imitiert nicht deren Stimmen, er nimmt deren Style und trifft es nahezu perfekt. Die Message dahinter ist klar und trifft auf Cole selbst ebenfalls zu. Entschuldigen ist keine Schwäche sondern Stärke und was wäre möglich gewesen hätten Pac und Biggie dies getan? Genau deswegen ist dieser Track so wertvoll und ebenfalls ein absolutes Meisterstück. Es gibt sogar schon KI Versionen mit Pac und Biggies echten Stimmen auf Youtube ...

Bewertung 12/10

Quik Stop

Cole du machst mich fertig. Bring doch nicht wieder son Storyteller Monster. Du triffst einen Fan der ein Drogendealer ist und deine Mukke feiert? Hör auf man, ist alles zu viel für mich. Aber gibt einen Haken, der Beat: der nur fürs betonen des Textes da. Der Track lebt von den Lyrics, der Energie und der Atmosphäre die Cole erzeugt. Brett. Einzig das warten von über 40 Sekunden bis der Track losgeht nervt.

Bewertung 9/10

and the Whole World is the Ville

Der letzte Representer auf The Fall Off. Ich feier den Track. Smoother Beat und ebenso gerappt von Cole. Und wenn man mit den Buchstaben eines Wortes spielt und dann noch in der Hook werde ich immer ein Grinsen im Gesicht haben.

Denn es ist:

The Ville the m*therf*cking Ville F-A-YE-T-TE-VI -Double L-E

Spitten auf einem grandiosen Level.

Bewertung 9/10

Ocean Way (Bonus)

Der letzte Track der 39-Disc – und mit 2:35 Minuten auch ein sehr kurzer. Es ist ein klassischer Abschlusstrack: melancholischer Beat, Cole singt mehr als dass er rappt und lässt das Album ruhig ausklingen.

Für mich persönlich hätte es diesen Track nicht unbedingt gebraucht, eine Bewertung spare ich mir hierfür auch. Denn hier fehlt mir nochmal ein letzter großer Rap-Moment.

Im Kontext des Doppel-Disc-Konzepts von The Fall Off wirkt es aber runder und stimmiger, das muss ich zugeben. Als emotionaler Schlusspunkt funktioniert es – auch wenn er mich nicht komplett abholt.

Mein Fazit zu The Fall Off und zu Cole selbst

Das war meine Track-by-Track-Review zu The Fall Off.

Ein Ranking der Tracks spare ich mir – bei diesem geilen Album ist es schlicht nicht nötig. Trotz ein paar Titel, die für mich nicht ganz zünden, ist The Fall Off ein weiteres Meisterstück vom Meister. Für Rapfans wie mich zeigt es auch: Straight-up, nicht kommerziell orientierter Rap kann heute noch erfolgreich sein.

Solange man etwas zu sagen hat, die Leute wirklich erreicht und das macht, wofür man bei den Fans bekannt ist, wird man immer erfolgreich sein – etwas, das nur wenige von sich behaupten können.

Dass er seinen Fans dankbar ist, zeigt auch seine Trunk-Sale-Tour, bei der er durchs Land in seinem Honda Civic fährt, Fans trifft und ihnen die Möglichkeit für ein kleines Gespräch, Fotos usw. gibt. Er hat keine klassische Promotour für The Fall Off gestartet, keine Radioshows oder Interviews gegeben – er wollte die Fans persönlich erreichen.

Wer zieht so etwas bei einer Bekanntheit wie J. Cole wirklich durch? Tapes aus dem Kofferraum verkaufen?

Das ist kein Marketing-Move – das ist Haltung. Es zeigt, dass seine Texte keine leeren Worte sind und er sich selbst nicht über den Fans sieht.

Ich hoffe wirklich, das war noch nicht das letzte Ding von Cole – sei es Mixtapes oder Street-Alben. „It’s your Boy“ steht noch aus. Ich hoffe, es kommt nochmal. So einen Künstler wie J. Cole wird es im Hip-Hop so schnell nicht wieder geben.

Falls The Fall Off tatsächlich sein letztes Album war, kann ich nur sagen:

Danke, Cole. Danke für The Fall Off. Danke, dass du immer hungrig nach echtem, realem Rap warst.

Hip-Hop wird dich vermissen.

Das wars von mir mit dieser besonderen Review. Ist viel länger geworden als ich gedacht hätte- aber Cole hat es auch verdient. Ich versuche sogar in den nächsten Tagen den nächsten Blog an den Start zu bringen. ^^ Hab nämlich ein paar Ideen zu Nintendo hier rumliegen ;) Seid gespannt. Bis Dann :)

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Kommentare 2

BrezelBrother
16. Februar 2026 um 15:12

Werd deinen Blog auf jeden Fall checken!

Vielleicht interessiert dich ja was deutsches in der Richtung... es gibt da jemanden mit dem Namen Adrian Kovacs. Gibt es fast nur aus Vinyl und ist immer total fix weg, ich sehe da immer Poster und Tags an verschiedenen Plattenläden und bin zufällig mal bei einem Konzert von Adrian Kovacs vorbeigekommen. Sehr interessant und unüblich, vor allem die Herangehensweise. Zig Pikmin/Paper Mario und was auch immer Referenzen versteckt.

MichaRaidon
16. Februar 2026 um 18:16
Autor

Werd ich mal abchecken. Habe früher viel Deutschrap gehört, die ersten Sachen von Ali As, Samy, Savas, MoTrip und Kollegah hab ich echt gefeiert. Aber heute mit 187 und den ganzen Autotune Zeug ist einfach nicht meins.

Und Cole höre ich eigentlich garnicht ausschließlich wegen der Referenzen, es ist einfach das Gesamtpaket bei Ihm und seine Wortwahl.

Während andere Rapper sagen:

She is a H*e

rappt Cole:

Her name is Hope, but the P is silent on the weekends 😅

Darum feier ich J. Cole so übertrieben. Für mich the Greatest of this Generation.

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