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  3. Gaming im Fokus

Was ich aus Fehlkäufen im Nintendo-eShop gelernt habe

  • Murmeltier
  • 10. März 2026 um 17:51
  • 1.970 Mal gelesen
  • 12 Kommentare

Kaum Texte, die ich in dieser Blogreihe veröffentlicht habe, sind in den eigenen vier Wänden entstanden. Inmitten eines ansonsten oftmals mit Arbeit und Aktivitäten vollgepackten Alltags – was keineswegs negativ gemeint ist – bieten mir die Momente unterwegs Möglichkeiten der Reflektion über mich und mein Leben. Und da seit dem Einzug der Nintendo Switch 2 im vergangenen Kalenderjahr Videospiele wieder eine wenngleich untergeordnete Rolle darin spielen, darf ich die heutigen Zeilen und Erkenntnisse bei schönem Wetter in einem Schnellzug nach Wien tippen und mit euch – der deutschsprachigen Nintendo-Community - teilen.

Verzeiht mir diese für meine Artikel ungewöhnliche Einleitung und lasst mich zu meinem heutigen Thema kommen. Die vergangenen Monate mit der neuen Konsole waren für mich persönlich eine spannende Reise auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit dem Medium digitaler Spiele. So musste ich mir eingestehen, dass das wirklich fabelhafte Open-World-Rollenspiel The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom zwischen Karriereambitionen, Sport und Beziehung nicht mehr in mein Leben passt, obwohl ich solche Titel in meiner Jugend geliebt habe. Gleichzeitig hat mir Mario Kart World eine völlig neue, auf reinen Spielspaß fokussierte Erfahrung beschert. Das chaotische Rennspiel hat sogar meine Lebensgefährtin an den Controller gelockt und für geniale Momente auf dem Sofa gesorgt.

Letztendlich haben zwei Fehlkäufe in den zurückliegenden Wochen dafür gesorgt, dass ich meine Spieleauswahl (vorerst) nochmals radikal einschränken werde. Krass!

Der erste Fehlgriff führte mich in die (Achtung: Wortspiel) zauberhafte Welt von Harry Potter. Mit Hogwarts Legacy hatte ich mir ein im Vergleich zum bereits genannten Zelda-Titel überschaubareres Rollenspiel mit offener Spielwelt und Erkundung erhofft. Ich musste aber resigniert feststellen, dass die auch hier komplexen Mechaniken und meist sehr langen Dialoge meine Bedürfnisse nicht erfüllen konnten. Gerade nach längeren Abständen zwischen dem Daddeln musste ich mich in den ersten zehn Minuten zunächst wieder mit der Steuerung vertraut machen und überlegen, an welchem Punkt ich zuletzt gespeichert hatte. Kurzweilige, positive Erlebnisse scheinen mir inzwischen deutlich wichtiger geworden zu sein, als das Eintauchen in eine fremde Welt. (Daher nochmal eine klare Botschaft an mein zukünftiges Ich: Kaufe keine Open-World-Rollenspiele mehr!)

Spätestens nach meinem Artikel über den Klötzchen-Hit Minecraft dürfte jeder Leser wissen, dass ich viele Stunden meines Lebens mit dem Stapeln von Blöcken verbracht habe. Auf Basis dieser Erfahrungen habe ich mir Minecraft erneut gekauft – diesmal für die Nintendo-Konsole. Aber statt an die alten Erinnerungen anzuknüpfen, wurde ich bitter enttäuscht. Nicht, weil das Spiel mich nicht mehr ansprechen würde, sondern weil die Steuerung auf der Konsole eine Katastrophe ist. Das feinjustierte Platzieren von Blöcken, das Sortieren von Gegenständen im Inventar und selbst das Kämpfen fühlt sich mit dem Joystick schwerfällig und träge an. Den Kaufpreis in Höhe von etwa 30 Euro verbuche ich als Lehrgeld. Dabei hätte ich es von Anfang an besser wissen müssen. Ich habe sogar in einem eigenen Blogartikel geschrieben, dass ich es nicht für notwendig ansehe, dass Spiele auf allen Plattformen veröffentlicht werden. Die Entwickler sollten sich lieber auf die Stärken ihrer Kernplattform – in diesem Fall den Computer – fokussieren, um ein möglichst rundes Spielerlebnis zu erschaffen.

Übrigens hatte ich versucht, Minecraft zurückzugeben, da weniger als zwei Spielstunden zusammengekommen sind. Ich hatte auf eine Kulanz des Nintendo-Supports gehofft, aber die Japaner blieben hart. Also verbleibt Minecraft neben Hogwarts Legacy als mahnende Erinnerung vor neuen Einkäufen in meiner Spielebibliothek.

Als Resultat – und das ist der eigentliche Anlass für diesen ganzen Beitrag – darf ich festhalten, dass ich mich künftig auf jene Exklusivtitel aus dem Hause Nintendo, welche in ihrer ganzen Aufmachung hauptsächlich Spielspaß versprechen zu scheinen beschränken werde. Derzeit steht beispielsweise Donkey Kong Bananza im Fokus meiner Aufmerksamkeit. Mir bringt es schlicht gute Laune, mich mit dem flauschigen Gorilla und seiner zierlichen Begleiterin durch die verschiedenen Areale zu kloppen. Ich muss mich nicht an Spielmechaniken gewöhnen oder einer tiefgründigen Geschichte folgen. Ich klicke einfach auf Start und ich spiele. Darum geht es mir! Spielen! Spaß haben! Immer mal wieder. Und dann wieder nicht.

Ich mache mir auch keine Sorgen darum, dass mir die Spiele aus diesem speziellen Segment ausgehen könnten. Ich bin Gelegenheitsspieler. Ein Spiel wie Donkey Kong Bananza beschäftigt mich über viele Monate hinweg. Da reicht es mir völlig, wenn Nintendo ein bis zwei neue Veröffentlichungen für meinen Geschmack pro Jahr präsentiert. Mit den verbesserten Versionen von Super Mario Bros. Wonder und Kirby und das vergessene Land (plus die Sternensplitter-Welt) stehen ohnehin schon zwei Optionen auf meiner Beobachtungsliste. Ansonsten würde ich auch auf ältere Spiele, wie Super Mario Odyssey oder Luigi`s Mansion 3 zurückgreifen. Hast du weitere Spieletipps für mich?

  • Vorheriger Artikel Warum ich mich für die Switch 2 entschieden habe

Kommentare 12

SlamDunker
23. März 2026 um 18:49

Animal Crossing kannst du vollkommen in deiner eigenen Geschwindigkeit spielen. Du musst dich nicht täglich einloggen oder so.

Ja, ich meine Super Mario Bros Wonder. Durch die Wahl der Spielfigur ist der Schwierigkeitsgrad sehr individuell einstellbar. Das geht also auch für absolute Anfänger. Macht auch zu zweit Spaß.

Murmeltier
24. März 2026 um 12:12
Autor

Dann werde ich Super Mario Bros Wonder wahrscheinlich kaufen, wenn ich mit Donkey Kong Bananza durch bin. Danke.

SlamDunker
23. März 2026 um 14:26

Murmeltier Man kann nicht auf deine Antworten zu einem einem Kommentar nochmal antworten, daher hier als neuer Kommentar.

Meine Highlights der letzten Jahre:

  • Mario Wonder
  • Animal Crossing
  • Zelda Breath of the Wild
Murmeltier
23. März 2026 um 16:57
Autor

Animal Crossing hat mich bisher abgeschreckt, weil ich glaube, dass das Spiel einen zwingt, sich täglich oder zumindest regelmäßig einzuloggen. Habe ich das richtig interpretiert oder bin ich damit auf dem Holzweg?

Du meinst Super Mario Bros Wonder, oder? Das wäre was. Damit könnte ich vielleicht sogar meine Partnerin ködern. Ist das Spiel an sich schwierig oder könnte man da sogar was am Schwierigkeitsgrad drehen, falls sie nicht so gut damit zurechtkommt? Mit Geschicklichkeit am Controller hat sie es nicht so. :D

SlamDunker
16. März 2026 um 14:11

Interessante Einschätzung, Dankeschön!

Nach nun 7 Jahren mit der Switch würde ich die Empfehlung, darauf hauptsächlich Nintendo-exklusive Spiele zu spielen, wohl auch so unterschreiben. Damit ist die Auswahl natürlich wesentlich mehr eingeschränkt, die meisten dieser Titel sind dann aber auch richtige Burner.

Murmeltier
17. März 2026 um 13:07
Autor

Was waren für dich die Highlights der vergangenen Jahre?

DarkLord
11. März 2026 um 14:53

Ich bin ja ein großer Fan von den 2D-Zeldas, hier gibt es Link's Awakening oder eben das neue Zelda mit Zelda in der Hauptrolle: Echos of Wisdom.

Am meisten freue ich mich auf The Adventures of Elliot: The Millennium Tales; da es ein Zelda Like im HD-2D Stiel ist. - Und da ich den Grafikstiel eh sehr schätze, bin ich hier absolut dabei.

Wobei ich hier aber mit Dragon Quest 3 HD-2D auch schon mal daneben gegriffen habe. - Und auch wenn ich ja jedem Spiel eine Chance gebe, aber dieses Spiel habe ich einfach abrechen müssen, denn ich bin irgendwie so überhaupt nicht damit klar gekommen.

Hogwarts Legacy dagegen schätze ich ja sehr, und wollte dies auch umbedingt mal auf der Switch 2 zocken; bin aber bisher noch nicht dazu gekommen. - Aber da sind wir ja schon wieder bei dem Thema der Objektivität;).

Murmeltier
11. März 2026 um 21:19
Autor

Danke für deine Anregungen. Ich gucke mir die Spiele gerne mal an. :)

Ich will und muss in meinem Blog nicht objektiv sein. Ich bin ja kein Journalist. Aber um der Objektivität gerecht zu werden: Mich spricht Hogwarts Legacy aktuell nicht an, was aber nicht heißt, dass es ein schlechtes Spiel sein muss. Es wird sicher einen Personenkreis mit einem anderen Spielverhalten geben, für die der Titel ein Meisterwerk darstellen dürfte.

Sahli
11. März 2026 um 07:43

Ja, hab es schon gespielt.

Nicht schlimm, dass du keine Playstation 5 hast!:) Ich mach mir mal mehr Gedanken, was ich dir empfehlen kann. Melde mich mal wieder, wenn ich was finde.:ddd:

MichaRaidon
11. März 2026 um 07:33

Schöner Blog und finde die Erklärung Plausibel. Exclusive Nintendo Games sind halt besser für die Switch 2 optimiert.

Kann Sahli aber zustimmen, Astro Bot ist ein Meilenstein und versprüht Spielspaß an jeder Ecke, aber ja wenn man keine PS5 hat schwierig ...

Mit Super Mario Odyssey machste in erster Linie aber nichts falsch. Donkey Kong Bananza ist deswegen auch entstanden. Du wirst schnell feststellen, dass dich manche Welten in Odyssey an die ein oder andere Schicht in Bananza erinnern wird. :)

Sonst ist natürlich die Frage was so dein Genre genau ist. Du hast ja bereits erwähnt, dass Open World nicht Open World ist, deswegen dir jetzt Xenoblade Chronicles zu empfehlen das ein JRPG ist mit einer großen offenen Welt aber ein Kampfsystem das nichts mit Action Adventures wie Zelda zu tun hat macht auch keinen Sinn.

Da aber an so Titel wie Donkey Kong Bananza mehrere Monate dran hängst und Super Mario Odyssey nicht wirklich kürzer ist, würde ich dir Odyssey ans Herz legen. Ist die Wartezeit zum nächsten 3D Mario auch kürzer :)

Sahli
10. März 2026 um 18:34

Ich kann dir Astro bot empfehlen. Ein 3d Plattformer, mit großartige Ideen. Aber ich denke, dass du das Spiel bereits kennst.;) Ein Must play.

Murmeltier
10. März 2026 um 19:07
Autor

Danke für den Tipp. Ich kenne das Spiel schon, habe aber keine Playstation 5. Hast du es gespielt?

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  • Spiele und Konsolen

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