Shigeru Miyamoto äußert sich zum Thema künstliche Intelligenz

  • 2024 ist wohl das Jahr der künstlichen Intelligenz. OpenAI, Google, Facebook und demnächst auch Apple versuchen mit Software wie ChatGPT, das Leben der Menschen zu verbessern. Längst sind es nicht nur Texte, auch Bilder und Videos lassen sich mit der Software generieren. Viele Content-Creator, aber auch Videospielentwickler nutzen die Technik bereits, wie man an zahlreichen Low-Budget-Titeln im Nintendo eShop erkennen kann.

    Doch wie steht eigentlich Nintendo zu dem Thema künstliche Intelligenz? Das haben Journalisten der The New York Times Mario-Erfinder und Nintendo Creative Fellow Shigeru Miyamoto gefragt. Dessen Begeisterung schien sich in dem Interview jedoch ähnlich in Grenzen zu halten wie bei seinem Vorgesetzten, Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa, der sich bereits vor einigen Monaten skeptisch zu dem Thema geäußert hat. Miyamoto gab nun zusätzlich folgendes Statement zum Thema KI ab.

    Zitat

    Es mag den Anschein erwecken, als würden wir nur in die entgegengesetzte Richtung gehen, nur um in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, aber es geht wirklich darum, herauszufinden, was Nintendo besonders macht. Es wird zum Beispiel viel über künstliche Intelligenz gesprochen. Wenn das passiert, fangen alle an, in die gleiche Richtung zu gehen, aber Nintendo würde lieber in eine andere Richtung gehen.

    Habt ihr bereits generative KI verwendet?

    Quellenangabe: Nintendo Everything

    Iustorum autem semita quasi lux splendens procedit et crescit usque ad perfectam diem

  • Zitat

    Habt ihr bereits generative KI verwendet?

    Jau, mit Suno.ai hab ich bereits einfach aus jux mal Lieder generieren lassen. Ich mach mir aber nicht die Mühe, so professionell zu arbeiten wie manch andere. Ich bin der Typ, der einfach Schlagworte und Stichpunkte eintippt und guckt, was passiert. Ein paar Lieder sind tatsächlich sehr gut geworden zu meinem erstaunen ^^ Bei den allermeisten Versuchen kommt leider aber absolutes Kauderwelsch raus, weshalb 2/3 der Songs direkt in der Mülltonne landen.

  • Ich denke es wird hier explizit um den Einsatz von KI in künstlerischen Bereichen gesprochen.

    Bei mir im Unternehmen wird z.B. der Copilot oder ChatGPT benutzt. es ist einfach deutlich einfacher als sich durch Foren zu kämpfen. So kann ich mir bei z.B. Sicherheitslücken anzeigen lassen wie ich diese fixen kann und lasse mir gleich noch erklären warum das in diesem falls so wichtig ist.

    SAP Hinweise mit einer KI zu suchen ist so viel komfortabler als zu Googlen.

    In Kreativen Bereichen, würde ich das auch nicht sehen wollen, weil nur bestehendes "neu" erdacht wird.

  • Finde die Aussage schwammig und kaum aussagekräftig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich paar Köpfe damit beschäftigen bzw. damit im Hintergrund auseinandersetzen.


    Als Firma, als Mensch bzw. im Allgemeinen sollte man stets offen für „Neues“ sein, egal in welchem Bezug. Wenn man zu Beginn davon nicht überzeugt ist, z. B. KI-Einsatz, sollte man diesen Blick dennoch nicht verlieren, sondern dranbleiben und beobachten, ob es sich in eine Richtung entwickelt, die interessant werden könnte.


    Beobachten, hinterfragen, bewerten und im Hinterkopf behalten. Mit einer offenen Denkweise setzt man sich selber keine Grenzen, was verdammt wichtig ist - sowohl privat als auch beruflich.

  • Bester Mann. Da stehe ich vollends dahinter. Zum Glück einer der Kreativität noch zu schätzen weiß, anstatt diese für ein wenig Profit zu entstellen.

    weil nur bestehendes "neu" erdacht wird.

    Was nicht verwunderlich ist, weil diese Modelle im wahrsten Sinne auf den Schultern von Kreativen gebaut wurde. Dafür bediente man sich schamlos bei ihrer Arbeit. Urheberrechtsverletzung par excellence und en masse.

    2 Mal editiert, zuletzt von blubbafassel (26. September 2024 um 08:54)

  • KI soll mein Leben verbessern. Also soll KI mich unsterblich machen! :D Ich bin der KI auch skeptisch eingestellt und finde KI erstellte Inhalte nicht so toll, als wenn man etwas selbst gemacht. KI sollt nur das Leben verbessern, und nicht alles ersetzen. Also KI, wie lebe ich unendlich lange? :D :D

    Euer Nobeldecker86TV

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    Twitch

    YouTube

  • Man in a Box Das ist halt auch so 'ne Sache. Wir wissen nicht einmal alles über das menschliche Gehirn, wollen aber gleichzeitig das ein Chatbot für uns Entscheidungen trifft und lassen uns von vagen Vorstellungen einer Utopie (wohl eher eine Tech-Konsum-Dystopie) besänftigen, die uns von diversen CEOs eingeflößt wird. Das nimmt zum Teil sogar religiöse Zustände an.

    Leider ist die Katze schon aus dem Sack, deshalb ist es umso wichtiger sich für Regulierungen auszusprechen.


    würde ich so unterschreiben, die Vorteile, gerade in Technischen berufen muss man aber auch hervorheben.

    Vielleicht sollten wir das, aber die zahlreichen Nachteile dürfen nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden. Deshalb ist eine Regulierung notwendig. Als das Auto erfunden wurde und die Städte immer mehr auf das Auto ausgerichtet wurden, gab es berechtigte Gründe für eine Regulierung. So kam es zur Anschnallpflicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen und vieles mehr.

    Der Tech-Industrie kann nicht zugetraut werden, sich selbst zu regieren und zu kontrollieren. Das kann keine Branche.

    Einmal editiert, zuletzt von blubbafassel (26. September 2024 um 09:16) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von blubbafassel mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich bin immer noch sehr gespalten, was den aktuellen KI-Trend angeht. Einerseits ermöglicht KI eine schnellere und einfachere Produktion von Produkten, was in der heutigen Welt, in der alles schnell konsumiert wird, von entscheidender Bedeutung ist. Konsumenten verlangen in immer schnellerem Tempo nach neuen Produkten und Produzenten müssen entsprechend schnell liefern. Zudem können kleine Künstler und Entwickler KI nutzen, um eigene Indie-Projekte umzusetzen, ohne dafür hohe Kosten aufwenden zu müssen.

    Andererseits birgt KI auch das Risiko, viele Arbeitsplätze wegzunehmen, da Großkonzerne sie nutzen könnten, um Kosten zu sparen, was zu weiteren Ungleichheiten führen könnte.

  • Der Mann ist einfach zu alt und zu wenig informiert, was dieses Thema angeht. Die Realitaet sieht bitter aus. In 10 bis 15 Jahren wird es weltweit ein Drittel weniger Jobs geben.

    Nein. Ich finde er hat recht. Kunst kommt von Können. Und Spieleentwicklung ist Kunst. Und da KI Inhalte oder Videos mit Kunst so viel zu tun hat wie ein Fisch mit Bergsteigen sehe ich auf dem qualitativen Gamingmarkt keine Zukunft für KI. Metaphor, Zelda, dies das beweisen das.

    Ein KI kann niemals einen Menschen ersetzen.

    Als Mitarbeiter bei Ubisoft Titeln, EA Titeln und Microsoft Titeln wo ein Spiel wie das andere aussieht würde ich aber schon mal anfangen meine Koffer zu packen. ^^

    Als Unterstützung kann KI ein Segen sein, ist schon klar. Aber es wird niemals echtes Design ersetzen- und das ist gut so.

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