The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom – Eiji Aonuma sah ursprünglich Dialog für Link vor

  • Vor zwei Monaten, am 26. September 2024, erschien The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom exklusiv für die Nintendo Switch – und krempelte die altbekannte Formel der Reihe gehörig um. So schlüpft ihr in dem Serienteil nicht in die Rolle des mutigen Hylianers Link, sondern in die der zierlichen, doch mindestens ebenso draufgängerischen Prinzessin Zelda, um den soeben genannten Helden und das Königreich Hyrule zu retten.

    Allerdings hätte das Action-Adventure noch kurioser ausfallen können, wie Producer Eiji Aonuma und Director Satoshi Terada nun in einem Interview mit dem japanischen Videospielmagazin Famitsū verrieten: denn für den sonst so wortkargen Link war ursprünglich Dialog vorgesehen.

    Die Idee wurde jedoch schnell verworfen, da sich jeder einzelne Satz einfach falsch angefühlt hätte. Niemand hätte gewusst, was Link sagen würde, denn seit fast vierzig Jahren hielt der spitzohrige Protagonist stets den Mund. So blieb man letztendlich dabei, Link weiterhin stumm zu halten, und sponn die Geschichte dementsprechend um.

    Darüber hinaus sei es das Ziel gewesen, mit The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom einen Serienteil zu schaffen, der von jedermann bezwungen werden kann. In der Vergangenheit wäre es wohl oftmals vorgekommen, dass Personen ein Spiel der Reihe abgebrochen hätten, weil besagter Titel zu knifflig bzw. anspruchsvoll wurde. Dem hätte man mit vielerlei Lösungswege entgegenwirken wollen, so Aonuma.

    Seid ihr zufrieden mit der Entscheidung, Link weiterhin stumm zu halten, oder würdet ihr den spitzohrigen Helden gerne sprechen hören?

    Quellenangabe: VGC
  • Ich find's gut so, und ehrlich gesagt können die Spiele auch gern wieder weniger textlastig werden, zu viel Gelaber stört für mich den Spielfluss ^^"
    Und gradliniger wär mir auch lieber, wenn es zu viele Wege gibt um ein Rätsel oder Problem zu lösen komm ich mir weniger schlau vor wenn ich dahinterkomme xD"

    My FOMO keeps me from dying.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tomberyx (13. November 2024 um 11:21)

  • "Gelabere" kann durchaus gut für ein Spiel sein – vorausgesetzt, die Story ist fesselnd und interessant. Hat ja auch Reihen wie Sonic the Hedgehog und Conker nicht geschadet. Ich verstehe nicht, warum bisher niemand einen guten Mittelweg zwischen Story und Gameplay gefunden hat. Meistens wird in eine Richtung übertrieben: Nintendo scheint um jeden Preis auf eine umfangreiche Handlung, Synchronisation oder tiefere Charakterisierung ihrer Figuren zu verzichten, als wäre es immer noch 1981. Andere, wie PlayStation, vernachlässigen hingegen das Gameplay zugunsten filmische Erlebnisse, die eher an einen Kinofilm als an ein Spiel erinnern.

    Einmal editiert, zuletzt von Anti-RareFan (12. November 2024 um 20:59)

  • Hätte für mich auch keinen großen Mehrwert, wenn Link plötzlich sprechen würde. Beim Schwierigkeitsgrad hingegen bin ich etwas überrascht, denn ich fand Zelda-Spiele nur selten schwierig. Wenn man bei einem Rätsel einfach nicht weiterkommt, kann man doch auch im Internet nach einem Guide suchen, anstatt das Spiel direkt abzubrechen.

  • Ich glaube, es ist inzwischen zu spät, dass Nintendo ihren alten Charakteren wie Link, Mario, Donkey Kong oder Olimar eine echte Persönlichkeit verleiht. Im Gegensatz zu SEGA mit Sonic oder Ubisoft mit Rayman wurde dieser Moment verpasst. Fans sind in dieser Hinsicht genauso traditionsbewusst wie Nintendo selbst. Stattdessen sollte Nintendo lieber neue Spielereihen entwickeln, bei denen die Figuren Dialoge und eine richtige Hintergrundgeschichte bekommen. Alternativ könnten sie auch sehr alte Reihen zurückbringen und modernisieren – so wie bei Kid Icarus, wo die Charaktere mehr sind als nur "Spielfigur," "Jungfrau in Not" oder "Endgegner."

  • Das Spiel hatte eh zu viel Gelaber. Lieber weniger und dafür nur relevantes/mysteriöses/atmosphärisches. Wenn ich dahinplätscherndes Soap-artiges Gelaber haben will, dann brauche ich kein Zelda spielen. Da will ich Action, Rätsel, Spannung und schrullige Charaktere. Bei EoW war es leider ganz viel langweiliges Blabla.

    Link würden trotzdem ein paar Zeilen Dialog manchmal nicht schaden, einfach weil es in vielen Situationen echt unnatürlich und wie taubstumm wirkt, dass er einfach nicht hör- und lesbar antwortet. Immerhin gab es bei EoW ja mal eine schlüssige Erklärung, warum er nicht spricht. Für Zelda ja leider nicht, was dann für mich wieder komisch wirkte an manchen Stellen.

  • Das Problem ist ja, dass Link für jeden Spieler ein anderer Charakter ist. Ziehe ich los und helfe jedem? Gehe ich einfach in Häuser und haue dort alle Vasen kaputt um an Rubine zu kommen? Link kann je nach Spieler alles sein und alles sagen. Ich denke nach all der Zeit ist auch einfach ein Punkt da, an dem so viele Erwartungen in Links erste Worte gesetzt würden, die irgendwie niemals alle zufriedenstellen könnten.

    "Wir" sind Link und deshalb steht Link eigentlich für jeden Menschen, der hinter dem Gamepad sitzt. Eigentlich kann man ja auch den Namen des Helden selber wählen und "Link" ist ja aus dem englischen nur die Verbindung zum Spieler.

    Ich denke also Link sollte möglichst Stumm bleiben, weil es damit leichter ist sich mit der Figur zu identifizieren, Zelda bleibt ja hier ebenfalls stumm und selbst für Mario gilt das ja zu einem grossen Teil.

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  • Ich glaube, es ist inzwischen zu spät, dass Nintendo ihren alten Charakteren wie Link, Mario, Donkey Kong oder Olimar eine echte Persönlichkeit verleiht. Im Gegensatz zu SEGA mit Sonic oder Ubisoft mit Rayman wurde dieser Moment verpasst. Fans sind in dieser Hinsicht genauso traditionsbewusst wie Nintendo selbst. Stattdessen sollte Nintendo lieber neue Spielereihen entwickeln, bei denen die Figuren Dialoge und eine richtige Hintergrundgeschichte bekommen. Alternativ könnten sie auch sehr alte Reihen zurückbringen und modernisieren – so wie bei Kid Icarus, wo die Charaktere mehr sind als nur "Spielfigur," "Jungfrau in Not" oder "Endgegner."

    Genau das wurde ja damals auch mit Samus bei Metroid: Other M versucht und Nintendo ist damit ganz schön auf die Schnauze gefallen, sowohl hinsichtlich Verkäufe als auch Fan-Feedback.

    Während ich den Ansatz des Spiels sehr zu schätzen wusste, waren viele Fans nicht einverstanden mit der Charakterisierung der Hauptfigur.

    Nach all den Jahren hatten viele einfach schon ein gewisses Bild des Charakters für sich selbst gebildet, das mit dem der Entwickler nicht übereinstimmte.

    Ich kann mir vorstellen, dass das bei Link sogar noch etwas extremer sein könnte.

    Nintendo scheint um jeden Preis auf eine umfangreiche Handlung, Synchronisation oder tiefere Charakterisierung ihrer Figuren zu verzichten, als wäre es immer noch 1981.

    Ich finde bei Fire Emblem und der Xenoblade-Reihe hat Nintendo bzw. die jeweiligen Studios eine ganz gute Balance zwischen Story und Gameplay gefunden.

    Abseits von Nintendo findet man schon auch einige Reihen, bei denen beides stimmt.

    Mir persönlich würden da spontan unter anderem Deus Ex, Metal Gear Solid, Prince of Persia und Bioshock einfallen.

    Wobei es bei diesen Reihen natürlich auch Ausreißer gibt und das Ganze sowieso rein subjektiv ist.

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