Humanoid Origin: Studio des Mass Effect-Directors schließt endgültig seine Pforten

  • Die Videospielindustrie steht schon etwas länger unter keinem guten Stern. Das gilt auch nahezu wortwörtlich für das Studio Humanoid Origin, das Entwicklerstudio von Casey Hudson. Hudson ist besonders für seine Rolle als Game Director der legendären Mass Effect-Trilogie bekannt. Humanoid Origin gründete er im Jahr 2021 mit dem Ziel, ein Triple-A-Spiel auf verschiedene Plattformen zu bringen. Ähnlich wie bei Mass Effect handelte es sich dabei um eine „charakterorientierte Story in einem völlig neuen Science-Fiction-Universum.“ Wie das kanadische Studio kürzlich schweren Herzens via LinkedIn mitteilte, schließt es aber nun seine Pforten:

    Zitat

    Heute haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber informiert, dass Humanoid Origin den Betrieb einstellen wird. Trotz unserer Bemühungen, das Studio vor den allgemeinen Herausforderungen der Branche zu schützen, waren wir aufgrund eines unerwarteten Finanzierungsengpasses nicht in der Lage, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

    Wir sind untröstlich, dass wir nicht in der Lage sein werden, unser neues Science-Fiction-Universum zu Ende zu bringen. Unsere größte Sorge gilt derzeit jedoch unserem Team, das wir beim Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis unterstützen werden.

    In unserer gemeinsamen Zeit hat das Team unglaubliche Fortschritte erzielt und gezeigt, dass es möglich ist, erstaunliche Arbeit zu leisten und gleichzeitig eine Kultur des Spaßes und der Kreativität zu fördern. Wir danken ihnen für ihr Talent, ihren Mut und ihre Freundschaft.

    Vielen Dank an alle, die uns auf unserem Weg unterstützt haben.

    Wir wünschen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie einen neuen Platz in der Industrie finden werden.

    Quellenangabe: LinkedIn, Gematsu
  • So wie es aussieht,werden die Entlassungen kein nahes ende nehmen :(

    Ich kann mich nur wiederholen,ich wünsche den Mitarbeitern alles gute,dass Sie wieder einen festen Platz in einem festen Team finden werden. :thumbup:

    Das ist halt (meiner persönlichen Meinung nach) die Schatten Seite der Teuren AAA Cinematic Open World Spiele :|

    Es gibt einfach zuviele davon,sie spriessen wie Tulpen aus dem Boden und die meisten spiele werden einfach liegen gelassen,weil

    A-Wer Spielt solche spiele auf Dauer (100h+)

    B-Wer hat die Zeit dafür jeden Monat 2-3 über 100h Spiele zu Zocken ?

    Leider die wenigsten :( :dk:

    Bis zur 7.Konsolen Generation (Ps3/Xbox360/Wii) hatten die Teuren Openworld Spiele einen Anfang und ein Ende.

    Jetzt dauert es halt 100+h damit man überhaupt die Credits des Spieles sieht. :dk: (Mich Persönlich verlieren solche Spiele nach nur max. 20h daher spiele ich sie erst garnicht und Nintendo bietet mir immernoch 20h Spiele die ich auch zu 100% abschliesse :ddd: <3 :love: )

    Einmal editiert, zuletzt von Retro-Gamer90 (28. November 2024 um 06:57)

  • @Retro-Gamer90

    Sehe ich so ähnlich. Wobei wenn die Story gut ist und auch die Sidequests etc. gut geschrieben sind dann habe ich damit kein Problem.

    In BG3 habe ich >130h gesteckt. Da ist aber auch nichts unsinniges drin, keine Füller oder sonstige Mechaniken welche die Spielzeit künstlich strecken.

    Ansonsten gebe ich Dir wie gesagt Recht. Ich werde lieber 10-30h gut unterhalten. Viele der AAA Games fühlen sich mittlerweile nach Arbeit an und die Spielmechaniken etc. sind total überladen.

    Spider Man 2 soll ~300Mio. gekostet haben. Ich frage mich nur wofür :dk: Es sieht verdammt gut aus, ist jedoch nur 12h lang und gut 25-30% davon sind dazu stinklangweilig.

  • Wenn man alles größer machen und krasser aussehen lassen will explodieren logischerweise die Kosten irgendwann. Davon profitieren nun die Indie Entwickler, oder Veteranen die sich ein eigenes Studio eröffnen, und ich bin froh dass es sie gibt. Viele von diesen Titeln laufen den Großen den Rang ab. Man bekommt ja heutzutage nicht mal mehr ein vollständiges Beat em up, weil die Grafik unfassbar viel Kohle frisst. Darauf folgen teure DLCs. Früher war alles besser! :)

  • Bladesource

    Kommt darauf an. Wenn man nicht hunderte Leute beschäftigt um unsinnigen Krempel zu bauen und/oder das Game auch noch mitten drin immer wieder umbaut kommt halt so ein teures Produkt raus... was auch noch obendrauf Sc****e ist.

    Dann sind auch viele kreativen Köpfe bereits weg aus den Unternehmen und DEVS ohne Erfahrung und Aktivisten machen dann mal ein Spiel.

    Z.B. BioWare, Blizzard und Bethesda sind doch nur noch Schatten ihrer selbst. Auch Ubi ist total aufgebläht und hat bereits viele Gamer verprellt. Ich bestelle da nichts mehr vor wenn ich die Namen höre. Da kommt mittlerweile auch fast nur noch Bockmist oder irgend etwas weichgespültes raus, was dann zurecht floppt.

    Nimm z.B. Space Marine 2

    Lt. Tim Willits (Saber Interactive) hat die Entwicklung weniger als die Hälfte gekostet als die von DOOM Eternal. Das waren seinerzeit ca. 90 Mio. USD. Das bedeutet, dass das Game irgend etwas um die 40 Mio. USD gekostet hat. Eingespielt hat es im ersten Monat jedoch bereits >200Mio. USD.

    Oder noch besser. Black Myth Wukong. Hat auch nur 43 Mio. USD gekostet (ja, DEVS in China verdienen sicher auch weniger als im Westen) hat jedoch bereits über 20Mio. Kopien für PC und PS5 verkauft.

    Bei ca. 60€ pro Kopie sind das grob 1,2 Mrd. USD. Im Sep. waren es noch 850 Mio. USD.

  • Brommel

    Völlig richtig. Wobei ich mir jetzt auch nicht mehr sicher bin, wo AA aufhört und AAA anfängt :D

    Persönlich bin ich mit dem Ubisoft usw. gebashe immer etwas vorsichtig. Ich habe gegen Assassins Creed usw. nix und finde es ehrlich gesagt beeindruckend, das man hier konstant Spiele mit hoher Qualität abliefert. Die Formel ist ja nicht schlecht, sie ist nur nicht innovative aber das müssen Spiele ja auch nicht immer sein.

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