Warner Bros. schließt drei Studios – Monolith Productions und neues Wonder Woman-Spiel betroffen

  • Branchen-Journalist Jason Schreier gab kürzlich via Bluesky bekannt, dass der Konzern Warner Bros. Games gleich drei Spielestudios schließt. Eines von ihnen ist Monolith Productions, welches unter anderem für Mittelerde: Schatten des Krieges und die F.E.A.R.-Reihe bekannt ist. Die Arbeit am neuesten Spiel „Wonder Woman“ wird mit der Schließung des Studios ebenfalls eingestellt. Schreiers Aussagen auf Bluesky wurden nachträglich offiziell von Warner Bros. bestätigt.

    Neben Monolith Productions werden auch die Entwicklungen bei Player First Games (für MultiVersus bekannt) und bei WB San Diego eingestellt. Bereits zuvor war bekannt gegeben worden, dass MultiVersus am 30. Mai seine Pforten schließt. Das in San Diego ansässige Studio spezialisierte sich vor allem auf Mobile Games.

    Als Grund für die radikalen Schließungen gibt Warner Bros. Games an, einen „strategischen Richtungswechsel“ vorzunehmen, um die „wichtigsten Franchises […] entwickeln zu können.“ Gegenüber Kotaku spricht Warner Bros. vor allem über Franchises wie Harry Potter, Mortal Kombat, DC und Game of Thrones. Die Entwicklung von Wonder Woman sei „im Rahmen [der] strategischen Prioritäten nicht mehr möglich“, heißt es seitens Warner Bros. Games.

    Wir mussten einige sehr schwierige Entscheidungen treffen, um unsere Entwicklungsstudios und Investitionen so zu strukturieren, dass wir die bestmöglichen Spiele für unsere wichtigsten Franchises – Harry Potter, Mortal Kombat, DC und Game of Thrones – entwickeln können.

    Nach sorgfältiger Überlegung schließen wir drei unserer Entwicklungsstudios – Monolith Productions, Player First Games und Warner Bros. Games San Diego. Dies ist ein strategischer Richtungswechsel und keine Kritik an diesen Teams oder den Talenten, die in ihnen arbeiten.

    Die Entwicklung des Wonder Woman-Videospiels von Monolith wird nicht fortgesetzt. Wir hatten gehofft, den Spielern und Fans ein möglichst hochwertiges Erlebnis für die ikonische Figur zu bieten, und leider ist dies im Rahmen unserer strategischen Prioritäten nicht mehr möglich. Dies ist eine weitere schwierige Entscheidung, da wir die Geschichte von Monolith anerkennen, in der sie epische Fan-Erlebnisse durch erstaunliche Spiele geliefert haben.

    Wir bewundern die Leidenschaft der drei Teams sehr und danken jedem Mitarbeiter für seinen Beitrag. So schwierig der heutige Tag auch ist, wir konzentrieren uns weiterhin darauf und freuen uns darauf, wieder qualitativ hochwertige Spiele für unsere leidenschaftlichen Fans zu produzieren, die von unseren Weltklasse-Studios entwickelt werden, und unser Spielegeschäft bis 2025 und darüber hinaus wieder zu Profitabilität und Wachstum zu führen.

    Nach dem katastrophalen Launch von Warner Bros.' Suicide Squad: Kill the Justice League plant das Unternehmen eine Neuausrichtung und fokussiert sich augenscheinlich auf profitable Franchises. Eines von ihnen ist Hogwarts Legacy, welches eine Fortsetzung erhalten soll. Hier scheint Großes geplant zu sein, denn wie wir im vergangenen Jahr berichteten, soll sich die Story des Sequels mit den Inhalten der geplanten Hogwarts-Serie überschneiden.

    Wir wünschen uns, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell aufgefangen und Unterstützung erhalten werden. Welches Monolith Productions-Spiel bleibt euch in Erinnerung?

  • Ich frage mich wirklich, was mit der Spieleindustrie hier im Westen los ist. Fast alles floppt, Studios werden geschlossen, und zahlreiche Entwickler verlieren ihren Job. Was ist passiert? Früher lief doch alles so gut. Vielleicht fließt zu viel Geld in Projekte, die am Ende nur geringe Einnahmen bringen. Oder die Spieler sind nicht mehr bereit, hohe Preise für teure Spiele zu zahlen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass moderne Spiele nicht mehr die Qualität oder den Reiz früherer Titel haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Anti-RareFan (27. Februar 2025 um 12:43)

  • Ich frage mich wirklich, was mit der Spieleindustrie hier im Westen los ist. Fast alles floppt, Studios werden geschlossen, und zahlreiche Entwickler verlieren ihren Job. Was ist passiert? Früher lief doch alles so gut. Vielleicht fließt zu viel Geld in Projekte, die am Ende nur geringe Einnahmen bringen.

    Es floppt bei weitem nicht alles. Es floppen nur ideologisch aufgeladene und / oder schlechte Games. Zu recht. Das Wonder Woman Debakel fällt genau in diese Kategorie. Dort wurden bereits >100 Mio. $ verballert und es gibt bis dato nicht ein Bild. Geldverbrennung at its best und man muss sich nur die Senior Writerin dahinter anschauen und weiß sofort warum Warner das jetzt stoppen musste. Wobei Warner hier mit ihrer internen und externen Politik auch in einer Zwickmühle ist. Andererseits müssen halt Investoren befriedigt werden.

    Bitter sind in der Tat die weiteren Konsequenzen. Einige wenige Leute sorgen dafür das ehemals kerngesunde und gute Studios wegen ihnen geschlossen werden müssen. Monolith stand in der Vergangenheit für wirklich gute Qualität und hat auch das eine oder andere sehr interessante Patent.

    Das Positive an der ganzen Sache: nach wie vor ist die Videospielbranche eine Wachstrumsbranche mit rosigen Zukunftsaussichten. Die Menschen haben immer mehr Freizeit und wollen sich in ihrer Freizeit unterhalten lassen. Die Entwickler die was auf dem Kasten haben werden somit immer wieder ein neues Studio finden. Auch darf man nicht vergessen das es normal ist das Mitarbeiter meist immer nur für einige Jahre / für ein Projekt eingestellt werden und dann weiterziehen. Siehe zum Beispiel die kreativen Köpfe von Rocksteady. Die Leute die Arkam Asylum & Co. geschaffen haben sind ja dort lange weg und arbeiten in anderen Studios an neuen und vermutlich guten Games. Selbst die Gründer sind ja weg und haben ein neues Studio eröffnet. Da dürfen wir sehr gespannt sein was von denen als nächstes kommt.

    Was allerdings ein Problem in der Branche ist sind die ganzen Sparabos. Die Musikbranche hat das bereits durch. Die Filmbranche ist grad dabei. Und als nächstes trifft es die Gamingbranche. Flatrate Gaming für sagen wir mal 19,99 € / Monat im GamePass, oder was das Ding auch immer kostet, ist nicht nachhaltig und zerstört auf Dauer natürlich Kreativität und Qualität. Vergleiche Songs aus den 1970ern und Songs aus den 2020ern und Du verstehst was ich sagen will. Es ist halt ein schleichender Prozess und daran sind wir Konsumenten schuld.

    Immerhin gibts hier das Positive in Form von Indies. Diese hatten in den 1980ern, 1990ern und 2000ern keine Chance und sind mit den heutigen Möglichkeiten fest etabliert. Aber die meisten hier schauen wohl mit Tränen in den Augen auf ihre geliebten AAA(A)-Titel und in diesem Bereich der Branche wird es zusehends schwieriger. Nintendo ist hier noch ein Positivbeispiel aber bei denen ticken die Uhren schon seit jeher anders. Problematisch sind in der Tat die großen westlichen Studioproduktionen die einen massiven Wandel durchlaufen. Und wie geschrieben es betrifft zum Glück nicht jede IP und jedes Studio. Indiana Jones beweist ja gerade das man auch mit einem oldschool Singleplayer-Game sehr erfolgreich sein kann. Und auch das kommende Doom wird sich wieder wie geschnitten Brot verkaufen. Aber da sitzen halt auch noch Studios dran die den Fokus nicht verloren haben. Das Gegenbeispiel wäre hier Ubisoft die ähnlich wie Disney die letzten 10 Jahre einfach alles falsch gemacht haben und da entweder gar nicht mehr, oder sehr schwierig rauskommen. Disney wohl noch eher als Ubisoft, wo man davon ausgehen kann das nach Launch vom kommenden AC sich die Tore schließen werden. Der Verkauf wird ja schon länger vorbereitet.

    Einmal editiert, zuletzt von AdNoktum (27. Februar 2025 um 12:43)

  • Anti-RareFan

    Liegt wohl vor allem auf ihrem Schwerpunkt auf "Games as a Service"-Projekten. Ich möchte nicht wissen wie viel Geld z.B. Ubisoft mit der Entwicklung solcher Projekte wie Skull & Bones und XDefiant verbrannt hat. The Crew 2 ist glaube ich das einzige Spiel dieser Art der letzten Jahre, dass einigermaßen erfolgreich ist - aber bei Weitem nicht die regelmäßigen hohen Einnahmen einfährt wie WoW oder Fortnite. Und wir sehen in welchen Zustand das Ubisoft geführt hat. Aber jeder westlicher Publisher setzt nun einmal darauf, dass nächste Minecraft oder Fortnite zu bringen.

    Vor allem in Japan scheint das Keinen wirklich zu interessieren. Capcom, Square Enix, Koei Tecmo, Bandai Namco und Co. setzen lieber auf etablierte Marken und die üblichen (wenn auch nicht so überzogene) Triple-A-Produktionen garniert mit Fanservice-DLCs. Da scheint das Risiko überschaubarer zu sein und die Einnahmen dennoch zu stimmen.

  • Schade das zurzeit so viele Entwickler ihren Job verlieren, wegen Fehlentscheidungen des Management.

    Gerade bei Hogwarts Legacy und Suicide Squad kann man das sehen.

    Suicide Squad ist im Kern ein gutes Spiel. Ja nicht so gut wie Hogwarts aber auch nicht so schlimm das es komplett floppen sollte. Doch die Microtransactions und der aufgezwunge live Service killen das Spiel.

    Und sowas auf Zwang einzubauen, und nicht auf die Fans zu hören die vorher schon Alarm schlagen, kommt nur von der Geldgier der Manager.

  • Die Menschen haben immer mehr Freizeit?! Habe ich da was verpasst oder leben wir in verschiedenen Welten|Ländern 🤔?

    Schau Dir Freizeitkurven von Menschen im Mittelalter, zum Start der Industrialisierung, nach dem Krieg und heute an. Ja die jährlichen Freizeitstunden der Menschen steigen stetig an. Bedingt durch technologischen Fortschritt der die Menschen bei den Aufgaben entlastet. Und mit AI und Robotik stehen wir zudem vor der nächsten größeren Transformation wo wieder viele Aufgaben vereinfacht, verschlangt oder ganz wegfallen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von AdNoktum (27. Februar 2025 um 12:02)

  • @Blautevion86

    Kann ich nur bestätigen. Alleine bei mir In meiner Abteilung am Theater arbeitet die Hälfte mit 80% in Teilzeit oder weniger.

    Das hätte es vor 20 Jahren nicht gegeben bzw. Hat es nicht.

    Klar ist das natürlich nicht für jeden arbeitsbereich machbar, aber auch in verschiedenen Sparten der Industrie oder der Dienstleister gibt es immer mehr Menschen, denen Freizeit einfach wichtiger ist als Karriere und das schnelle Geld.

    Zumindest nehme ich das in meinem Freunde und Bekanntenkreis So war.

    Als ich 2001 meine Ausbildung begann, stellte sich die Frage nach der Teilzeit nicht.

  • Suicide Squad hätte ja durchaus funktionieren können, wenn irgendjemand an der Spitze des Konzerns aus der Marke nicht einen dämlichen Looter-Shooter hätte machen wollen.

    Service Games funktionieren eben nur bedingt, wer Fortnite spielt bleibt einfach dabei und wechselt wohl eher nicht zu einem Spiel, welches schlicht nicht besser und teurer ist. Leute wie ich haben auch keinen Bock regelmässig die gleichen Aufgaben zu erledigen, nur um an bessere Ausrüstung zu kommen, das ist für mich nicht Spiel und Spass, das ist Arbeit.

    Gebt mir ein Spiel mit dem ich Spass habe und ich bin dabei, eure Service Games könnt ihr behalten und das gilt nicht nur für Warner.

    Spoiler anzeigen

    Mit dummen Menschen zu streiten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.

    Mein BlueSky-Account

  • Klingt für mich eher wie eine Vorbereitung auf einen zukünftigen Verkauf der Sparte. Warner Bros wollte WB Games ja wohl schon mal verkaufen. Kann mir gut vorstellen dass man die gewünschte Summe nach den letzten Flops nicht mehr bekommen kann und jetzt so viel wie möglich einsparen will. Dann könnte man auch mit einer kleineren Summe noch Gewinn aus einem Verkauf schlagen.

    In jedem Fall schade für die Mitarbeiter und man kann nur hoffen dass sie rasch neue Stellen finden.

    :triforce:Switch FC: 0666-1731-5316 | YouTube: Schraubsel:triforce:

  • Wirklich sehr schade um Monolith Productions, denn von denen kommen zwei meiner lieblingsspiele nämlich No one lives Forever 2 und F.E.A.R. und auch die anderen Spiele von ihnen waren echt gut wie z.b. Mittelerde Mordors Schatten.

    Aber das ist halt das Problem wenn man alles auf Live Service Games setzt und dann nur grütze wie Suicide Squad bei rauskommt oder Spiele rausbringt wie Gotham Knights was keinen Spaß macht zu spielen, auch MultiVersus wird demnächst eingestellt, da es nicht die erwarteten Zahlen liefert die sich Warner Bros. vorgestellt hat was eigentlich schade ist, da das Spiel eigentlich ganz spaßig ist.

    Meine Switch Konsolen:

    Switch 2, Switch OLED, Switch Lite Türkis, Switch Lite Lila

    Andere Nintendo Konsolen:

    NES, SNES, N64, Gamecube, Wii, Wii U, NES Mini, SNES Mini

    Meine Nintendo Handhelds:

    GB, GBC, GBA, NDS, NDSi XL, 3DS (Peach Edition), New 3DS Ambassador Edition, New 3DS, New 3DS XL

    Mein PC:

    AMD Ryzen 7 7800X3D

    MSI Nvidia Geforce RTX 4070 TI Super

    64GB Kingston Fury Beast RGB DDR5 mit 6000MT/s CL36

  • Also in der Gastronomie ist's definitiv andersrum 😅🍻👾

  • Schade um Monolith. Fand deren Games immer sehr cool. Selbst Blood 2 oder Shogo. Aber was für ein Quatsch. Sie schließen ein Studio was ein DC Game macht mit der Begründung dass man sich nur noch auf DC Games konzentrieren will


    AndeSie lernen es einfach nie. Sei es MMORPG oder MOBA, die Fans springen nur sehr selten auf neue Games um. Und dann meist auf kleine, meist f2p Games die dann mit der Zeit wachsen und selten auf AAA multimillion Dollar Games

    Einmal editiert, zuletzt von SilencerOne (27. Februar 2025 um 15:01) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von SilencerOne mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ist natürlich sehr schade für die Entwickler und hoffe die finden schnell was neues.

    Auf Wonder Woman hätte ich mich gefreut sehr schade.

    Was ich mich ja frage nach der Schließung von Monolith ob nun das Patent ungültig ist vom Nemsis System und das jetzt jeder nutzen kann oder hat Warner Bros die rechte.

    Zitat

    aus wikipedia

    Ein zentraler Spielbestandteil ist das sogenannte Nemesis-System, welches es dem Spieler ermöglicht, neue NPCs zu erschaffen und deren Laufbahnen zu beeinflussen. Hierbei werden die Aktionen des Spielers gegenüber seinen Gegnern und anderen Charakteren berücksichtigt und diese beeinflussen das Äußere, die Fähigkeiten und Reaktionen der Charaktere auf die folgenden Begegnungen mit dem Spieler. Als Beispiel wird etwa ein Ork, der von Talion ins Feuer geworfen wurde und dies überlebte, bei der nächsten Begegnung Brandnarben besitzen und Rache für diese Aktion fordern. Der Spieler kann Talion in seinen Fähigkeiten aufleveln, jeweils in einem Forschungsbaum für Waldläufer- wie für Rachegeist-Fertigkeiten. Erstere erlauben es Talion, sich leise und ohne Aufmerksamkeit zu erregen durch die Umgebung zu schleichen, währenddessen letztere die Macht, seinen Feinden seinen Willen aufzuzwingen und sie zum Sammeln von Informationen, Verbreiten von Angst oder sogar zum Ermorden ihrer Anführer zu bringen, erweitert.

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