Cyberpunk 2077: Ultimate Edition –​ Entwickler hält die physische Veröffentlichung auf der Nintendo Switch 2 für das richtige Vorgehen

  • Ob man es glaubt oder nicht: Cyberpunk 2077: Ultimate Edition ist nach aktuellem Stand der einzige Third-Party-Launch-Titel der Nintendo Switch 2, dessen physische Version keine zusätzlichen Downloads benötigt. Das bedeutet, dass es sich um keine Softwareschlüssel-Karte oder gar einen Code-in-the-Box handelt, sondern die vollständigen Spieldaten auf der Cartridge enthalten sind.

    In einem von The Game Business geführten Interview äußerte sich nun Jan Rosner, einer der Entwickler des Titels, unter anderem zu diesem Vorgehen. Konkret sagte er zunächst:

    Zitat von Jan Rosner

    Wir versuchen, diese Dinge aus Spielersicht zu betrachten und das war eine große Erkenntnis von der ursprünglichen Nintendo Switch. Der [interne Speicher] war viel kleiner als jetzt. Ein Spiel wie The Witcher 3 würde bis zu 80 % des internen Speichers beanspruchen, wenn man keine externe Speicherkarte hat. Aber ... ein Plug-and-Play-Erlebnis ist eine wirklich coole Sache. Wir haben schon bei der ursprünglichen Switch gesehen, dass Nintendo-Spieler dafür sehr empfänglich sind. Das war ein Ziel, welches wir schon ziemlich früh erreichen wollten.

    Daraufhin wurde Rosner gefragt, ob das Studio hinter Cyberpunk, CD Projekt Red, sich anderen Third-Party-Publishern hätte anschließen und einen Release als Softwareschlüssel-Karte in Betracht ziehen können. Dazu hatte er Folgendes zu sagen:

    Zitat von Jan Rosner

    Es geht nicht darum, mit etwas davonzukommen. Nintendo ist im physischen Einzelhandel immer noch stark, und der Einzelhandel wird im Allgemeinen nicht verschwinden. Ich glaube nicht, dass wir bald eine Realität erleben werden, in der wir alle Spiele nur noch digital besitzen. Aber wie gesagt, das ist besonders wichtig für die Nintendo-Spielerschaft. Wir hätten vielleicht damit durchkommen können, aber hat das überhaupt einen Sinn? Das Richtige war es, das Spiel auf einer Cartridge herauszubringen, mit einem Plug-and-Play-Erlebnis. Man sollte physische Versionen nicht unterschätzen. Sie werden nicht verschwinden, und Nintendo-Spieler wissen physische Versionen, die richtig gemacht sind, sehr zu schätzen.

    Wie wichtig sind euch physische Veröffentlichungen?

    Quellenangabe: The Game Business
  • Wird selbstverständlich gekauft.

    Komplettes Spiel auf Modul, so mag ich das. Und wer mein Geld sehen will, sollte mir keine Platzpatronen andrehen, die wie echte Patronen aussehen. Also keine Keycards, weil sich da meine Miene zusehends verfinstert und der Geldbeutel sich magisch verschließt :D

    Einmal editiert, zuletzt von Ely (7. Mai 2025 um 15:37) aus folgendem Grund: Typo …

  • Die PS5 Version von cyberpunk ultimate Edition, Eldenring inklusive dlc, und Final Fantasy 7 integrade sind jeweils ca. 80 GB mittlerweile groß als Download. Wenn cyberpunk ultimate Edition auf das 64 GB Modul der Switch 2 Passt sollten Final Fantasy 7 und elden Ring auch machbar sein.

    Die Ausrede das es zu groß ist und nur auf Game Key Card veröffentlicht werden muss stimmt nicht. Das liegt nur daran mehr beim Kunden ab zu kassieren.

  • Wie wichtig sind euch physische Veröffentlichungen?

    Nicht (mehr) so besonders. Zumindest nicht für Konsolen die jünger sind als Vectrex oder Colecovision.

    Weiß ohnehin bald nicht mehr wohin mit dem ganzen Spiele- und Comic-Kram.

    Hab sowieso schon die Befürchtung, meine Frau bringt das ganze Zeug eines Tages heimlich zum "Wertstoffhof"! 😄

  • Man in a Box Genau, das Konzept dass Konsumenten tatsächlich Eigentum erwerben und nicht nur das zeitlich begrenzte Recht der Nutzung von etwas erhalten, gehört langsam der Vergangenheit an.

    Haben Unternehmen vielen Konsumenten mittlerweile gut eingeprügeln können, da der Mensch faul ist und es gerne bequemer hat.

    Allerdings brauch man sich am Ende nicht wundern wenn die Game-Industrie so endet wie die Musik-Industrie oder die Film-Industrie auch grade langsam.

    Aber man hat ja schon bereits erleben können, dass digitale Shops der Konsolen eingestampft werden oder man so einfach das Recht entzogen bekommt sein gekauftes Spiel noch einmal runterladen zu dürfen.

  • Lynnie

    Retail spiele machen einen auch nur zum Besitzer, aber nie zum Eigentümer, da spiele geistiges Eigentum sind bleibt das Eigentumsrecht immer beim Hersteller.

    Und ich hab beim besten Willen nix vom System eingetrichtert bekommen sondern betrachte materiellen Besitz mittlerweile eher als Belastung. und denke, das wir an dem Punkt angekommen sind an dem wir wirkliches Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Ressourcen leben sollten und dazu zähle ich das Speichern digitaler Inhalte auf dem Sondermüll der Zukunft einfach nicht.

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