Koei Tecmo geht strategische Partnerschaft mit SpiralAI ein

  • Künstliche Intelligenz (KI) dringt in immer mehr Bereiche unseres Lebens vor und ist auch in der Welt der Videospiele ein großes Thema. Während generative KI – also die Erzeugung von Text, Bild und Ton durch darauf trainierte Tools – von vielen geächtet wird, findet die Technik in manchen Studios bereits Verwendung, um die Kreativität anzuregen oder Arbeitsprozesse, zum Beispiel das Programmieren, zu vereinfachen. KI kann aber auch noch auf andere Weise verwendet werden und zwar zu Unterhaltungszwecken – und genau darum geht es bei der heute bekannt gegebenen Partnerschaft zwischen dem japanischen Dienstleistungsunternehmen SpiralAI und Koei Tecmo, dem japanischen Videospielunternehmen hinter Serien wie Atelier und Dynasty Warriors.

    Unter dem Motto „Toward AI That Feels Alive. Beyond Generative AI.“ – auf Deutsch etwa „Auf dem Weg zu lebendiger KI. Über generative KI hinaus.“ – entwickelt SpiralAI ein eigenes Large Language Model (LLM), das seinen Fokus darauf setzt, authentische Interaktionen und Gespräche mit Charakteren aus japanischen IPs zu ermöglichen. Das Unternehmen erklärt, sein neuestes LLM namens Geppetto2 sei darauf zugeschnitten, Charaktere im Rahmen ihrer vordefinierten Eigenschaften handeln zu lassen. Das heißt, sie könnten etwa nicht auf Informationen zugreifen, die ihnen normalerweise nicht bekannt wären, was Ungenauigkeiten eindämmen soll. Über die Zeit soll sich die Beziehung zwischen der Figur und dem Nutzer zudem weiterentwickeln.

    Koei Tecmo zeigt sich von SpiralAIs Bestreben und den Anwendungsmöglichkeiten in Unterhaltungsmedien beeindruckt und will daher in das Unternehmen investieren. Hisashi Koinuma, CEO und Präsident von Koei Tecmo, spricht dabei gezielt die KI-unterstützten Gespräche mit Charakteren an. Dennoch geht aus der Mitteilung nicht hervor, ob oder auf welche Weise die Technologie in Zukunft in Koei Tecmo-Produkten zum Einsatz kommen soll. Diesbezüglich werden wir wohl weitere Entwicklungen abwarten müssen. Yuichi Sasaki, Geschäftsführer von SpiralAI, freut sich in jedem Fall, Investoren gefunden zu haben, welche ihre Vision von KI-Erfahrungen teilen, wie sie nur aus Japan kommen können.

    Was meint ihr? Könntet ihr euch Charaktere auf LLM-Basis in Videospielen vorstellen?

  • Bei bestimmten unterstützenden Tätigkeiten könnte ich es ja noch verstehen.

    Bei Gesprächen zw. Charakteren o.ä. neee lass mal. Da will ich lieber fähige gute Schreiberlinge im Hintergrund haben.

    Mir sträubts schon immer die Haare wenn ich auf youtube Werbung von KI generierten Geschichten auf irgendwelchen Plattformen reingespült bekomme:ugly-classic:

  • KI die genutzt wird um Prozesse oder Spiele zu verbessern finde ich gut, wird sie rein zur Gewinnmaximierung benutzt, wird es problematisch. Mein Vertrauen in japanische Firmen ist da generell etwas höher und ich hoffe das wir am Ende einfach bessere Spiele bekommen, weil sich die Entwickler auf Gameplay etc. fokussieren können.

    Zum Glück sind Massenentlassungen in Japan ja nicht wirklich möglich, daher ist die Hoffnung zumindest da.

  • Ja man, wir brauchen mehr AI Slop in der Spieleindustrie und auf dem Planeten da es ja so cool ist Menschen die Herzblut in ihre Kunst zu stecken gefeuert werden damit die Führungsetage ihre Drölfte Yacht kaufen können während die AI Datenzentren so viel Energie und Wasser benötigen das unser Planet darunter leiden wird.

    Ich will am liebsten im Strahl Kotzen.

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