Politik-Thread

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  • Zitat von Dirk Apitz:

    Dabei auch noch rassistische Begriffe zu verwenden
    Das war, meiner Meinung nach, der große Fehler an der ganzen Sache.
    Berichten zufolge ist "Nafri" eigentlich ein Kürzel für den Polizeifunk, ohne irgendwelche rassistischen Bedeutungen. Ganz einfach, weil bei Polizeieinsätzen oft wenig Zeit ist. Deshalb werden auch Begriffe wie "Ami" (Amerikaner) oder "Ausi" (Australier) benutzt.

    Das was in Sachen Begrifflichkeiten jetzt falsch gemacht wurde, ist, dass dieser Begriff innerhalb der Medien genutzt wurde und somit seinem internen Zweck entfremdet wurde.
  • Nein die Medien haben damit nichts zu tun. Die Polizei hat diesen Begriff auf Twitter und bei den Presseleuten selbst verwendet und überstülpt das auf jeden Nordafrikaner die hier friedlich und ohne Gewalt leben. Denn das Wort hat längst eine negative Bedeutung und wird rassistisch verwendet. Hier hätte man einfach mehr Fingerspitzengefühl zeigen können.


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  • Der ganze Vorfall zeigt jedenfalls, dass die Stimmung im Land bereits gekippt ist. Vor nicht allzu langer Zeit hätte ein Verantwortlicher bei der Polizei dafür seinen „Hut“ nehmen müssen. Nun aber muss der „Moral Apostel“ unter öffentlichem Druck schleunigst von seinen Aussagen zurückrudern. Die Leute haben Angst um Leib und Seele. Das ist Fakt. Dann fallen solche Sachen unter den Tisch. Da kann man in friedlichern und besseren Zeiten drüber diskutieren, da ist es noch belanglos, jetzt aber ist es ernst. Der Spaß ist vorbei. Deswegen wählen die Leute AfD. Auch wegen solcher Aussagen wie von dieser Grünen Politikern. Die haben noch nicht verstanden wie es im Land steht. Den Leuten ist es jetzt einfach egal, ob solch ein Einsatz korrekt abgelaufen ist, oder ob irgendwelche Grundrechte von Menschen dabei verletzt worden sind. Das ist schlimm, aber soweit ist das System schon herabgesunken. Schade drum. Das Problem dabei ist, das es jetzt vielleicht „nur“ die Migranten erwischt hat, aber welche Gruppe ist die nächste? Das Tor ist jedenfalls geöffnet und das macht Angst bei der Sache. Trotzdem darf man dabei aber all die Opfer aus dem Vorjahr nicht vergessen. Der Staat musste reagieren. Aber die Richtung die diese Sache nimmt, die wird mir zunehmend unheimlicher.
  • wie hätte es denn ausgesehen, wenn es "optimal" gelaufen wäre?
    eine bekannte von mir ist bei der Polizei und mittlerweile polizeirätin. ich weiß aus einigen anderen Situationen wie schwierig es ist alles richtig zu machen und wie schwierig es ist intern alle "zufrieden" zu stellen bis endlich ein Konzept steht und durchgeführt werden kann.

    daher ernst gemeinte frage. wie hätte es laufen müssen?
    (das es nicht gut abgelaufen ist steht hierbei außer frage!)
  • Ja soll die Politikerin lieber den Mund halten und das unkommentiert so stehen lassen? Dann kann jeder was sagen ohne Konsequenzen. Problem war nicht dass sie den Mund aufmachte sondern dass es zu wenige waren.

    Wie nach dem Anschlag in Berlin (mehr Überwachung) zieht man nun wieder die falschen Schlüsse nach Silvester und das Ergebnis haben wir schon. Leute berichten davon, dass dort mehr Polizisten waren als Zivilisten. Ich denke das hätte schon gereicht ohne dass was passiert wäre. Will auch nicht wissen wo was anderes passiert ist während scheinbar alle Kräfte konzentriert an einem Platz waren und was ist dann das Jahr drauf?

    Wir bauen immer mehr von unseren Freiheiten und Werten ab und im Übrigen treiben solche Maßnahmen und rassistische Äußerungen die Leute zu Gruppen wie die IS und co

    @loco

    Sich nicht so zu äußern wäre ein Anfang gewesen.


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  • Zitat von Dirk Apitz:

    Sich nicht so zu äußern wäre ein Anfang gewesen
    stimme ich 100% zu!
    aber bei uns in der Pfalz sagt man "dumm gebabbelt is glei"! heißt so viel wie "du hast leicht reden". danach ist man immer schlauer. und fehler aufzählen ist leicht.

    aber was mich interessiert ist einfach, WIE hätte man nach den vorfällen im vergangenen jahr angemessen reagieren sollen?
  • also keine ahnung, ob ich was verpasst habe, aber das wort "nafri" ist bei mir überhaupt gar nicht rassistisch. irgendwie muss man doch eh viel zu sehr aufpassen, was man sagt, alles wird auf die goldwaage gelegt, grad wenn es ums thema rassismus geht. das werden dann aufmal einige als rassisten abgestempelt, die es gar nicht sind...
    ich beschwere mich ja auch nicht wenn ich als "deutscher" bezeichnet werde.
  • Zitat von Fr0six:

    also keine ahnung, ob ich was verpasst habe, aber das wort "nafri" ist bei mir überhaupt gar nicht rassistisch. irgendwie muss man doch eh viel zu sehr aufpassen, was man sagt, alles wird auf die goldwaage gelegt, grad wenn es ums thema rassismus geht. das werden dann aufmal einige als rassisten abgestempelt, die es gar nicht sind...
    ich beschwere mich ja auch nicht wenn ich als "deutscher" bezeichnet werde.
    Vor sehr langer Zeit war auch das Wort N.e.g.e.r. (weiß nicht ob man dies schreiben darf) normal. Heute würde ich nie derartiges sagen, eben aufgrund der Bedeutung, welche sich im Laufe der Zeit doch ziemlich geändert hat. Das Wort ist ursprünglich eher wertfrei gewesen, ist mittlerweile aber sehr belastet und wird daher zurecht gemieden.
    In diesem expliziten Fall geht es auch eher um Unterstellungen, welche mit diesem Begriff assoziiert werden.
    Die Leute fragen mich immer, was aus Sartre geworden ist.
    Ich kann dazu nur sagen, dass er in der Hölle ist.
    Gemeinsam mit den Anderen...
  • Zitat von Loco4:

    Zitat von Dirk Apitz:

    Sich nicht so zu äußern wäre ein Anfang gewesen
    stimme ich 100% zu!aber bei uns in der Pfalz sagt man "dumm gebabbelt is glei"! heißt so viel wie "du hast leicht reden". danach ist man immer schlauer. und fehler aufzählen ist leicht.

    aber was mich interessiert ist einfach, WIE hätte man nach den vorfällen im vergangenen jahr angemessen reagieren sollen?
    Wie bereits geschrieben, die Polizeipräsenz war enorm und hätte gereicht. Das profiling und die Äußerungen dagegen hätte man lassen können.

    @Fr0six

    Du hast nicht zu bestimmen ab wann jemand sich beleidigt fühlt oder nicht. Wenn du mich Kartoffel nennst dann liegt es an mir ob ich mich dadurch herabgesetzt fühle oder nicht. Das selbe gilt für Nafri, Neger oder sonst was. Zudem geht es darum, dass eine komplette Gruppe damit verallgemeinert wird.


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  • @Dirk Apitz: ich habe nie behauptet, dass ich bestimme, ab wann man sich beleidigt fühlen darf. manche menschen sind so empfindlich, die muss man nur ansprechen oder doof angucken und sie sind beleidigt. da ist jeder verschieden. ;)
    ich habe nur gesagt, dass "nafri" für mich keine rassistische (oder auch negative) bezeichnung ist. es ist für mich nicht negativ behaftet und deswegen wundere ich mich über solch eine diskussion.
    ich finde nur, dass man nicht alles auf die goldwaage legen muss. das ist nämlich allgemein, auch hier im thread, recht beliebt. :D
  • Zitat von Dirk Apitz:

    Wie bereits geschrieben, die Polizeipräsenz war enorm und hätte gereicht. Das profiling und die Äußerungen dagegen hätte man lassen können
    stell dir vor es hätte dann dieses jahr nur annähernd ähnlich vorfälle gegeben.
    dann wäre die Polizei kritisiert worden, dass sie, obwohl sie wussten was letztes jahr los war, nur "daneben standen".
    das meine ich. danach sind alle immer schlauer, aber irgendwie reagieren mussten sie ja.
    du und viele andere hätten es anders gemacht und mit großer Wahrscheinlichkeit wäre das aus anderen gründen kritisiert worden.
    ich denke das ganze ist einfach ein Lernprozess. jetzt gilt es aus den fehlern fürs nächste mal zu lernen. Kritik wird's allerdings immer geben. es ist einfach schwer bis unmöglich jedem gerecht zu werden.
  • Zitat von the Metroid one:

    Zitat von Fr0six:

    also keine ahnung, ob ich was verpasst habe, aber das wort "nafri" ist bei mir überhaupt gar nicht rassistisch. irgendwie muss man doch eh viel zu sehr aufpassen, was man sagt, alles wird auf die goldwaage gelegt, grad wenn es ums thema rassismus geht. das werden dann aufmal einige als rassisten abgestempelt, die es gar nicht sind...
    ich beschwere mich ja auch nicht wenn ich als "deutscher" bezeichnet werde.
    Vor sehr langer Zeit war auch das Wort N.e.g.e.r. (weiß nicht ob man dies schreiben darf) normal. Heute würde ich nie derartiges sagen, eben aufgrund der Bedeutung, welche sich im Laufe der Zeit doch ziemlich geändert hat. Das Wort ist ursprünglich eher wertfrei gewesen, ist mittlerweile aber sehr belastet und wird daher zurecht gemieden.In diesem expliziten Fall geht es auch eher um Unterstellungen, welche mit diesem Begriff assoziiert werden.
    Ich persönlich finde es vollkommen in Ordnung wenn jemand das Wort Neger benutzt, wichtig ist meiner Meinung nach die Intention, was man ausdrücken möchte, ein Wort ist per se nicht "böse", sondern wenn überhaupt die Person. Das selbe würde ich auch über den Begriff Nafri sagen. In dem Moment in dem ich akribisch darauf achte welche Wörter ich verwenden "darf" und welche nicht findet eine Form der Selbstzensur statt, die ich definitiv ablehne.
  • Hätte es aber nicht Loco. Das letzte Mal war die Polizei nicht einmal halb so viel und das letzte Mal war man unvorbereitet.

    Dazu: Also die Typen die so eine Scheiße machen wären enorm dumm das wieder zu tun an der gleichen Stelle am gleichen Tag. Und genau das meine ich. Super hat funktioniert mit dem Domplatz. Wie sieht es mit der restlichen Stadt aus?

    Man war vorbereitet, man war gefasst und man war viel mehr Leute. Das schreckt ab und sollte völlig reichen. Sie haben ja reagiert aber eben die falschen Schlüsse draus gezogen. Und das MUSS kritisiert werden. Seit Jahren machen die Behörden und Polizisten enorm viele Fehler oder es gibt fragwürdige Entscheidungen. Es ist nicht schlimm, dass Fehler gemacht werden. Das passiert. Es ist schlimm, dass man eben nichts draus lernt. Aber sobald man ja was sagt, darf man ja nicht die Polizei kritisieren oder sonst was. Dabei wäre das aber so langsam Pflicht. Dass die Behörden usw. nämlich Dinge STÄNDIG falsch machen aber das ohne Konsequenzen bleibt, dann läuft hier echt was falsch. Ja es gibt auch gute und fähige Leute und die sollte man auch viel mehr hervorheben als die Leute, die diesen Mist ständig verzapfen. Denn die machen ihren Job gut, haben es verdient von uns respektiert zu werden und ich habe schon einmal die Geschichte erzählt, wie ich einem Polizisten etwas gab weil er mir geholfen hat gegen einen anderen Polizisten. Das war mir enorm wichtig. Aber man muss es eben auch kritisieren dürfen. Die Sache mit "Hinterher ist man immer Schlauer" ist ein toller Spruch aber verklärt die Sache. Denn leider wird man meistens daraus nicht schlauer. Im Fall von Köln machte man vielleicht nicht die gleichen Fehler aber zog falsche Schlüsse draus. Wie gesagt eine verstärkte Polizeipräsenz hat gereicht aus mehreren Gründen. Nebenbei gesagt könnte ich ja die Gegenfrage stellen. Durch diese Art von Profiling hätte es jeden die Tür geöffnet, die nicht dem Bild entsprechen. Was wäre also passiert, wenn plötzlich trotzdem Übergriffe da waren nur eben von anderen Gruppen. Oder wenn an einem anderen Ort in Köln das passiert wäre? Glück für die Polizei dass es gut gegangen ist.

    @Fr0six

    Aber genau das tust du aber wennd u sagst es ist für DICH nicht negativ belastet und du verstehst die Diskussion darüber nicht. Viele fühlen sich da aber angegriffen und diskriminiert und das hast du zu respektieren und zu akzeptieren.

    Wie oft hier alle frei drehen sobald man sie Nazi genannt haben soll. Nationalsozialist ist doch dabei eigentlich gar nicht so das krasse Wort. Wenn man es genau nimmt ist jeder AfD-Wähler ein Nationalsozialist und damit ein Nazi. Aber warum ist es falsch jeden AfDler als Nazi zu bezeichnen? Aus dem gleichen Grund wie andere als Nafri zu bezeichnen oder es in so einem Kontext zu verwenden. Es ist negativ behaftet und und verallgemeinert eine komplette Gruppe.

    @RoXaS

    Warum das Wort so negativ behaftet ist und warum man es deswegen DEFINITIV nicht sagen sollte ist dir aber klar oder?


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  • Zitat von Dirk Apitz:

    @Fr0six

    Aber genau das tust du aber wennd u sagst es ist für DICH nicht negativ belastet und du verstehst die Diskussion darüber nicht. Viele fühlen sich da aber angegriffen und diskriminiert und das hast du zu respektieren und zu akzeptieren.
    ich respektiere und akzeptiere es auch, aber vielleicht doch noch ein rat an die allgemeinheit: nicht alles auf die goldwaage legen und sich nicht von allem und jedem ans bein gepisst fühlen. ist oft nämlich gar nicht so gemeint, wie man es auffasst. nebenbei lebt es sich auch deutlich angenehmer.

    das war eigentlich alles, was ich damit sagen wollte.
  • Wenn ich dich Arschloch nenne weil ich weiß du nimmst das nicht so ernst dann kann ich mir nichts vorwerfen lassen. Wenn ich aber weiß es gibt leute die es trifft aus verschiedenenen Gründen, dann habe ich das zu akzeptieren und kann nicht damit kommen, dass er es nicht so genau nehmen soll. Jeder Mensch hat einen wunden Punkt und allgemeine Rücksicht ist da eben wichtig.

    Und gerade bei solchen Bezeichnungen. Alltagsrassismus fängt im Kleinen an und endet in einer Katastrophe. Schon jetzt sind viele Begriffe wieder auf den Stammtischen gelandet und Beleidigungen gegen Ausländer sind Salonfähig. "Das meine ich doch nicht alles so".

    1. Weiß das Person xy nicht
    2. Hast du eben nicht zu bestimmen ab wann man sich angegriffen fühlt und wann man es nicht so ernst nehmen sollte.

    Das wollte ich nur damit aussagen :P


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  • Zitat von Dirk Apitz:

    Warum das Wort so negativ behaftet ist und warum man es deswegen DEFINITIV nicht sagen sollte ist dir aber klar oder?
    Falls du Neger meinst muss ich das leider verneinen, denn ursprünglich war das Wort erstmal wertfrei zu betrachten. Schwarze hat man einfach als Neger bezeichnet, ob man diese nun als minderwertig betrachtet oder ähnliches ging daraus nicht hervor (wobei man sagen muss, dass dies häufig der Fall war). Die negative Bedeutung des Begriffes ist eher ein Phänomen der Neuzeit und ist auf das englische Pendant zurückzuführen, welches auch per se eine Beleidigung ist.

    Das ist zumindest mein Wissenstand, allerdings lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
  • muss jetzt leider los, aber paar dinge noch:


    Zitat von Dirk Apitz:

    Wie sieht es mit der restlichen Stadt aus?
    da hast du recht. allerdings müsste man dann überall jeden durchsuchen und dazu bräuchte man den überwachungsstaat, den sicherlich niemand haben will.

    ich möchte auch gar nicht gegen dich argumentieren, im Gegenteil:

    - selbstverständlich darf und muss auch die Polizei kritisiert werden
    - ich stimme auch zu, dass, wenn alle nicht-nordafrikanisch-aussehenden durchgewunken werden, denen dann die tür offen stand. hier hätte man generelle Kontrollen durchführen sollen
    - auch stimme ich zu, dass man oft die falschen schlüsse zieht und diejenigen die fragwürdige Entscheidungen treffen quasi nie irgendwelche Konsequenzen zu spüren bekommen. ist ja leider auch in vielen anderen bereichen so


    ich sage im Prinzip nur, es ist nicht möglich allen gerecht zu werden und alles richtig zu machen und es wird immer Kritik geben. genauso wie fehler. wenn man nicht zweimal den selben macht, hat zumindest ein Lernprozess stattgefunden. wo dieser hinführt ist eben nicht immer gut...

    in diesem sinne bis später