Spezial: Wie sinnvoll ist das aktuelle Altersfreigabensystem?

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    • Spezial: Wie sinnvoll ist das aktuelle Altersfreigabensystem?

      Diese Woche findet die ntower-Themenwoche zum Alter statt. Begleitend zur Aktionswoche feiern wir gleichzeitig Nintendos 125-jähriges Bestehen und wollen euch über die Geschichte dieses Unternehmens informieren. Doch heute gibt es ein komplett anderes Spezial, welches wir euch passend zum Alter bieten wollen. In Deutschland gibt es für unser Altersfreigabensystem die berüchtigte USK. Roman hat sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern die USK sinnvoll für unser Land ist.

      Hier geht es zum Spezial!

      Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
      ntower 2007 - unendlich

      Dennis auf Twitter

      Of course. I'm nuts.
    • Im Prinzip gar nicht, weil es gar nicht so wichtig ist was oberflächlich in einem Spiel vorkommt (z. B. Blut bei Shootern usw.), es kommt vielmehr darauf an was ein Spiel vermittelt. Die Motive und damit die Motivation müssen klar sein und dürfen keine grundlose Gewalt rechtfertigen. Beispielsweise kann zum Beispiel auch ein Kinderbuch bildhaft und farbenfroh dargestellt sein, tortzdem völlig falsche Wertvorstellungen vermitteln (z. B. es ist OK Tiere zu qäulen). Da nützt einem auch die süßeste Zeichentrickgrafik nichts wenn das Spiel so etwas vermittelt. Man kann höchstens darunter selektieren dass man sagt, Kriegspiele überschreiten den Horizont von Kindern. Aber Kriegsspiele überschreiten auch den Horizonts der meisten Erwachsenen weil sie sowas nie erlebt haben. Ich finde es ist immer besser nach dem Sinn des Spiels zu urteilen als das was es oberflächlich darstellt. Das Symbol rot, grün, blau und gelb sollten demnach eher ein Qualitätssiegel sein und weniger eine Beschränkung auf das Alter. Also grün für sinvoll, rot für sinnlos beispielsweise. Is jedenfalls meine Meinung.
    • Solange mich die BPjM als volljährige Person mit ihren Indizierungen gängelt, ist dieses System komplett hirnrissig.
      DIe USK nehm ich jetzt mal mit raus, die bekommen alles ab, können aber nichts dafür, wenn ein "Rat" aus linksgrünen Pädagogen, irgendwelchen Psychologen und Politikern Spiele auf die Indizierungslisten setzt, obwohl sie davo n Null Ahnung haben.
      Beschlagnahmungen/Verbote haben aufzuhören, warum nicht komplettes Werbeverbot für diese Titel und Verkauf nur auf Nachfrage bei einem Händler + Ident-Verfahren etc. pp. Wenn dann irgendein Vater seinem Sohnemann so ein Spiel kauft, ist es weder die Schuld der USK, des Herstellers oder der Programmierer, sondern der Eltern! Sollen sie die Eltern wegen falscher Erziehung drankriegen.
      Mich kotzt es an, dass mich diese Mischpoke daoben, daran hindern Spiele zu kaufen und das ganze auch noch Deutschland-exklusiv. Die Eurokraten regeln doch sonst immer alles und wollen in der "EU" alles gleichschalten. Hier darf Deutschland aber sein eigenens Süppchen kochen, während alle anderen einfach das PEGI-Rating akzeptieren und benutzen.


      Nintendo-Network-ID/PSN-ID: Green-Link84
      XBL: GreenLink84
      Steam-User-ID: greenlink84
    • Wenn ich ehrlich sein darf: mir doch egal... zumindest, seit ich Nintendo-Fan bin.

      Ich hab zu 93% NUR Nintendo-Spiele (die abgesehen von den Smash-Teilen von 0-6 sind) und ansonsten Sonic-Spiele und 1,2 Star Wars/Spider-Man-Spiele gespielt. Dann habe ich letztens Portal 1 durchgesuchtet (es war Samstag). Aber manchmal macht es schlicht keinen Sinn: damals waren Star Wars-Filme ab 16. Die 3D-Remakes sind aber ab 6, weil ab da 3D geeignet ist... was aber nicht heißt, dass ich nicht schon damals Star Wars gesehen habe.
      Da gibt es einen Schatten, den niemand löschen kann...

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      Die Signatur hat mir der gute Gingo gemacht.
    • @Roman: Die Alternativen die du beschreibst, lassen sich im wesentlichen unter dem Schlagwort Medienpädagogik zusammenfassen. Der Ansatz ist durchaus sinnvoll und kann auch jetzt schon durch Eltern praktiziert werden. Was du unterschlägst ist, dass Altersfreigaben im Privaten keinerlei Verbindlichkeit haben- Eltern müssen sich nicht an Altersfreigaben halten! Aus diesem Grund fände ich eine vollkommene Abschaffung von Altersfreigaben auch falsch. Zum Einen weil es halt auch öffentliche Vorstellungen gibt, wo ein individuell abgestimmtes System nicht funktioniert, zum anderen weil Kinder ohne Altersfreigabesystem problemlos an alle möglichen Spiele/ Filme kommen könnten. Die Eltern haben bereits jetzt die Pflicht ihren Kindern nur Medieninhalte zukommen zu lassen, die nach der Auffassung der Eltern für sie geeignet sind. Das Problem ist, dass das vielen Eltern schlichtweg egal ist. Verantwortungsvolle Eltern vermitteln ihren Kindern heute schon Medienkompetenzen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Bei allen anderen Kindern springt der Staat ein, um wenigstens ein Mindestmaß an Jugendmedienschutz gewährleisten zu können. Dank des Internets mag das System nicht mehr so gut funktionieren wie früher, es aufzugeben wäre aber eine Kapitulation vor dieser Situation.

      Zu der Sache mit den im Kontext der Zeit schwankenden Altersfreigaben: Unsere Gesellschaft ist einem andauernden Wandel unterzogen und das hat unweigerlich auch Einflüsse auf die in ihr lebenden Menschen. Die Beurteilung von Medien unter Jugendschutzperspektiven ändert sich zwangsläufig, weil sich mit der Zeit auch Erfahrungen und Wertevorstellungen einer Gesellschaft ändern. Unsere Kinder sind heute nicht nur bereits weitaus medienerfahrener als die Generationen davor, auch der Blick der Wissenschaft auf Medien hat sich verändert. Während man früher der Auffassung war, dass Medieninhalte direkte Einflüsse auf Rezipienten ausüben können, ist man heute davon überzeugt, dass Medien nur indirekt Einfluss auf die psychische Entwicklung von (Pre-)Adoleszenten haben und dieser wiederum von der Verarbeitungsfähigkeit (Medienkompetenz) der Kinder und Jugendlichen abhängig ist.

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    • Zum Thema Zugänglichkeit für Jugendliche bei brutalen Spielen, macht das System weniger Sinn. Denn sollte man ein Spiel haben wollen, wird einfach jemand älteres gefragt. Dabei muss es nichtmal ein eigener Freund oder ein Familienmitglied sein.

      Bei mir im Media Markt oder Saturn sehe ich häufig sowas und ganz ehrlich? Finde es auch nicht sonderlich schlimm wenn jetzt ich sage mal, ein 16 Jähriger ein Spiel ab 18 kaufen möchte.

      Dafür ist die Differenz im Alter einfach zu niedrig (und ich finde es auch total bescheuert, was Videospiele betrifft. Alkohol etc. ist eine andere Sache)

      Zum anderen: Die USK beschneidet selbst Ab 18 Titel die mir suggerieren sollten, dieses Spiel ist komplett ungeschnitten und für volljährige komplett zugänglich. Wenn die USK sagen wir mal eine Alterszulassung ab 21 einführen würde, quasi die Volljährigkeit in manch anderen Staaten, dann wäre es durchaus sinnvoller.

      Momentan ist es aber mehr Schein als Sein.
    • Ich finde auch dass es eigentlich gar nicht bringt, da FSK Freiwilligeselbstkontrolle heißt.
      Das die alterbeschränkungen manchmal unnötig sind merkt man zB. Auch daran dass manche 11 jährigen oder so schon Ballerspiele spielen.
      Ansich sind Ballerspiele ja nicht schlimm aber mit 11 so etwas schon spielen zu dürfen find ich übertrieben, da man mit 11 generell nicht so viel zocken sollte außer es ist schlechtes Wetter. Später einmal hat man dann sowie so kaum noch Zeit raus zu gehen oder zu zocken dann man Lernen muss oder Schule am Nachmittag hat.
    • Zitat von bluezealand:

      Was du unterschlägst ist, dass Altersfreigaben im Privaten keinerlei Verbindlichkeit haben- Eltern müssen sich nicht an Altersfreigaben halten!

      Das stimmt - die Verbindlichkeit der USK-Angaben bezieht sich auf den Verkauf. Das kommt im Text vielleicht falsch rüber. Dennoch wird das System im Wesentlichen so kommuniziert, dass die Altersgrenzen einzuhalten wären. Mein Alternativgedanke war ja, gezielte Empfehlungen zu geben, die auch weit differenzierter sind als die reine Alterszahl. Schließlich muss sich das System auch an der Praxis messen lassen. Auch wenn Eltern ihren Kindern diverse Inhalte zukommen lassen dürfen, müssen sie sich ja auch schon beim Kauf orientieren, wovon sie ihre Entscheidungen abhängig machen (und die meisten Eltern sind nicht im Vorfeld umfassend informiert über ein Spiel). Als Konsequenz gibt es für die meisten Eltern heute zwei Richtungen: Entweder richten sie sich doch nach der Alterszahl oder sie lassen ihre Kinder willkürlich diverse Spiele spielen.

      Zitat von bluezealand:

      Dank des Internets mag das System nicht mehr so gut funktionieren wie früher, es aufzugeben wäre aber eine Kapitulation vor dieser Situation.

      Da darf ich aber die Frage stellen, ob das System früher wirklich so gut funktioniert hat?! Ich behaupte, dass es grundsätzlich mangelhaft ist. Ob man es komplett aufgibt oder modifiziert, da darf man sich gerne streiten. Einfach ist das sicher nicht zu bewerkstelligen, darum gibt es ja überall diese (leider) unsinnige Kupplungen an das Lebensalter.
    • Das System der USK oder auch bei Filmen der FSK finde ich prinzipiell in Ordnung. Was ich jedoch unverschämt finde, ist die Möglichkeit Freigaben zu verweigern, sodass der Titel indiziert oder sogar beschlagnahmt werden kann. Das ist in keinster Weise mehr zeitgemäß und sollte abgeschafft werden. Eine Freigabe der USK/FSK sollte jeder Titel ohne Kürzungen oder Anpassungen erhalten dürfen.
    • Erstmal ein Lob, dass ihr euch mit dem Thema auseinandersetzt!

      Der Jugendschutz in Deutschland war mit Freunden, Bekannten und auch in meinen eigenen Gedankengängen oft schon Thema. Prinzipiell finde ich es gut und richtig, dass sich Deutschland um Jugendschutz kümmert. Jedoch ist es m.E. stark übertrieben.

      Warum muss ein Spiel "nicht jugendgefährend" sein, damit es eine ab 18 Freigabe bekommt? Ein Widerspruch ins sich!
      Oder anders: Warum muss man Spiele noch schneiden oder indizieren, obwohl jeder 18-jährige sowieso an ungeschnittene Versionen rankommt? Ich fühle mich als erwachsener Bürger einfach benachteiligt und bevormundet. Es nervt ungemein mir vor jedem Kauf eines ab 18 Spiels oder Films Gedanken darüber zu machen, ob das Ganze nun ungeschnitten ist. Besuche auf schnittberichte.com stehen deswegen stets an, bevor ich zuschlage. Für mich ergibt es keinen Sinn Spiele, Filme oder Serien für Volljährige auch noch zu schneiden.

      Nun zu dem Thema Alterklassen:
      Natürlich lässt sich darüber debattieren wo die Altersgrenzen zu setzen sind. Es ist aber meines Erachtens nötig diese Grenzen festzulegen. Und zwar nicht als defintive unumstößliche Zuordnung, sondern als Orientierungshilfe.
      Die Altersfreigaben verhindern, dass ein Kind ein Produkt kauft dessen Inhalte möglicherweise nicht geeignet sind. Das ist auch vollkommen richtig so. Denn der Verkäufer muss sich an irgendetwas orientieren, da er das Kind nicht kennt. Die ENTSCHEIDUNG, ob etwas geeignet für ein Kind ist liegt aber letztlich bei den Eltern. Im Optimalfall haben Kind und Elternteil(e) sich vorher zusammengesetzt und gemeinsam festgestellt, ob das Produkt für das Kind geeignet ist.
      Altersfreigaben verhindern einfach nur einen unkontrollierten Konsum von Medien. Sind aber nur für die Händler bindend. Privatpersonen müssen sich nicht an diese Freigaben halten. Es ist nicht illegal als 12-jähriger ein Spiel ab 18 zu spielen. Wenn die Erziehungsberechtigten entscheiden, dass es für das Kind "ungefährlich" ist, dann können sie ohne Probleme in den Laden gehen und das Spiel für ihr Kind kaufen.
      Der Knackpunkt liegt aber eben genau bei den Eltern. Viele Eltern beschäftigen sich einfach nicht mehr intensiv mit ihren Kindern oder es interessiert sie nicht für was sich das Kind interessiert. Sie sehen nur: "Du bist laut Freigabe nicht alt genug, darfst du nicht spielen". Niemand nimmt sich Zeit sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen: Was will mein Kind da spielen? Welche Inhalte können ihm da begegnen? Kann mein Kind damit umgehen?
      Denn für gewöhnlich sollten die Eltern ihr Kind am besten kennen. Den meisten Leuten reicht es aber wohl ihr Kind einfach vor dem "Nintendo" oder vor der "Playstation" zu parken. Manchen ist es gar völlig egal was das Kind gerade spielt, ob geeignet oder nicht. Diesen Fall gibt es nämlich auch und er ist genauso falsch.
      Es ist die Pflicht eines Erziehungsberechtigten sich mit dem auseinanderzusetzen was das Kind macht. Auf seine Wünsche einzugehen, sich anzusehen, was es konsumieren möchte.
      Einfache Verbote ("du bist zu jung") oder unkontrollierte Erlaubnisse ("spiel doch was du willst") sind beides falsche Ansätze.

      Es ist nicht das Altersfreigabesystem was falsch ist, sondern der Umgang der Eltern mit ihren Kindern.
    • Als praktizierender Pädagoge kann ich sagen, bei Videospielen machen die Altersfreigaben durchaus Sinn.

      Denn es stimmt zwar, dass die Verantwortung, die geeigneten Spiele für die Kinder auszusuchen, bei den Eltern liegen sollte. Die meisten sind damit jedoch hoffnungslos überfordert. Und diesen Eltern sind die Altersfreigaben eine echte Hilfe.

      Natürlich lässt sich darüber streiten, inwiefern die Einstufungen bei den einzelnen Spielen passen, aber im Großen und Ganzen können Erziehungsberechtigte zumindest davon ausgehen, dass ihre Kinder bei Titeln mit einer Altersfreigabe ab 0, 6 oder 12 nicht mit Gewaltorgien oder sonstigen "erwachsenen" Themen konfrontiert werden, zu deren Verständnis und vor allem zu deren Verarbeitung nunmal eine gewisse geistige Reife nötig ist. Dass diese auch bei so einigen über 18-jährigen noch nicht wirklich vorhanden ist, ist ein anderes Thema..
    • Im Allgemeinen ist das System schon ok. Es ist vielmehr eine Richtlinie, was für Minderjährige geeignet ist und was nicht. Wenn beispielsweise ein 10- oder 11jähriger ein Spiel wie Zelda -das ab 12 freigegeben ist- zum Geburtstag geschenkt bekommt, dann mag das in Ordnung sein. Als Elternteil sollte man schon erkennen, wie weit entwickelt sein eigenes Kind ist.
      Ein anderer Punkt stört mich aber gewaltig: Früher durfte man als Kind noch nicht einmal in Begleitung eines Erwachsenen in eine Videothek gehen, um einen Kinderfilm auszuleihen. Heute kann jedes Kind zum örtlichen Elektronikmarkt gehen und dort nahezu ungehindert Filme und Spiele "ab 18" in die Hand nehmen. Alleine manche Abbildung auf den jeweiligen Hüllen können zu Angstzuständen oder Verstörung führen. DIESES GANZE ZEUG GEHÖRT OHNE WENN UND ABER "UNTER DEN LADENTISCH"! Da hilft auch kein USK-Sticker mehr.
    • Anscheinend wird der Thread gar nicht zum Diskutieren genutzt. :D

      Ich habe im Thread eine Meinung geäußert, die ich auch hier wiedergeben möchte:

      USK sinnvoll ja oder nein?

      Sinnvoll ja. Das Problem sind die Eltern. Die müssen mehr Interesse an das Hobby ihrer Kinder zeigen und darauf achten was konsumiert wird. Des Weiteren sind die Verkäufer gefordert, denn ein zB 10 Jähriger darf ohne Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters keine Videospiele kaufen. Wenn der Verkäufer das missachtet und die Eltern darauf nicht achten, dann kommt ein 10 jähriger leicht zu Erwachsenen-Spielen, obwohl er rechtlich gesehen zwei Hürden zu überwinden hatte.

      Da liegt das Problem, denn mehr Schutz kann die USK meiner Meinung nach sowieso nicht bieten.


      USK verfügt nicht über gesetzliche Ermächtigung intensiver eingreifen zu können. Das einzige was die USK tun kann ist klare Verhältnisse schaffen. Dh man kann nicht ein Spiel wie South Park cutten nur weil es in bestimmten Stellen die NS-Zeit thematisiert, während bei GTA V Rassismus, ethischer Missbrauch, Gewaltbeherrschung (nicht nur Gewaltverherrlichung) Teil des Spieles sind. Wolfenstein The New Order glaube ich ist ja in Deutschland auch uncut erschienen. Mir kommt halt so vor, dass die USK oftmals aus dem Bauchgefühl heraus entscheidet was indiziert, geschnitten oder freigegeben werden soll - in Bezug auf "ab 18"-Spiele.

      Aber wie gesagt die Eltern sollten mal anfangen zu hinterfragen, ob das, was deren Kinder spielen, für sie angemessen ist.

      Ich denke aber das sich das mit der Zeit bessern wird, denn junge Spieler von heute haben selbst Eltern die früher Spiele gespielt haben oder noch immer mit ihren Kindern spielen. Diese Eltern wissen dann auch genau was für das Kind am besten ist.
    • Ich finde, die USK ist nur eine Empfehlung.
      Ich hab mit 10/11 Jahren auch Scream geguckt. (Ist kein Maßstab, ich weiß.) Mir hat es nicht geschadet.

      Auf der einen Seite ist es richtig, dass Eltern die Kinder unterstützen müssen, aber welche Eltern setzen sich mit den Kiddies hin und zocken? Natürlich sollte man sich dann am Wochenende 1-2 Stunde für Spiele, die eine höhere USK haben, mit dem Kind hinsetzen und dem Kind entsprechend bei Fragen zu den Geschehnissen zur Seite zu stehen.
      :mltanz: No Play - No Fun!

      3DS-FC: 1719-3953-7761
    • Zitat von Kraxe:

      Anscheinend wird der Thread gar nicht zum Diskutieren genutzt. :D

      Ja, erwartungsgemäß ist die Aufmerksamkeit in den Kommentaren zunächst höher. Ich mache trotzdem gerne Threads zu meinen Specials auf, weil diese Kommentarsektion zwangsläufig in ein paar Tagen unter neueren Newsmeldungen "vergraben" sein wird, wir den Thread im Forum aber dauerhaft wieder durch neue Posts herauskramen können.

      Ich möchte euch jedenfalls herzlich einladen, da zu diskutieren - es gibt auch ne Umfrage . :)
    • Ich selbst bin erst seit 'relativ' kurzer Zeit aus dem für die USK relevanten Alter raus, muss aber sagen, dass ich die USK Einstufungen nie als Schikane gesehen habe.

      Nur sehr selten hatte ich überhaupt Interesse an einem Spiel außerhalb meiner Altersklasse. (Beispiele wären ein paar Strategiespiele wie Cossacks + Ableger [USK 12, was mir damals aber garnicht bewusst war], TLo Zelda: Twilight Princess [12], Assassin's Creed 1 & 2 [16], sowie Dishonored [18].)
      In diesen Fällen war jedoch maximal eine USK-Stufe dazwischen und meine Eltern vertrauten auf mein Urteil, ob ich mit diesen Spielen klar komme, bzw. ich zeigte und erklärte ihnen, worum es in diesen Spielen geht.

      Außerdem scheinen viele zu vergessen, dass die USK die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ist. Und Selbstkontrolle heißt in diesem Fall, dass sie zwar nicht komplett freiwillig ist, da der Handel an die Einstufungen gebunden ist, zuhause aber jeder für sich selbst entscheiden darf.

      Indizierungen sind zwar meistens sinnfrei, vorallem wenn es um Gewaltdarstellungen geht, aber Dinge wie einen KZ- oder Mauer-Simulator, das heißt 'Spiele' mit Menschen verachtenem Grundgedanken, will ich nicht auf dem Markt sehen.

      Außerdem möchte ich diesen Unsinn aus der Welt schaffen, dass die USK Spiele zensieren, bzw. schneiden würde. Das ist schlicht falsch. Das sind die Hersteller selbst, in der Hoffnung eine niedrigere Wertung zu erhalten, oder in extremen Fällen, nicht indiziert zu werden. Die USK kann höchstens Vorschläge machen.

      Generell finde ich die USK als Richtlinie also nicht verkehrt. Und genau das ist sie ja auch.

      Wenn die Frage allerdings ist, ob es eine bessere, vielleicht auch ergänzende Methode geben würde, würde ich sie wohl mit ja beantworten.
      Man könnte zum Beispiel ein Punktesystem einrichten.
      Dabei könnte man in verschiedenen Kategorien 0 bis 5 Punkte vergeben. Diese Kategorien wären dann soetwas wie: Humor, Gewalt, Horror, Komplexität, Wissen, Realismus, Sexualität, Vulgärität, Zugänglichkeit, Trauer, Rauschmittel.
      Diese Kategorien könnte man dann aufgrund ihrer Altersbeeinflussenden Kriterien Einteilen.

      Am Beispiel von Okami würde ich das dann in etwa so machen:
      • Anspruch:
        Humor 4
        Zugänglichkeit 3
        Komplexität 3
        Wissen 1
        Realismus 2
      • Potentiell beeinflussend:
        Gewalt 3
        Horror 2
        Trauer 3
        Vulgärität 3
        Sexualität 2
        Rauschmittel 3


      Natürlich müsste man noch genauer prüfen, welche Kategorien sinnvoll sind und wie man sie einteilt.
      Wichtig ist mir aber auf jeden Fall die Einteilung in Anspruch und beeinflussend. Denn ein emotional harmloses Spiel, das aber äußerst kompliziert ist (z.B. SimCity, oder so etwas), würde ich bestimmt nicht jedem Achtjährigen geben, da er schlicht überfordert wäre. Einem kleinen Genie jedoch, könnte ich es ohne Probleme überlassen.
      Deshalb würde ich den Anspruch auch nicht als Kriterium für den Verkauf nehmen, sondern diesen nur durch die 'beeinflussenden' Kategorien regeln. Vieleicht wäre es z.B. eine gute Lösung, den Verkauf an unter 18 Jährige zu verbieten, wenn mindestens eine Kategorie der 'potentiell beeinflussenden' mit 5 Punkten bewertet ist.
      Welche weiteren Altersregeln darunter sinnvoll sind (z.B ab 16 bei einer Gesamtpunktezahl von 20 in den 'b-Kategorien'), müsste man noch genauer prüfen.

      So, das wäre jedenfalls meine Idee. Ich würde gerne hören, was andere davon halten.


      Meine aktuellen Spiele
      PC: Dark Souls 3 | Assassin's Creed Syndicate | Smite
      Switch: The Legend of Zelda: Breath of the Wild
      Wii U: Fast Racing Neo | Freedom Planet
      3DS: Pokemon Mond

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Raiser ()

    • Ich finde vieler dieser USKs sehr sinnfrei. Vor allen dann, wenn man da an die CoD Kids denkt ...
      Kein Wunder, denn heutzutage wird die Altersbegrenzung völlig ignoriert, bzw. kann sie ganz einfach umgehen.

      Aber abschaffen muss man die auch nicht gleich, schließlich hat sie ja ihren Sinn. Nur kann man das häufig nicht am Alter festmachen, sondern daran, wie weit man damit zurecht kommen kann. Nur da sind die Leute sehr unterschiedlich weit.

      Übrigens, wie so oft, super Artikel dazu. :)
      There’s nothing quite like learning something new about a game you thought you already knew.
    • Was
      ich jedoch unverschämt finde, ist die Möglichkeit Freigaben zu
      verweigern, sodass der Titel indiziert oder sogar beschlagnahmt werden
      kann. Das ist in keinster Weise mehr zeitgemäß und sollte abgeschafft
      werden.
      Sehe ich absolut nicht so. Es gibt gewisse Titel, die schlicht und ergreifend pervers und über alle Maßen "menschenverachtend" gestrickt sind und die sollten meiner Auffassung nach definitiv nicht auf die Massen losgelassen werden. Man sollte sich eventuell auch mal fragen, warum man gerade den brutalsten Kram braucht, um sich damit den Unterhaltungskick zu geben. Ist das noch ganz gesund? Sind die Macher und Konsumenten solcher Produkte noch ganz normal, oder agieren da latent Perverse ihre Aggressionen und dunkelsten Gelüste aus? Werden aus purer Geldgier und fragwürdigem
      Grenzüberschreitungsdrang immer noch abartigere Szenarien ausgeklügelt, damit sich dann daran vergelustiert werden kann? Selbst ein ab 18 reicht für manchen Dreck einfach nicht mehr aus. Würde man gar keinen glasklaren "Schund" mehr verbieten, wäre der schrittweisen Verrohung und der überbordenden Perversion Tür und Tor weit geöffnet. Noch dazu gibt es tatsächlich die Sorte Mensch die zwischen Fiktion und Realität nicht besonders gut unterscheiden kann. Was hilft es da, nach immer brutalerer Kost zu brüllen, wenn man selbst damit angeblich umgehen kann? Das ist einfach kein Argument. Solche Verbote sollen die Gesellschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten eben schützen. Vor einer gewissen Zeit zeigten mir mal ein paar Kumpels ein paar indizierte Titel und führten diese wie eine Art Trophäe vor. Wiie eine Delikatesse unter den kranken Perversionen. Ich war selten so schockiert und angewidert. Dass sowas bei Dauerkonsum keine bleibenden psychischen Auswirkungen haben soll, wage ich ganz stark zu bezweifeln. Da viele Eltern sowieso nicht sonderlich drauf achten, was ihre Kinder sich zumuten, wäre eine totale Narrenfreiheit in den Medien völlig fatal für die Psyche der Kinder und die junger Erwachsener, die eben nicht so einfach mit extrem harten oder perversen Materialien umgehen können. Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass ich früher durchaus Albträume und
      Angstzustände nach Filmen und Videospielen ausgestanden habe, die nicht für meine Altersklasse ausgewiesen waren. Da sind die Leute deutlich
      unterschiedlich gestrickt. Manche Filme haben bei mir eine nachhaltig andauernde Nachtangst ausgelöst und dazu eine Übersensibilisierung gegen
      bestimmte Geräusche und Situationen. Das hat sich bis ins Erwachsenenalter bei mir nicht zu 100% zurückgebildet. Für mich nicht angemessene Inhalte haben bei mir also eindeutig negative Spuren hinterlassen, mit denen ich bis heute teils zu kämpfen habe. Ich bin total gegen die Abschaffung eines Altersfreigabesystems. Es stellt einen vernünftigen Leitfaden für Eltern dar und kann auch erwachsenen sensiblen Personen helfen, sich vor schockierenden Szenen und beunruhigenden Materialien effektiv zu schützen. Und wenn wir mal ehrlich sind, kommt man da eh nicht zu einem gemeinsamen Nenner. Der Hartgesottene will sich nicht in ein Sensibelchen reinversetzen und andersrum auch nicht. Eventuell kann man es auch gar nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jinjin ()