Nintendo über interne Strukturen und möglichen Nachfolger von Kimishima

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    • Nintendo über interne Strukturen und möglichen Nachfolger von Kimishima

      Ein großes Unternehmen wie Nintendo besteht aus vielen einzelnen Teilen und Strukturen, die ineinander greifen und schlussendlich von der Geschäftsführung, in diesem Fall Tatsumi Kimishima und seinen "Fellows", Miyamoto und Takeda, überwacht werden. Während der Fragestunde des letzten Investorentreffens haben die drei über diese interne Struktur gesprochen.

      Nintendo hat in den letzten Jahren viele Mitarbeiter eingestellt. Das heißt jedoch nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt. Der Konzern möchte jedoch die Anzahl an Mitarbeitern, die bereits Erfahrungen in technischen Bereichen mitbringen oder kreativ genug sind, um neue Spielerfahrungen zu ermöglichen, erhöhen, da diese für das Fortbestehen des Unternehmens unerlässlich sind.

      Kimishima äußerte sich ebenfalls über die Smart-Device-Spieleproduktion. Der Konzern hat sich für ein Mario-Spiel entschieden, eine der wichtigsten IPs von Nintendo. Aus dem Grund bestand das Entwicklerteam aus erfahrenen Mitarbeitern. Die Vermutung des Investors, dass um die 100 Mitarbeiter an Smartphone-Spielen arbeiten, ist laut Nintendo jedoch zu hoch. Zwar möchte das Unternehmen auch weiterhin Titel in diesem Bereich veröffentlichen, dafür aber keine eigenen Bereiche im Konzern selbst schaffen und stattdessen auf externe Partner setzen, die Nintendos Philosophie verstehen.

      Auch Shigeru Miyamoto verwies darauf, dass externe Hilfe unerlässlich sei. Software und Service-Dienstleistungen sind für die heutigen Verkaufszahlen sehr wichtig. Um das alles selbst stemmen zu können, müssten viele neue Mitarbeiter eingestellt werden, was die Flexibilität des Konzerns einschränken würde. Laut dem Mario-Erfinder sind es Mitarbeiter in ihren Dreißigern, die als Hauptbestandteil der neuen Generation angesehen werden. Umso mehr von diesen Menschen in Führungspositionen kommen, desto mehr wird dies das Talent der Entwicklerteams stärken. Ein großes Risiko besteht laut Miyamoto jedoch darin, dass neue Mitarbeiter Nintendos "DNA" nicht verstehen.

      Auch Genyo Takeda äußerte sich zu dem Thema. Laut ihm ist Nintendo mittlerweile nicht mehr daran beteiligt, die Basis-Technologie zu entwickeln. Trotzdem ist technische Innovation auch heute immer noch ein wichtiger Bestandteil in der Unterhaltungsindustrie. Bis vor kurzem hat es ausgereicht, sich mit Dingen wie Halbleitertechnologie auszukennen. In den letzten Jahren wurden jedoch eine Vielzahl von anderen Faktoren relevant. Es ist Nintendos Aufgabe, diese neue Technologie so umzuwandeln, dass sie den Bedürfnissen des Unternehmens entspricht. Während der japanische Konzern auch weiterhin darauf einen Fokus setzt, ist Outsourcing mit Universitäten oder externen Unternehmen ebenfalls relevant. Eine spontane Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist daher nicht die Lösung.

      Zum Schluss wurde Tatsumi Kimishima über seine Aufgaben als Manager befragt. Laut ihm ist seine Hauptaufgabe, interne Strukturen zu schaffen, die es auch weiterhin ermöglichen, Unterhaltungsprodukte herzustellen. Als er die Position des Präsidenten antrat, war es laut Kimishima noch zu früh, über die Nintendo Switch, die diversen Smart-Device-Applikationen oder die neuen Nutzungsmöglichkeiten der eigenen IPs zu reden. Seitdem arbeitet er jedoch mit seinen beiden "Fellows", Miyamoto und Takeda, zusammen, um dafür zu sorgen, dass diese neuen Produkt (-bereiche) einen erfolgreichen Start hinlegen. Es ist zudem sehr wichtig, dass die Organisationsstrukturen es ermöglichen, jungen Mitarbeitern die Chance zu geben, neue Herausforderungen anzunehmen und aufzusteigen. Dies ist nicht nur notwendig, um einen Nachfolger für seine Position auf längere Sicht zu finden, sondern für alle Arten von Organisationsstrukturen. Das Aufbauen dieser Art System im Unternehmen ist die Hauptaufgabe von Kimishima.

      Für Nintendos Präsidenten ist es klar, dass das Unternehmen auch weiterhin viele Anstrengungen unternehmen muss. Das Geschäft mit eigener Hardware und Software, die zusammenarbeiten, ist der wichtigste Bestandteil von Nintendos Firmenpolitik. Dieser Bereich muss auch weiterhin unterstützt werden, doch auch das Ausbauen des Smart-Device-Geschäftsbereichs, sowie die erweiterte Verwendung der eigenen IPs sind elementar, um Kunden eine neue Art der Unterhaltung zu bieten.

      Nintendo hat viele talentierte Mitarbeiter und Abteilungsleiter, die diese Mitarbeiter beaufsichtigen. Die Aufgabe des Präsidenten ist, laut Kimishima, einen Mitarbeiter zu finden, der diese Abteilungsleiter überwacht und Erfahrungen darin hat, eine übergreifende Organisation zu führen.

      Quelle: Nintendo
      Twitter
    • An sich macht Kimishima derzeit, besonders marketing technisch, einen fantastischen Job. Ein simpler 3 Minuten Trailer hat schon gereicht, um die Funktionalität der Switch komplett zu erklären, es gab sogar einen Trailer im Super Bowl. Dazu kommen noch international die unzähligen Anspielmöglichkeiten dazu, welche sich für viele sicherlich positiv auf den Kauf ausgewirkt haben.

      So sehr ich Iwata mochte, als Geschäftsmann traf er oft doch sehr fragwürdige Entscheidungen, wo man als Fan nur mit dem Kopf schütteln konnte.

      Also kurz gefasst: Ich bin jetzt schon Fan von Kimi-chan :ugly: :thumbup:
      The last copy of Metroid Prime Federation Force is in captivity, the galaxy is at piece

      Metroid Prime 4 Hype!

      Metroid Samus Returns Hype!

      Zelda und Metroid Fan bis zu letzter Stunde!
    • Ich bin froh, dass Nintendo nicht total verschlossen ist, Änderungen im Unternehmen und der Strategie umzusetzen. Vor drei Jahren hätte ich nie gedacht, dass Nintendo Spiele fürs Handy auf den Markt bringen würde. Die Idee "Handyspiele zu produzieren, um für das Kerngeschäft (Konsole und deren Videospiele) zu werben", ist wirklich genial. Ich hoffe, dass dies auch noch in 5 Jahren funktioniert.

      Frisches Blut in der Führungsriege von Nintendo wird dem Unternehmen gut tun. Viele der jetzigen Führung sind schon ziemlich alt und sehr lange dabei. Damit Nintendo sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln kann, braucht es frische Idee, diese kommen meist von Personen, die nicht schon 20 Jahren in der gleichen Unternehmung angestellt sind.
    • Zitat von kraid:

      Zitat von Solaris:

      Er ist vllt. nicht der Präsident den man sich unbedingt gewünscht hat, aber ein Präsident den Nintendo gebraucht hat.
      Abgewandeltes Zitat aus Dark Knight?
      Eigentlich nicht. Aber könnte man wahrscheinlich so deuten. Immerhin ist er ja auch ein Retter für Nintendo City. ;)
      Der Pessimist ist nur ein Realist, der erkannt hat, dass der Optimist sich selbst belügt.
    • Zitat von otakon:

      Einige interessante Dinge über die innere Struktur Nintendos, aber die Passage über den möglichen Nachfolger von Kimishima hab ich auch nicht gefunden 8|
      Ich glaube da wird bissle überinterpretiert, weil es heißt, was ein Nintendo-Chef können muss. Aber das muss nicht nur er oder ein Zukünftiger können sondern auch die bisherigen. Das ist bei einem Unternehmen in dieserGröße die Aufgabe des CEO sich mehr um die Strukturen etc. zu kümmern, und nicht mehr um die eigentliche Entwicklung.
      Dubidubidu... es ist so schön hier, dubidubidu...