Fleißige Investitionen: Die Nintendo-Aktie einen Monat nach der Nintendo Switch

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    • Fleißige Investitionen: Die Nintendo-Aktie einen Monat nach der Nintendo Switch

      Heute vor einem Monat erschien die Nintendo Switch und für Nintendo läuft es derzeit richtig gut. Viele Rekorde wurden geschlagen, viele Konsolen verkauft und ein hochgelobtes Spiel wurde rausgebracht. Da kann man sich derzeit auch kaum beschweren und viele Nintendo-Fans blicken sehr optimistisch auf das laufende Jahr. Wie reagieren denn die Investoren auf Nintendos Erfolge? Das wollen wir in dieser News klären. Abgesehen davon ist am 27. April die nächste Investorenkonferenz von Nintendo. Dort werden wir noch einiges zu den Erfolgen des letzten Monats hören.

      Schauen wir uns mal die Nintendo-Aktie an:



      Seit dem Nintendo Switch-Event, welches am 13. Januar stattfand, fiel die Aktie in einer kurzen Zeit und stagnierte etwas schwankend, aber doch konstant unter 200 Euro. Auffällig ist aber, dass die Aktie seit dem Nintendo Switch-Erscheinungstermin kontinuierlich weitersteigt und sogar die 220 Euro-Marke geknackt hat. Scheinbar investieren viele in Nintendo und dies hängt vermutlich mit dem Erfolg der Konsole zusammen. Mal schauen, wie sich die Aktie die nächsten Wochen und Monate weiterentwickelt.

      Aber wenn man den Verlauf mit dem Anstieg nach der E3 2016 vergleicht, so ist dieser Anstieg kaum vergleichbar. Dort verdoppelte sich die Aktie innerhalb von einer kurzen Zeit und erreichte die Marke von 270 Euro. Dies hing vor allem mit dem Erscheinen von Pokémon GO im Juli zusammen. Auch bei der Ankündigung der Nintendo Switch im Oktober, stieg die Aktie an, sank aber wieder auf unter 200 Euro bei der Nintendo Switch-Präsentation im Januar. Vielleicht wird das Investorentreffen noch einen richtigen Höhenflug einleiten.

      Quelle: Google Suchanfrage: "Nintendo Aktie"
    • @Rikuthedark Also was man glaube ich verstehen sollte, ist dass wenn sich Leute die Aktie kaufen, so steigt der Wert an. Man kauft, bzw. investiert in die Aktie und diese wird dann wertvoller. Wenn beispielsweise Nintendo 2 Billionen Euro Gewinn gemacht haben, so kaufen sich viele Leute diese Aktie als billige Geldanlage. Dadurch steigt die Aktie schnell an und der Wert erhöht sich. Dann lohnt es sich diese zu Verkaufen und zwar für einen höheren Preis, als man diese gekauft hat, dann sinkt der Aktienkurs wieder
      Wenn Investoren unzufrieden sind, so verkaufen sie die Aktie, da sie denken, sie wird nicht so gut laufen.
    • Wann erschien Pokemon Go? Damals gab es einen unnätürlichen Anstieg wegen dieser App, die zu einer Überbewertung gegührt hatte.

      Seit Sommer letzten Jahres ist aber generell ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die schwachen Zeiten scheinen mittlerweile vorüber und das ehrlich gesagt fast ausschließlich wegen Pokemon Go. Obwohl Nintendo aus dieser App größtenteils nur Lizenzgebühren schöpft, konnte der Konzern sein Image und Bekanntheitsgrad so dermaßen aufbessern, dass sich das auch auf das Kerngeschäft auswirkt.

      Natürlich ist dies das Ergebnis einer intelligenten Marketingstrategie, denn man kann nicht gerade behaupten, dass das Spielelineup der Switch aktuell so gut ist, dass das einen Kauf der Konsole rechtfertigt. Die Switch verkauft sich nur wegen dem Konzept und der hohen Nachfrage nach Nintendoprodukten aufgrund des verbesserten Images.
    • Zitat von Ilja Rodstein:

      Also was man glaube ich verstehen sollte, ist dass wenn sich Leute die Aktie kaufen, so steigt der Wert an. Man kauft, bzw. investiert in die Aktie und diese wird dann wertvoller. Wenn beispielsweise Nintendo 2 Billionen Euro Gewinn gemacht haben, so kaufen sich viele Leute diese Aktie als billige Geldanlage. Dadurch steigt die Aktie schnell an und der Wert erhöht sich. Dann lohnt es sich diese zu Verkaufen und zwar für einen höheren Preis, als man diese gekauft hat, dann sinkt der Aktienkurs wieder
      Wenn Investoren unzufrieden sind, so verkaufen sie die Aktie, da sie denken, sie wird nicht so gut laufen.
      @Rikuthedark
      Dies ist recht gut erklärt. Was noch zu berücksichtigen gilt, ist das der Aktienkurs häufig die Erwartungen der Investoren an das Unternehmen wiederspiegelt.
      Wenn von einem Unternehmen viele neue, gewinnbringende Innovationen (Neuerungen) oder hohe Gewinne erwartet werden, sind in der Regel die Aktienkurse hoch. Darum hat Google und Apple sehr hohe Aktienkurse.
    • @Rikuthedark@'Ilja Rodstein'
      Eine Aktie ist erstmal ein in seiner Anzahl limitiertes Gut. Ihr Preis wird dadurch bestimmt, wieviele Leute zu einem gewissen Zeitpunkt verkaufen wollen und wieviele kaufen wollen. Der konkrete Wert ist dabei erstmal "egal" - will ich die Aktie unbedingt verkaufen, dann wäre ich eben auch mit einem geringerem als dem eigentlichen Preis zufrieden, wobei es keinen Unterschied macht, ob andere 20€ wollen und ich für 19,90€ verkaufe oder ob andere 200€ wollen und ich für 199€ verkaufe. Analog läuft das für Kaufwünsche. Üblicherweise werden die Aktien eines Unternehmens von sehr vielen Aktionären gehalten, weshalb auch immer sehr viele Käufe und Verkäufe stattfinden, weshalb ein einzelner Aktionär üblicherweise durch seine Kauf-/Verkaufsabsichten keinen Einfluss auf den Kurs hat.
      Im Zusammenhang damit muss man auch die sog. Börsenkapitalisierung sehen: Wieviel Geld würde es kosten, alle Aktien des Unternehmens und damit das Unternehmen als Ganzes zu kaufen? Diesem Wert gegenüber stehen die sog. Assets des Unternehmens, also das, was das Unternehmen wirklich "hat", sprich Bargeld, Maschinen, Patente etc. Dieser Wert ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme und mit Blick auf den Wert von Patenten, "Innovationsgeist" (Fähigkeit, neue Patente zu generieren) und dem Wert der Marke auch sehr volatil. Damit könnte man den Preis, zu dem man eine Aktie kaufen oder verkaufen will, als Wette auf den (zukünftigen) Wert des Unternehmens ansehen, denn letztlich sollten Börsenkapitalisierung und Wert des Unternehmens zueinander passen, womit bei steigendem Wert des Unternehmens die heute günstig gekaufte Aktie auch an Wert gewinnt und später zu höherem Preis verkauft werden kann.

      Darüber hinaus kann ein Unternehmen auch einen Teil seines Gewinns anstatt ihn zu reinvestieren auch an die Aktionäre ausschütten. Und wenn eine 200€-Nintendo-Aktie in einem Jahr immer noch 200€ Wert ist, aber 6€ Dividende ausgeschüttet hat, dann ist das genauso, als würde ich die Aktie nach einem Jahr für 206€ verkauft - mit 3% Gewinn.
    • @Blackstar

      Die Antwort ist: Wachstum.

      Frau Dörle hat eine gut funktionierende, kleine Bäckerei in Klein-Pisshausen. Im letzten Jahr konnte sie richtig Gewinne einfahren und plant insgeheim mit der Eröffnung weiterer Filialen in Groß-Kackhausen - dazu fehlt allerdings das nötige Kapital.
      Frau Dörle ist aber nicht dumm. Ihre Bäckerei läuft so gut, dass sie mit dem Gedanken spielt, an die Börse zu gehen und weitere Investoren für ihr Unternehmen zu akquirieren.
      Die Investoren überprüfen die Bilanzen der letzte Jahre und kommen zu dem Entschluss, dass Frau Dörle mit mehr Kapital auch mehr Gewinne erzielen wird, was wiederum ordentlich Rendite für die Investoren bedeutet.

      Also bekommt Frau Dörle Geld geliehen und expandiert im großen Stile ihre Frisch-Teigwaren und die Investoren freuen sich über fette Gewinne. Das Geld ist nämlich nur geliehen und deswegen muss Frau Dörle von ihrem Gewinn immer unter vielen Teilen - schließlich investieren die ja nicht zum Spaß. Geht die Bäckerei irgendwann mal den Bach runter werden die Anteile schnell verkauft und Frau Dörle steht weinend, mit leeren Taschen wieder in Klein-Pisshausen.

      Eine kleine dramatische Kurzgeschichte ökonomischer Prozesse. Viva Finanzmarkt!
    • Ich denke auch dass der Grund für den Börsengang ist, dass man schnell an viel Geld (durch Investoren) kommt zu einem niedrigen Zins als wenn man sich einen ähnlichen Brocken irgendwo anders leihen würde für wesentlich mehr Zins.

      Das Risiko der Fremdsteuerung oder in der Gunst der Investoren zu liegen und in Zweifel nur überleben zu können wenn man falsche Angaben macht, was es schon zu haufe von den Namenhaftesten gegeben hat, siehe diverse Banken und Automobilkonzerne, wäre mir einfach zu... falsch.

      So richtig ehrlich und sorglos ist noch kein Unternehmen von der Börse wieder gegangen und danach gings auch den wenigsten besser als vorher.

      Geld mag ja nicht stinken aber so mancher Umgang damit schon.