Die Entstehung einer Legende – Konzeptzeichnungen zeigen die frühe Schaffensphase und zahlreiche verworfene Ideen zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild

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    • Die Entstehung einer Legende – Konzeptzeichnungen zeigen die frühe Schaffensphase und zahlreiche verworfene Ideen zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild

      The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist ein Epos seinesgleichen, welches seit dem Start der Nintendo Switch fortwährend Spieler und Fans begeistert. Erstmals als Open-World-Titel konzipiert erfuhr das aktuelle Abenteuer des unerschrockenen Helden Link eine sehr lange Schaffensphase, in der zahlreiche verschiedene Ideen und Konzepte zu unterschiedlichsten Bausteinen des Spiels führten, manche aber auch wieder verworfen wurden. Das meiste der Fülle an interessanten Konzepten bekommen wir als Spieler im fertigen Spiel jedoch nie zu Gesicht. Ende letzten Jahres veröffentlichte Nintendo, allerdings ausschließlich in Japan, ein Buch zu Ehren des 30. Jubiläums dieser legendären Spielereihe und zur Feier von Breath of the Wild. Mit dem Titel "The Legend of Zelda: Breath of the Wild Master Works" beherbergt dieses Buch zahlreiche Artworks und exklusive Konzeptzeichnungen zu diversen Charakteren, Gegnern und Orten aus dem Spiel. Von alten Versionen von Charakteren bis hin zu verworfenen Ideen für Titanen und Wächter können wir euch in diesem Beitrag einen Exkurs hinter die Kulissen von The Legend of Zelda: Breath of the Wild geben und erfahren, wie unterschiedlich dieses epische Abenteuer hätte aussehen können. Fangen wir also sogleich an!

      Die Wächter:



      Mit den Wächtern aus Breath of the Wild wurden wir schon im ersten Ankündigungstrailer vertraut gemacht. Diese roboterhaften Wesen sahen aber nicht immer so aus, wie wir ihnen nun in Hyrule begegnen können. In der Entstehungsphase des Spiels hatte Nintendo noch ganz andere Designs für die Wächter konzipiert. Zum Beispiel das oben gezeigte, welches einigen Zelda-Fans vielleicht bekannt vorkommen dürfte: Eine Ähnlichkeit zu den Hütern aus den Sairen, die Spieler in The Legend of Zelda: Skyward Sword besuchen, ist nicht von der Hand zu weisen. Nintendo hat sich hierbei für das Design der Wächter wohl an diesen älteren Abbildern orientieren wollen.

      Aber das ist noch lange nicht alles, was in der Konzeptkiste für die Wächter ruht. Die nachfolgenden Artworks zeigen eine frühe, sehr düstere Version, wie die Wächter aus Breath of the Wild einst angedacht haben. Könnt ihr euch diese grotesken Kreaturen in dem aktuellen Zelda-Abenteuer vorstellen? Wir sehen zum Beispiel eine große organische Krabbenkreatur oder andere Geschöpfe, die direkt der Hölle oder den schlimmsten Albträumen entsprungen sein könnten. Es scheint, als habe Nintendo anfangs noch keine Pläne für mechanische Kreaturen gehabt und wollte eine düstere Atmosphäre für Breath of the Wild angehen.



      Die Titanen:

      Die Wächter sind nicht der einzige fundamentale Teil aus Breath of the Wild, welcher deutliche Änderungen in der Entwicklung des Spiels erfahren hat – dies trifft auch auf die Titanen zu. Im Laufe des Spiels muss Link die vier Titanen aufsuchen, die einem Elefanten (Vah Ruta), einem Salamander (Vah Rudania), einem Vogel (Vah Medoh) und einem Kamel (Vah Naboris) nachempfunden sind. Offensichtlich waren dies aber nicht die einzigen Titanen, die für das Spiel entworfen wurden. Hier sehen wir weitere Titanen-Varianten, die an andere Tiere angelehnt sind:



      Uns werden hier so einige interessante Ideen geboten. Zum Beispiel ein gigantischer Mantarochen, der durch den Ozean schwimmen kann, oder eine Monsterkrabbe, die ursprünglich wohl anstelle von Vah Rudania geplant gewesen sein könnte. Auch die Titanen in Form einer Qualle und eines Dinosauriers fallen natürlich sofort ins Auge. Nintendo hat wirklich viele Möglichkeiten in Betracht gezogen, Links episches Open-World-Abenteuer zu gestalten.

      Einige interessante Worte lassen sich übrigens über den Wal-Titanen sagen, den wir unten rechts im Bild sehen können – denn die Entwickler haben eine Referenz zu diesem Biest im fertigen Spiel hinterlassen. Im Hateno-Institut kann man ein Modell dieses ungenutzten Titanen von der Decke hängen sehen. Die Entwickler haben den Wal-Titan wohl in einer recht späten Phase der Entwicklung aus dem Spiel gestrichen.
      Unter Umständen hätte das Stranddorf Angelstedt ja eine Verbindung zum Wal-Titan oder zu einem anderen der gezeigten Konzepte der Wasser-Titanen gehabt.

      Schloss Hyrule:



      Hier sehen wir einige Szenen, die wir so nicht im eigentlichen Spiel erblicken dürfen. Wir dürfen hier nämlich nun die Schloss-Stadt Hyrules bewundern, bevor sie von der Verheerung Ganon zerstört wurde. In Friedenszeiten blühte die Stadt auf und uns fällt eine ziemliich deutliche Ähnlichkeit zu den Varianten in Ocarina of Time und Twilight Princess auf. Zudem erblicken wir in der nachfolgenden Konzeptzeichnung die majestätische Inneneinrichtungen des Schlosses selbst:



      Der Pferdegott:

      Hier sehen wir eine frühe Konzeptzeichnung für den Pferdegott Mahlon, der im fertigen Spiel eine deutliche Änderung erlebt hat. Im gezeigten Bild ähnelt der Pferdegott noch eher einem prunkvollen Leunen als einer skeletthaften, mythischen Erscheinung:



      König Dorophan:



      Dies ist eine frühe Konzeptzeichnung verschiedener Varianten von König Dorophan, dem Herrscher des Zorareiches in Breath of the Wild. Wir bekommen die Majestät unter anderem als jungen Erwachsenen zu sehen – mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Prinz Sidon. Da kommt der Sohnemann wohl doch ganz nach dem Vater.

      Robelo:



      Nicht alle Charaktere haben sich so stark verändert wie die Wächter oder der Pferdegott. Während der Entwicklungsphase hat Robelo, der im Akkala-Institut lebt, weitestgehend dasselbe Design beibehalten – das gilt aber nicht für seine Haare! Wie ihr sehen könnt, hatten die Entwickler bei Nintendo ein paar recht verrückte Ideen für seine Frisur, etwa einen Afro. Nintendo verfolgte wohl die Absicht, dass der Spieler diesen verrückten Wissenschaftler überhaupt nicht ernst nehmen können sollte.

      Die Shiekah:



      Wie wir hier sehen können, haben auch die Shiekah einige Designänderungen während der Entwicklungsphase erlebt. Im oberen Bild sehen wir einen Shiekah, der wie Shiek aus Ocarina of Time gekleidet ist. Das untere Bild zeigt wiederum andere frühe Konzepte für die Shiekah in Breath of the Wild. Offensichtlich habe man sich nicht von Anfang an an dem ländlichen, japanischen Stil orientiert und verschiedenste Kleidungsstile für dieses Volk in Erwägung gezogen.



      Pyromagus:



      Zurück zu einigen Gegnern aus Breath of the Wild, genauer gesagt dem Pyromagus (oder auch Wizzrobe). Wir können hier verschiedenste Designs der frühen Entwicklungsphase erspähen, darunter eher humanoide Kreaturen und welche, die an einen schwarzen Kobold erinnern. Es scheint so, als wäre Nintendo stets damit beschäftigt, verschiedenste Ideen für das Aussehen dieser Gegner zu entwerfen.

      Institut für Antikenforschung:

      In Breath of the Wild gibt es zwei Institute für Antikenforschung, eines in Hateno und eines in Akkala. Beide Gebäude würden wohl kaum einen Architekturpreis gewinnen, doch im Falle dieser Konzeptzeichnung sehen wir die wohl verrückteste Version eines solches Instituts. Dieses ist wie ein Wächter geformt:



      Dabei ist die Form des Gebäudes an sich nicht das einzig Verrückte daran. Schaut euch mal den Wächter an, der davor steht. Die Art und Weise wie er sein Kopfstück wie einen Hut abnimmt und ein freundliches Lächeln zum Vorschein kommt... Da wirken diese monströsen Roboter doch schon gar nicht mehr so furchteinflössend.

      Goronia:



      Dieses interessante Artwork zeigt uns das Konzept von Goronia in der frühen Entwicklungsphase. Der größte Teil ist dabei sogar recht akkurat zur Version im fertigen Spiel – aber man kann doch recht schnell einen deutlichen Unterschied ausmachen! Anstelle von Daruks Gesicht sehen wir hier nämlich eine ganze Reihe von Goronen-Köpfen in den Bergfelsen gemeißelt. Es lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, wen diese Gesichter repräsentieren sollen – vielleicht handelt es sich um antike Goronen-Weisen. Es kommt fast schon einer Goronen-Version von Mount Rushmore nahe!

      Dorf der Orni:



      Nicht nur die Goronen haben interessante Konzeptzeichnungen ihres Dorfes, auch die Orni mussten mit ein paar Designänderungen während der Entwicklung klarkommen. In der oberen Version dominiert ganz deutlich ein riesiges Windrad, das am Felsen angebracht ist, die Ortschaft. Unten sehen wir eine andere Version, die vom Design her ein wenig an The Wind Waker erinnert. Ebenfalls mit Windrad sowie mit einer großen Vogel-Kreatur auf der Spitze, wo im fertigen Spiel Vah Medoh hätte stehen können.



      Die Sandrobben:



      Einige verrückte Designs lassen sich auch in der Gegend des Gerudo-Dorfes erspähen. Bei den Gerudo war wohl buntes Sandrobben-Merchandise im Trend. In einer Welt voller todbringender Gefahren und gefährlichen, antiken Robotern sicher ein starker Kontrast! In den Gerudo'schen Haushalten gibt es laut diesen Konzeptzeichnungen verschiedenfarbige Plüsch-Sandrobben, Tee-Services und Möbel im Sandrobben-Design, wie auch verschiedene Accessoires und sogar ein Dartspiel.

      Zelda-Fans wissen: Riju, die Königin von Gerudo-Stadt, ist ein großer Sandrobben-Fan. Vermutlich sollte ihr Palast mit all diesen Sachen ausgestattet werden, um ihr Steckenpferd zum Ausdruck zu bringen. Im Endeffekt entschied sich Nintendo aber dazu, ihren Palast doch etwas königlicher zu gestalten. Nur noch eine Plüsch-Sandrobbe kann in ihrem Zimmer gefunden werden.

      Feenquellen:



      Die Feenquellen in Breath of the Wild haben so einige Änderungen während der Entwicklung erfahren. Oben sehen wir zum Beispiel eine goldene Version mit buddhistischen Motiven. Unten sehen wir dagegen noch weitere Variationen der Feenquellen, darunter ein bizarres Zirkuszelt oder auch – wie es scheint– eine aufbereitete Variante aus der N64-Ära.



      Prinzessin Zelda:

      Kommen wir zurück zu den Charakteren, genauer gesagt zur namensgebenden Hoheit dieser Spielreihe. Während der GDC wurden uns schon Konzeptbilder zu Link gezeigt, die den Schwertschwinger zum Beispiel als Gitarristen zeigen, diesmal widmen wir uns aber Prinzessin Zelda. Auch Zelda durchlebte einige Designänderungen während der Schaffensphase von Breath of the Wild. Einmal hat man sich am NES-Original oder an der SNES-Ära orientiert, andere Male hat man sich aber auch an einem jungenhaften Design probiert, wie schon zuvor bei Linkle in Hyrule Warriors.




      Die Geschichte von Hyrule:

      Es gibt nicht nur Konzeptbilder zu Charakteren, Gegnern und Orten aus Breath of the Wild zu präsentieren. Zum Schluss gibt es einen kleinen, interessanten Exkurs in die Hintergrundgeschichte von Hyrule. Das Spiel selbst lässt viele Bausteine der Handlung offen, doch nun bekommen wir einen Blick in einige Details, welche verraten, was während der Auferstehung der Verheerung Ganon geschah.

      Hab ihr euch zum Beispiel gefragt, wie die heldenhaften Recken ihre Titanen erreicht haben? In Form dieser Karte erhalten wir eine Antwort. Im Groben folgten die Recken demselben Pfad wie auch Link, um die Titanen zu erreichen – nur Revali flog schnurstracks zu Vah Medoh.



      Es gibt noch weitere Hintergrunddetails, welche wir euch näherbringen wollen. Auf dieser Karte sehen wir, welche Wege die Soldaten auf ihrem Rückzug von Ganons Angriff genommen haben. Gut zu erkennen sind dabei die Fluchtwege Richtung der Festung in Akkala und genauso nach Hateno.



      Zu guter Letzt wird uns auf dieser Karte gezeigt, wohin Zelda gegangen ist, als Link im Kampf gefallen war:




      Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Schmökern und habt einige interessante Details zur Schaffensphase von The Legend of Zelda: Breath of the Wild erfahren! Solltet ihr Lust auf mehr Hintergrundinformationen haben, schaut doch einmal bei einem unserer älteren Newsbeiträge zum Spiel vorbei!

      Quelle: gamingreinvented.com
    • Diese Dark Souls ähnlichen Kreaturen und eine düstere Welt/Ton würde ich mit für den nächsten Teil wünschen. Am besten sogar riesige Titanen, die sowohl als Dungeons, als auch Bosse am Ende gleichzeitig fungieren. :)

      Zitat von Helis:

      Niemals zeigt die Sonne Mitleid. Sie verbrennt Freund wie Feind, unter ihrem unbändigen, strahlenden Banner.
      Er sah ihr direkt ins Antlitz und er blinzelte nicht. Schatten zum Licht, Licht zum Schatten.
      Der Pessimist ist nur ein Realist, der erkannt hat, dass der Optimist sich selbst belügt.
    • Zelda hat wirklich die besten Konzeptzeichnungen von allen Nintendo-Serien. Die könnten ruhig mehr davon zeigen. Mario und DKC hätten sicherlich auch einige guten Konzeptzeichnungen zu offerieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amber ()

    • Finde so etwas auch immer hochinteressant. Mir gefallen die düsteren Monster-Designs sehr gut, aber für die breite Masse wären solche Designs wahrscheinlich zu krass. Der nächste Teil könnte aber gerne wieder ein Schritt in Richtung Twilight Princess machen. Ansonsten gefallen mir die 3 rechten Titanen am besten. Ja und dann sind wir beim Bild vom blühenden Hyrule angelangt. Ich glaube ich bin nicht der Einzige, der sich den 2. DLC so vorgestellt hat. Ich dachte wirklich das Link in einem Simulator kommt und wir das unzerstörte Hyrule erleben können. Meine Enttäuschung war dementsprechend sehr groß. Ich weiß selber Schuld wenn man zu hohe Erwartungen hat.