Nintendo ist mit dem Smart Device-Geschäft unzufrieden

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    • Nintendo ist mit dem Smart Device-Geschäft unzufrieden

      Nintendo äußerte sich vor kurzer Zeit auf dem Investorentreffen darüber, dass das Unternehmen mit dem derzeitigen Ausmaß des Smart Device-Geschäfts unzufrieden sei. Daraufhin wurde Tatsumi Kimishima gefragt, warum dies der Fall ist, wie man dies verändern möchte und wie viele Spiele für Smart Devices im kommenden Fiskaljahr erscheinen werden. Dieser antwortete mit folgenden Worten:

      Wir möchten immer noch jedes Jahr zwei bis drei Titel im Smart Device-Geschäft veröffentlichen. Diese Attitüde hat sich nicht geändert. Zur Zeit haben wir keine Intention, diese Zahl jedes Jahr zu steigern. Wir möchten Anwendungen für Smart Devices erschaffen, die über einen langen Zeitraum gespielt werden können. Wenn wir es schaffen, die Anzahl derartiger Titel zu erhöhen, werden wir ein Aufgebot an Spielen aufbauen, welches die Konsumenten erfreuen wird. Im Moment sind es noch nicht viele solcher Titel. Ich erwarte einen Anstieg an Verkaufszahlen, wenn es uns möglich wird, den Konsumenten unsere unterhaltsamen Anwendungen, auch solche, die bereits erschienen sind, zu präsentieren. Ich kann ihnen derzeit keine spezifischen finanziellen Ziele hinsichtlich der Verkaufszahlen nennen, allerdings liegt der Betrag, mit dem wir nicht zufrieden sind, derzeit im zehnstelligen Bereich (Anmerkung der Redaktion: 1 Milliarde Yen entspricht rund 7,6 Millionen Euro).


      Hinsichtlich des "schleppenden" Smart Device-Geschäfts äußerte sich auch Shuntaro Furukawa gegenüber der japanischen Zeitung Nikkei, wie der Brancheninsider Serkan Toto berichtet. So möchte der neue Nintendo-Präsident, dass jener Sektor um 100 Milliarden Yen (rund 760 Millionen Euro) ansteigt – mithilfe eines einzigen Blockbuster-Titels. Was sich dahinter verbirgt, konnte man ihm allerdings nicht entlocken.

      Denkt ihr, Nintendo wird dieses Jahr im Smart Device-Geschäft noch ordentlich durchstarten?

      Quelle: Nintendo, Twitter (Dr. Serkan Toto)
    • Laut Gerüchten ist man vor allem von Super Mario Run und Animal Crossing: Pocket Camp enttäuscht. Miitomo wurde ja sogar eingestellt. Fire Emblem Heroes ist dagegen ein voller Erfolg, und Pokémon Go auch (Nintendo verdient als Anteilseigner von der Pokémon Company ein Stückchen mit).

      Bei Super Mario Run kann ich es verstehen, da es das falsche Bezahlmodell hat. Bei Animal Crossing kann ich es nicht beurteilen, aber ich glaube es gibt da keinen Grund, Geld auszugeben.
      Welche Nintendo-Titel sind Millionen-Seller?:

      Offizielle Verkaufszahlen zu allen von Nintendo veröffentlichten Titeln

      Klingen-Erhalt aus Kernkristallen in Xenoblade 2 anschaulich erklärt:

      Xenoblade Chronicles 2: Klingen-RNG in Zahlen erklärt
    • Mir erahnt wirklich grausames für Mario Kart Tour ... ich finde ein Modell wie Super Mario Run deutlich besser als Free 2 Play.
      (Ab August Inaktiv wegen Umzug in ein eigenen Haushalt)

      Derzeit am Spielen
      MK8D (Online) + Sonic Mania Plus
      Diabolisches Gehirnjogging (3DS)
      Pokémon Kristall (Retro)
      AC:PC (Mobil)
      Asphalt 9 (PC)
    • Super Mario Run hat ein ausgezeichnetes Bezahlmodell und wird genau dafür kritisiert. Leute, die darauf getrimmt wurden qualitätslosen Content zu lieben und abhängig von ihm wurden, das sind Mobilegamer. Sprich man also von den Mobilegamern meint man damit ironischer weise nicht diejenigen, die einfach was unterwegs zocken möchten. Sie haben kein besonders hohen Qualitätsanspruch und vegetieren vorm Smartphone vor sich hin, während sie zig Stunden darauf warten, dass ihre Hütte fertig gestellt wird. Auch wenn man nicht alles sofort in Schubladen stecken sollte, kann man hier wirklich Mobilegamer als solche definieren und das ist traurig. Es wird versucht die 0,01% der Spieler so stark süchtig zu machen, sodass sie so viel Geld in das Spiel stecken, sodass die restlichen 99,99% mitfinanziert werden, ein Bezahlmodell, das gar nicht auf eine gute Qualität des Endproduktes abzielt um an Geld zu kommen. Ich wüsste nicht wie man das gut reden sollte, es ist so wie es ist.

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      Danke an Burrim für das Erstellen dieser mMn. sehr schön gelungenen Signatur

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von LordBackfisch ()

    • Ich finde die Balance ist echt schwierig. Wenn man das Gefühl hat, mann MUSS Geld ausgeben, ist das Spiel unten durch und wenn man das Gefühl hat man muss nicht unbedingt, dann nimmt man an dem Spiel auch nix ein.
      Super Mario Run hätte man in-App Käufen keinen Sinn gemacht. Aber 9,99 € war sportlich. Vll tiefer ansetzen und 5,99 € verlangen.
      Animal Crossing ist nicht so das Must Pay Spiel. Notfalls wartet man halt bisschen und spart sich das Geld.
      Pokemon Go hats voll aufs Schwarze erwischt. Man muss kein Geld ausgeben, aber es reitzt schon.
    • @LordBackfisch
      Ich würde es nicht ganz so drastisch/hart formulieren. Diese Käuferschicht kennt es nicht anders und wurde so „konditioniert“.

      Habe das selber bei meiner Schwester gesehen, die eine „Nicht-Gamerin“ ist. Zuerst hat sie sich total gefreut, dass man Super Mario auf dem Smartphone zocken kann. Sie hatte auch viel Spaß mit dem Spiel. Dann wurde ihr später bewusst, dass man 10€ zahlen muss, wenn man das komplette Spiel spielen will. Kommentar von ihr: „Die spinnen doch, für so etwas will ich doch nicht zahlen! Höchstens 2€!“

      Nintendo wird daraus (leider) seine Schlüsse ziehen. Wenn es Fire Emblem schafft, als bedeutend kleinere IP, mehr Umsätze zu erzielen als Super Mario, dann läuft was falsch.
      Welche Nintendo-Titel sind Millionen-Seller?:

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    • @LordBackfisch
      Mit diesen Einmalzahlungen wie bei Mario Run wird Nintendo aber nicht reich(er). Mit Ingame-Währung, Lootboxen und für Spieler ungünstige Glücksfaktoren sind da schon wesentlich lohnender.
      Das Problem ist halt, dass Nintendo da keinerlei Erfahrung hat.
    • Zitat von NJunkie:

      Mich nervt als einziges dieser "Online"-Zwang bei den Apps. Wie schön wäre es wirklich jederzeit ohne Probleme und auch mal "für sich" spielen zu können.
      Natürlich ist der Onlinezwang nervig, gerade wenn das Spiel nicht online sein müsste (bei einem Pokémon GO macht es vom Gameplay her Sinn). Aber es ist nun mal auf Smartphones ein guter Kopierschutz und nur darum geht es. Bei seinen eigenen Geräten kann Nintendo auf Schwachstellen selbst reagieren, bei Android und iOS sind sie auf Google und Apple angewiesen und ein Jailbreak der Systeme ist immer relativ schnell gemacht. Was Nintendo machen muss, ist den "Onlinezwang" ins Gameplay zu integrieren.
    • Wirklich interessant, wieviele von euch so positiv auf die ganzen Nintendo-Mobil-Spiele zu sprechen sind. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass noch vor ein paar Jahren ihr Nintendo-Fans bei einer solchen Idee noch mit der Nase gerümpft habt.
    • @Cristiano Und das ist traurig. Diese Konditionierung auf Microtransactions, Lootboxen und Werbebanner mit mehr als fragwürdigen Produkten sorgt dafür das es praktisch kein Wertgefühl mehr für Spiele gibt.
      Sobald etwas einen Preis über kostenlos oder maximal 1€ hat wird es als Abzocke ignoriert während man sich das nächste "kostenlose" Pay2Win Spiel lädt.
      Ich finde zwar auch, dass der Preis für Mario Run klar zu hoch war, aber das Bezahlmodell an sich ist das was der Mobilmarkt bräuchte.
      Den Anfang zocken können und bei gefallen das volle Spiel freischalten. Wie bei der guten alten Shareware damals.
      Aber ich fürchte auch das Nintendo den Schluss ziehen wird das die nächsten Spiele Lootboxen, Boosterpacks, Glückskekse, Microtransactions und sowas brauchen. :(
      Diese Krebsgeschwüre sind der Hauptgrund warum das Wort "Mobilegames" für mich leider pauschal negative Gefühle hervorruft.
    • @Amber
      Ich bin eigentlich auch eher der Meinung, die wertvollen Marken werden durch Billig-Handyspiele eher entwertet. Smartphone-Spielern sind offenbar schon 10.- für ein Spiel zu teuer, die werden sich wohl eher nicht eine Konsole, mit Spielen die nochmals deutlich mehr kosten, zulegen (obwohl da qualitätsmässig natürlich meist sehr viel mehr geboten wird).
      Etwas wie Pokémon Go macht aber auf Smartphones Sinn. Immer online (dank Handyvertrag), GPS, Kamera... alles Dinge die einen Handheld wie den 3DS nur unmöglich teuer machen würden. Irgendwelche Spin-Off Titel, die die Möglichkeiten eines Smartphones kreativ nutzen, finde ich gut. Abgespeckte Versionen der Originalspiele mit reingewürgten Mikrotransaktionen finde ich eher kontraproduktiv.
    • @MAPtheMOP Habe ja auch nicht das Gegenteil behauptet, im Gegenteil (heh) ich stimme dir da absolut zu, dass eine Firma, welche als oberstes Ziel hat Gewinne zu steigern, das Mobilegamebezahlmodell benutzt. ich beschwere mich über diejenigen, die dafür sorgen, dass das ganze so bleibt, nämlich die Kunden. Wenn Mario Run 5 Stunden Spaß macht, hat man 2 Euro pro Stunde Spielspaß bezahlt, verglichen mit anderen Unterhaltungsmöglichkeiten immer noch relativ gut. (es kostete Später sogar nur noch 5 Euro und hatte nochmal ordentlich Content bekommen) Ich persönlich finde den Preis angemessen, gleichzeitig hätte ich das Spiel an Nintendos Stelle günstiger angeboten, da (höchstwahrscheinlich) viel mehr Geld. Ein Großteil der Kritiken am Spiel waren aber an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Mario Run koste Geld, eine Unverschämtheit! Wie könne man für Luxusprodukte nur Geld verlangen.

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      Danke an Burrim für das Erstellen dieser mMn. sehr schön gelungenen Signatur