Nintendo trennt die Hacker-Community von allen Netzwerkfunktionen der Nintendo Switch

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  • @Sloppy
    Genau das war es was ich mit meinem Emulatorbeispiel darlegen wollte.
    Es ist immer eine Sache, WIE man es nutzt.
    Jeden direkt an den Pranger zu stellen, der Homebrew mag finde ich absolut falsch.

  • Ok, ich hab mir jetzt mal genügend durchgelesen. Erstens: ES WURDEN NUR ZWEI PERSONEN GEBANNT! Habe mich auch mal weiter informiert, diese haben scheinbar illegal Spiele runtergeladen. Also zurecht gebannt. Es ist bisher keiner gebannt worden der nicht cheatet oder illegal Spiele runterlädt. Ob das je passieren wird weiß man auch nicht. Und ich habe ziemlich das Gefühl das viele Homebrewer denken sie dürften sich alles nehmen was technisch machbar ist. Können sie, klar. Müssen dann eben aber auf die Nintendo Services verzichten. Somit können sie ab dann ungestört weiter machen was sie wollen. Ich frag mich ja m allgemeinem wie man überhaupt auf die Idee kommen kann auf einer gehackten Konsole einen Nintendo Account zu nutzen. Sobald man eine Konsole hackt ist diese nur noch für den offline bzw nicht offiziellen Betrieb geeignet. Mal dahingestellt das die Homebrewer eh bald ein eigenes Netzwerk haben werden. Ihr könnt also mit eurer Switch machen was ihr auch wollt, aber die online services stehen euch ab dann nicht mehr zu. Nintendo will ja wie jede andere Firma sein Netzwerk schützen. Und an alle die meinen Nintendo müsste differenzieren zwischen Gut und Böse: Dafür müssten sie das System genauer untersuchen was gegen den Datenschutz wäre und das geheule um Privatsphäre wäre erst recht groß... Wenn Nintendo das mitkriegt hat das System es gemeldet (in der HB-Sene liegt da der Verdacht auf das Fehlercode System). Falls ich mit der Sache mit dem Datenschutz falsch liege korrigiert mich bitte, aber ich glaube nun mal das es dagegen verstößt, vor allem mit der DSGVO.
  • Wie gesgt, das Nintendo so vorgeht ist vollkommen logisch, sie sind ein Profitorientiertes Unternehmen und sie wollen die Platform und die Nutzbarkeit der Services schützen, was ja auch den Nutzern zugute kommt, zumindest solange es um die competitive online-szene geht.
    Das kritisiere ich garnicht, meine kritik richtete sich eher an die Vorurteile und das ausgrenzende Verhalten oder der fast schon demagogische unterton der bei Vielen zum vorschein gekommen ist.
  • Die Maßnahme Leute zu bannen kann ich verstehen. Einerseits wegen Cheatern bei Online-Spielen andererseits weil es einfach im Interesse von Nintendo ist dies Hacker- und Homebrew-Szene so stark wie es nur geht zu bekämpfen.
    Das macht diese Menschen aber nicht direkt zu Schädlingen und Straftäter. Da gibt es so viele Abstufungen selbst beim Verwenden von Roms. Die meisten aktiven Hacker haben sowieso mit sowas gerechnet und sollten beim Hacken auch damit rechnen, daher finde ich die Maßnahme auch nicht schlimm oder unfair auch wenn ich mehr Verständnis für diese Leute habe als so manch anderer hier im Forum.

    Zitat von Ande:

    @Kev98 Und wer sagt das? Nur weil er auf Twitter schreibt, er mache es nicht, muss es noch lange nicht stimmen. Oder würdest du gross rausposaunen, wenn du irgendwo was geklaut hast? Am Ende hat man bei Nintendo nur gesehen, dass das System geknackt wurde und schon das reicht eben aus um gegen die Nutzungsbedingungen der Onlinefunktionen zu verstossen. Diese ganze "Homebrew"-Community ist sowieso etwas naiv, wenn ein System zugänglich ist will ein Grossteil damit doch keinen Taschenrechner oder Kalender auf der Switch haben, es geht da nur darum auch Raubkopien zu zocken.
    Wieso naiv, die wissen das es ist ihnen aber egal. Dennoch erstens was man neben dem Taschenrechner noch damit machen kann:
    • Multimedia (Browser, Youtube, Netflix, Videos, Bilder, Musik...)
    • Homebrew-Spiele
    • Hacks
    Jedoch zum Thema Raubkopien und vor allem Roms. Klar sind Raubkopien aktueller Spiele ärgerlich und ungewünscht. Aber auch da gibt es Länder auf der Welt in denen das nicht illegal ist. Vor allem aber sind Roms nicht immer illegal und gleich Raubkopien. Wenn ich das gleiche Spiel original besitze ist es in vielen Ländern keine Raubkopie. Wenn ich mir aus meiner eigenen CD/meinem eigenen Modul selbst eine Rom erstelle (heutzutage gibt es da viele Möglichkeiten) ist es meiner Meinung nach nicht nur moralisch in Ordnung (genauso wie ich mir von einer Audio CD ne MP3-Datei erstelle um sie überall zu hören). Auch wenn das bei uns fragwürdig ist, da man ja zumeist einen Kopierschutz umgehen muss, gibt es eben Länder in denen das Erstellen eigener Roms vollkommen legal ist.

    Einen Handheld haben zu wollen, der neben Switch-Spielen alle bis evtl. Sogar PS2, Gamecube und Xbox emuliert und auf dem ich ne riesige Spielesammlung haben kann ist vollkommen verständlich. Gerade da es in vielen Ländern noch nicht mal illegal ist diese Roms zu erstellen und zu verwenden sehe ich da nichts verwerfliches dran. Noch mehr weil Nintendo selbst keine Anzeichen für einen guten VC-Ersatz macht.

    Zitat von DLC-King:

    Krass wie viele Leute es gibt die glauben mit dem erwerb einer Konsole könnten sie damit rumpfuschen wie sie wollen besonders wenn es um die Internetfunktionen und Dienste geht.
    Naja Abseits der Online-Funktionen kann ich damit rumpfuschen wie ich will. Bei deinem Beispiel mit dem Einkaufswagen ist es so, dass ich den eben nicht kaufe mit dem 1€ den ich rein werfe. Wenn ich mir ein Auto kaufe kann ich es auch tunen wie ich will. Sobald ich damit gegen die Straßenverkehrsordnung verstoße kann es halt nicht mehr auf die Straße, aber trotzdem kann ich daran rumpfuschen. Mit der Konsole ist es genauso evtl. kann ich den Onlineservice nicht mehr nutzen, das Gerät ist aber meines und ich habe das Recht daran rumzupfuschen wie ich will.

    Zitat von Rixas:

    Vor allem für was Homebrews? Wenn man unbedingt User generierte Content oder Emulatoren haben will warum kauft man sich dann nicht einfach nen Open Source Handheld, die auch mehr Möglichkeiten hätten, sondern ne Switch?
    Aber ist schon interessant das man nun wieder mit Homebrews ankommt, beim 3DS war es hauptsächlich das Regionlock Argument, was nun natürlich nicht mehr greift.
    Weil selbst die besseren Open Source-Handhelds wie Pandora, GPD Win, GPD XD, GZW Zero nicht mit offizieller Hardware mithalten kann. Erstens kann man auf der Hardware der großen Hersteller immer noch die originalen Spiele zocken und kein Open Source-Handheld kann eine Switch emulieren. Hinzu kommt, dass viele dieser Geräte oft nicht die Qualität und die Haptik originaler Hardware haben.

    Zitat von Geit_de:

    Emulatoren sind in der Regel schon Raubkopien. Egal ob auf einem Computer, einem Open Source Handheld oder der Switch.

    Die Frage sollte lauten welche legalen HomeBrews gibt es denn überhaupt? Dazu braucht man sich nur die PS2 oder die Wii ansehen. Da gibt es eine Hand voll gurkige Spiele und mehr oder weniger einen Mediaplayer.

    Die Masse sind Emulatoren und damit in 99% aller Fälle auch schon ohne Spiele illegal, weil man die Konsolen ROMS (gemeint sind nicht die Spiele selbst) braucht, damit der Emulator überhaupt läuft.

    Das einzig Sinnvolle auf der Switch ist bisher die Sicherung der Spielstände.
    Nein Emulatoren sind nicht von selbst illegal. Was du meinst sind Emulatoren, die ein Bios brauchen um zu laufen, was aber nur Emulatoren von neueren meist CD-gebundenen Systemen sind. Modulbasierte 8- und 16-Bit Emulatoren brauchen kein Bios und sind daher auch bei uns nicht illegal. Weiterhin ist wie illegal ja relativ.

    Zum Bild - Warum wird das Bild nicht direkt angezeigt? Infos hier.

  • @Sloppy

    Und genau dort liegt das Problem. Hier wird eine große Diskussion hereingebracht, die nicht hierhin gehört. Ich bin ganz bei dir, wenn es darum geht, dass der moderne Kapitalismus oft nicht mit einer freiheitlich demokratischen und humanistischen Gesellschaft vereinbar ist.

    Das ist allerdings ein großes Thema. In was für eine Gesellschaft wollen wir leben? Nun wird sich diese Frage aber nicht daran entscheiden, ob Nintendo ein paar Hacker sperrt. Nintendo ist ein Wirtschaftsunternehmen und folgt als solches der Logik des kapitalistischen System und der konsumorientierten Gesellschaft. Warum man sich daran abarbeiten will, dass Nintendo so handelt wie ein Wirtschaftsunternehmen halt handeln muss, ist mir ein Rätsel.

    Die meisten wollen mit Nintendo spielen, Spaß haben und ein faires Onlinespiel erleben. Das ist nicht der richtige Ort für Ideen über eine bessere Gesellschaft.
    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an, das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde, anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern. "

    Astor-Pokemon
  • @Rincewind
    Da hast du natürlich recht, das diese Diskussion vielleicht nicht der richtige Ort für eine solche Frage ist, aber ich finde es schon immer wieder gut das Konsumverhalten und die daraus entstehenden Denkmuster kritisch zu hinterfragen, denn diese beeinflussen ja schließlich auch unseren Umgang miteinander im kleinen und im Großen.
    Ich wollte hier auch keine Grundsatzdebatte anstoßen, sondern nur auf einen wie ich finde problematischen umgang mit Anderen hinweisen und meine Bedenken äußern.

    Und da sich in dieser Diskussion sehr heftige Fronten gebildet haben, finde ich es schon gut zu reflektieren warum sich das ganze so entwickelt.
  • @RobSomebody


    Mit dem heutigen Urteil erklärt der Europäische Gerichtshof (EuGH) Umgehungshandlungen von Schutzmechanismen von Konsolen unter bestimmten Voraussetzungen für legal. Der Hersteller bleibt vor diesen aber geschützt, wenn die Schutzmaßnhamen darauf abzielen, die Benutzung nachgeahmter Videospiele zu verhindern.
    Und hier hast du dann das Problem, dass das viel zu schwammig formuliert wird und du dann vor Gericht auch kein Recht bekämst. Wenn nämlich Nintendo damit argumentiert, dass du ja das originale Betriebssystem aushebelst, was effektiv das Abspielen geschützter Software ermöglicht sowie die Prüfung von gültigen Lizenzen durchführt, hast du verloren.
    Es spielt ja auch keine Rolle, ob du Raubkopien abspielst, sondern nur, ob du es auf diesem Weg wirklich könntest.
    Danke, aber meine Meinung sieht auch ohne deine Zustimmung ganz gut aus.
  • @MAPtheMOP

    Du hast recht, das es sehr schwammig ist.
    Jedoch weiter im Text:

    "Dieser Rechtsschutz muss den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren und darf keine Vorrichtungen oder Handlungen untersagen, die einen anderen wirtschaftlichen Zweck oder Nutzen haben als die Umgehung der technischen Schutzvorkehrungen zu rechtswidrigen Zwecken"

    Außerdem, muss man sich über die Deutung unterhalten, wenn es doch im expliziten Beispiel genau darum ging? Eine Firma vertreibt Nintendo Konsolen mit Homebrew, Nintendo klagt dagegen und verliert.
  • Das ändert nix an der Rechtssprechung.

    Cloud Speicher wie Dropbox, MEGA oder wie auch immer sie heißen, werden auch im privaten Bereich sehr oft dazu genutzt Raubkopien zu tauschen. Sollte man deswegen Cloud Speicher verbieten?

    Verbrecher verschlüßeln ihre Kommunikation. Sollte man deswegen jegliche Krypthographie Algorithmen verbieten?

    Longpapes werden auch nur von Kiffern gekauft. Darf man deswegen Firmen verbieten lange Drehblättchen herzustellen?

    Achja, die meisten Raubkopien werden aus dem Internet bezogen. Sollte man deshalb das Internet abstellen?

    Ich finde es nicht cool, wenn hier Leute als Verbrecher dargestellt werden, nur weil sie mit ihrer Hardware machen wollen, was sie eben machen wollen. Das einzige was sie tuen, sind Nintendos AGB's nicht einhalten. Aber Pfeif drauf.
  • Argumentation im Kreis dreht. Es ist Nintendos Recht sie auszuschließen und die Hacker haben sowieso damit gerechnet.

    Was ich hier jedoch befremdlich finde ist der Ton und die Abneigung mit dem hier über die vermeintlichen "Übeltäter" gerichtet wird. Dieses vorverurteilen und richtig so, dass sie ihre Strafe bekommen. Unabhängig davon das es formal in Ordnung geht und Nintendos Recht ist und viele auch mit Hackern nicht anfangen können stört mich diese Mentalität der harten Hand mit der man gegen Aussetzige vorgeht. Erinnert mich an Passanten die in Interviews damals bei Rudi Dutschke und den APO-Leuten "an die Wand stellen" etc. gefordert haben. Eine sehr verachtende Mentalität. Macht Bücher wie der Untertan oder die verlorene Ehre der Katharina Blum halt aktuell.

    Zum Bild - Warum wird das Bild nicht direkt angezeigt? Infos hier.

  • Werke von Mann und Böll wurden angeführt: Der Thread könnte nicht schöner enden! :)

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