Davids Blickwinkel: Lasst endlich eure belanglosen Story-Kampagnen weg!

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    • Davids Blickwinkel: Lasst endlich eure belanglosen Story-Kampagnen weg!

      Hallo Leserinnen und Leser! In den Blickwinkel-Artikeln hier auf ntower erhalten Mitglieder der Redaktion die Möglichkeit, einmal ganz persönlich über aktuelle, kontroverse und heiß diskutierte Themen aus der Videospielwelt zu sprechen. Die Autoren vertreten dabei ihre ganz eigene Meinung, die nicht die Ansichten des gesamten Teams widerspiegelt. In diesem Blickwinkel-Artikel widmet sich David den oftmals überflüssig wirkenden Story-Kampagnen in Spielen, die eigentlich einen klaren Mehrspieler-Fokus aufweisen.

      Ich verbringe meine Abende aktuell mit dem frisch erschienenen Call of Duty: Black Ops 4 und kann meine Überraschung darüber, wie gut mir das Spiel gefällt, kaum in Worte fassen. Seit der Enthüllung des Shooters in großem Stil scheiden sich am diesjährigen Call of Duty-Ableger bereits die Geister. Einiges wollte Black Ops 4 im Vergleich zu den Vorjahren verändern – bei einer Reihe, die gemeinhin den Ruf hat, sich nie weiterzuentwickeln, ist das wohl generell ein guter Vorsatz. Natürlich ist Black Ops 4 aber auch nicht der erste Call of Duty-Titel, der genau mit diesem Versprechen überzeugen soll. Was Black Ops 4 allerdings von all seinen Vorgängern der vergangenen Jahre abhebt, ist der Mut zu einer längst überfälligen, drastischen Entscheidung: Die in der Call of Duty-Reihe obligatorische Einzelspieler-Kampagne wurde nahezu restlos gestrichen.

      Doch eigentlich entspricht ein simples “gestrichen“ nicht der Wahrheit – man bekommt hier nicht dasselbe Spielerlebnis wie immer geliefert, das lediglich einer Einzelspieler-Erfahrung beraubt wurde. Black Ops 4 stellt aktuell ein Paradebeispiel für einen Gedankengang dar, der mich schon seit Jahren quält: Wenn man keine unnötigen Entwicklungsressourcen in eine obligatorische und belanglose Story-Kampagne steckt, dann wird das, worauf eigentlich ohnehin der Fokus liegt, deutlich besser und ausgereifter – äußerst versimpelt dargestellt natürlich. Das finale Spiel spricht diesbezüglich Bände: Alles, was Black Ops 4 bietet, wirkt deutlich umfangreicher und durchdachter als das, was man eigentlich von der Reihe gewohnt ist.

      Dass Spieleproduktionen immer aufwendiger und insbesondere kostspieliger werden, ist kein allzu großes Geheimnis. Angesichts der Tatsache, dass es schon zahlreiche Spiele gibt, die sich als reine Mehrspieler-Erfahrungen verstehen, ist es auch nicht allzu schwierig sich auszurechnen, dass es eine wahre Mammutaufgabe darstellt, ein Spiel zu entwickeln, das sowohl in seinem Einzelspieler- als auch in seinem Mehrspieler-Teil überzeugt. Im Grunde entspricht dies dem Aufwand vom Entwickeln zweier verschiedener Spiele – und darunter leidet in den allermeisten Fällen die Qualität der einzelnen Komponenten. Natürlich macht es sich wunderbar auf einer Spielepackung oder in einem Trailer, wenn man eine umfangreiche Einzelspieler- und Mehrspieler-Komponente anpreisen kann, nur kann dies aus einer rein qualitativen Sicht keinesfalls im Interesse des Spielers sein.

      Auch Nintendo-Spielern dürfte dieses Problem, das insbesondere Shooter betrifft, sehr geläufig sein: Die Rede ist von Splatoon. Weder erachte ich persönlich den mitgelieferten Einzelspieler-Modus in Splatoon 2 als besonders spielenswert, noch als erinnerungswürdig. Und inwiefern der Kern des Spiels, die alles andere als perfekte Mehrspieler-Komponente, von einem gänzlichen Verzicht auf einen Einzelspieler-Modus profitiert hätte, darüber kann man nur mutmaßen. Diese Mutmaßung funktioniert natürlich in beide Richtungen: In einer reinen Einzelspieler-Splatoon-Erfahrung steckt unheimlich viel Potenzial. Angekratzt wurde dieses Potenzial mit der Octo Expansion, in der sich die Entwicklung einzig auf Einzelspieler-Inhalte fokussieren konnte – nur handelt es sich dabei natürlich um eine Erweiterung, nicht um ein vollwertiges Spiel mit dem entsprechenden Budget.

      Ich würde mir wirklich wünschen, dass mehr Spiele den Mut dazu hätten, einem klaren Fokus zu folgen – auch auf die Gefahr hin, ihre Zielgruppe dadurch zu minimieren. Niemandem ist durch ein breites Spektrum an qualitativ durchschnittlichem Inhalt geholfen. Stattdessen sollte man alle verfügbaren Ressourcen in das Hauptaugenmerk des entsprechenden Spiels stecken und dafür sorgen, dass das Spiel im Endeffekt nicht quantitativ, sondern qualitativ überzeugt.

      Wie ist eure Meinung zu dieser Thematik? Würdet ihr euch auch wünschen, dass Spielkonzepte einem deutlicher definierten Fokus folgen und darin auch alle verfügbaren Entwicklungsressourcen investiert werden? Seid ihr vielleicht auch komplett anderer Meinung? Diskutiert darüber gerne in den Kommentaren!
    • Ich erinnere mich noch gut an Half Life 1, das war ein Spiel wo man sogar sagen muste "wann ist das endlich vorbei" das sind Wort die man heute nie mehr sagen kann...viel zu kurze Story. Dann lieber ein Spiel wie Tom Clancy Wildlands mit riesiger openworld. Multiplayer gefällt mir nur wenn es ein match-macking gibt, es nervt wenn man von Spielern wegen ping rausfliegt oder sonste was. Da finde ich fortnite gut und world-of-tanks...

      Ich liebe aber auch Indie spiele wie rimworld die nur 120Mb groß sind ne 0815 Grafik haben aber für Stunden beschäftigen können wie auch Minecraft...

      Ich bin gespannt was aus star Citizen wird auch wegen dem Umfang....

      Ich finde auch die Idee von "Game AS a Service" OK, fortnite und GTA werden ja dadurch auch nie uninteressant....
    • Die Geschichte läßt sich auch ganz leicht umdrehen:
      Lasst endlich diese belanglosen Online Multiplayer-Modi weg, die spielt in ein- bis zwei Jahren eh keiner mehr und kosten nur unnötig Geld und Ressourcen, die die Entwickler lieber in ein spannendes und umfangreiches Singlepayer-Erlebniss stecken sollten!
      Wer trotzdem unbedingt online zocken muß soll doch bitte diese unsäglichen 'Games as a service' Ballerbuden à la Fortnite, PUBG oder Overwatch nutzen und uns seriöse Singleplayer-Kampagnen-Spieler nicht andauernd mit irgendwelchen schwer jugendtümlichen 'Online-Schwanzvergleichen' behelligen. ;)
    • Mir sind Singleplayer Modi in den meisten Games viel lieber. Reine Online Games meide ich eh komplett, weil ich sie meist furchtbar finde. Einzige Ausnahme wäre Splatoon da hätte ich kein Problem nur online zu zocken.
      Allerdings hat es eben einen singleplayer modus um auch offlinespieler dazu zu bewegen geld auszugeben, es war sicher nie Sinn der Sache nur spieler zu begeistern damit sondern eben diese zusätzliche Käufergruppe die da reinfällt.
    • Ohne SP-Modi, ohne mich.

      Ich habe bei Splatoon vor allen Dingen den SP sehr genossen, weil man da mit den Mechaniken ganz andere Sachen angestellt hat, als im MP. Ohne den SP würde man mMn Potential liegen lassen.

      Und irgendwann werde ich mir auch noch Splatoon 2 + Octo Expansion gönnen, nur um die SP-Kampagnen zu spielen.

      Diese Entscheidung, ob nun SP oder MP hat mir schon eine Videospielserie versaut, das muss ich nicht noch häufiger haben.
      And the Gen 1 circlejerk continues ...
      #notmypokemon
    • Also ich fand den Singleplayer in beiden Splatoon-Teil sehr spaßig und spielenswert. Gerade die Octo Expansion hat bewiesen, wie gut ein Singleplayer in einem Multiplayer-Spiel sein kann. Es kommt halt drauf an, wie man es umsetzt. Aber generell bin ich dafür, dass man sich lieber auf einen Modus konzentriert anstatt einen Singleplayer oder Multiplayer reinzuzwängen.
      El Psy Kongroo!
    • Das wirft aber ein ganz neues Thema auf: Wenn ich 60€ nur für den Multiplayer zahle, wofür zum :evil: bezahlt man dann eigentlich monatlich für das Onlinespielen? Spoiler: Activision hostet die Server für CoD, die Onlinegebühren sind einfach nur Trinkgeld für die Konsolenhersteller...

      @Muki
      Du wolltest, dass Half Life früher endet? Banause. :ugly: Bei HL2 könnte ich es noch minimal verstehen, in den letzten Missionen vor der Zitadelle werden einem da gefühlt 2000 Strider in den Weg geworfen ohne dass sich noch etwas am Gameplay ändert, aber beim Original bekommt man doch selbst gegen Ende noch mehr tolle Wummen. :D Die finalen Level sind in beiden Spielen etwas umstritten, aber unterscheiden sich genug vom Rest dass einem zumindest nicht langweilig wurde.
      Sonic war nie gut. Und **** EA! :ugly:
      Still waiting for: Half Life 3, Megaman ZX3, Metroid 5, Far Cry Blood Dragon 2
    • @Loco4 Sicher das es davon abhängt wie gut ein Multiplayer ist? klar der von gta5 ist ohne frage nicht schlecht aber ich denke selbst wenn er schlecht wäre würde es trotzdem viele aktive nutzer haben, hängt halt eher mehr vom Game ab. Ist doch auch genauso wie mit Spielen allgemein die ins große Mainstream fallen, egal wie schlecht sie sind haben trotzdem millionen von spielern.
    • Ich finde das kommt immer auf das Spiel und zu einem großen Teil auch auf die Konsole an.
      Ich besitze zwar keine Playstation und auch keine Xbox, aber ich glaube schon, dass ich auf diesen Konsolen reine Mehrspieler-Spiele schon eher akzeptieren würde.

      Das liegt daran, dass diese Konsolen immer Zuhause stehen und ich demzufolge auch stets Internetzugang haben würde. Zumindest im Normalfall...

      Da ich aber eine reine Nintendospielerin mit deutlicher Vorliebe für die mobilen Geräte bin, kann und möchte ich mir einen Wegfall des Einzelspielers in keinen einzigen Spiel vorstellen. Ich daddele auf den Weg zur Arbeit, ich daddele in der Bahn, ich daddele eigentlich überall da, wo ich genug Zeit und Lust dazu finde. Wenn ein Spiel keine Möglichkeit bietet es alleine zu spielen, dann kaufe ich es mir auch nicht. Außer es überzeugt mich dermaßen, dass ich um einen Kauf nicht drum herum komme. Das ist bisher aber noch nie passiert. :love:

      Obwohl ich ziemlich gerne Zeit in den Mehrspielerbereichen verbringe (vor allem die kooperativen Möglichkeiten), kann ich aber sehr gut damit leben, wenn ein Spiel komplett auf einen Mehrspielermodus verzichtet. Wenn ein solcher Modus keinen großen Sinn macht, dann finde ich also schon, dass die Entwickler den Fokus auf das legen sollten, was das Spiel ausmacht.
    • Was waren das noch Zeiten, als Spiele gute Geschichten erzählt haben, ja, das gab es ab und zu früher auch bei Nintendo und aktuell nur bei Xeno 2 (von Nintendo Exclusiv Spielen auf Switch). Nein, lieber werden MP Spiele gemacht. Selbst eine CoD Kampagne wusste zu unterhalten, besonders die letzten Teile (Ich hätte gern ein IW2). BO4 ist das erste CoD seit langem, welches ich nicht mal geschenkt spielen würde.

      Das ist aber nicht das einzige Problem bei Spielen. Oft werden Handlungen kürzer, während gleichzeitig mehr und mehr sich ständig wiederholende Nebenbeschäftigungen (Beschäftigungstherapie) und Zwangs Nebenaufgaben eingebaut werden in Spielen um alles länger wirken zu lassen. Komisch das alle alten J-RPGs ohne groß Nebenaufgaben und MP funktioniert haben wie z.B. FF Spiele. Da spiele ich doch 1000 mal lieber 12 Stunden Detroit Become Human, ein 15 Stunden GoW4 usw. , bevor ich in einem Spiel alle 10 Minuten das selbe mache. Wobei Spiele wie Horizon Zero Dawn zeigen das selbst Nebenzeug keine Überhand nehmen muss. Da war alles im Gleichgewicht. Story, Anzahl der Nebenaufgaben, Sammelzeug, alles war in der Wage.

      Spiele müssen nicht zwangsläufig 50 Stunden gehen. 10 Stunden und 30 Stunden Nebenzeug, wenn ich sowas sehe weiß ich, da stimmt was nicht.
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      Release Liste 2018/19
    • @Wowan14

      Ich seh das einfach so, dass ein Spiel dazu da ist die spieler zu begeistern. Sie sollen Spaß damit haben. Wenn es ein spiel also schafft, unabhängig davon was ich davon halte, oder wie die Kritiken dazu ausfallen, dass Millionen spieler Spaß daran haben es zu spielen, dann ist es meines Erachtens nach gut.
    • @Wowan14
      Das Persönlich halte ich immer für ein Schmu-Argument wo man versucht die Meinung / Geschmack der Mehrheit zu diskreditieren weil man selber glaubt man weiß besser was gut oder schlecht ist. Würde dein Argument bezüglich dem Multiplayer zutreffen, dann wäre schon GTA IV mit seinem Multiplayer absolut Erfolgreich gewesen, denn dann hätte der Mainstream auch das gefressen. Die Realität ist "oftmals" so, das es wirklich so gut ist, wie behauptet wird, nur das manche Leute halt nicht damit umgehen können das nicht alles was gut ist einem selber gefallen muss und deshalb versucht das Haar der Suppe zu finden...

      Was man aber festhalten kann ist die Tatsache, das die Art und Weise wie der Multiplayer in GTA V umgsetzt ist, einzigartig und nicht wirklich was vergleichbares dazu gibt. Ob man das persönlich gut oder schlecht finden muss, ist jedem selbst überlassen.

      #Thema:
      Diese Erkenntnis habe ich jetzt nicht erst seit "Black Ops 4" - in meinen Augen sieht man es schon lange an der Battlefield Reihe. Die Kampagne hat in Bad Company noch gut funktioniert, weil der Multiplayer entschlackt wurde und man hier eine Konsolenfreundliche Battlefield-Lite Variante rausgehaut hat. Ab Teil 3 hat es aber meiner Ansicht nach einen qualitativen Abfall in der Reihe gegeben. Ein Spiel wie Battlefield in seiner Aufmachung, da brauchen wir uns nichts vormachen, da kostet ein Singleplayer einfach sauviel Geld, das irgendwo kompensiert werden muss, und das merkt man am Multiplayer.


      Das Problem ist für mich aber das man das ganze Thema als gesamtes einfach nur schwer Pauschalieren kann und es auch irgendwo auf die Erwartungen ankommt. Das Beispiel "Call of Duty": Für mich war das eine Reihe, bei dem es nie Primär darum ging, der beste in einem Aspekt zu sein, sondern das man dem Kunden ein großes, umfangreiches sowie Abwechslungsreiches Paket liefert. Da hatte bisher jeder immer was davon, vom Solo-Spieler der die Kampagne genießen konnte, bishin zu einem tollen Co-op bishin zu einem umfangreichen Multiplayer. Es war eines der "großen" Ego-Shooter Pakete, und auch wenn man Activision / Devs von CoD für einiges kritisieren kann und darf, zumindestens können sie bei deren Spielen immer behaupten das sie Grundsolide Arbeit geliefert haben. Womit sich halt CoD einen schnitzer erlaubt hat war in Punkto Szenario und damit verbundenen Mechaniken, da diese eben die Fancrowd gesplittet hat weil sich ein großteil davon eben ein eher realistisches Szenario erwartet hätte. In etwa wie wenn man sich ein Herr der Ringe Spiel kauft und Frodo & Co plötzlich mit Lichtschwertern auf 'nen Speeder breitmacht um Sauron mit der Macht zu bezwingen...

      Daher stimme ich dir zwar prinzipiell zu, wenn wir davon reden, das nicht wirklich jedes Multiplayer-Spiel einen Singleplayer braucht und vica versa. Nur ich persönlich empfinde es auch falsch, einer Reihe wie Call of Duty die eben AUCH mit dem Singleplayer groß geworden ist, nicht NUR mit dem MP plötzlich so ein wichtiges Kernfeature rauszureisen - auch nicht dafür das am Ende vielleicht der Multiplayer "etwas" besser ist. Andererseits gibt es auch extrembeispiele wie Ravenfield, wo ich mir wieder an den Kopf greifen muss, weil es spielerisch bereits ein Multiplayer-Spiel ist mit Bots, aber ohne Multiplayer <.<[/i]
      Und by the way: Ich fand die Kampagne / Singleplayer in Splatoon immer Top...

      @CloudAC
      Dem muss ich leider widersprechen.
      Zum einen, wenn man auf die Geschichte von Nintendo schaut, war es niemals der Fall, das sie für gute bzw. meinst du wohl eher umfangreiche Geschichten erzählt haben. Natürlich gab es auch Spiele für die klassischen Plattformen, die mit einer guten Story geglänzt haben, der Großteil der Spiele war schon immer auf das Spielerische ausgelegt. Zudem ich persönlich deine Ansage ohnehin irgendwo als verfälschung der Wahrheit und der Spielgeschichte sehe, da Multiplayer schon immer seit Anbeginn der Nintendo-Konsolen eine essenzielle Rolle spielte. Selbst Spiele die manch einer als "Singleplayer" ansehen mag, wie Super Mario konnte man damals schon gemeinsam mit Freunden zocken. Heute sind die Leute aber schon überrascht wen Mario Odyssey ein MP hat. Mal ab davon, das ich allgemein schon Stark gegen deinen Ansatz argumentieren würde, weil eines der markanteren Merkmale von Konsolen Allgemein war im Vergleich zum PC ohnehin schon die Umsetzung von Multiplayer... vorallem gemeinsam auf einer Konsole zu daddeln. Solche alten Qualitäten die seinerzeit nicht nur Nintendo, sondern auch Sony und Sega (und etwaiges) geprägt haben, sind heute (leider) viel zu stark verloren gegangen. Heute kann man nicht mal !mehr! bei Halo 5 gemeinsam im Splitscreen die Kampagne oder den Multiplayer genießen...

      Außerdem halte ich auch die Ansage von "Handlung wird Kürzer" für vollkommen daneben, weil es genau umgekehrt ist. Heute legen viele Spiele vielmehr Wert darauf ein gute Handlung zu liefern, du kannst auf Youtube Spiele googlen wo sich Cutscenes über !Stunden! erstrecken, und da das in diesen Spielen aber nachwievor viele Dialoge etc intus haben, wird es schon gar nicht weniger. Man darf auch nicht vergessen das sich viele alte Spiele (spezifisch RPG's) mit Grinden, Secrets und einem hohen Schwierigkeitsgrad. Spiele wie Baldurs Gate bspw. waren auch damals eher eine Ausnahme. Wenn ich da bspw. ein aktuelleres Spiel hernehme wie The Witcher 3 - da hast du dann 100+ Stunden mit tatsächlichen Inhalt - da sind noch nicht irgendwelche Gameplay Nebengegrind Gedöns mitberechnet.

      Ich habe da immer das Gefühl, auch wenn ich mir allgemein Kritik zur Spielzeit anhöre, das für viele die Erinnerungen oft einen Streich spielen, wenn ich schon lese wenn Leute schreiben das 9-12 Stunden Spielzeit für einen Ego-Shooter "wenig" ist, und früher Spiele länger waren. Dann sollen die Leute mal Doom spielen (klassiker) das Spiel hat an tatsächlichen Inhalt vielleicht 5-6 Spielstunden.

      Heute ist es eher so, das du erstmal 20 Minuten Einleitung hast, dann gehst du 5 Schritte und schon kommt die nächste Cutscene usw usw.

      Last but not Least muss ich aber Anmerken, wer entscheidet bitte eine gute interessante Geschichte? Du?
      Ich für meinen Teil fand bspw. bei Breath of the Wild für eines der rundesten Story's wenn es um die Zelda-Reihe geht. Man hat hier ein gutes Balancing gefunden zwischen Gameplay und Story(was ich jetzt wirklich nicht von Horizon behaupten kann, wenn denn auch zugegeben die Waage nicht ansatzweise so kippt wie bei einem Uncharted...) für ein Spiel / Reihe die eigentlich schon immer für ihr Gameplay stand. Oder nehmen wir Super Mario Odyssey. Ich glaube ein Spiel das soviel Wert darauf liegt, wie Odyssey hat man bisher selten in der Reihe gesehen. Nur wenn dir das zu "wenig" ist, dann musst du dir halt selber bewusst werden, das du einfach die falsche Zielgruppe bist und bei Sony / Playstation besser aufgehoben bist. Ich freue mich über Spiele wie Xenoblade Chronicles und Octopath auch sehr, aber für mich sollten solche Spiele nur das Angebot erweitern und nicht ergänzen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von TheLightningYu ()

    • Klingt an sich gut. Man könnte sich auch erst auf eine Komponente konzentrieren und die andere als DLC nachreichen. Wobei das nur in der Reihenfolge Einzelspieler > Mehrspieler Sinn machen würde.
      Generell kann ich auf online MP verzichten. Aber die Herausgeber nicht. Gerade jetzt, wo Spiele als Sevice entdeckt wurden. Wie sonst sollte man die Spieler bei Laune halten? Ständig den Einzelspieler zu erweitern würde mehr Ressourcen kosten als beim Mehrspieler.
      An sich ist aber eine klare Trennung nicht verkehrt, wenn die Entwickler nicht über die nötigen Ressourcen verfügen. Da war ja Turok Rage Wars gar nicht so verkehrt.
    • Oh nein... kann dem Blickwinkel gar nicht zustimmen...

      Der Single Player gehörte zu call of duty immer dazu und in den Teilen die ich gespielt habe fand ich ihn auch immer ganz gut, ohne werd ich jedenfalls kein cod kaufen.

      Der Kritik zum Single Player von Splatoon kann ich überhaupt nicht zustimmen, der war in beiden Teilen total super!

      Ich finde nicht das man sich in einem Spiel auf eine Sache konzentrieren muss, man kann gut sowohl Single als auch Multiplayer einbauen, man muss sich nur Mühe dabei geben.

      Ich selbst bin mehr Singleplayer und lokaler Multiplayer, reine online Spiele haben es bei mir eher schwer.
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