Politik-/Gott und die Welt-Thread

  • Hab mal ´ne Reportage über Wohnungen gesehen, die der Vermieter leerstehen ließ. Die Stadt schickte ihm Aufforderungen die Wohnungen zu vermieten. Als er dieser nicht nachkam, hat die Stadt die Wohnung konfisziert, renovier, Mieter reingesetzt und dann dem Eigentümer zurückgegeben. Natürlich mit Rechnung der Renovierungen.

    Ich soll erwachsen werden?


    Hahaha


    Nö!

  • Deutschland ist ein Sozialstaat, und das ist gut so. Aber auf Sozialismus habe ich kein Bock, da dass schon too much ist. Und das fängt schon bei Enteignung an, aber anderseits macht das selbst die Union und große Firmen. Also wie weit darf sowas gehen, und was ist wenn das fehlschlägt und die blasse platzt? Dann hat jeder verloren.

    Vom Sozialismus sind wir weit weit weit, wirklich weit und sehr sehr weit (gibt es eine Steigerung für das Wort weit) entfernt, selbst wenn wir halb Berlin enteignen würden. Das Wort wird ja gerne als Schreckgespenst benutzt, vor allem auf der Anderen Seite des Atlantiks, um jegliche Einmischungen des Staates in die freie Marktwirtschaft zu ersticken. Schaut man sich die Geschichte der BRD an, dann wird man schnell feststellen, das wir in den Jahrzehnten nach der BRD Gründung weit mehr Staatsbesitz und staatliche Firmen gehabt haben als heute, und nichts davon hat den Wirtschaftsaufschwung behindert. Ganz im Gegenteil.


    Ich persönlich bin generell für staatliche Kontrollen und auch für Staatsbesitz bei allem was Infrastruktur betrifft. Hat Jahrzehntelang in der BRD gut funktioniert, gefühlt lief damals vieles besser als heute. Auch Wohnungen sind für mich Infrastruktur. Früher besaßen fast alle Kommunen weit mehr Mietobjekte als heute. In der Regel wurden die privatisiert um die Kassen aufzubessern, am Ende hat man damit viel Kontrolle in diesem Bereich einem kurzfristigen Erfolg geopfert.



    Wenn ich nicht alle Mietwohnungen durch den Staat bauen will, muss sich Wohnen rentieren.

    Ach ja, die armen Vermieter. Ich wohne in einer Stadt mit sehr niedrigen Mieten, und selbst hier machen Vermieter Gewinn. Das Märchen von "Es lohnt nicht zu investieren wenn man Mieten deckelt" ist eben genau das: ein Märchen.


    Bei manch einem, der die DDR noch aktiv miterlebt hat, mag da noch ein Hauch Angst mitschwingen

    Angst vor diesem Wort haben viele im Westen weit mehr als die Menschen im Osten des Landes. Wurde Ihnen halt Jahrzehntelang eingetrichtert.

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    2 Mal editiert, zuletzt von HAL 9000 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von HAL 9000 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Es ist schon lustig, wie noch immer mit alten Feindbildern hantiert wird.


    China entwickelt sich mehr und mehr zur weltweit ersten kapitalistischen Diktatur. Der Mensch zählt nicht. Hauptsache die Wirtschaft läuft.


    Russland kommunistisch? Da ist ja selbst die USA kommunistischer. Russland hat kein funktionierendes Sozialsystem und das Putinregime ist weit rechts. Nicht ohne Grund hat Putin viele Fanboys unter den Nazis.


    Kindra


    Na ja. Was erwartest du? Einige Leute glauben ja auch noch an das idiotische Hirngespinst Hufeisentheorie. Das macht es einfach. Man verortet sich irgendwo in der Mitte. Bei Anhänger der Theorie bevorzugt mitte rechts. Dann kann man wunderbar alle anderen als Extremisten bezeichnen.


    In Wahrheit wird alles als "links böse" diskreditiert was in irgendeinerweise eine Entwicklung der menschlichen Vernunft ist. Da werden dann mal schnell Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung und Arbeitnehmerrechte als links abgetan. Wir müssen uns nach dem Turbo-Raubtierkapitalismus richten, denn der ist ja quasi so etwas wie ein Naturgesetz. Bloß nicht die heiligen Großinvestoren verärgern.:rolleyes:


    Natürlich ist auch die Vorbereitung und das reagieren auf Gefahren wie den Klimawandel links. Wo kämen wir denn hin, wenn wir die Wissenschaft ernst.


    Vor so etwas wie Corona wurde schon vor Jahren gewarnt. Hat niemanden interessiert. Die Entstehung von Covid 19 steht zudem in Zusammenhang mit Klimawandel und Artensterben. Aber wo kämen wir hin, wenn wir das ernst nehmen, statt als links abzutun.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an, das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde, anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern. "


    Astor-Pokemon

  • Rincewind Das ist aber iwie eine sehr seltsame Ansicht die du da vertrittst.

    In Wahrheit wird alles als "links böse" diskreditiert was in irgendeinerweise eine Entwicklung der menschlichen Vernunft ist. Da werden dann mal schnell Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung und Arbeitnehmerrechte als links abgetan. Wir müssen uns nach dem Turbo-Raubtierkapitalismus richten, denn der ist ja quasi so etwas wie ein Naturgesetz. Bloß nicht die heiligen Großinvestoren verärgern. :rolleyes:

    Welche Menschen gehen denn bitte hin und kategorisieren die von dir genannten Punkte der rechten oder linken Szene? Auch Links steht nicht für die von dir aufgelisteten Punkte.


    Es gibt nicht nur links und rechts.^^ Tut mir Leid, aber die "Linken" stehen sicherlich nicht für das was im normalen Sprachgebrauch, als Zwischenmenschlichkeit und Gleichberechtigung wahrgenommen wird.^^


    Das wäre ja noch schöner, wenn solche menschlichen Aspekte (Die in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit sind) von einer politischen Richtung gepachtet werden.=O



    Vor so etwas wie Corona wurde schon vor Jahren gewarnt. Hat niemanden interessiert. Die Entstehung von Covid 19 steht zudem in Zusammenhang mit Klimawandel und Artensterben. Aber wo kämen wir hin, wenn wir das ernst nehmen, statt als links abzutun.

    Wieso links abtun? Schon wieder der Wink in die Richtung. Die Thematik wurde von allen so stark vernachlässigt, weil es schon seid einer langen Zeit keine Pandemie mehr gab. Leider mal wieder der Fall, der Mensch reagiert erst wenns weh tut. ||

  • Rincewind


    An der Verwendung des Worts "Turbo-Raubtierkapitalismus" erkennt man, dass du scheinbar auch so ein linker, wahrscheinlich bärtiger und langhaariger Typ bist. Wenn du nicht zu unrecht in die Ecke solch skrupelloser Fortschrittsgegner gedrängt werden möchstest, empfehle ich dir alternativ die Verwendung des Worts "Hocheffizienz-Kuschelhäschen-Finanzsystem". Das wirkt weniger feindselig.

  • wer hat denn hier in dem Forum den "linken" die schuld für Corona gegeben :D es ging hier doch um das Thema Enteignung Ö.ö


    Edit:


    Bei dem links und rechts Thema, kommt eh nie was gutes dabei raus, das ist im Bundestag so der Fall, das wird auch hier der Fall sein.


    Für die rechten sind die linken Schuld, für die linken sind die rechten schuld und die Mitte rechts und Mitte links stehenden geben auch jeweils der Gegenseite die Schuld.


    Rein auf links/rechts zu deuten löst keine Probleme und sind auch keine konstruktiven Beiträge.


    :triforce:Kylar:triforce:


    Nintendo Switch:


    SW-6109-4054-0722

    Einmal editiert, zuletzt von Kylar ()

  • Da muss ich an ein bestimmtest Bild denken, wo in einem Bild klar gemacht wird, wo der weg mit Kommunismus hingeht. Immer wenn es fehlschlägt, will man es neu versuchen. Wie oft noch? xD

  • Welcher ernstzunehmende Mensch will denn Kommunismus nochmal ausprobieren? Es gibt 4-5 Länder auf der ganzen Welt, die man als kommunistisch bezeichnen KÖNNTE (wobei China ja schon extrem kapitalistisch agiert)

    Gabs überhaupt 5 Länder, die kommunistisch waren? Sozialismus ist ja noch etwas anderes, und ich würde die ganzen Länder des damaligen Ostblocks auch eher als sozialistisch bezeichnen. Kommunismus schließt ja z.B. Privatbesitz im Grunde komplett aus (Sozialismus nicht), den gabs aber ja mehrheitlich in diesen Ländern. Die führenden Parteien in diesen Ländern bezeichnen sich zwar auch oft als kommunistisch, aber das sind ja erst einmal auch nur Namen. Deutschland wird ja auch von einer Partei regiert die ein C im Namen hat und ist trotzdem alles andere als christlich.

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  • HAL 9000

    Mit 4-5 Länder meinte ich schon Länder, die heute aktiv als kommunistisch bezeichnet werden. Ob das jetzt wirklich stimmt, sei mal dahin gestellt, war ja auch nur ne kurze Google-Suche. Ergebnis waren: Vietnam, Laos, China, Kuba, Nordkorea.


    Dass das nicht sonderlich genau ist, sieht man allein schon an China. Und du hast natürlich völlig recht, dass sowohl Eigenbezeichnungen wie auch Fremdbezeichnungen (also wenn wir bspw. China oder sonst wen als kommunistisch bezeichnen) nicht zwangsläufig mit der Realität übereinstimmen müssen.

  • Keiner dieser Staaten ist noch "aktiv" kommunistisch, Kommunismus als Ideologie gilt da vor allem als Mittel der Legitimation. Kuba verteilt immerhin soweit ich weiß noch Rationen. In Nordkorea & dessen Verfassung wird im Übrigen mit keinem Wort mehr Kommunismus verwendet, die Partei nennt sich auch Arbeiterpartei.


    Vielleicht am "charakteristischsten" sind ja die direkten Verbindungen der größeren Firmen dieser Länder mit der jeweiligen Regierung.

  • Ich sagte ja auch bewusst, dass diese so bezeichnet werden (das ist also keine Aussage von mir, zugegebenermaßen fehlte da der Konjunktiv), und auch, dass Eigenbezeichnungen oder Fremdbezeichnungen nix mit den tatsächlichen Umständen zu tun haben müssen.

  • Das meine ich ja. Es werden gerne Begriffe wie Sozialismus / Kommunismus benutzt um politische Positionen zu diskreditieren, dabei haben die meisten Dinge, um die es dabei geht, nichts damit zu tun. Bei Enteignung z.B. von Sozialismus zu sprechen ist halt Quatsch (damit ging es hier ja los). Enteignungen gibt es glaube ich in so ziemlich jeder Regierungsform in irgendeiner Art und Weise. Sozialismus wäre eher, würde man alle Hausbesitzer in Deutschland enteignen und danach die Wohnungen auf alle Bürger aufteilen, so das am Ende jeder seine 50m² Wohnraum besitzt und bewohnen darf. Davon kann aber kaum die Rede sein wenn man diskutiert Wohnraum in bestimmten Lagen zu enteignen, um stark ansteigende Mieten zu verhindern.


    Das macht die Sache natürlich nicht besser, ich bin trotzdem dagegen und würde andere Maßnahmen bevorzugen.


    Was nun gewisse Länder angeht, diese entwickeln sich ja. China heute ist nun einmal nicht mehr das China, das irgendwann von Mao gegründet wurde. Es ist immer noch eine Diktatur, trotzdem hat es mit den kommunistischen Strukturen von damals nur noch wenig zu tun. Im Ländlichen Bereich wohl noch am ehesten, die Landaufteilung unter den Bauern ist noch ähnlich wie früher. Weswegen die auch alle hungern, weil jeder einzelne zu wenig Land hat um es vernünftig bewirtschaften zu können. Im Städtischen und industriellen Bereich aber hat China nichts mehr mit Kommunistischen Gedanken zu tun. Das einzige, was sich in China nicht verändert hat, ist, das es eine autoritäre Diktatur ist. Um das zu wissen muss man auch kein China Experte sein.

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  • Unsere Nachrichten der letzten Tage hier in Österreich sind einfach zutiefst widerlich und zeigen wie tief Korruption in jeder noch so kleinen Nische dieses Landes blüht. Es ist wird wirklich schwierig an die Zukunft von meinem Heimatland zu glauben wenn Politik, die auf Idealen und einem Bedürfnis nach Besserung unserer Gesellschaft kaum bis gar nicht existiert, jede Partei irgendwelche Deals und Geschäfte am laufen hat und sogar unabhängige Institutionen wie der VfGh davon nicht befreit sind


    Bei sowas kriegt man das Gefühl das der Anschein eines funktionierenden Rechtsstaates oft nur eine dünne Schicht ist und darunter nichts mehr als eine Bananenrepublik liegt

  • 20 Linke-Bundestagsabgeordnete unterstützen Gruppen im Visier des Verfassungsschutzes


    https://www.welt.de/politik/de…-Verfassungsschutzes.html


    Das bekräftigt nur meine Meinung zu der Linken. Jeder dritte mein Gott. Das muss man sich mal vorstellen, da ist doch sollte doch jeder Demokrat dagegen wirken, aber nein, die linke wollen viele in der Regierung sehen.


    Ich kann ja verstehen, dass viele, die Sozial denken, für die Linke sind, aber IMO sind da viele Antidemokraten, die eine DDR 2.0 haben wollen.

  • Unsere Nachrichten der letzten Tage hier in Österreich sind einfach zutiefst widerlich und zeigen wie tief Korruption in jeder noch so kleinen Nische dieses Landes blüht. Es ist wird wirklich schwierig an die Zukunft von meinem Heimatland zu glauben wenn Politik, die auf Idealen und einem Bedürfnis nach Besserung unserer Gesellschaft kaum bis gar nicht existiert, jede Partei irgendwelche Deals und Geschäfte am laufen hat und sogar unabhängige Institutionen wie der VfGh davon nicht befreit sind


    Bei sowas kriegt man das Gefühl das der Anschein eines funktionierenden Rechtsstaates oft nur eine dünne Schicht ist und darunter nichts mehr als eine Bananenrepublik liegt

    Das ist extrem gefährlich. Mit solch Verhalten leistet man der Demokratieaushöhlung einen Bärendienst was wiederum dazu führt dass die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung stark zunimmt. Das kann ungeahnte Folgen haben.


    Schon fragwürdig welche Organisationen da als "extremistisch" eingestuft werden.

    Wusste auch gar nicht, dass man neuerdings schon demokratiefeindlich ist wenn man was gegen den Kapitalismus hat.

  • Beitrag von BlauerBowser ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().

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