Politik, Gott und die Welt

  • KaTeaChan Glückwunsch und ein gechilltes Atheistenleben.

    Wohl eher schönerer Lohnzettel xD


    Ja ne was ich halt sagen will, die ganze Aktion beim Amt kostet 5 Minuten und wer austreten will soll es einfach machen. Ich dachte vorher man müsste halt erklären warum und sich dann noch was anhören, aber es war halt jetzt nichts.

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  • Rein interessehalber: Gab es einen gewissen Auslöser?

    Hauptsächlich wegen der Kirchensteuer. Ergibt halt wenig Sinn diese zu zahlen, wenn man noch nicht mal Alibimäßig zu Weihnachten oder Ostern in die Kirche geht. Die Konfirmation habe ich damals auch nur wegen des Geldes gemacht ^^'

    Ansonsten baut die Kirche auch viel scheiße. Die evangelische zwar weniger als die katholische, aber frei von "Sünden" ist diese jetzt auch nicht.


    Warum muss man dafür überhaupt was zahlen?

    Wahrscheinlich Verwaltungsgebühren oder so

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    Einmal editiert, zuletzt von KaTeaChan () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von KaTeaChan mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Warum muss man dafür überhaupt was zahlen?

    Ich dachte immer, ich mach mit meinem Beitrag etwas gutes. Denn Karitas und Diakonie sind unersetzlich in unserer Gesellschaft.


    Leider musste ich erfahren, dass die Karitas und auch die Diakonie Geld vom Staat bekommen und nicht von den Kirchen. Weshalb es wirklich nur das Gehälter finanzieren von Pastoren/Priestern etc. Bedeutet.


    Ich bin deswegen ausgetreten.


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  • Zitat

    "Zuschüsse an Caritas und Diakonie machen ungefähr zehn Prozent aus. Kirchliche Einrichtung der Caritas und der Diakonie, Altenheime und Kindergärten zum Beispiel, werden zu einem sehr hohen Prozentsatz – über 90 Prozent – staatlich bezuschusst."

    Christiane Florin, Redaktion Religion und Gesellschaft des Deutschlandfunks

    Die Kirche an sich ist der größte Witz.

    Würden gewisse Pflichten nicht damit verbunden sein (Patenonkel sein z.B.), wäre ich auch bereits längst ausgetreten.


    Ein Nachbar von uns ist Pastor (bereits älteres Semester, nur noch sporadisch aktiv aber eine offene und ehrliche Haut) und selbst der findet es absolut beschämend wie wenig Geld seitens der Kirche für Einrichtungen wie katholische Kindergärten ausgegeben wird.


    In meinen Augen ist auch die komplette Kirchensteuer ein Unding.

    Anstelle dieser Steuer, sollte es lieber eine Steuer für soziale Einrichtungen geben (Krankenhäuser, Altenheime, Hospiz, Kinderheime usw.), auf die wir mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst irgendwann einmal darauf angewiesen sind.

    Dadurch könnten bessere Löhne / Gehälter bezahlt und bessere Betreuungen gesichert werden.

  • Ich sollte das auch endlich mal tun weil die werden auch jedes Jahr immer teurer und ich gehe auch nie in die Kirche.

    Und ich will jetzt niemanden von seinem Glauben überzeugen und jeder kann machen was er will aber finde die Kirche hat zum Teil etwas heuchlerisches an sich.


    Ich meine heute ist es vlt etwas besser als früher aber zbsp wird ja immer gepredigt das vor Gott alle Menschen gleich sind und Nächstenliebe aber gleichzeitig wurde lange gegen Schwule und Lesben gehetzt obwohl ja angeblich alle Menschen gleich sind, das finde ich widerspricht sich.

    Das gleiche mit den Pfarrern die nicht heiraten und Sex haben dürfen.

  • Und ich will jetzt niemanden von seinem Glauben überzeugen und jeder kann machen was er will aber finde die Kirche hat zum Teil etwas heuchlerisches an sich.

    Theoretisch brauchst du die Kirche nicht um einen christlichen Glauben nach zu gehen.

    Zu mindestens bei mir in der evangelischen habe ich gelernt: beten kannst du überall und beichten musst du nicht, wenn du etwas bereust weiß es Gott eh. Am Ende macht es keinen Unterschied ob ich in die Kirche gehe oder nicht. Glauben tut man ja nicht mit einem Stück Papier.

    Dazu kontrolliert keine beim betreten des Gottesdienst, welche Konfession du hast und auch die Bibel bleibt weiterhin lesbar. :D


    Ich kann in der Not halt niemanden mehr Taufen, aber in diese Situation würde ich ja eh wohl nie geraten.


    Jedenfalls brauche ich keine eingetragen Konfession um Nächstenliebe zu leben. :dk:

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  • Würden gewisse Pflichten nicht damit verbunden sein (Patenonkel sein z.B.), wäre ich auch bereits längst ausgetreten

    Das finde ich seltsam. Du hast als Patenonkel lt. Kirche nur einen Auftrag, dem Patenkind im Glauben zu begleiten, ich bin einfach inoffizieller Patenonkel, da ist mir der Patenschein sowas von egal.


    Wenn du aber eh aus der Kirche austreten willst, dann würde ich jetzt mal vermuten, dass du eh kein Gläubiger Mensch bist.


    Ich habe das so geregelt, dass ich einen schönen Brief geschrieben habe, ein Sparkonto eingerichtet habe und meinem Patenkind in allen Lebenslagen beistehen werde. Das finde ich zumindest besser als irgendeinen unbedeutende Urkunde der Kirche :S


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  • Kylar

    Das ist korrekt.

    Ich bin kein gläubiger Mensch (obwohl es meine Großeltern wie auch meine Eltern sind / waren).


    Bei beiden Patenkindern wissen die Eltern auch jeweils das ich nicht glaube und in dieser Hinsicht auch nie meine Pflichten als Patenonkel erfüllen kann / werde.

    Aber allen anderen Pflichten und auch meiner Verantwortung als Patenonkel für das Kind da zu sein, komme ich nach.

    Trotzdem könnte ich nicht offiziell Patenonkel werden wenn ich ausgetreten wäre.

    ein Sparkonto eingerichtet habe und meinem Patenkind in allen Lebenslagen beistehen werde

    Genau das mache ich auch (eine Urkunde habe ich aber auch nicht bekommen :D)

  • Ich verstehe dieses Paten ding gar nicht.

    Kann mir einer erklären was man damit erreicht? Meine Patentante und Patenonkel haben nie etwas gemacht was nicht auch andere Bekannte getan haben.

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  • Ich selbst bin schon seit Jahren ausgetreten. Gläubig war ich nie. Meine Eltern sind das auch schon nicht. Getauft wurde ich trotzdem, weil man es halt auf dem Dorf damals so gemacht hat. Ich bin auch gerne zur Konfirmation gegangen, ausschließlich wegen des Geldes.


    Meinen ersten Konflikt mit der Kirche hatte ich während meiner Konfirmationszeit. Meine Schule war in einem anderen Ort als meine Schule und meine Religionslehrer keine Pfarrer. Ich wollte aus dem Religionsunterricht austreten, um zusammen mit den nicht-christlichen Mitschülern ne Freistunde zu haben. Als ich den Antrag eingereicht habe, sagte mein Pfarrer im Konfirmationsunterricht, dass ich keine Konfirmation erhalte, wenn ich das mache. Noch heute frage ich mich, wie er das erfahren hat und ob das datenschutzrechtlich legal war.


    Nach der Konfirmation bin ich direkt aus dem Religionsunterricht ausgetreten, auch wenn es ab der 9. Klasse Ethik als Ersatzfach gab.


    Da ich Lehramt studiert habe, bin ich nicht aus der Kirche ausgetreten, weil es ja immer mehr Schulen mit kirchlicher Trägerschaft gibt und ich meine Berufschancen nicht verschlechtern wollte. Als ich das Studium abgebrochen habe, bin ich dann direkt ausgetreten und bin daher schon seit sechs Jahren konfessionsfrei.

    Ansonsten baut die Kirche auch viel scheiße. Die evangelische zwar weniger als die katholische, aber frei von "Sünden" ist diese jetzt auch nicht.

    Das ist ne sehr deutsche Perspektive. Weltweit gesehen finde ich sowohl in der Praxis als auch in der Struktur/Theorie/im Denkgebäude mehr gutes bei der katholischen Kirche und mehr problematische Dinge bei der protestantischen.

    Würden gewisse Pflichten nicht damit verbunden sein (Patenonkel sein z.B.), wäre ich auch bereits längst ausgetreten.

    In der Regel wird das wohl nicht gehen. Aber ich bin wie gesagt trotzdem ausgetreten (und war evangelisch) und bin trotzdem Taufpate meines katholischen Neffens.


    Mein Bruder und meine Schwägerin haben das direkt angesprochen und da hat der Pfarrer gesagt, dass er das nicht gut findet, dass ich ausgetreten bin, er aber überlegt, ob man da nicht was machen kann, wenn ich z. B. wieder eintreten würde (was ich niemals gemacht hätte). Ich solle dennoch schon einmal als Pate eingetragen werden. Danach hat er es wohl bewusst unter den Teppich gekehrt und nie wieder angesprochen und ich konnte regulär als konfessionsfreie Person dennoch Taufpate meines Neffens werden.


    Da sieht man, dass sowas ja oft am Individuum abhängt und dass die Kirchen da wohl auch kompromissbereiter werden, weil ihnen die Leute ja in Scharen wegrennen.


    Ich verstehe dieses Paten ding gar nicht.

    Kann mir einer erklären was man damit erreicht? Meine Patentante und Patenonkel haben nie etwas gemacht was nicht auch andere Bekannte getan haben.

    Das ist ja ne weltweit über hunderte Jahre und innerhalb des Christentums verschiedene Kulturen verbreite Tradition. Von daher kann man das pauschal nicht sagen.


    Man kann sagen, dass der Pate insgesamt als zusätzlich erwachsene Bezugsperson gilt, die den Menschen beim Erwachsenwerden begleitet.


    Juristisch gesehen war es auch bei uns früher so, dass der Pate auch das Sorgerecht bekam, wenn die Eltern frühzeitig verstorben sind.


    Kirchlich gesehen ist natürlich die christliche Erziehung ein wichtiger Ankerpunkt dieses Amtes. Also der Patenonkel soll dem Patenkind dabei helfen ein guter Christ zu werden.


    Darüber hinaus ist es kulturell, gesellschaftlich höchst unterschiedlich, wer das macht und was damit einhergeht. Das ist von Zeit zu Zeit, Kultur zu Kultur und Familie zu Familie höchst unterschiedlich.

    „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ – Bob der Baumeister

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  • Als Nicht Mitglied der entsprechenden Kirche Pate zu werden ist aber ja auch Unsinnig.


    Der Sinn einer Patenschaft liegt ja in der geistlichen Führung des Patenkindes, also quasi sowas wie ein Mentor zu sein. Wenn ich mein Kind aber in einer Kirche taufe, also auch entsprechend erziehen will, macht ein Pate der nicht in der Kirche ist keinen Sinn.


    Heutzutage ist Patenschaft für viele natürlich einer so ein Kumpel Ding mit dem man zeigen will das die Person, die man darum bittet, der Beste Freunde ist oder einem generell was bedeutet. Manche machen da sogar ein "Wenn den Eltern was passiert bekommen die Paten das Kind" draus (was wohl in 99% der Fälle nie so passieren würde). Das hat mit der Bedeutung der kirchlichen Patenschaft aber wenig zu tun.

    Pikmin Bloom ID: 5725 3643 9386

  • Das ist ne sehr deutsche Perspektive. Weltweit gesehen finde ich sowohl in der Praxis als auch in der Struktur/Theorie/im Denkgebäude mehr gutes bei der katholischen Kirche und mehr problematische Dinge bei der protestantischen.

    Naja ich bin ja auch in Deutschland und habe hier die Steuern gezahlt. Ich muss jetzt nicht über die Grenzen schauen um eine entsprechende Entscheidung treffen zu können.

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  • Der Sinn einer Patenschaft liegt ja in der geistlichen Führung des Patenkindes, also quasi sowas wie ein Mentor zu sein. Wenn ich mein Kind aber in einer Kirche taufe, also auch entsprechend erziehen will, macht ein Pate der nicht in der Kirche ist keinen Sinn.

    Ja, das stimmt im Regelfall.


    Es gibt aber genug Leute, die ihr Kind taufen lassen, obwohl sie es nicht im Sinne der Kirche erziehen wollen. Bei mir war das ja auch so, weil man es im Dorf damals halt so gemacht hat. Da wäre man nicht auf die Idee gekommen, das einfach nicht zu machen. Viele machen es auch heute bestimmt noch so, obwohl es heutzutage wohl kein Skandal mehr wäre. Die Familie meiner Schwägerin ist sehr gläubig. Die haben auch mehrere Nonnen in der Familie. Daher wurde mein Patenkind aus sozialem Druck getauft, obwohl weder meine Schwägerin noch mein Bruder irgendwie gläubig sind.


    Ich hätte das gleiche, was ich jetzt mache auch gemacht, wenn ich "nur" ein regulärer Pate aber nicht der Taufpate gewesen wäre, weil mir der kirchliche Part egal ist. Aber aufgrund des Drucks der Familie meiner Schwägerin wäre das nicht gegangen. Denn auch auf Geburtstagen o. ä. ist der Pate halt der Taufpate und niemand anderes.


    Mir kann das auch egal sein. Weil ja weder ich noch mein Bruder und seine Frau gläubig sind, kann ich ja in der Kirche den Eid schwören das Kind zu einem guten Christen zu erziehen. Dass dann nicht zu machen, ist sicherlich ne Sünde, ein Sakrileg oder sonst irgendwas. Da ich aber nicht gläubig bin, schwöre ich alles auf die Bibel, ist mir ja egal.


    Und da stellt sich halt die Frage, wie oft ähnliche Situationen nicht doch vorkommen können.

    Heutzutage ist Patenschaft für viele natürlich einer so ein Kumpel Ding mit dem man zeigen will das die Person, die man darum bittet, der Beste Freunde ist oder einem generell was bedeutet. Manche machen da sogar ein "Wenn den Eltern was passiert bekommen die Paten das Kind" draus (was wohl in 99% der Fälle nie so passieren würde). Das hat mit der Bedeutung der kirchlichen Patenschaft aber wenig zu tun.

    Habe ich in meinem EDIT auch schon erwähnt. Früher war das aber anders. Da war das tatsächlich so. Heutzutage wird da aber zuerst bei den Großeltern und danach Onkel und Tanten geschaut. Ich weiß gar nicht, ob man als Pate, der nicht gleichzeitig auch so noch verwandt ist, staatlich gesehen irgendwie mehr infrage kommt, als ne andere der Familie nahestehende Person.

    Naja ich bin ja auch in Deutschland und habe hier die Steuern gezahlt. Ich muss jetzt nicht über die Grenzen schauen um eine entsprechende Entscheidung treffen zu können.

    War auch kein Vorwurf. Für die Entscheidung spielt natürlich die hiesige Kirche die Rolle. Und generell finde ich es als konfessionsfreier Atheist sowieso begrüßenswert.


    Das war eher ein FIY. Ich finde halt generell, dass die evangelische Kirche bzw. der Protestantismus insgesamt meiner Meinung nach weitaus problematischer ist als die (ebenfalls problematische) katholische Kirche und dass man das in Deutschland immer verzerrt wahrnimmt, weil die evangelischen Pfarrer heiraten dürfen und die evangelische Kirche weniger homophob ist.

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  • Antiheld


    Ich denke ein Problem ist, dass es nicht die evangelische Kirche gibt sondern viele, die sich untereinander mal mehr und mal weniger unterscheiden. :dk:


    Am Ende ist mir die Kirche jetzt egal. Ich hab mit der "Scheiße" nichts mehr zu tun.

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  • Ich weiß gar nicht, ob man als Pate, der nicht gleichzeitig auch so noch verwandt ist, staatlich gesehen irgendwie mehr infrage kommt

    Hier liegt ja schon der Denkfehler den viele haben, denn staatlich, also möglicherweise auch rechtlich bindend, ist Patenschaft völlig bedeutungslos und geht weder mit irgendwelchen Rechten noch Pflichten einher. Im Grunde ist das ein rein symbolischer Akt. Nur innerhalb der entsprechenden Glaubensgemeinschaft geht man theoretisch eine Verantwortung ein, die aber auch nur diese betrifft.


    Bei uns hatten Patenschaften meist nur den Sinn, das es Weihnachten, zu Geburtstag und zu den Zeugnissen einen Schein extra von denen gab. Daher wird auch oft eher drauf geachtet Leute zu wählen die halbwegs gut verdienen. :D

    Pikmin Bloom ID: 5725 3643 9386

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