Monetarisierung in Videospielen

    • Monetarisierung in Videospielen

      "Lasst uns auf Walfang gehen!"

      Ein komischer Satz um dieses wichtige Thema zu beginnen oder? Tja, vielleicht ist der Satz näher an der Realität als manche Leute denken. Ich bin auf die Idee für diesen Thread gekommen, als ich heute Nachmittag ein Video von YongYea auf YouTube gesehen habe (mehr dazu gleich).

      Jedenfalls ist die Monetarisierung in Videospielen schon länger ein großes Thema, welches zuerst mit kleinen kosmetischen DLC begonnen hat und über herausgeschnittene Inhalte aus dem Hauptspiel über Mikrotransaktionen bis hin zu den aktuell sehr umstrittenen Lootboxen geht.

      Oft werden diese Maßnahmen damit begründet, dass diese nötig sind um die Spieleentwicklung zu finanzieren oder um den Spielern zusätzliche Möglichkeiten zu geben. Tja und da sind wir auch schon beim Thema, sind sie wirklich nötig oder werden wir hier schon manipuliert?

      Ich bin heute zufällig über dieses Video hier gestoßen:


      Darin geht es um eine Präsentation auf der Pocket Gamer Connects in Helsinki 2016. Ja, die Präsentation ist damit schon etwas älter, aber die Themen und Taktiken, die dort besprochen werden, um uns Spieler zu manipulieren sind brandaktuell.


      Hier ist die komplette Präsentation ohne Kommentar von Yong:


      Ja, die beiden Videos gehen zusammen 45 Minuten, aber jeder dem sein Hobby mehr als nur ein paar Stunden seichte Unterhaltung in der Woche wert ist, sollte sich diese Videos mal anschauen. Da die Videos in englischer Sprache sind, fasse ich mal die wichtigsten Punkte zusammen.

      Es geht eigentlich nur darum mit welchen Tricks man sein Spiel gut monetarisiert, egal wie und egal wie "schockierend" diese Taktiken sind.
      Aber "über Moral können wir später noch reden, falls noch Zeit ist..."

      • Zuerst mal sollte man den Spielern genug Möglichkeiten geben um Geld auszugeben, sagen wir insgesamt 1.000€ (Ein kleiner Betrag, mehr ist besser)
      • Einteilung von Spielern in Kategorien: Gewohnheitsspieler, soziale Spieler, kompetitive Spieler und Erkunder. Die meisten Einnahmen sind mit Gewohnheitsspielern möglich.
      • Spieler sollen möglichst früh durch einen "Hook" ins Spiel gezogen werden und dann mit Angeboten zu zahlenden Kunden zu machen. Ziel ist es Leute mit der Einstellung "Ich werde nie Geld für solche Spiele ausgeben" zu "brechen".
      • Spieler die schon länger dabei sind, sind empfänglicher für Kostüme und co. als für Fortschritt fördernde Items wie z. B. EXP-Booster
      • Gacha - hervorragend geeignet für Monetarisierung. Lotterie (Glückspiel), die Spieler können sich das gewünschte Objekt nicht sofort kaufen, sondern müssen mehr Geld für zufällige Sachen ausgeben, in der Hoffnung das Objekt der Begierde zu bekommen.
      • Welche Art von Spiel willst du entwickeln? A = Ein Spiel mit vielen Spielern, bei dem möglichst viele Leute wenig Geld ausgeben oder B Ein Spiel mit weniger Spielern (Hardcore) bei dem aber wenige Leute sehr viel Geld ausgeben.
      • Versucht Spieler schnell zu Käufen zu drängen, gebt ihnen wenig Zeit zum überlegen. Z. B. zeitliche Begrenzte Angebote in Shops.
      • Abonnemonts
      • "IKEA Effekt" = Bringt Spieler dazu für Errungenschaften im Spiel zu arbeiten, auch wenn sie eigentlich nichts wert sind, damit sie eine emotionale Bindung aufbauen.
      • Ankerpreis = Erst einen viel zu hohen Preis für Items ansetzen, den die Spieler nie zahlen würden. Nachdem Shitstorm der Spieler den Preis senken, damit sie denken, sie hätten etwas erreicht und hätten nun ein gutes Angebot.
      • Mache nie öffentlich wie viele Spieler eigentlich Geld für Mikrotransaktionen ausgeben.
      • Gebt euren Spieler Gründe warum sie Geld ausgeben sollen, auch wenn diese Gründe nur erfunden sind.
      • 4 Wege des Spielfortschritts: Können, Glück, Grind, Bezahlen. Spiele sollten niemals zu sehr auf das Können der Spieler setzen, sondern mehr auf Grind und Bezählmöglichkeiten sollten immer eine Option sein.
      Auf einige dieser Tricks seid ihr bestimmt auch schon gestoßen oder? Also ich bin es jedenfalls, leider.

      Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orikuro ()

    • Das hinter den Kulissen das Ziel ist möglich viel Cash zu machen ist klar, weswegen mich das gesagte nicht im geringsten schockiert, sondern eher bestätigt.

      Allerdings bin ich wohl auch nicht die Zielgruppe, denn mich interessieren weder kosmetische Items, noch Hilfsmittel, noch Ausgaben um in einem Spiel besser voranzukommen oder etwas bestimmtes zu bekommen. - sofern diese Dinge Geld kosten.

      Ich habe nichts gegen Gatchasysteme, Booster und andere Goodies, wenn diese fair und komplett freispielbar sind. Z.B. in Halo 5 fand ich die Booster fair, man bekam quasi regelmäßig welche, ohne Geld auszugeben.
      Oder in Xenoblade 2 das Gatchs System, da man so ein individuelles Spielerlebnis hat (auch wenn am Schluss etwas gegrindet werden musste um Kos-mos zu erhalten)

      Wo ich hingegen Geld ausgebe sind Inhalte Z.B. Seasonpass zu Xenoblade 2 oder Fire Emblem Three Houses. Hierbei interessieren mich, aber nur inhaltliche Erweiterungen, also Missionen, Quests, Story. Ich schau mit den Preis an und was an zusätzlichen Inhalten geboten wird und entscheide dann, ob es mir das ganze Wert ist. Wenn ja, dann kaufe ich, wenn nein dann erstmal nicht.

      Aber ich habe auch schon Kollegen beobachtet, die 1000e von Euros in Fifa investiert haben um einen gutes FUT zu haben, und dann beim nächsten TotW die Spieler zu verkaufen, weil man den neuen Ronaldo ausm Booster will...
      Ging sogar soweit, dass der junge Mann ein Kredit aufgenommen hat. Und reden braucht man dann mit denen auch nicht mehr, die sind dann so in der Sucht drin, dass sie alles rechtfertigen und schönreden.
    • Zitat von DarkStar:

      Auf einige dieser Tricks seid ihr bestimmt auch schon gestoßen oder?
      Nein, ich nicht. Ich habe mir nur ein einziges Mal ein Kostüm gekauft und das war ein Ninja skin für Raiden (MGS Rising) und das auch nur weil ich MGS liebe. Ansonsten bin ich kein Fan von DLCs. Ich spiele auch nie Online und mag es wenn Spiele abgeschlossen sind, sowas wie Minecraft, Fortnite und sowas geht mir am a**** vprbei. Beispiel zum Thema DLC FFXV. Die Geschichte ist ferig erzählt, ich brauch da keine DLCs, die die Story weitererzählen oder das ende verändern. Sonst nimmt man das was passiert ist ja nicht wirklich ernst, da mans ja immer wieder ändern kann.


      Zitat von Miriam-Nikita:

      Aber ich habe auch schon Kollegen beobachtet, die 1000e von Euros in Fifa investiert haben um einen gutes FUT zu habe
      Was das interessante an FUT ist hab ich nie verstanden. Ich soll Geld für Spieler ausgeben, die es schon im Spiel gibt, aber nur in anderen Mannschaften? Und was ist wenn ich dann alle meine Liebelingsspieler in meinem Kadar habe? Macht das Spiel dann mehr Spaß oder wie ?

      Naja, sollen die Leute halt Geld ausgeben wofür sie wollen, als nächstes kann man dann auch noch Trikot von anderen Mannschaften kaufen, Fifa Ultima Trikots oder so :dk:
      “On my business card, I am a corporate president. In my mind, I am a game developer. But in my heart, I am a gamer.”
      —Satoru Iwata

      Zum Bild - Warum wird das Bild nicht direkt angezeigt? Infos hier.

      :objection:
    • Hab früher gerne Heroes of the Storm gespielt, weil Blizzard, sehr chillig im vgl zu anderen Mobas
      Skins konnte man früher in Bundles kaufen, oder einzeln für einen fix betrag.

      Kostspielig wenns ein legendary Skin war aber das game war umsonst und Helden konnte man entspannt freischalten ohne Geld ausgeben zu müssen.

      Dann kam das HotS 2.0 update und damit die veränderung der Monetarisierung

      2 währungen hat man eingeführt, eine für den direkt kauf im "shop"
      die andere sammelt man aus lootboxen wenn man duplikate hat und damit lassen sich alle Helden und Skins direkt kaufen auch wenn sie nicht im shop sind.

      Lootboxen stehen Front und Zentral im Game
      der Shop ist limitiert und bei den Seasonal Bundles, die immernoch schweineviel geld kosten, bekommt man nichtmal die besten skins.

      Hab mit meinen Freunden gelabert. Für die Leute die kein Geld ausgeben wollen war das update ideal. Sie hatten keine Skins zum Großteil aber halt die meisten champs freigeschaltet. Mit 2.0 bekamen sie halt quasi nur etwas dazu. Kosmetiks waren nie wichtig aber "umsonst" aus ner Lootbox wars ein Netto Plus für Sie

      Für mich hat das Update das Spiel Kaputt gemacht. Ich hab aufgehört Geld zu investieren und die Lust verloren weil das Lootbox System einem zu 90% nur trash gibt, weil die Loot Table mit Trash vollgespamt wird. Für mich hat der Systemwechsel ein Netto Minus ergeben.

      Gewinnmaximierung ist schön und gut, aber mittlerweile sind die Auswüchse zu extrem geworden und stehen in keinem Verhältnis mehr. Ich kann nur jedem Raten es mit F2P Gacha Games sein zu lassen, die Artworks werden eh im internet geripped und stehen zur Verfügung für Games ala Fate, Granblue etc.

      Vor Wochen habe ich den Versuch nochmal gestartet mit Handy games. Dragonball Legends wollte ich probieren, am Anfang ein netter kleiner Zeitvertreib aber nach einer Woche ist das Konzept einfach langweilig und der Progress schläft ein. Ich glaube ich bin einfach nicht die Zielgruppe für die Games.

      Ich erinnere mich noch an Games ala Travian, Die Stämme, Rage of Bahamut. Damals war mir Whaling schon ein Begriff und es ist extrem wenn man bei den Spielen damals den Unterschied zwischen einem F2P spieler und einem Whale vergleicht.

      Der einzige Whale den ich im Real Life kenne war mein ehemaliger Mitbewohner im Studenten Wohnheim der damals beim Browsergame Command and Conquer Online, einem Browsergame unsummen ausgegeben hat. Er war natürlich nicht blöd und hat seine ingame Währung über Russland mit VPN gekauft aber 100-200 € waren locker drinn pro Monat. Zusätzlich dazu das er Raucher war und Zigaretten besorgen musste.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tama ()

    • Monetarisierung haben in Spiele in dieser Form nichts zu suchen. Weder auf rein kosmetischer Basis, noch auf Grundlage des beschleunigten Spielfortschritt. Overwatch hat damit begonnen, für sogenannte Lootboxen zu werben. Nach Overwatch wurden in sehr viele Spiele ebenso diese sogenannte Lootboxen eingeführt. In Call of Duty, in Need for Speed, in Battlefield und weitere Spiele.

      Die Begründung, dass Computerspiele heute immer teurer werden, und durch Monetarisierung deshalb die Entwicklung und weiteren Support unterstützt, ist schlichweg falsch. Es war noch nie so günstig und einfach, heute Spiele zu produzieren. Ganze "Engines" sorgen dafür, dass die Basis des Spiels bereits zur Verfügung steht, ehe überhaupt mit dem Programmieren angefangen wurde. Das trifft sicherlich nicht auf alle Spiele zu - aber auf den meisten Titel, besonders AAA-Produktionen, die auf bestehende Strukturen zurückgreifen können. Die meisten Kosten verursacht das Marketing. Ein neues Call of Duty, der mit dem neuesten Eminem-Soundtrack wirbt - ein Medal of Honor, der mit dem zu der Zeit neuesten Linkin-Park Track wirbt - verschlingt einige Millionen US-Dollar im Marketing.

      Was leider noch dazu kommt, ist die Tatsache, dass heute Computerspiele im immer niedrigere Qualität abgeliefert werden. Spiele, die einfachste Qualitätstests nicht bestehen, weil diese gar nicht erst stattfinden (siehe: Bloodstained und Spielstand-Bug), oder auf Teufel-komm-raus direkt irgendwas abgeliefert wird, hauptsache da ist irgendwas was man verkaufen kann (ARK).

      Bedauerlicherweise findet sich Monetarisierung auch schon in Singleplayer-Spielen: Das aktuellste Devil May Cry ist ein Spiel, in der Spieler optional Geld ausgeben können, um schneller ihren Fortschritt zu erreichen. Es nehmt bereits absurde Maßnahmen an.

      Aber bei der ganzen Geschichte finde ich jedoch das sogenannte "Whale"-Thematik am kritischsten. "Whale" sind sogenannte Menschen, die ein sehr großer Teil ihres Geldes in ein Spiel ausgeben. Meist sind es genau die Leute, worauf die meisten Unternehmen abzielen. Während andere nur ein kleiner Teil ihres Geldes ausgeben, was vielleicht 98 % der Spielerschaft ausmachen, machen sogenannte "Whales" nur 2 % der Spielerschaft aus, tragen jedoch mehr als 90 % des Umsatzes bei. Besoners in Asien wurden für solche Problemfälle, in der die Personen in Sucht gefallen sind, bereits Präventivstellen geöffnet, die sich um solche Fälle kümmern. Sie plädieren seit langen dafür, dass solche Praktiken bzw. Mikrotransaktionen verboten werden sollten. Die japanische Regierung hat bereits mehrere Kampagne in der Vergangenheit zum laufen gebracht und so zur Aufklärung (und Warnung) in der Bevölkerung beigetragen. Leider hatte das nur sehr beschränkt Erfolg gehabt.

      In China sind Westliche Firmen wie EA gar kein Thema. Das hat einen Grund. Es gibt ein Unternehmen, die wesentlich schlimmer und betrügerischer agieren als EA: Das Unternehmen heißt "Netease". Nicht umsonst werden sie von Chinesischen Spieler als "Drecksschweine" beschimpft. Netease hat es sich zum Ziel gemacht, gezielt sogenannte Whales "heranzuzüchten". Tausende Spieler sind bereits dem Sucht zum Opfer gefallen. Mehrere (umgerechnet) hunderte, sogar bis zu 2000 Euro Schulden haben sich bei diverse Leute angehäuft und erleben zunehmend sozialisierte Ausgrenzung. "Selbst Schuld" kann hier nur sehr eingeschränkt die Rede sein. Mal gibt es Personen, die halten von so etwas nicht viel - mal jedoch lassen sich ködern und kommen aus dieser Spirale nicht mehr raus: Durch die zunehmende Ausgrenzung wird mehr in das Spiel investiert, weniger Zeit für seinen Umfeld, mehr Ausgrenzung, noch mehr Zeit in das Spiel. Es sind schon lange keine Einzelfälle mehr, sondern ein ernstzunehmendes Problem.

      Die Videospielindustrie hat sich schon lange gewandelt. Die Videospielindustrie, die wir als 10, 12, 15 Jährige kennen gelernt haben, vor 10, 15, 20 Jahren, existiert heute schon lange nicht mehr. Das Erwirtschaften von Gewinn ist völlig in Ordnung und war schon immer Bestandteil einer freien Wirtschaft - lediglich das ausgelieferte Produkt entspricht nicht mehr den Idealvorstellungen, wie man sich das vorstellt, und die Praktiken, aus einem halbfertigen Spiel weiter Geld auszuschöpfen, hat sich etabliert.

      Das allerschlimmste allerdings ist jedoch eine Sache. Die Unternehmen haben hier überhaupt keine Schuld. Auch nicht Netease, den ich hier ausführlich beschrieben habe. Schuld sind die Menschen selbst. Schuld sind diejenigen, die diese Praktiken in Ordnung finden. Die schreiben, dass "man es ja nicht kaufen muss", oder dass "es ja optional" sei. Dass "die Entwickler auch Geld verdienen müssen". Dass die Industrie tatsächlich verteidigt wird von sogenannte "Gamer" - zumindest behaupten sie, sie wären es - dass das alles in Ordnung ist, und völlig legitim. Die selben Personen, die schreiben, dass Bloodstained, eine katastrophale Qualität auf der Switch, für in Ordnung finden - dass ARK auf der Switch gut finden - dass sie keine Probleme haben, 50 Euro im Monat Geld auszugeben für ein F2P-Spiel, die nach spätestens 24 Monate ohnehin dessen Server abgeschaltet werden. Das sind die Personen, die sich nicht gegen diese "Wandel der Zeit" auflehnen, weil sie es in Ordnung finden - weil sie indoktriniert wurden. Weil die "arme Industrie", die "hohe Kosten", die "garantiert dauernde Support", diese Lottery-Boxen rechtfertigt, der Kauf von Lootboxen, von Schmiedegegenstände und mehr rechtfertigen.

      Nicht die Industrie ist Schuld. Sondern die "New Generation-Gamer". Die, die das erkannt haben, bilden nur eine minderheit, die in 20, 30 Jahren vollkommen verschwunden sind. Denn dann gehören Mikrotransaktionen der Normalität an. 200-300 Euro für ein Spiel auszugeben, wird völlig normal sein. Es ist ein Zeitgeist.

      Fazit: Monetarisierung war gestern ungerechtfertigt, sie ist heute ungerechtfertigt und sie wird es auch morgen sein. Denn findet sich in ein Spiel Monetarisierung, so kann man davon ausgehen, dass dieses Spiel - ausnahmslos - Defizite aufweist, die man selbst gar nicht mehr wahrnehmen wird, weil man an diese Defizite gewohnt ist.
    • Zitat von Ngamer:

      Was das interessante an FUT ist hab ich nie verstanden.
      Das Interessante an FUT ist meiner Meinung nach,das man sich seine eigene Mannschaft aufbaut,mit der man dann gegen Freunde spielen kann.Die Standard Mannschaften werden meiner Meinung nach schnell langweilig.


      Zitat von Ngamer:

      Ich soll Geld für Spieler ausgeben, die es schon im Spiel gibt, aber nur in anderen Mannschaften? Und was ist wenn ich dann alle meine Liebelingsspieler in meinem Kadar habe? Macht das Spiel dann mehr Spaß oder wie ?
      Geld bringt dich halt schneller voran.In FUT gibt es auch Spieler die es sonst in den Standard Mannschaften nicht gibt,Ikonen der Fußballgeschichte wie Pele und Maradona.Ich denke vielen Fußball Fans wird das Spiel mehr Spaß machen,wenn man seine Lieblingsspieler benutzt,gibt auch andere die eher auf die Werte schauen.


      Zitat von Ngamer:

      Naja, sollen die Leute halt Geld ausgeben wofür sie wollen, als nächstes kann man dann auch noch Trikot von anderen Mannschaften kaufen, Fifa Ultima Trikots oder so
      Mit echtem Geld kann man nur FUT Points (oder Münzen kaufen,aber dafür kann man gebannt werden) kaufen,mit denen kauft man Sets und in den Sets sind natürlich auch Trikots,also gibt es das schon.
      Gotoubun no Hanayome
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    • Das Video von dem Herrn Jernström hab ich schon vor einigen Tagen bei Jim Sterling gesehen. Was soll ich sagen ich bin nicht schockiert. Das ist einer von vielen Gründen warum ich Spiele von Activision-Blizzard, EA grundsätzlich meide und bei allen anderen genau drauf schaue was ich für mein Geld überhaupt bekomme.

      Die großen AAA Publisher zeichnen sich dadurch aus das sie auf skrupellose Art und Weise den Spielern Geld aus der Tasche ziehen, sich in die eigenen Taschen stecken und absolut nicht davor zurück schrecken die Leben anderer Menschen zu zerstören.
      Klingt übertrieben? Fragt doch mal die 800 Leute die Activision-Blizzard rausgeworfen hat obwohl sie ein Rekordjahr hatten. Schaut euch in dem Zusammenhang mal an das diese Firmen Steuerhäfen haben, gar keine zahlen müssen und ihren CEOs fette Bonuse bezahlen im Millionenbereich nur weil sie ihren neuen Job überhaupt antreten.

      Es werden immer neue Wege gefunden um Spielern noch effektiv das Geld aus der Tasche zu ziehen, sie um das zu erreichen psychologisch zu manipulieren und keine dieser Firmen kümmerts wenn die Leute dann Pleite gehen.

      Und viele Spieler heutzutage sind noch so dämlich und reden das schön oder verteidigen es. "Es sind nur kosmetische Items" ist keine Ausrede, "mich betrifft das nicht" ist keine Ausrede, "die Leute sind selbst schuld wenn sie sich nicht unter Kontrolle haben" ist keine Ausrede.
      Jeder von uns hat vor lauter Glückshormonen schon mal irgendeine Impulsentscheidung getroffen und tat sich dann schwer mit etwas aufzuhören. Das kann der dritte Schokoriegel am Abend sein, das fünfte Bier, das sechste Paar Schuhe etc.
      Firmen wissen das und manipulieren uns um mehr Geld aus uns raus zu schlagen. Allerdings kommt mir grad die Videospielindustrie skrupelloser vor als viele anderen.

      Ich kann nur jedem der immer noch die Spielefirmen im Recht sieht empfehlen mal über euren Ego oder Dummheit getriebenen Tellerrand zu schauen und euch bei Youtube Kanälen wie Jim Sterling oder Upper Echelon Gamer zu informieren.

      Mich macht es einfach nur Müde zu sehen was aus meinem Hobby Videospiele geworden ist seit die Generation Facebook und Smartphone dazu gekommen ist. Mittlerweile habe ich für mich selbst nen Punkt erreicht wo ich einfach schon gar keine Lust mehr habe mich bei jedem Spiel zu informieren ob ich verarscht werde vom Publisher sondern stattdessen lasse ich das gleich links liegen und suche mir ein anderes Hobby. Schuld daran das ich an diesem Hobby immer seltener Spaß habe sind all die Leute die blind alles fressen was sie von den Publishern hingeworfen bekommen und überhaupt nicht gewillt sind die Kritiken der Minderheit anzuhören. Schade drum, aber so ist das wohl wenn ein Hobby zu groß wird.

      Ansonsten hat @Njubisuru alles sehr gut ausgeführt.
    • @Pyro Ranger
      Genau aus diesen Gründen hab ich auch keine Vorfreude auf die neue Generation, da ich weiß, dass 80% der Spiele durch Mikrotransaktionen oder andere kundenfeindliche Geschäftspraktiken für mich eh zerstört werden.

      Die Hoffnung, dass sich die Kunden dagegen auflehen hab ich mittlerweile sowieso auch verloren. Die Ansprüche der meisten Kunden an ein Produkt sind bei Videospielen mittlerweile so gering, da können sich die Publisher fast alles erlauben. Kann man ja auch gut in etlichen Threads hier im Forum nachlesen.

      Von Firmen wie EA, Activision, Bethesda oder 2K kaufe ich eh keine Spiele mehr, da ich ich genau weiß was da auf mich zukommt. Ich konzentriere mich mittlerweile eigentlich hauptsächlich auf Nintendo, Nischenspiele und Indies. Auf dem PC ist GOG/CD Project eine gute Anlaufstelle.

      Sollten diese Sachen irgendwann auch wegfallen, werde ich halt Retrogamer und/oder widme mich verstärkt meinen anderen Hobbys.
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    • @DarkStar

      Ah 2k hatte ich schon wieder ganz vergessen. Die sind auch auf meiner Liste der Firmen die ich boykottiere genau wie Bethesda sollten sie Doom Eternal auch verbocken. Von Letzterem gehe ich leider mittlerweile aus weil Bethesda auch mittlerweile gelernt hat den Hals nicht voll zu kriegen und lieber dafür zu sorgen das keiner an den Mikrotransaktionen rumtricksen kann statt ihr Spiel zu patchen. Hat man bei Wolfenstein youngblood letztens auch gehabt. Da du oben n Video von Yong Yea verlinkt hast nehm ich an hast du die Sache mitbekommen.

      Mir graust ehrlich gesagt ein wenig vor der nächsten Konsolengeneration. Neben all den übertriebenen und gierigen Monetarisierungen der Publisher kommt noch der Hang zu Digital Only oder Streaming dazu. Videospiele als Hobby bereiten mir also nicht nur wegen der Gier der Publisher immer weniger Freude.

      Ich werde in der Zukunft wohl auch hauptsächlich meine alten Spiele wieder auspacken, mich auf GOG umsehen oder bei Nintendo. Wobei grad Nintendo mir auch nicht mehr ganz koscher ist. Das liegt zum einen daran wie sie mittlerweile ihre Handyspiele monetarisieren und andererseits wieviel Fokus sie mittlerweile auf Season Passes legen. Ultimate Alliance 3 war im Vergleich zum ersten Teil ein relativ mickriges Gesamtpaket. Man hatte keine richtigen anständigen Kostüme zum Freispielen für die Charaktere, die Story war kurz und stupide und jeder Charakter hatte nur seine vier vorgegebenen Skills. Keine Möglichkeit für den Spieler seine Helden anzupassen etwas das schon der erste Teil auf der PS2 geboten hat.
      Dann kommt Nintendo und will mir für die Magerpackung aber nen Seasonpass verkaufen mit mehr Zeug.

      Nintendo macht zwar immer noch viel richtig und bringt vollwertige tolle Spiele, aber im letzten Jahr haben sie nachgelassen und einige dumme Entscheidungen getroffen weswegen ich auch von ihnen kein Spiel mehr blind zum Launch kaufe.
    • Zitat von Pyro Ranger:

      Da du oben n Video von Yong Yea verlinkt hast nehm ich an hast du die Sache mitbekommen.
      Ja, hab ich. :ugly:
      Ubisoft hat auch so eine Nummer abgezogen mit einem Quest Editor bei Assassin's Greed, als die Leute Quests erstellt haben mit denen man sehr schnell XP bekommt, um deren XP-Booster im Ingame Shop weiterhin attraktiv genug zu halten.

      Meiner Meinung nach müssten Spieleseiten viel mehr über sowas berichten als über anderen unwichtigen Quatsch, aber das könnten die Publisher nicht so gerne sehen und schwubs sind die Testmuster und Privilegien weg...

      Zitat von Pyro Ranger:

      Das liegt zum einen daran wie sie mittlerweile ihre Handyspiele monetarisieren und andererseits wieviel Fokus sie mittlerweile auf Season Passes legen.
      Um Smartphone Spiele mache ich generell einen weiten Bogen. Die Grunde dafür stehen alle im OP.

      Zitat von Pyro Ranger:

      Nintendo macht zwar immer noch viel richtig und bringt vollwertige tolle Spiele, aber im letzten Jahr haben sie nachgelassen und einige dumme Entscheidungen getroffen weswegen ich auch von ihnen kein Spiel mehr blind zum Launch kaufe.
      Stimmt, natürlich, dass sich Nintendo auch einige Schnitzer leistet, aber im Großen und Ganzen liefern sie von den großen Publishern mit die besten und vollständigsten Spiele ab. Nintendo holt ja auch über das Switch Zubehör viel Gewinn rein, man muss sich ja nur mal anschauen was da die Sachen kosten. :link_confused:

      Die Season Pässe bzw. Erweiterungen entscheide ich hier von Fall zu Fall. Der von XC2 z. B. war super, die Octoexpansion für Splatoon 2 soll auch sehr gut sein, vielleicht hole ich mir die noch. Fire Emblem und sowas wie bei Ultimate Alliance sind halt die Negativbeispiele, die lasse ich links liegen.

      Blind kaufe ich schon lange kein Spiel mehr, dafür läuft heute einfach zu viel falsch.
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    • Zitat von DarkStar:

      Assassin's Greed
      War die Schreibweise beim zweiten Wort Absicht? :D


      Zitat von DarkStar:

      Meiner Meinung nach müssten Spieleseiten viel mehr über sowas berichten als über anderen unwichtigen Quatsch, aber das könnten die Publisher nicht so gerne sehen und schwubs sind die Testmuster und Privilegien weg...
      Das ist aber ein Problem welches so oder so auf die Spieleseiten zukommt. Wenn Leute erst später ein Spiel kaufen aufgrund veralteter Testmuster dann werden Seiten wie IGN oder Kotaku immer unglaubwürdiger und die Leute werden diese Seiten meiden und noch mehr als bisher sich Kaufratschläge oder Reviews auf Youtube, Reddit oder sonstwo holen. Auf der einen Seite möchte ich sagen geschieht ihnen recht.

      Zitat von DarkStar:

      Die Season Pässe bzw. Erweiterungen entscheide ich hier von Fall zu Fall. Der von XC2 z. B. war super, die Octoexpansion für Splatoon 2 soll auch sehr gut sein, vielleicht hole ich mir die noch. Fire Emblem und sowas wie bei Ultimate Alliance sind halt die Negativbeispiele, die lasse ich links liegen.
      Splatoon 2 hatte wirklich eine echt gute Expansion. Für mich war se ihr Geld auf jeden Fall wert ^^ Was ich bei Nintendo begrüße ist das ich auch die Option habe mir Sachen aus Season Passes einzeln zu kaufen. Zwar dann minimal teurer, aber so halte ichs bisher bei Smash Ultimate. Da ich nicht weiß welche Kämpfer kommen und ob mich diese interessieren kaufe ich die halt einzeln und nicht den kompletten Season Pass. Bisher scheint sich das für mich auszuzahlen da ich an Banjo Kazoozie aufgrund mangelnder Nostalgie kein Interesse habe und auch der Held aus Dragon Quest ist mir bisher irgendwie egal. Vielleicht hol ich ihn mir noch, aber bisher reizt er mich nicht genug.


      Zitat von DarkStar:

      Blind kaufe ich schon lange kein Spiel mehr, dafür läuft heute einfach zu viel falsch.
      Ja für die Regel hatte ich bisher Nintendo als einzige Ausnahme, aber nach Ultimate Alliance jetzt und dem Drama um Pokemon gilt die Regel für die jetzt auch nicht mehr. Bei Spielen wie Astral Chain (ok ist Platinum aber ist NIntendo da Publisher?), Daemon X Machina aber auch Luigis Mansion warte ich jetzt erst mal Reviews ab. Ist besser so auch für meinen Geldbeutel ^^
    • @DarkStar

      Hab deinen Post jetzt erst sehen können da ich über die letzten Tage nicht am PC war. Aufm Handy schreibt sichs immer so anstrengend XD

      Hab das Video von Yong Yea auch gesehen und er hats gut auf den Punkt gebracht. Was ich auch so schlimm finde ist das viele Leute nicht verstehen das die Firmen von sich aus Grind und hohe Item/Level Kosten ins Spiel einbauen nur um einem dann die Lösung (Booster in irgendeiner Form oder Ingame Währung) verkaufen zu können.

      Früher hat man komplette für sich allein stehende Spiele gekauft und hat seinen Spaß damit gehabt. Ab und zu gabs dann noch ne große vollwertige Erweiterung und die hat man nochmal extra bezahlt, dafür aber auch ein relativ großes Paket bekommen.

      Heute wird dir jeder kleine Einzelschrott extra verkauft und die Leute rechtfertigen noch das die Spielehersteller für ihre Extraarbeit entlohnt werden müssen. Nur das man durch all die Monetarisierung viel mehr kleinen Scheiß einzeln verkaufen kann, so mehr vom einzelnen Spieler rausziehen kann das sieht keiner. Genau wie keiner sieht das all diese Firmen überall ihre Steuerhäfen haben und auf der unteren Ebene munter Leute entlassen während im Management munter Boni in Millionenhöhe sprudeln. Kapitalismus is schon was tolles..... not.
    • @Pyro Ranger
      Ja, ist schon erschreckend wie viele Leute sich durch Marketing manipulieren lassen und die Dinge nicht kritisch hinterfragen.

      Ich jedenfalls spare mir mittlerweile viel Geld, da ich solche Spiele nicht mehr kaufe und auch einige Firmen nicht mehr unterstütze. Das Gute an der Größe der Industrie ist ja, dass man trotzdem noch mehr als genug tolle Spiele findet, abseits von Activision, EA, Bethesda, 2K, Warner Bros etc.
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    • @DarkStar

      Jep. Gerade im Indiebereich und von kleinen japanischen Publishern kommt da noch genug.
      Ich frage mich nur wie schaffen es so viele Leute soviel Geld mit gutem Gewissen für digitales Zeug auszugeben was ihnen nur 2 Minuten Befriedigung verschafft nur damit das Game dann wieder die Schrauben anzieht und nach dem nächsten Zoll verlangt. Merken die Leute da einfach nicht das sie verarscht werden oder ist da die Hemmschwelle wirklich so gering?

      Weil du Bethesda erwähnst. Nachdem was se mit Wolfenstein Youngblood verbrochen haben mache ich mir echt sorgen um Doom Eternal. Sollten se da auch ihre Gier nicht zügeln können ist Bethesda dann offiziell auf meiner Ignorierliste. Wäre schade weil ich mochte Doom 2016 echt verdammt gern. T_T