Producer von Hatsune Miku: Project Diva Mega39’s spricht über den Ursprung des Spiels, die Songauswahl und vieles mehr

    • Producer von Hatsune Miku: Project Diva Mega39’s spricht über den Ursprung des Spiels, die Songauswahl und vieles mehr

      Diesen Monat hat SEGA Hatsune Miku: Project Diva Mega39’s für die Nintendo Switch angekündigt. Aufgrund dieser Neuigkeiten führte das japanische Magazin "Famitsu" ein Interview mit dem Producer des Spiels, Makoto Osaki, und dem Director, Keiichi Matsunami, durch. In den folgenden Zeilen könnt ihr vom Ursprung des Spiels, den Kriterien der Songauswahl und vielem mehr lesen. Viel Spaß!
      Was sagen sie zum aktuellen Stand der Serie?

      Osaki: Project Diva ist nur aufgrund der Miku-IP möglich, die Crypton Future Media besitzt. Dass wir nun, zehn Jahre später, an dem Punkt angekommen sind, an dem Fans der Miku-IP mit Project Diva vertraut sind, ist erstaunlich und etwas, für das ich wirklich dankbar bin.

      Wann hat sich Matsunami für Project Diva engagiert?

      Osaki: Ich bin auf ihn zugekommen, als wir anfingen, über die Arcade-Version des Spiels zu sprechen. Daraufhin sprachen wir beide den Executive Manager der SEGA Arcade auf das Spiel an. Er meinte „Je schneller, desto besser“.

      Matsunami: Als ich sah, wie beliebt der Editing-Modus, der das erste Mal auf der PlayStation Portable erschien, ist, wollte ich diesen Aspekt auf Spielhallen übertragen. Es gab lauter Live-Auftritte, auch wenn es schwierig war, sich gleichzeitig um diese und um ein Spiel zu kümmern.

      Ein Spiel zu entwickeln und gleichzeitig Live-Auftritte zu planen muss wirklich hart sein.

      Osaki: Die drei Jahre nach der Veröffentlichung der Arcade-Version waren alle ziemlich hart. Wir mussten wirklich hart arbeiten, um mitzuhalten.

      Können Sie uns sagen, wann dieses Projekt begonnen hat?

      Matsunami: Wir haben zu Beginn des letzten Jahres mit der Arbeit am Spiel begonnen.

      Osaki: Da die Resonanz zum PlayStation 4-Port von Future Tone weitaus positiver war als erwartet, haben wir ein neues Spiel entwickelt, um diesen Fans etwas zurückzugeben. Und da Project Diva ursprünglich ein tragbares Spiel war, dachten wir, dass es sich für eine Konsole wie die Nintendo Switch eignet.

      Matsunami: Ich dachte auch, dass wir mit der Joy-Con-Technologie neue Spielweisen entwickeln können. Da dies jedoch nicht ausreicht, um einen neuen Titel zu garantieren, haben wir beschlossen, jedem Song einen eigenen, animierten Stil zu geben. Wir wollten die Songs auch mit diesem neuen nicht-foto-realistischen Stil sehen.

      Es hätte bestimmt auch viele Fans zufrieden gestellt, hätten sie lediglich das bereits bestehende Spiel portiert. Doch neue Modi und optische Überarbeitung... So weit würde doch nur das Entwicklerstudio AM2 gehen!

      Matsunami: Wir dachten an einen direkten Port, doch entschieden uns dagegen. Wir wollten unsere Fans nicht enttäuschen.

      Osaki: Wenn wir nicht all unsere Ideen in das Spiel einfließen lassen, würden wir niemals das erreichen, was wir wollen.

      Nun möchte ich einige Details über den Inhalt des Spiels erfahren. Die Songs umfassen eine 10-jährige Song-Geschichte sowie Themensongs aus den vorherigen Spielen. Welche Kriterien spielten bei der Auswahl der 100 Songs eine Rolle?

      Osaki: Wir haben Songs aufgenommen, die die Geschichte des Franchise widerspiegeln und auch einige neue aufgenommen. Daraufhin haben wir uns Songs angesehen, die sich gut für die Joy-Con-Mechanik eignen würden.

      Übrigens, wer hat dieses Mal das Titelsong geschrieben?

      Osaki: Ich kann noch nicht genau sagen wer, doch war unser Motto: "Zehn Jahre bis jetzt, zehn Jahre ab jetzt". Dementsprechend muss es jemand sein, der die letzten zehn Jahre mit uns gearbeitet hat.

      Wir haben dies bereits erwähnt, aber alle Songs in diesem Spiel haben einen nicht-fotorealistischen Anime-Stil. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

      Osaki: Wir dachten, es sei an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. In den letzten zehn Jahren gab es viele Spiele, die statt einem animierten, einen fotorealistischen Stil verwendeten.

      Matsunami: Wir dachten, die Verwendung von Cel-Shading-Animationen würde dem Spiel auch ein neues Maß an Niedlichkeit verleihen.

      Osaki: Ein weiterer Grund war, dass wir auch mehr junge Spieler gewinnen wollten. Dies ist ein Zeitalter, in dem viele Grundschulkinder YouTube schauen. Deshalb wollten wir etwas bereitstellen, an das sie gewöhnt waren.

      Ich möchte auch nach dem neuen Modus fragen. Vielleicht können Sie keine Details angeben, aber es gibt Spielelemente, die für die Joy-Con typisch sind, nicht wahr?

      Osaki: Um Verwirrung zu vermeiden, möchte ich den Spielern versichern, dass die Modi der vorherigen Spiele immer noch so sind, wie sie waren. Es gibt lediglich einen neuen Modus, der davon getrennt ist.

      Matsunami: Es gab viele Versuche und Fehler, die Steuerung für diesen Modus richtig einzustellen, aber ein Ende ist endlich in Sicht. Da wir unser Spiel auf einer neuen Hardware veröffentlichen, wollten wir etwas wirklich Neues anbieten.

      Wie schwierig ist der neue Modus? Ich finde, dass der Touch-Modus in Project Mirai 2 etwas einfacher und ausgeglichener war, sodass auch jüngere Spieler das Spiel genießen konnten.

      Matsunami: Ihr könnt zwischen mehreren Schwierigkeitsgraden wählen. Die leichteste könnten selbst Kindergartenkinder schaffen, die schwerste könnte allerdings auch Veteranen in dem Gebiet fordern.

      Nun zur letzten Frage: Könnten Sie uns die Bedeutung des Namens 'Hatsune Miku: Project Diva: Mega39's' erklären? (Anmerkung: ausgesprochen 'Megamix' – der Name ist ein Wortspiel, da 3 als 'mi' und 9 als 'ku' gelesen werden kann. Dies soll sich anhören wie das englische „Mix“)

      Osaki: Nun, zunächst einmal gibt es viele Modi. Daher kommt das „Mix“. Das „Mega“ allerdings, kommt davon, dass es viel zu tun gibt. Außerdem ist Miku eben Miku und so etwas wie eine heilige. Daraus ist eben dieses Wortspiel entstanden.
      Habt ihr Interesse daran, Miku auf eurer Nintendo Switch zu sehen?

      Quelle: NintendoEverything


      I play to win!
    • Zitat von Makoto Osaki:

      Außerdem ist Miku eben Miku und so etwas wie eine heilige.
      10 / 10 :ddd:

      Das war sehr informativ. Hieraus kann man sich viele Gedanken zur Songliste und dem neuen Modus machen. Circa 1/3 der Songliste kann man sich bereits denken und es kommt noch Einiges von den anderen Vocaloids dazu. War eines der spannendsten Interviews, die ich seit langer Zeit gelesen habe.