Lead Composer von Astral Chain erklärt die Konzepte des Soundtracks und gibt Beispiele

    • Lead Composer von Astral Chain erklärt die Konzepte des Soundtracks und gibt Beispiele

      Astral Chain, das kommende Action-RPG von PlatinumGames, kann mit einem besonderen Soundtrack aufwarten – davon konnten wir uns bereits in mehreren Trailern und diversem Gameplay-Material überzeugen. Lead Composer Satoshi Igarashi ging nun in einem Blog-Eintrag hinsichtlich der Konzepte und der Entstehung der musikalischen Begleitung ins Detail.

      Laut Igarashi waren neben ihm noch zwei weitere Komponisten von PlatinumGames am Soundtrack beteiligt: Naofumi Harada und Hitomu Kurokawa. Zudem gab es noch zwei kreative Köpfe, die von außerhalb angestellt worden sind: Masahiro Aoki und Satoshi Setsune, die vor allem an der Musik für die Zwischensequenzen des Titels gearbeitet haben.

      Der Soundtrack von Astral Chain kann grob in drei verschiedene Genres unterteilt werden: Metal, elektronische und orchestrale Musik. Jede dieser Musikrichtungen erfüllt einen gewissen Zweck während des Gameplays des Action-RPGs. Um dies zu verdeutlichen, erschuf Igarashi eine kleine Grafik:


      Hieran sieht man, dass je dramatischer eine Szene wird, mehr orchestrale Musik gespielt wird, während es in Momenten von Spannung und Auseinandersetzung verstärkt Metal zu hören gibt. Diese Einteilung basiert auf einer Idee von Director Takahisa Taura. Dieser sagte Igarashi, dass er sich für die Kampfszenen in Astral Chain eine "coole" musikalische Untermalung mit rockigen Beats wünscht, die sich sehr vom Soundtrack außerhalb der Kämpfe unterscheidet.

      Igarashi entschied sich schließlich für einen modernen und rockigen, aber auch leicht inorganischen Sound, der eine Art mechanische Atmosphäre verbreitet. Hierfür stimmte er seine Gitarre auf "Low G". Das Schlagzeug agiert präzise und fest, sodass das mechanische Gefühl besser rübergebracht wird. Synthesizer und Drum Machine-Effekte kommen ebenfalls zum Einsatz. Um zu verdeutlichen, wie das Ganze sich im Spiel anhört, gab Igarashi verschiedene Beispiele. Diese haben wir hier für euch aufgelistet (klickt einfach auf die Titel, wenn ihr euch sie anhören möchtet):
      • Ark Mall: Hier dominieren besonders elektronische Klänge, da die Situation entspannt ist.
      • Ark Mall (Combat Phase): Hier stehen Gitarren, die mit einigen elektronischen Komponenten vermischt werden, um eine Sci-Fi-Atmosphäre zu erzeugen, im Vordergrund.
      • Task Force Neuron: Hierbei handelt es sich um die musikalische Untermalung der Polizeistation. Da diese eine Art Schutzort vor den Angriffen der Chimeras ist, dominiert hier ein ruhiger Soundtrack, der weder wirklich "cool" noch majestätisch ist, oder sich in den Vordergrund drängt. Trotzdem war es Igarashi wichtig, einen gewissen Wiedererkennungswert einzubauen, da der Spieler viel Zeit an jenem Ort verbringt.
      • Homunculus α: Nicht alle Kampfsequenzen von Astral Chain sind mit Metal unterlegt, manche erfordern schlicht etwas mehr Pathos, daher griffen die Komponisten des Titels auch öfters auf orchestralische Klänge zurück. Dies ist die Untermalung eines Bosskampfes. Auch hier wird zudem mit Synthesizern und digitalen Percussion-Elementen gespielt.
      • [Redacted]: Natürlich gibt es auch Tracks, die alles zusammenmixen, wie dieser. Es handelt sich hierbei um ein Boss-Thema, welches bereits aus dem ersten Trailer zu Astral Chain bekannt ist. Das Fundament basiert hier auf Metal, ein Großteil der Melodie wird jedoch vom Orchester und dem Chor getragen.
      [Redacted] spielt in einem Moment, der sehr wichtig für die Handlung von Astral Chain ist, daher sollte es sich, laut der Grafik oben, eigentlich um ein orchestrales Stück handeln. Das ist allerdings nicht komplett der Fall. Dies hat verschiedene Gründe: Erstens ist der Boss dieses Spielabschnitts nicht sonderlich groß, die Auswirkung auf die Geschichte aber schon. Zweitens ist dies nicht der klimatischste Moment von Astral Chain. Man musste also auch noch Luft nach oben lassen.

      Wenn man nun alle Eindrücke, die Igarashi geteilt hat, zusammenfasst und in visueller Form wiedergibt, erhält man folgende Grafik, die verdeutlicht, wie der Soundtrack von Astral Chain funktioniert:

      Wie findet ihr die Idee, Metal, orchestrale und elektronische Musik für einen Spielesoundtrack zu mixen? Gefallen euch die Ausschnitte aus der musikalischen Untermalung von Astral Chain?

      Quelle: PlatinumGames
    • Klingt nicht schlecht, aber auch in meinen Ohren nicht wirklich Gänsehaut erzeugend bzw. nichts was sich im ersten Durchhören großartig von Spiel xy unterscheidet. Wenn ich da an Witcher 3 oder Persona 5 denke, das sind musikalisch gesehen ganz andere Sphären. Aber mal das Endprodukt abwarten. :)
      Man stelle sich vor: ein Atheist, ein Philosoph und ein Theologe sind zusammen in einem dunklen Raum gesperrt. Sie sollen eine schwarze Katze finden: Der Atheist sucht erst gar nicht. Für ihn steht fest: Es gibt keine schwarze Katze in diesem Raum. Der Philosoph tappt fleißig im Dunkeln herum, um die Katze zu suchen. Aber seine philosophischen (Be-)Griffe sind ein Haschen nach Wind. Der Theologe schreit sogleich: „Ich hab sie!“ Es ist aber nur eine Behauptung.
    • Wow, das klingt richtig geil. Eigentlich sind mir Platinum-Spiele zu hektisch vom Gameplay, aber aufgrund des jetzt schon überzeugenden Soundtracks, könnte ich mir gut vorstellen, dass ich mit Astral Chain meine Freude haben dürfte.
      Ich finde es klingt ein wenig wie eine Mischung aus Nier Automata, Final Fantasy und einem OST der Ys-Reihe.

      Also ich bin jetzt schon ein wenig gehyped :D