Gegenläufiger Trend: Immer weniger Beschäftigte in der deutschen Games-Branche

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    • Gegenläufiger Trend: Immer weniger Beschäftigte in der deutschen Games-Branche

      Insgesamt sind derzeit 11.014 Menschen in Deutschland im Kernbereich der Games-Branche bei insgesamt 614 Unternehmen beschäftigt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Zahl rückläufig, denn insgesamt 5,9 % weniger Leute sind dieses Jahr beschäftigt. Dieser Trend ist bereits seit Längerem zu beobachten, wie die folgende Abbildung zeigt:


      © game

      Im Vergleich zu 2018 ist aber erstaunlicherweise die Zahl der Unternehmen um 17 % gestiegen, die neuen Firmen beschäftigen in der Regel jedoch unter fünf Mitarbeiter. Die Rollenverteilung zwischen Publisher und Spieleentwickler schmilzt immer mehr zusammen, denn während im Jahr 2018 noch 118 Unternehmen existierten, die sowohl als Publisher als auch als Entwickler arbeiteten, sind es dieses Jahr nun 272: Ein Plus von 130 %. Besonders die App-Entwicklung hat zu diesem Trend beigetragen. Der Bundesverband game gibt für den Stellenabbau der Bundesregierung die Schuld, denn diese hat es sich nicht vorgenommen, im Rahmen des Bundeshaushalts 2020 die Games-Branche zu fördern.

      Das Problem ist außerdem, dass die Verbraucher lieber zu Spielen aus anderen Ländern greifen. Insgesamt ist der deutsche Games-Markt im Jahr 2018 um 9 % auf insgesamt 4,4 Milliarden Euro gewachsen. Davon werden 353 Millionen Euro (+97 %) den kostenpflichtigen Online-Diensten zugeordnet und ganze 1,9 Milliarden Euro (+28 %) fallen auf In-App-Käufe und sonstige Mikrotransaktionen.

      Achtet ihr darauf, aus welchem Land die Spiele kommen oder greift ihr blind zu, wenn ihr wisst, dass das Spiel gut ist?

      Quelle: game – Newsbild: © game
    • auf das land zu achten aus dem ein spiel her kommt finde ich schwachsinnig. wenn es geil ist, dann ist es geil und dann wirds gekauft.
      deutschland ist da nunmal nicht so gut aufgestellt wie andere länder. wird halt immer noch sehr stiefmütterlich behandelt die branche..
      wenn man, wie polen zb, ein zugpferd hätte (cd projekt), würde das wieder ganz anders aussehen, denke ich... aber da muss man erstmal hin kommen.

      edit: mich würden aber mal zahlen interessieren die sich mit dem erweiterten markt auseinander setzen. konkret im online- und print medien bereich.
    • Das einzige deutsche Studio mit grossen Titeln, welches mir einfällt, sind Crytek. Das letzte Mal hörte ich aber nur von schlechten Arbeitsbedingungen, was auch schon ein paar Jahre her ist. Gibt's die noch?
      Sonst sind es wohl ausnahmslos kleinere Entwickler, die Nischenspiele wie Point & Click Adventures produzieren.
      Natürlich haben Spiele in Deutschland auch einen schweren Stand, werden sie von den Rentnern in der Politik ja noch gerne als "böse" angesehen. Auch beim Netzausbau hakt es in Deutschland offensichtlich sehr, Tech-Unternehmen brauchen einfach etwas mehr als eine Kupferleitung. Da sind andere Länder Europas schon sehr viel weiter.
    • Es wurde hier schon richtig erwähnt: Der einzige wirklich International-bekannte Unternehmen ist Crytek. Und selbst von denen hört man seit den letzten Jahren gar nichts. Die erwähnte "Arbeitsbedingungen"-Kritik ist auch nicht die einzige Kritik, hier ein Auszug aus Wikipedia:

      Zitat von Wikipedia:

      Das US-amerikanische Entwicklerstudio und direkter Konkurrent Epic Games, Entwickler der Spiel-Engine Unreal Engine, äußerte vermehrt Kritik bezüglich Cryteks Kompetenzen im Umgang mit Spielekonsolen. Demzufolge fehle es Cryteks hauseigener CryEngine insbesondere an Effizienz, vorhandene Hardwareleistung voll auszunutzen, sodass auf mittelstarken bis schwachen Systemen keine angemessene Optik zustande käme. Cevat Yerli wies diese Vorwürfe als „übertrieben und oberflächlich“ zurück. Er betonte, dass die jüngsten Optimierungen der Engine vornehmlich darauf abzielten, mehr Grafikleistung bei festgesetzter Hardware zu liefern
      Das ist natürlich das KO-Kriterium.

      Ansonsten kenne ich ebenso nur schwächere Spiele, sehr schlechte Simulatoren und einige Point & Click-Spiele. Deponia (oder die Edna-Spiele) von Daedalic Entertainment. Die meisten anderen sind leider Entwickler, die sich auf altes ausgeruht haben oder kaum von sich hören lassen. Viele davon sind Browsergame-Entwickler: InnoGames (Die Stämme), BigPoint (Farmerama, Drakensang), Deck13 etc.

      Es sind Entwickler, die eine extreme Nische bedienen. Eigentlich.. kaum der Rede Wert ist. Irgendwo ein wenig Schade. Aber ob man da wirklich was vorwerfen kann..?

      Hier eine Grafik mit deutsche Spiele-Entwickler, sortiert nach Mitarbeiter-Zahlen:

    • Nein, nur :kirby_happy: Nintendo :kirby_happy: .
      Aber technisch gesehen auch aus den USA, wenn man Retro Studios separat betrachten möchte. Nintendo benötigt mehr westliche Tochterunternehmen. Retro Studios alleine reicht da leider nicht aus. In Japan ist Nintendo top aufgestellt: HAL Laboratories, Intelligent Systems, Monolith Soft, NdCube, Nintendo EPD, usw. .
      Ich vermisse mein Rareware :'(.
      I❤Nintendo :mldance: #4ever!!!
    • Sofern Videospiel Unternehmen endlich Mal marktübliche Gehälter zahlen würden, klappt es auch mit den Entwicklern.

      Was bringt es mir, Games zu Entwickeln, wenn ich mit Business Anwendungen mehr geld verdiene, bessere Arbeitsbedingungen habe und einen Job der viel gesicherter ist?

      Ich bin Entwickler und ich liebe seit meiner Kindheit Videospiele. Trotzdem gewinnt bei der Arbeitsplatzsuche einfach der Arbeitgeber, der mir die besseren Konditionen anbietet.
    • Êhrlich gesagt ist die Games Branche auch ein Knochenjob. Der Verschleiß ist doch recht hoch.Es gibt zwar Gamedesign sogar als Studium mittlerweile an mehr Unis aber ob man das unbedingt machen will. Jeder der das vor hat sollte sich die Arbeitsbedingungen anschauen.
      Es ist halt typisches 08/15 Clickbait eines Gamestar-Newsschreibers ohne Ehre und ohne Rückgrat; eine Schande für seine Zunft. Nachricht über Switch Kommentar eines Users