Monolith Soft-Chef unsicher, ob das Studio etwas anderes als RPGs entwickeln sollte

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    • Monolith Soft-Chef unsicher, ob das Studio etwas anderes als RPGs entwickeln sollte

      Vor einiger Zeit sprachen Tetsuya Takahashi von Monolith Soft und Katsuhiro Harada von Bandai Namco Entertainment mit dem japanischen Magazin 4Gamer über ihre Arbeit. Dabei verriet Herr Takahashi unter anderem aktuelle Verkaufszahlen von Xenoblade Chronicles 2. Eine nun veröffentlichte Übersetzung seitens Nintendo Everything liefert zusätzliche Details aus dem Gespräch, die wir für euch zusammenfassen wollen.

      Ein Thema im Gespräch mit Herrn Takahashi und Herrn Harada war das "typisch Japanische", was die Produktionen der beiden kreativen Köpfe an sich haben. Herr Harada erklärt, dass westliche Entwickler immer wieder den Einfallsreichstum von japanischen Entwicklern loben. Sie gestehen ein, Charaktere wie KOS-MOS (Xenosaga) oder Noctis (Final Fantasy XV) nicht kreieren zu können, gleichzeitig kritiseren sie aber, dass derartige Charaktere immer wieder gleich sind, erklärt Herr Harada.

      Den Status quo beizubehalten und die Charaktere einfach so in den Westen zu bringen, spreche nicht den Mainstream an. Natürlich gebe es auf der ganzen Welt Personen, denen äußerst japanische Designs gefallen, jedoch müssten sich japanische Produktionsstudios immer mehr dem wandelnden globalen Markt beugen, meint Herr Harada. Es sei schwierig, eine Nische anzusprechen und zugleich ein ordentliches Budget dafür zu erhalten. Monolith Soft habe sich jedoch bereits gut angepasst, sagt er zu seinem Kollegen Takahashi.

      Herr Takahashi, seines Zeichens die führende Persönlichkeit bei Monolith Soft, stimmt zu, dass sich sein Studio allmählich anpassen könne. Die aktuellen Verkaufszahlen von Xenoblade Chronicles 2 stellen laut ihm jedoch den bislang größtmöglichen Erfolg für Monolith Soft dar. Einen deutlich größeren Erfolg kann Monolith Soft feiern, wenn es zusammen mit Nintendo an einem First Party-Titel wie dem The Legend of Zelda: Breath of the Wild-Sequel arbeitet, welches sich über 10 Millionen Mal verkauft. Neben der Zugkraft der jeweiligen Nintendo-IP wird dabei auch Nintendos herausragendes Management sowie seine Expertise hervorgehoben. Wenn Monolith Soft nach einem derartigen Budget fragen würde, müsste das Studio sich erst einmal in der Praxis beweisen, meint Herr Takahashi. Entweder Entwickler versuchen, mit dem verfügbaren Budget ein möglichst aufmerksamkeitserregendes Spiel zu kreieren oder sie setzen auf Innovationen, argumentiert Harada. Es sei nicht immer einfach zu entscheiden, was die beste Entscheidung für ein Entwicklerteam ist. Monolith Soft versuche weiterhin, eben diese Art von Innovation zu finden, sagt Herr Takahashi.

      Während RPGs zur größten Stärke von Monolith Soft zählen, möchte Herr Takahashi nicht vollkommen ausschließen, sich an anderen Genres zu versuchen. Er vergleicht seine Arbeitsmoral mit der des berühmten Mangaka Hirohiko Araki, welcher einst sagte, niemals etwas anderes als JoJo's Bizarre Adventure zeichnen zu wollen. Er kann das Gefühl von Herrn Araki sehr gut nachvollziehen und zieht dieses heran, um seine Beziehung zum RPG-Genre zu beschreiben. Herr Takahashi nennt sich selbst einen großen RPG-Fan und sieht seine Liebe zu RPGs als den primären Grund dafür an, warum er so gut darin ist, Spiele in diesem Genre zu erschaffen. Auch, wenn er gerne Spiele eines anderen Genres wie Rennspiele spielt, würde er nicht von sich behaupten, mit Leichtigkeit ein gutes Rennspiel erschaffen zu können.

      Herr Takahashi kann dabei sogar seine eigenen RPG-Spiele genießen, selbst wenn er diese bis ins kleinste Detail kennt. Er vergleicht es mit dem Ansehen seines Lieblingsfilms. Auch wenn er die Geschichte bereits auswendig kennt, genießt er es jedes Jahr wieder, den Film anzusehen. Tatsächlich sei er tief im Prozess involviert, probezuspielen und Fehler auszumerzen. Noch dazu nehme sich Herr Takahashi die Zeit, die fertige Vollversion seiner Spiele auszuprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Spieler das fertige Produkt wahrnehmen. So könne er besser nachvollziehen, was eventuell weniger gelungen ist.

      Die letzte Veröffentlichung von Monolith Soft war Xenoblade Chronicles 2: Torna ~ The Golden Country für die Nintendo Switch im vergangenen Jahr. Aktuell arbeitet das Team an potenziell drei Projekten. Dabei handelt es sich um ein neues Fantasy-Spiel, um einen weiteren Ableger der Xenoblade-Serie und um den Nachfolger zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

      Quelle: Nintendo Everything – Newsbild: © Monolith Soft
    • @nikothemaster
      Ich habe beim Durchlesen der News genau an das gleiche Sprichwort gedacht.

      Ist folgende Aussage Spekulation oder wurde dies so bekanntgegeben? 'Dabei handelt es sich um ein neues Fantasy-Spiel, um einen weiteren Ableger in der Xenoblade-Serie und um den Nachfolger zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild.'
    • Es hat schließlich alles seine Kehrseite.

      Image & Form hat in der SteamWorld-Reihe schon 5 Spiele mit insgesamt 4 verschiedenen Hauptgenres rausgebracht. Während ich sehr offen bin was das angeht und an jedem der Spiele meinen Spaß hatte (und noch immer habe), so sind einige Fans auch einfach nicht interessiert an dem einen Genre und wünschen sich lieber einen weiteren Teil mit dem andere Genre.

      Letzten Endes muss das jede Firma für sich ausmachen. Veränderung kann frischen Wind bringen, aber auch alles kaputt machen.

      Demnach kann ich den vorrednern mit dem Sprichwort nur zustimmen, das kam mir auch direkt in den Sinn. :P
    • Ich fand Disaster war ein sehr gutes Spiel. Vor allem die Handlung war spannend erzählt und gut präsentiert. Daher glaube ich das sie auch in anderen Genres bei dem die Handlung einen großen Platz einnimmt (wie bei RPGs) sie gute Arbeit leisten könnten.

      Ein Rennspiel von Monolith kann ich mir jetzt aber weniger vorstellen :rolleyes:
    • Ich bin ja der Ansicht, das das Problem nicht ist, wenn eine Firma was neues probiert, sondern vielmehr wenn das "neue"(oder umgekehrt auch das "alte") erzwungen wird. Entweder via Publisher oder weil man meint einen Trend nachlaufen zu müssen.

      Ergo ist für mich irrelevant ob Monolith bei RPG's bleibt oder was anderes "probiert", wichtig wäre mir nur das man in beiden Fällen auch nur macht wenn man eine Idee & Vision hat...
    • Ich für meinen Teil bin da ganz froh drüber. Das gibt mir als Gamer auch Sicherheit. Wie oft ich es schon hatte, das ein Studio für Nintendo etwas großartiges produziert und dann irgendein gummel Mario oder Donkey Kong macht oder einfach für andere Konsole entwickelt. Siehe zb Retro Studios oder Mistwalker.

      Was das Budget angeht. Ja die Verkaufszahlen von Zelda liegt astronomisch höher, aber für für mich ist jedes einzelne Xenoblade besser als BotW. Für mich verkauft sich da doch eher der Hype Name Zelda. :rolleyes:
      Most Wanted? Xenoblade was sonst!
    • Inzwischen hat doch sogar Assassin's Creed RPG-Elemente, wieso sollte nicht auch Monolith sich ein bisschen austoben? Schliesslich hat man auch mal den Schritt von einem rundenbasierenden Kampfsystem zu einem Echtzeit-System gemacht. Das Spiel muss einfach eine gute Qualität haben, und notfalls muss man sich einfach jemanden dazuhalten, der sich im betroffenen Genre etwas auskennt.
    • Wie schon gesagt wurde: Schuster bleib bei deinen Leisten, sie sollten echt weiterhin RPGs machen, denn darin sind sie richtig gut! Und sie könnten zum Beispiel die Xenosaga Trilogy als HD Remake oder Remaster bringen, weil die Spiele würden sicher auch gut an kommen! :thumbsup:

      Natürlich wäre ein Expedition in ein anderes Genre auch interessant! Aber da RPGs sowieso mein Lieblingsgenre sind mit Survival Horror zusammen, bin ich dafür dass sie bei RPGs bleiben. :*
    • Glaube das Problem heutzutage ist die Quantität der Spiele, viele Charaktere von Nintendo und Square sind heutzutage eher immer noch bekannt, weil man Sie mit Kindheits-/Jugenderinnerungen verknüpft und nicht weil Sie so unglaublich vielschichtig wären. Ein Mario oder Sephiroth Charakter (bezogen auf FF7, wenn man mal die Bücher, Spiele oder Filme weglässt, die ihn später noch behandeln) würde heutzutage niemanden mehr vom Hocker reißen. Spielt halt glaube ich auch viel das Momentum mit. Monolith hat mit Xenoblade Chronicles 2 ordentlich abgeliefert, aber da das Spiel sehr speziell ist und auch noch Nintendo exklusiv, braucht man sich nicht wundern, dass der Bekanntheitsgrad fehlt, da die Konkurrenz auch einfach viel zu riesig ist. Ein Genrewechsel, würden Sie sicher gut hinbekommen, fand eh das XC2 eher durch die grandiose Story, die Welten bzw. das Setting und die coolen Charaktere getragen wurde und weniger durch das Gameplay, was zu Beginn einfach unglaublich deep zu sein schien und sich dann später nur noch zu eher ödem Button Smashing entwickelte. Ich denke zwar eher, dass Big N lieber ein XC3 haben möchte, aber fände es cool, wenn Sie parallel an etwas anderem arbeiten können