Der große Brett-, Karten- und Würfelspiele-Thread

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    • Der große Brett-, Karten- und Würfelspiele-Thread

      Willkommen Freunde des analogen Spielvergnügens. Deutschland ist das Land der Brettspiele. In keinem anderen Land erscheinen so viele Brettspiele wie hierzulande. Und German Games war im englischsprachigen Raum eine Zeitlang das Synonym für Brettspiele.

      Jedes Jahr erscheinen 350 bis 400 neue Brett-, Karten und Würfelspiele in Deutschland. Zwar sind die Spieldesigner lange nicht so bekannt wie andere Stars, aber Namen wie Klaus Teuber, Wolfgang Kramer und Michael Kiesling haben vermutlich viele schon mal gehört oder gelesen.

      Starten möchte ich mit einem sehr aktuellen Spiel, das trotz seiner Einfachheit eine gewisse taktische Spieltiefe bietet, und auf der Nomierungsliste für das Spiel des Jahres 2019 gelandet ist:


      Lama (oder LAMA / L.A.M.A.)

      Das Grundprinzip ist ein Kartenablegespiel, ähnlich Mau Mau oder UNO, aber mit einem besonderen Clou.

      Zu Beginn einer Spielrunde bekommt jeder Spieler sechs Spielkarten. Eine Karte wird aufgedeckt, und die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel.

      Der aktive Spieler hat nun drei Möglichkeiten:

      1. Karte ausspielen (wenn möglich)
      2. Karte ziehen
      3. Passen

      Eine Runde endet, wenn ein Spieler alle seine Karten ausgespielt hat, oder alle Spieler gepasst haben. Nun werden die (Minus)Punkte gezählt.

      Das Spiel kann bereits mit zwei Spielern gespielt werden, aber ich empfehle mindestens drei Spieler, da ansonsten die besondere Spielmechanik kaum zur Geltung kommt.

      Ich wünsche allen viel Spaß :)
      Even the darkest Night can be broken by Light.
    • Cooler Thread.

      Unser Absolutes must have (always played) Game ist mit Abstand das Kartenspiel

      Wizard

      Regeln:

      Spoiler anzeigen
      Kurzregel


      • Jeder bekommt in der ersten Runde eine Karte, in der zweiten Runde zwei Karten, usw.
      • Vor dem jeweiligen Rundenbeginn muss jeder Spieler vorhersagen, wie viele Stiche er mit seinem Blatt erzielen wird.
      • Die zuerst ausgespielte Farbe muss bedient werden. Wer nicht bedienen kann, muss abwerfen oder trumpfen.
      • Acht Sonderkarten sind im Spiel: vier Zauberer und vier Narren. Ein Narr gewinnt niemals einen Stich, der Zauberer aber auf jeden Fall.
      • Wer seine Vorhersage erfüllt, erhält Pluspunkte, ansonsten Minuspunkte.
      • Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.


      Man kann es in abgewandelter Form auch notfalls zu zweit spielen, würde ich aber nicht empfehlen :p

      Wir haben schon etliche Abende, auch mit 6 Leuten sehr gut damit verbringen können.

      Die Zeitangabe mit 45 Minuten +, sollte eher auf 120 Minuten + angepasst werden.
    • @afriixy
      Wizard spielen wir auch sehr gerne. Tolles Spiel!


      Und ein weiterer Kartenspiel-Klassiker:

      6 Nimmt! von Wolfgang Kramer

      Spoiler anzeigen

      Das Spiel feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Wolfgang Kramer hatte seine ersten Hits mit Heimlich & Co. und Auf Achse in den Jahren 1986 und 87, für die er die begehrte Spiel des Jahres Auszeichnung erhielt.

      Das Spielprinzip ist so einfach wie genial: Jeder Spieler erhält zehn Handkarten. Vier Karten bilden die jeweiligen Anlegereihen. Die Karten sind von 1 bis 104 nummeriert, und dürfen nur aufsteigend, und an die Reihe mit der kleinsten Differenz (zur ausgespielten Karte) angelegt werden.

      Wird eine Karte gespielt, deren Wert niedriger als die jeweilig letzte Karten einer Reihe ist, dann muss der Spieler eine Reihe wählen und vor sich ablegen. Die ausgespielte Karte wird die neue Startkarte dieser Reihe. Sollte ein Spieler die sechste Karte an eine Reihe anlegen müssen, so muss er diese Reihe ebenfalls vor sich ablegen, und die ausgespielte Karte wird die neue Startkarte.

      Der Clou ist, dass alle Spieler ihre Karten gleichzeitig und verdeckt ausspielen. Der Spieler mit der niedrigsten Karte legt zuerst an, dann folgt der Spieler mit der nächsthöheren Karte, usw. Dadurch ergeben sich beim Anlegen manchmal kuriose Konstellationen. Dennoch ist Planung und Strategie sehr wichtig, auch wenn man nicht vorhersehen kann, welche Karten die Mitspieler auslegen.

      Wenn alle Karten gespielt wurden, werden die Hornochsen auf den vorliegenden Karten gezähnt und als Minuspunkte gewertet.


      Ein wirklich tolles Spiel, das neben Glück auch viel Planung erfordert. Sehr empfehlenswert, und ein echter Klassiker, der inzwischen auch einige Variationen erhalten hat, z.B. X Nimmt!, Hornochsen und 11 Nimmt!, aber im Original in einer kleinen immer noch am besten ist :)
      Even the darkest Night can be broken by Light.
    • Auf Arbeit haben wir zu dritt einen kleinen Stapel Spiele angelegt. Häufig gespielt werden Carcasonne, Nochmal, Scrabble, Piratenwürfel. Und dann haben wir noch einige weitere Karten- und Würfelspiele (u.a. 6 Nimmt). Wenn man ein paar Stunden auf einen Bildschirm gestarrt hat, ist es schon sehr angenehm, in der Pause eine Runde zu spielen.
    • Wer Spaß an kurzweiligen und schnellen Würfelspielen hat, sollte mal Qwixx ausprobieren. Das Spiel von Steffen Benndorf hat eine ganze Generation von neuen Würfelspielen geprägt.

      Schnell, intelligent, und gleichzeitig. Bei jedem Wurf spielen alle Spieler zugleich, und müssen möglichst clever bunte Felder auf dem Spielblock ankreuzen. Die Regeln sind einfach und schnell zu erlernen, bieten aber einen großen Spielraum an Möglichkeiten.

      Tolles Spiel, das zurecht für das Spiel des Jahres 2013 nominiert wurde, und 2014 den Niederländischen Spielepreis gewann.
      Even the darkest Night can be broken by Light.
    • Heute mal etwas abseits von einer bestimmten Spielvorstellung.

      Ich werfe den Begriff Autorenspiele in den Raum. Eine neumodische Bezeichnung für Gesellschaftsspiele, die den Namen ihres Erfinders auf der Spieleschachtel tragen und oft ein höherwertiges Spielmaterial verwenden.

      Die Siedler von Catan von Klaus Teuber ist eines der bekanntesten Spiele, die diesen Begriff geprägt haben.

      Der Begriff Autorenspiele (nicht mit Autorennspiele Verwechseln ;) ) hat mir das Spiel Qwixx nähergebracht. Ich habe schon vorher gerne und viele Brettspiele gespielt, aber mit Qwixx ist diese Leidenschaft vor einigen Jahren neuentflammt. Ein schnelles Würfelspiel, bei dem alle gleichzeitig spielen, und das nicht zu sehr auf Glück setzt.

      Inzwischen beherberge ich eine ganze Reihe dieser Spiele, und viele davon werden regelmäßig gespielt. Einige Autoren haben bereits eine zweistellige oder gar dreistellige Anzahl an Spielen entwickelt. Manchmal nur Varianten ihrer bekannten Bestseller, aber trotzdem anders und spaßig.

      Ich kann sehr empfehlen, das eine oder andere Spiel dieser Autorenspiele auszuprobieren. Viele sind auch zu zweit sehr gut spielbar, oder sogar direkt darauf ausgelegt, und einige wenige kann man auch alleine spielen. Zu mehreren ist es aber meist besser. Viel Spaß! :)


      Edit:
      Sonntagsbrunch mit Klaus Teuber auf MDR (Interview)
      mdr.de/sachsenradio/programm/s…unch-klaus-teuber100.html
      Even the darkest Night can be broken by Light.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von blither ()

    • Ich liebe die Siedler von Catan. Kann mich daran erinnern, als wir das damals neu hatten. Da lag sogar eine CD oder gar MC bei, wo ein ganzes Spiel gestellt und erklärt wurde, damit man den Ablauf nicht unbedingt aus der Anleitung lesen muss.
      Leider fehlt es mir heute an realer Spielgesellschaft für solch lange Spiele. Bin schon länger am überlegen mir zumindest Catan für die Switch zu holen. Zumindest steht es auf meiner langen Liste. ^^
      Früher hab ich liebend gern ganz einfach "Mensch ärgere dich nicht" gespielt, später dann Kartenspiele wie Skip-Bo, Uno, Ligretto und 11er raus. Als ich noch öfter meine Tante gesehen habe, liebte ich das Hornochsenspiel. Wir haben auch immer wieder mal Kniffel gespielt, aber ich mochte Würfelspiele nie sonderlich. Nur das Geräusch wenn die Würfel im Becher geschüttelt wurden, war so beruhigend. ^^
      Seit mehreren Jahren spiele ich Rommé, was aber aus diversen Gründen schon länger pausiert. Hoffe, dass es im neuen Jahr wieder regelmäßig stattfinden kann.
      Aber oft sind es die einfachen und schnellen Spiele, die ich gerne spiele.
    • Spielvorstellung Ganz schön clever von Wolfgang Warsch (erschienen bei Schmidt Spiele)

      Das Spiel ist vor ca. zwei Jahren in der Reihe Klein & Fein im Schmidt Spiele Verlag erschienen. Der Autor ist Wolfgang Warsch. Sehr ungewöhnlich war die Nominierung zum Kennerspiel des Jahres, da es sich eigentlich nur um ein Würfelspiel handelt (das es aber in sich hat!).

      Auf den ersten Blick sieht es komplizierter aus als es tatsächlich ist. Der Spielblock ist das inhaltliche Highlight. Passend dazu gibt es sechs farbige Würfel.

      Der Clou bei diesem Spiel sind die unterschiedlichen Spielmechaniken für jede Würfelfarbe sowie die Kombos, die sich aus dem Eintragen der Ergebnisse ergeben und Kettenreaktionen auslösen können.

      Ganz schön clever sticht aus den vielen Roll&Write-Spielen der letzten Jahre aufgrund seiner höheren Komplexität heraus, ist aber dennoch sehr schnell und leicht zu erlernen.

      Ein wirklich tolles Spiel, das mMn zurecht auf der Nomierungsliste des Kennerspiel des Jahres gestanden hat. Auch zu zweit macht es sehr viel Spaß! Ein Kennerspiel nicht nur für Kenner!
      Even the darkest Night can be broken by Light.