Sonic The Hedgehog-Film: Redesign des blauen Igels wohl weniger kostspielig als erwartet

  • Am 14. Februar 2020 feiert der rasend schnelle Igel Sonic sein Debüt auf der großen Leinwand. Da das erste Design des beliebten Videospielhelden die Fans eher weniger begeistern konnte, entschied man sich, dieses zu überarbeiten. Das Ergebnis weiß durchaus zu gefallen, wirft allerdings die Frage auf, wie viel das Redesign Paramount Pictures wohl insgesamt gekostet habe.


    Aufgrund eines Twitter-Posts bestand die allgemeine Annahme, der ganze Spaß sei mit etwa zusätzlichen 35 Millionen Dollar nicht gerade günstig für das Studio gewesen. Wie es zu dieser Schätzung kam, bleibt weiterhin unklar. Laut IndieWire habe man nun aus verhältnismäßig sicherer Quelle erfahren, dass sich die Kosten für das Studio auf schätzungsweise weniger als fünf Millionen Dollar, also nur einen Bruchteil der behaupteten Summe, belaufen.


    So seien die visuellen Effekte zum Zeitpunkt des ersten Trailers nicht mal annähernd fertiggestellt gewesen. Man habe also nur die bis dato gezeigten Szenen anpassen müssen, der Rest sei initial mit dem neuen Design entstanden. Der Aufwand für das verantwortliche Team stieg also entgegen der Befürchtungen nur im geringen Maß.


    Wird das Einspielergebnis die Kosten plus Überarbeitung decken?


    Quelle: Nintendo Life – Newsbild: ©️ Paramount / SEGA

  • unter 5 Millionen ist trotzdem in meinen Augen recht hoch. Kapiere generell nicht wie bei sowas solche hohen Kosten entstehen können.
    Als würde jeder Mitarbeiter im 5 stelligen Bereich pro Tag bezahlt werden

  • @Jericho ja aber bezahlt man denn für diese Technik immer und immer wieder? ist es nicht so dass man sie einfach erwirbt und naja nutzt? oder lassen sie sich die Technik nur leihen oder was und zahlen auf Zeit?
    Klar kenne ich mich nicht da aus aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen, was genau die Kosten verursacht. Die Mittel die Animationen zu kreieren sind ja schon da und sollten eigentlich keine zusätzlichen Kosten verursachen, nur halt die Bedienung dieser durch Menschen.

  • Da bin ich auch etwas überfragt. Vieles wird meines Wissens über externe Expertenstudios in den jeweiligen Gebieten gehandhabt, die entsprechend hohe Preise haben und diese Technik eben nicht an Filmstudios weiterverkaufen. In den Credits am Ende eines Spiels oder Films siehst du oft Logos von diversen Firmen. Da sind nicht selten auch solche externen Studios mitdabei. :)

  • Vielleicht kann ich hier etwas zu beitragen, da ich zufällig in der Branche tätig bin und auch einen Kollegen habe, dem angeboten wurde an dem Redesign mit zu arbeiten.
    Ich glaube viele stellen sich das Ganze zu einfach vor. Frei nach dem Motto: Das machen ja die Maschinen.
    Ist euch klar, was alles an so einem Character hängt, wenn dieser einfach mal neu gemacht wird?
    Da sitzen hunderte Leute dran und arbeiten mit dem Character Asset und auf einmal ändert sich das Komplett. Ein neuer Character bedeutet: Neues Hair Simulationen, Kleidungssimulationen, komplett neu animieren, neues Compositing. Und das ist jetzt nur der grobe Überblick.
    Zudem ist Character Animation so mit das Aufwändigste was es gibt. Viele meinen, der Computer würde da viel arbeit übernehmen, das ist aber leider nicht so wirklich der Fall. Letztendlich muss ein Character Animator das Gleiche machen, wie ein Zeichner bei Disney damals. Er muss nur lediglich nicht mehr zeichnen sondern posed das Modell. Allerdings definiert ein guter Artist hierbei auch so gut wie jeden Frame per Hand und der Computer interpoliert nicht mehr viel.


    5 Millionen klingen für mich also gar nicht unrealistisch. Die Leute im VFX bereich verdienen zwar nicht viel (Größtenteils Freelancer, die am Tag ca. 300€ verdienen, was als Selbstständiger nicht wirklich viel ist). Und wie gesagt die ganze Pipeline steht halt erstmal still, das verursacht natürlich auch kosten, die nicht produktiv gearbeitet werden kann. Die Leute sind halt nun mal da und werden bezahlt, können aber nichts machen. Das verursacht nunmal kosten, die letztendlich mit der Umsetzung direkt nichts zu tun haben.


    Aus meiner Erfahrung weiß ich leider, dass viele sich solche Sachen recht einfach vorstellen, es hängt aber viel dran und gerade Angestellte sind eben bei einer Dienstleistung der größte Kostenpunkt. Eine Workstation für 8000€ zahlst du nur einmal und hast sie dann, das ist bei Mitarbeitern anders ;-)


    @Jericho
    Das hat nicht viel mit geheimer Technik zu tun, welche die Filmstudios nicht haben. Die Kochen auch nur mit Wasser. Die Software kann sich jeder kaufen. Viel mehr macht es für ein Filmstudio gar keinen Sinn sich selber eine VFX Abteilung aufzubauen, wenn man zu VFX Studios gehen kann, die darauf spezialisiert sind und das Ganze zu guten Preisen anbieten. Das Risiko lohnt sich nicht, da die Preise für VFX total am Boden sind. Die Artists lassen sich hier zu leicht locken: "Wenn du am neuen Sonic arbeiten willst bekommst du einen Hungerlohn aber hast ja dann danach nen Hollywood Film in deinem Portfolio!" Das ist leider Realität. 5 Mio sind dennoch ratz fatz weg wenn man ein paar hundert Leute bezahlen muss, auch wenn diese eher unterbezahlt sind. Die Masse macht es ;-)

  • @D4rkSonic Nein hat er nicht. Er hat dann lieber an anderen Projekten gearbeitet. Das war ihm zu schlecht bezahlt. Wenn man schon ein paar Jahre in der Branche auf dem Buckel hat in der Branche machst du sowas nicht mehr wenn es nicht gut bezahlt ist. Da siehst du das komplett nüchtern. Wenn du mal an ein paar Marvel Filmen oder so gearbeitet hast ist auch der Glanz den das ganze nach außen ausstrahlt verloren. Damit catchy man einen nicht mehr. Am Ende bist du sowieso nur ein kleines Rad in der Maschinerie. Kannst dann stolz erzählen dass du die Nähte an Sonics rechten Schuh gesculptet hast

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