ValueAct erhöht Investitionen in Nintendo auf über eine Milliarde US-Dollar

  • Das amerikanische Unternehmen ValueAct Capital Partners hat im April 2019 begonnen, in das japanische Unternehmen Nintendo zu investieren. In den letzten Monate wurden viele Anteile erworben, sodass ValueAct nun 2,6 Millionen Anteile, also zwei Prozent der Anteile an Nintendo, besitzt. Dies entspricht einem Wert von über 1,1 Milliarden US-Dollar (etwa einer Milliarde Euro).


    In einem dem Magazin Reuters zugespielten Brief an die eigenen Investoren, schildert ValueAct die Gründe für den Kauf. Sie sehen Potential im weiteren Wachstum von Software und der Entwicklung von Nintendo als breitaufgestelltes Medienunternehmen, da Nintendo derzeit eine positive digitale Wende erlebe. Laut dem Brief habe Nintendo das Potential, zu einem der größten Digitalmedienanbieter zu werden und so mit Systemen wie Netflix, Disney+ oder Apple Music konkurrieren zu können. Es seien laut dem Schreiben bereits mehrere Treffen zwischen ValueAct und Nintendos Führungsriege zustande gekommen. ValueAct glaube dabei fest an die Vision von Shuntaro Furukawa, Präsident bei Nintendo.


    Allerdings halten sich beide Parteien hinsichtlich der Meldung bislang bedeckt . Während Nintendo die Investition von ValueAct zur Kenntnis genommen hat und keine vertraulichen Gespräche preisgebe, hat ValueAct einen direkten Kommentar auf den Bericht von Reuters abgelehnt. Neben Nintendo besitzt ValueAct Anteile an Microsoft und Adobe, würde aber eher im Hintergrund an Unternehmensentscheidungen mitwirken. Außerdem investierte das Unternehmen in den letzten Jahren auch in einige andere japanische Firmen. Übrigens stieg Nintendos Aktie aufgrund dieser Meldung um 4 % an Wert auf 55,12 US-Dollar (etwa 51 Euro).


    Was haltet ihr davon?


    Quelle: Reuters, Twitter (Daniel Ahmad) – Newsbild: © Nintendo, Foto: © ntower

    Xbox Series X | Nintendo Switch

  • Digitalmedienanbieter mit Internetverständnis aus dem späten 20. Jahrhundert, ahjaaa :ugly: :thumbup: hätten die genannten Globalanbieter eine Online-Expertise wie Nintendo, wären sie längst vom Markt verschwunden.

  • Man muss bei Nintendo aber auch schauen, dass sie im Mobile Bereich (also Handy Apps) auch sehr erfolgreich sind. Die werden verdienen ja in dem Segment sich dumm und dämlich.

    Der Kampf der Konsolen ist einfach unnötig... :luigistare:

    Einmal editiert, zuletzt von PercyJackson ()

  • Laut dem Brief habe Nintendo das Potential zu einem der größten Digitalmedienanbieter zu werden und mit Systemen wie Netflix, Disney+ oder Apple Music konkurrieren zu können.

    Wenn ich mir den aktuellen Nintendo Online Service so anschaue, hab ich daran ja doch meine Zweifel...


    Nintendo hat ja noch nicht mal den Standart von Xbox Live auf der 360 erreicht und das ist nun auch schon wieder ein paar Jahre her.

    Switch: 2937-6131-1128
    Discord: Orikuro#7498

  • Also wenn Nintendo eine Service mit ihren alten Games für 5€ im Monat bringen würde, wäre das die Cashcow schlechthin. Die Games haben sie und vielleicht bauen sie ja im Moment die Infrastruktur auf.


    Auf jeden Fall wächst Nintendo enorm. Selbst während der WiiU Zeit haben sie einfach mal ein großes neues Gebäude gebaut. Und dann jetzt noch der Angriff auf Disney mit Lego und einem Mario Film. Nintendo hat auf jeden Fall das Potential.

  • @Jaecki84: Korrekt; die Nintendo Aktie liegt bei 400 € und hier hat ValueAct sich eingekauft.


    Bei 55,12 US-Dollar (etwa 51 Euro) liegt die NoA Aktie. Hierbei handelt sich um eine Nintendo Anteilseignergemeinschaft! Sie sind die größte Anteilseignergemeinschaft von Nintendo.

  • Damit kann man schon was anstellen, Nintendo. also schön auf einkaufstour gehen

    Davon sieht Nintendo gar nichts. Aktienunternehmen bekommen nur bei einer Ausschüttung Geld. Also dann, wenn neue Aktien in den Markt geworfen werden. Das ist hier aber nicht der Fall, sondern es wurden nur bestehende Aktien von anderen Inhabern eingekauft.


    Du kannst es dir wie einen Gebrauchtspielemarkt vorstellen. Nintendo hat wenig davon, wenn du dein Spiel an deinen Kumpel weiterverkaufst. Nur, wenn Nintendo neue Spiele verkauft, bekommen sie tatsächlich Geld dafür.


    Anfangs benötigen viele Unternehmen einfach Geld, um sich Produktionsstätten, Ressourcen etc. einzukaufen. Deswegen wählen viele den Gang in die Börse. Natürlich bringt die Börse noch indirekt Vorteile, wenn man beispielsweise Anteile als Boni an die Manager abgeben kann, aber sonst halt nicht.

    [align=center] Seitdem ich perfekt bin, hält sich auch meine Arroganz in Grenzen.

  • @Phantomilars
    @Orikuro


    Ich glaube ihr seid da auf den Holzweg. Es spielt keine Rolle wie der jetzige Onlinedienst ist. Darum geht es nicht. Für eine digitale Infrastruktur, kann man sich einen Partner suchen. Es kommt auf den Content an und da hat Nintendo einzigartige und attraktive Inhalte. Als Mediaanbieter ist der Content und ein Bestand an attraktiven Marken das A und O.


    Ist ein bisschen wie bei Disney.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an, das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde, anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern. "


    Astor-Pokemon

  • Das Potenzial hat Nintendo definitiv, manchmal kommt es mir so vor, als wenn der schlafende Riese sich nur selbst wecken könnte. Man stelle sich mal vor, Nintendo hätte eine vernünftige VC als eine Art Abo inkl. Filme (Pokemon, alte Mario Serien etc) und einen Online Service wie die XBox :sweat:
    Das Vorstoßen in neue Bereiche wird sich sowieso auszahlen (Themenpark, Mobile Games, Filme). Selbst das MCU könnte Nintendo in eine Art NCU verwandeln, in dem alle Filme z.B. auf Smash Bros statt Avengers zusteuern. Auch solche Spielchen kann man mit genügend Hypeaufbau gewinnbringend spielen. Wie's geht hat Marvel gezeigt. Die Kindheitshelden müssen nur frisch und zeitgemäß genug sein und den Zeitgeist treffen. Siehe Marvel: Vor 2003 war man ein klassischer Nerd mit einem Iron Man oder Thor Shirt, mittlerweile laufen selbst die Mädels mit rum und gehen in die Filme, obwohl die noch nie einen Comic gelesen haben. Mit solch starken Marken ist einfach viel möglich.


    Voraussetzungen wäre natürlich ein WiiU Debakel nicht noch zweimal hintereinander durchlaufen zu müssen, das ist bei ihnen leider immer mal drin. Ich persönlich aber glaube, die Investition in Nintendo wird sich auszahlen, gerade für die Zukunft kann Nintendo mit ihrer Markenpflege etwas bieten, was Sony oder MS nur bedingt besitzen.


    ....


    Oh mann...


    NCU... bin ich zu betrunken oder wär das einfach geil? :ugly:

    The flow of time is always cruel...
    :triforce:

  • Na dann sind die ersten wichtigen Schritte ja schonmal getan.


    Jetzt noch genug Personal einstellen, die dieses "Internetz" kennen und alle einflussreichen Online-Gegner, wie Shigeru Miyamoto, in die Rente schicken.


    Potentital ist da, aber genutzt wurde es noch nie.

  • @Linnea und damit nintendo wie wir es kennen beerdigen :)


    Ich stehe solch einer Entwicklung leider immer negativ gegenüber.. aus Angst davor die könnten Dinge in Bewegung bringen die einfach nur dämlich sind. (Super Mario Zahnbürsten, Zelda Wimpern..)


    Eventuell bisschen übertrieben aber wenn man nicht aufpasst hat die Marke Nintendo ganz schnell fremdschäm potenzial. Ist ja zum Teil eh schon ein schmaler Grad den sie gehen.

  • Mir wäre es im Prinzip auch lieber, wenn Nintendo ein klassisches Konsolen-Unternehmen bleiben würde. Aber der Zug ist zum einen bereits abgefahren, und zum anderen würde damit Nintendo ziemlich schnell zum gefundenen Fressen für andere Unternehmen.


    Trotzdem wäre es schön, wenn Nintendo auch zukünftig klassische Konsolen entwickelt, und sich eher langsam dem digitalen Trend (zumindest in diesem Bereich) unterwirft.

  • @blither: Momentan zeichnet sich nicht ab, dass Nintendo nicht mehr ein klassischer Konsolen Hersteller sein wird. Disney ist ja auch noch ein Filmproduzent!


    Natürlich wird eine Firma ihre Marke vermarkten. Hier hat Nintendo eben erst sehr spät damit begonnen, finde es gut das aber damit begonnen wurde.


    Aber nur weil jetzt Nintendo ihre Marken als Merchandising vertreibt kehren sie ja ihren Hauptgeschäft nicht den Rücken! Falls ein erneutes Wii U Debakel kommt wird dies nicht allein durch ihr Merchandising gerettet.


    Nur weil jetzt eine Investitionsunternehmen 2 % von Nintendo besitzt würde ich noch keine Angst bekommen. Reden wir weiter, falls das Unternehmen mehr als 10 % besitz!


    Momentan sieht dies nur wie eine normale Aquisition aus. Denn Investmentunternehmen kaufen immer einen gewissen Prozentsatz ein, um ein gewisses Mitspracherecht zu haben.
    Dies ist für ein Investmentunternehmen auch wichtig; denn hat man dies nicht kann man kein Einfluss nehmen. 2 % sind nicht viel.

  • @Haby
    Die aktuelle Krise zeigt, dass es schwierig sein kann, Hardware und Retailspiele dem Kunden in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen. Streaming und Downloads sind derzeit im Vorteil.


    Daher kann es schon sein, dass Nintendo, um zukünftig besser gewappnet zu sein, deutlich mehr in die digitale Infrastruktur investiert, und auch neue Partner für diesen Bereich sucht.


    Zwei Prozent klingen erstmal wenig, aber sollte man nicht unterschätzen. Der direkte Einfluss ist vielleicht nicht spürbar, aber wenn sich ein solcher Aktionär irgendwann zurückzieht, kann das durchaus eine kleine Kettenreaktion auslösen.

  • Streaming und Download sind in der aktuellen Situation keineswegs im Vorteil, wenn aufgrund des hohen Datenaufkommens die Qualität gedrosselt werden muss und viele Menschen z T. nur noch eingeschränkt ins Netz kommen...ich bin froh über alle Medien, die ich gerade konkret physisch und nicht digital vorliegen habe.

  • @blither: ValueAct ist aber nur eine Investmentfirma, nicht mehr und nicht weniger!
    Sie können Nintendo nur Geld geben, mehr nicht.
    Für die Softwarseitige Umsetzung braucht Nintendo einen anderen Partner!


    Gebe dir bei der Kettenraktion durchaus recht, diese zeichnet sich aber auch anderweitig ab.
    Hieran muss nicht immer ein Investor Rückzug stehen.

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