Nintendo mit starken Umsatzgewinnen im letzten Fiskaljahr – Nintendo eShop wird immer wichtiger

  • Im Hinblick auf das abgelaufene Fiskaljahr blicken wir natürlich auch auf Nintendos Finanzen und man muss kein Profi sein, um an den folgenden Zahlen zu sehen, dass Nintendo zwischen April 2019 und März 2020 ganz gut gewirtschaftet hat. Dennoch sind die Prognosen etwas gelassener und man erwartet leichte Rückgänge im aktuell laufenden Fiskaljahr. Die Rückgänge sind auf die aktuelle COVID-19-Pandemie zurückzuführen, was sich nicht nur in Form geringerer Hardware-Käufen zeigen dürfte, auch die Software-Umsätze könnten laut Nintendo um 17 % abnehmen.


    Nettoumsatz

    • 1,31 Billionen Yen
    • 11,40 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: +9,0 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 1,2 Billionen Yen (-8,3 %)

    Operatives Ergebnis

    • 352,37 Milliarden Yen
    • 3,07 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: +41,1 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 300,00 Milliarden Yen (-14,9 %)

    Gewinn vor Steuern

    • 360,61 Milliarden Yen
    • 3,14 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: +30,0 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 290,00 Milliarden Yen (-19,5 %)

    Nettogewinn

    • 258,64 Milliarden Yen
    • 2,25 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: +33,3 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 200,00 Milliarden Yen (-22,7 %)

    Wir haben bereits in vergangenen News sowohl über die positiven Software- als auch Hardware-Verkaufszahlen des vergangenen Fiskaljahrs berichtet. Dieser Trend gilt auch für die digitalen Verkaufszahlen. Denn mit 204,1 Milliarden Yen (1,77 Milliarden Euro) hat man im Zeitraum zwischen April 2019 und März 2020 ein Plus von 71,8 % durch digitale Inhalte eingefahren als im gleichen Zeitraum im Jahr zuvor. Der Anteil an digitalen Käufen ist innerhalb von einem Jahr von 24,8 % auf 34 % gestiegen. Wie ihr der folgenden Grafik entnehmen könnt, betreffen 7 von 10 digitalen Käufen Download-Versionen von Spielen, die auch als Handelsversion erhältlich sind und nur 30 % der Ausgaben betreffen exklusiv digitale Spiele, DLC-Inhalte oder die Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft.

    © Nintendo


    Auch die Umsetzungen für die Mobilgeräte sind im vergangenen Fiskaljahr um 11,5 % auf 51,2 Milliarden Yen (445,6 Millionen Euro) gestiegen. Dies ist besonders Animal Crossing: Pocket Camp und ihrer großen Spielerbasis sowie der Einführung des Abo-Dienstes zu verdanken und auch Mario Kart Tour, welches besonders in den USA sehr erfolgreich ist, denn ein Drittel aller Verkäufe werden auf dieses Land zurückgeführt.



    © Nintendo


    Glaubt ihr die Coronakrise wird einen starken Einfluss auf Nintendos Umsatzzahlen machen?


    Quelle: Nintendo (1) (2) – Newsbild: © Nintendo

  • So schnell wird die Retail nicht vom Markt verschwinden. Selbst auf PC, wo die Retails eigentlich substanzlos sind, gibt es diese noch.

  • Wenn es nur noch digital spiele gibt dann kann Nintendo mir doch bitte eine 2TB sd karte für die switch zusenden. Oder besser gleich 3...sonst kann ich ja auch nix kaufen wenn kein Speicherplatz da ist...

  • Ich versuche trotzdem so gut es geht Retail zu kaufen, weil ich mich nicht unnötig an Nintendo binden möchte.


    Weil ich einfach kein Fan ihrer digitalen Downloadpolitik und Nutzerkontenlösung bin.

  • Also ich bin auf der Switch auch umgestiegen auf Digital.
    Es ist für mich einfacher zu "switchen" und ich kaufe mir tatsächlich weniger Nintendo Spiele.


    Hatte mal nen ganzen Wurf an Retail Spielen von Nintendo für die Switch die ich eh nich angerührt habe. Jetzt habe ich tatsächlich wenige ausgewählte und die auch durchgespielt. (z.B. Pokemon Schwert oder Animal Crossing). Letzteres kann man ja nicht wirklich durchspielen, aber ihr wisst was ich mein :) Die Hauptstory halt.


    Finde das läuft gut so.
    Und auf der Xbox bin ich auch nur noch digital unterwegs. PC ist ja klar, da gehts ja garnich mehr anders.


    Und ich habe halt mehr Platz in der Schublade für Wichtigeres.

  • Ich als Retail-Befürworterin bin der Meinung, dass es umso besser für mich ist, sobald die Retailspiele komplett verschwunden sein werden.


    Dieses ständige hoffen, bangen und beten auf physische Versionen geht mir bereits jetzt schon auf die Nerven und ich denke es wäre leichter für mich, wenn ich mich komplett von den Dingern verabschiede.


    Wahrscheinlich werde ich, auch wenn es natürlich ein wenig weh tun wird, mit der nächsten Konsolengeneration vollständig auf digital umsteigen. Hätte ich am Anfang gewusst, was die Hersteller auf der Switch abziehen würden, dann wäre ich bereits jetzt schon auf diese Spur gewechselt. :|

  • Schön, dass der eShop stark an Bedeutung gewinnt, also aus Nintendo-Sicht. Blöd nur, wenn der Shop an sich einfach schlecht ist, da er langsam lädt und das Layout bzw die Sortierung nicht so glücklich gelöst ist. Blöd auch, dass man nicht eine ID hat wie in PS Store, da kann ich meine gesamte Historie ansehen. Hier muss Nintendo nachbessern.


    Aber mir im Grunde auch wumpe, ich bleib solange wie möglich retail.

  • Ich kaufe auch lieber Retail, aber ich verteufle den digitalen Verkauf nicht. Viele Spiele erscheinen nicht digital, vor allem kleinere Titel unabhängiger Entwickler, weil sich das für sie ohne großen Publisher im Rücken (und ohne entsprechendem Marketing) nicht lohnen würde. Ich erwarte nicht, dass die ganzen Indies Retailversionen bekommen und das ist auch total okay. Wenn es Retailversionen gibt, bevorzuge ich sie grundsätzlich. Wenn ich aber vor die Wahl gestellt werde, etwa für Cat Quest 6€ im eShop oder 35€ im Geschäft zu zahlen, dann muss ich doch Kompromisse eingehen, dem Geldbeutel zuliebe. So wichtig ist mir das Plastik im Regal dann doch nicht. Mich stört höchstens, dass inzwischen meine zweite Speicherkarte voll ist und 1TB Micro SDs so teuer sind. Ich muss also Spiele löschen und das finde ich unkomfortabel. Ein Luxusproblem.


    Total gut greifen kann ich außerdem die Argumentation von @Linnea. Mir ging es schon ein paar Mal so, dass ich Spiele digital gekauft habe und später kam dann eine Meldung, dass es irgendwann eine Retailversion geben soll. Ich finde es blöd, mich entscheiden zu müssen, ein Spiel früher zu spielen oder in der Variante, die mir lieber ist.


    Auf der Xbox kaufe ich inzwischen fast nur noch digital und das hat verschiedenste Gründe. Da ist es nicht nur komfortabler, sondern schlichtweg praktischer, vor allem wenn man zwei Konsolen im Haus hat und gemeinsam spielen möchte. Die wichtigen Spiele werden aber immer Retail gekauft, wenn möglich. Das werde ich auch noch so lange tun, wie es geht. An der Diskussion, ob Retail bald abgeschafft wird oder nicht, beteilige ich mich mal nicht. Das ist mir zu spekulativ. Wenn es so kommt, werde ich es inzwischen aber gut annehmen können, glaube ich. Vor zwei oder drei Jahren wäre das für mich noch eine furchtbare Nachricht gewesen.

  • @BuckUbel
    Beim Umsatz lässt sich das errechnen mit den Angaben: 34% sind Umsatz aus Digital und davon sind wiederum 30% nur digital erhältlich, also ist im Umkehrschluss der Anteil der Retail erhältlichen digitalen Spiele 24% vs Retail Umsatz von 66%. Wenn dann 90% der Retail erhältlichen Spiele ausmachen, sind davon wiederum grobe 35% vom eshop und 65% Retail.
    (Bei nem Denkfehler darf mich gerne jeder korrigieren).


    In wie weit man das auf Stückzahlen runterbrechen kann, weiß ich nicht, ich denke aber Retail ist weltweit günstiger, also würden sich die 66% und 65% etwas erhöhen und die Südafrika Schummler kann man in der Summe wohl vernachlässigen.




    Und noch ein großes Lob an die Redaktion, das ist das erste Mal, an das ich mich erinnern kann, dass die Gewinnarten komplett richtig aufgeschlüsselt sind. Top :thumbsup:

  • Ich kaufe auch bevorzugt Retails, aber bestimmte Spiele, die ich über einen langen Zeitraum spiele, z.B. AC und SMM2, ziehe ich als Download vor.

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