CD PROJEKT löst Ubisoft als wertvollstes europäisches Videospielunternehmen ab

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      Während The Witcher 3: Wild Hunt gerade seinen fünften Geburtstag zelebriert, wird auch das Studio hinter dem Spiel, CD PROJEKT, allen Grund zur Freude haben: Das polnische Entwicklerstudio hat Ubisoft gerade vom Thron als wertvollstes Videospielunternehmen in Europa gestürzt.

      CD PROJEKT ist seit rund zehn Jahren eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen auf dem europäischen Aktienmarkt. Die Veröffentlichung von The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition auf der Nintendo Switch sowie die positive Resonanz der Serienadaption des Spiels auf Netflix brachten dem Unternehmen weiteren Aufschwung und führten es mit einem Wert von rund 8,13 Milliarden US-Dollar an die Spitze. Ubisoft, das eine Reihe von großen Spielemarken wie Assassin’s Creed, WATCH_DOGS oder Far Cry vertreibt beziehungsweise entwickelt, liegt mit einem Börsenwert von etwa 8,12 Milliarden US-Dollar nun knapp dahinter auf Platz 2.

      Momentan wird mit Cyberpunk 2077 bereits das nächste heiß erwartete Spiel von CD PROJEKT finalisiert. Sobald das Entwicklerstudio mit den Arbeiten an dem düsteren Rollenspiel fertig ist, wartet auch schon ein weiterer großer Titel auf uns: CEO Adam Kiciński bestätigte nämlich im März, dass ein Nachfolger von The Witcher 3: Wild Hunt erscheinen wird (wir berichteten).

      Blickt man jedoch auf die Börsenwerte von Videospielunternehmen außerhalb Europas, wird schnell klar, dass noch viel Luft nach oben herrscht. Mit einem Wert von 56,27 Milliarden US-Dollar ist Activision Blizzard Spitzenreiter, gefolgt von Nintendo mit 53,73 Milliarden US-Dollar. Auf den folgenden Plätzen reihen sich EA und Take-Two Interactive, bekannt für Grand Theft Auto V, mit Werten von 34,34 Milliarden US-Dollar bzw. 16,13 Milliarden US-Dollar ein. Unternehmen wie Microsoft oder Sony werden von dieser Betrachtung ausgenommen, da sie nicht ausschließlich in der Videospielbranche aktiv sind.

      Es bleibt grundsätzlich abzuwarten, wie sich das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ubisoft und CD PROJEKT langfristig weiterentwickeln wird. Mit Cyberpunk 2077 bzw. Assassin’s Creed Valhalla erwarten uns bereits die nächsten großen Spieletitel, die die Situation wieder neu entscheiden können.

      Was meint ihr, wer sich langfristig an der Spitze festsetzen wird? Kann sich CD PROJEKT mit Cyberpunk 2077 dauerhaft vor Ubisoft platzieren oder wird der französische Publisher mit seinen zahlreichen Spielemarken den Thron zurückerobern?

      Quelle: Video Games Chronicle, Screenrant – Newsbild: © CD PROJEKT, Bildmontage: © ntower
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      Das haben sie auch wirklich verdient. Sie haben sich mit jedem Spiel gesteigert und auch Cyberpunk 2077 wird sicher top werden.
      Man stelle sich vor: ein Atheist, ein Philosoph und ein Theologe sind zusammen in einem dunklen Raum gesperrt. Sie sollen eine schwarze Katze finden: Der Atheist sucht erst gar nicht. Für ihn steht fest: Es gibt keine schwarze Katze in diesem Raum. Der Philosoph tappt fleißig im Dunkeln herum, um die Katze zu suchen. Aber seine philosophischen (Be-)Griffe sind ein Haschen nach Wind. Der Theologe schreit sogleich: „Ich hab sie!“ Es ist aber nur eine Behauptung.
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      Überrascht mich schon etwas, auch wenn the Witcher 3 sehr erfolgreich ist.
      Sie bringen trotzdem nicht mal ansatzweise so viel raus wie ubisoft.
      Ubisoft war aber auch letztes Jahr nicht so stark und dieses Jahr auch nicht wirklich.
      Auch wenn es daran liegt, daß ubisoft sehr viel verschoben hat.

      Freue mich schon sehr auf cyberpunk.
      The Witcher 3 muss ich auch noch durchspielen, ist leider nicht so ganz meins.

      Beitrag von Draces ()

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      Bis CD Projekt (nicht Project!) den Umsatz von Ubisoft erreicht, wird aber noch eine ganze Weile vergehen, falls das überhaupt je passiert. Ganz ernsthaft, ich frage mich, warum Ubisoft trotz des 16(!)-fachen Umsatzes von CD Projekt im letzten Jahr im Aktienmarkt geringer bewertet wird. Es ist ja auch nicht so, als würde sich da ein klarer Trend abzeichnen. Sicherlich wird Cyberpunk 2077 kurzfristig für höhere Umsätze bei CD Projekt sorgen, aber dieses eine Spiel reicht bei weitem nicht, um die Masse an Spielen auszugleichen, die Ubisoft veröffentlicht. Dafür müsste CD Projekt schon deutlich expandieren, dann würde aber höchstwahrscheinlich auch nicht jedes Spiel einen solchen Anklang finden wie The Witcher III und vermutlich Cyberpunk 2077.

      Ich kenne mich auf dem Aktienmarkt nicht wirklich aus und vielleicht gibt es noch andere Aspekte, die dort für CD Projekt sprechen, aber aus meiner Sicht ist CD Projekt überbewertet. (Was überhaupt keine Kritik an ihnen sein soll. Sie sind nur eben ein deutlich kleineres Studio als Ubisoft und ich frage mich, warum sich das nicht im Aktienmarkt zeigt.)
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      Daran sieht man, dass man mit wenigen qualitativ sehr hochwertigen Produkten mehr erreichen kann wie mit mittelmäßiger Fließbandarbeit, die zum Teil auch noch über fragwürdige Monetarisierungs-Optionen verfügen. Ubisoft sollte seine Geschäftspraktiken, die der Konzern in den letzten 2-3 Jahren verfolgt, mal überdenken.

      Aber man darf auch nicht GOG von CD Project vergessen. Die Online-Plattform hat nach einigen Problemen wieder auf die Erfolgsspur gefunden.

      Ich gönne es jedenfalls CD Project. Für mich haben sie Kultfirmen wie Blizzard würdig ersetzt. Wollen wir hoffen das sie noch viele großartige Spiele erschaffen bis sie wie so viele andere Kultfirmen auf die Profitgier-Mentalität kommen oder auf Grund von Missmanagement in der Versenkung verschwinden.

      @lasagne
      Der Umsatz allein ist und war nie aussagekräftig für die Profitabilität eines Unternehmens. Ein Unternehmen kann 5 Milliarden Umsatz machen und zugleich 1 Milliarde Verlust erwirtschaften. Wichtige ist immer das Verhältnis von Umsatz und Gewinn. Erst das zeigt unter anderem wie profitabel ein Unternehmen arbeitet.
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      Ubisoft macht halt so mittelgute Spiele und davon einige. Zumindest ist das mein Eindruck von ihnen. Ich hatte aber auch das Gefühl sie haben in letzter Zeit sich wieder etwas gebessert was ihre Spiele angeht.

      Wo die Reise mit CD Projekt Red hingeht wird nochmal interessant. Die Entwicklung vom ersten zum dritten Witcher und nun Cyberpunk ist schon definitiv beachtlich. Mal schauen ob sie diesen guten Status beibehalten können und wie Cyberpunk 2077 am Ende wird.
      Ich fände es schön noch ein kundenfreundliches und qualitativ hochwertiges Studio in der Gamesbranche zu haben. Auch ein größeres deutsches Studio wäre mal toll.
      :triforce:
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      Activision ist ein Thirdparty Entwickler und ist mehr Wert als Nintendo (einem Plattformgeber). Muss man sich mal auf vor Augen halten.

      Und an Alle die behaupten: EA, Acti, Ubi usw. sei nur Fließbandarbeit sage ich nur: Mag sein, aber was die mit Fließbandarbeit raushauen steht Nintendo in nichts nach. Im Gegenteil sogar: Nintendo musste sich mit Breath of the Wild übelst anstrengen um mitzuhalten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Taneriiim ()

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      Zitat von FALcoN:

      @lasagne
      Der Umsatz allein ist und war nie aussagekräftig für die Profitabilität eines Unternehmens. Ein Unternehmen kann 5 Milliarden Umsatz machen und zugleich 1 Milliarde Verlust erwirtschaften. Wichtige ist immer das Verhältnis von Umsatz und Gewinn. Erst das zeigt unter anderem wie profitabel ein Unternehmen arbeitet.
      Soweit ich weiß, ist der Umsatz im Allgemeinen die aussagekräftigere Größe. Man kann den wirtschaftlichen Stand eines Unternehmens natürlich nie an nur einer einzigen Kennzahl festlegen, aber der Umsatz zeigt ziemlich genau, wie viel ein Unternehmen verkauft und ist bei vielen Unternehmen einigermaßen stabil. Der Gewinn kann hingegen von Jahr zu Jahr stark variieren, z. B. aufgrund von Investitionen. Deswegen wird er auch sehr viel häufiger genannt als der Gewinn.

      Tatsächlich sind die Geschäftzahlen von CD Projekt ein gutes Beispiel für meine These:
      Im Geschäftsjahr 2019 (genau das Kalenderjahr) hat CD Projekt einen Umsatz von 121 Millionen Euro und einen Gewinn von 42 Millionen Euro gehabt (cdprojekt.com/en/wp-content/up…jekt-group-for-2019-2.pdf). Ubisoft hatte von April 2019 bis März 2020 einen Umsatz von 1.595 Millionen Euro, aber nur einen Gewinn von 34 Millionen Euro. Das scheint jetzt erstmal deine Vermutung zu bestätigen, dass CD Projekt ein viel besseres Verhältnis von Umsatz und Gewinn hat, wenn man aber auf das Vorjahr schaut, sieht man bei Ubisoft einen Umsatz von 1.846 Millionen Euro bei einem wesentlich höheren Gewinn von 446 Millionen Euro (ubistatic19-a.akamaihd.net/com…61808_tcm99-196733-32.pdf) (CD Projekt hatte im Geschäftsjahr 2018 übrigens einen Umsatz von 85 Millionen Euro und einen Gewinn von 26 Millionen Euro). Dieser gewaltige Gewinnrückgang bei Ubisoft bedeutet aber natürlich nicht, dass sie plötzlich über 92 % schlechter wirtschaften, sondern wird mit irgendwelchen Ausgaben zusammenhängen, die ich jetzt nicht nachforschen möchte (kannst du gerne tun, wenn es dich wirklich interessiert).
      Aber die Kernaussage sollte klar sein: Man sollte nicht einfach so die Gewinne zweier Unternehmen vergleichen.

      Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Beide Unternehmen machen Gewinne und wenn man den aus der Reihe fallenden Gewinn des letzten Geschäftsjahres von Ubisoft mal außen vor lässt, ist auch das Verhältnis zwischen Umsatz und Gewinn vergleichbar.
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      Ich weiß ja nicht ob ich CDPR als wichtigstes europäisches Unternehmen bezeichnen würde...
      die haben gerade mal 2 Franchises auf dem Markt... ja Qualität ist wichtig aber 2 ist mir dann doch zu wenig.
      Bin zwar kein ubisoft Fan aber sie haben deutlich mehr etablierte Serien auf dem Markt die größtenteils auch gutes Ansehen haben.
      Ssssssswitch