Black Lives Matter: Nintendo und zahlreiche Videospielunternehmen veröffentlichen Botschaften der Solidarität

    • Black Lives Matter: Nintendo und zahlreiche Videospielunternehmen veröffentlichen Botschaften der Solidarität

      Seit Anfang letzter Woche sorgte die Tötung des Afroamerikaners George Floyd in Folge von Polizeigewalt nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt für Trauer und Wut. Anfängliche Proteste im Tatort Minneapolis, die größtenteils, jedoch nicht immer, friedlich verliefen, breiteten sich rasch ins ganze Land aus und haben mittlerweile weltweit große Solidaritätswellen ausgelöst. Demonstrationen unter dem Motto #BlackLivesMatter mit zigtausenden Teilnehmern finden dieses Wochenende unter anderem auch in vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz statt.

      Am Montag setzte Sony aufgrund der angespannten Lage ein Zeichen und verschob kurzerhand die für Donnerstag geplante PlayStation 5-Präsentation (wir berichteten) – der Beginn einer Welle zahlreicher Verschiebungen von Präsentationen in der Videospielbranche. Der offizielle Twitter-Account PlayStation verurteilte zudem jegliche Form von Gewalt gegen Schwarze:
      Wir verurteilen strukturellen Rassismus und Gewalt gegen die schwarze Community. Wir werden weiterhin daran arbeiten, eine Zukunft aufzubauen, die von Empathie und Inklusion gekennzeichnet ist und wir stehen mit unseren schwarzen Entwicklern, Spielern, Angestellten, Familien und Freunden zusammen.

      #BlackLivesMatter

      Auch der Twitter-Account von Xbox meldete sich am 1. Juni, demselben Montag wie Sony, zu Wort und teilte folgende kurze Botschaft:
      Wir stehen im Kampf gegen strukturellen Rassismus und Ungerechtigkeit mit unseren Fans, Entwicklern, Kollegen, Freunden und der gesamten afroamerikanischen & schwarzen Community zusammen.

      Zudem solidarisierte sich das US-Unternehmen mit der Konkurrenzfirma Sony im gemeinsamen Kampf gegen den Rassismus:



      Der internationale Microsoft-Twitteraccount mit knapp 9 Millionen Followern hat am Montag eine Aktion gestartet, schwarzen Mitarbeitern innerhalb der Microsoft-Community eine Stimme zu geben. Täglich werden Statements von betroffenen Personen veröffentlicht, um dem Kampf gegen den Rassismus eine höhere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Besucht ihr das Twitter-Profil von Xbox-Chef Phil Spencer könnt ihr Botschaften diverser Firmen ansehen, die der 52-Jährige kontinuierlich auf seiner Timeline teilt.

      Am Mittwoch, dem 3. Juni, meldete sich schließlich auch Nintendo of America zu Wort und veröffentlichte ein eigenes Statement der Solidarität, das ihr euch hier auf Deutsch durchlesen könnt:
      Nintendo teilt den Schmerz, der in den Vereinigten Staaten nach dem tragischen Tod von George Floyd zugefügt wurde und wir stehen mit der schwarzen Community sowie mit all jenen zusammen, die unsere geteilte Menschlichkeit und den fundamentalen Glauben in Gleichheit und Gerechtigkeit teilen. Wir lehnen Vorurteile, Ausgrenzung, Unterdrückung und die Gewalt ab, die zu diesen völlig unnötigen Toden führt. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, Gleichheit, Inklusion und Diversität in allen Aspekten unseres Betriebs zu fördern und in der Arbeit, die wir ausführen.


      Dieses Wochenende hätten zudem von Nintendo veranstaltete Super Smash Bros. Ultimate-Onlineturniere in Amerika stattfinden sollen – diese wurden jedoch nun kurzfristig aus Respekt vor den aktuellen Ereignissen auf unbestimmte Zeit verschoben:



      Eine eng mit Nintendo verknüpfte Firma, The Pokémon Company International, hat ebenfalls ein Statement zur aktuellen Lage abgegeben und zudem Spenden in fünfstelliger Höhe im Kampf gegen den Rassismus getätigt:
      Hier bei The Pokémon Company International glauben wir an Freundschaft, Inklusion und Gleichheit. Dies sind die Werte, die fest in der Pokémon-Marke verankert sind. Es gibt keinen Platz für Unterdrückung innerhalb unserer Community.

      Wir stehen in Solidarität mit unseren schwarzen Mitarbeitern, Fans und Familien, welche weiterhin durch strukturellen Rassismus und sinnlose Gewalt betroffen sind.

      Wir werden eine Spende in der Höhe von 100.000 $ an die NAACP (Anm.: = National Association for the Advancement of Colored People / Nationale Organisation für die Förderung farbiger Menschen) tätigen sowie weitere 100.000 $ an Black Lives Matter spenden. Unser Engagement für euch ist fortlaufend und unser Support wird es ebenso sein.

      Wir sind der Überzeugung, dass schwarze Leben zählen.


      Auch Niantic, Inc., das Entwicklerstudio hinter Pokémon GO, verurteilt Polizeigewalt gegen Schwarze und Tötungen aufgrund der Hautfarbe oder der sexuellen Gesinnung aufs Schärfste. Das amerikanische Unternehmen ging sogar noch einen Schritt weiter und veröffentlichte nicht nur ein beispiellos umfangreiches Statement mit allerlei Handlungen, die gegen den strukturellen Rassismus gesetzt werden können, sondern kündigte unter anderem an, mehr als 5 Million Dollar aus den Pokémon GO Fest-Ticketverkäufen zu spenden:

      Der umfassende Text des Niantic-Gründers und -Geschäftsführers John Hanke wurde ursprünglich als interne Memo innerhalb der Firma verbreitet, damit alle Mitarbeiter aktiv am Wandel beitragen können. Nun hat Niantic diese Memo auch für alle Fans veröffentlicht und wir wollen euch diesen wohldurchdachte Text nicht vorenthalten – lest euch hier die vollständige Botschaft von John Hanke auf Deutsch durch:
      Liebe Niantic-Spieler,

      wir erleben gerade eine Bewegung in noch nie dagewesenem Umfang, die sich dem institutionellen Rassismus entgegensetzt, durch den Milliarden Menschen auf der Welt unterdrückt und ihrer Chancen beraubt werden. Mir geht es genau wie euch: Es ist schwer, die richtigen Worte, Emotionen und Taten für die aktuellen Vorfälle und Unruhen zu finden, die infolge der Morde an George Floyd, Ahmaud Arbery, Breonna Taylor, Tony McDade, Nina Pop und zahlreichen weiteren schwarzen Menschen entstanden sind. Wie ich bereits am Freitag betont habe, müssen wir als Unternehmen diesen Anlass wahrnehmen, um mit unserer Reichweite und unseren Ressourcen zum Teil der Lösung zu werden. Wir als Gesellschaft können uns bessern. In den letzten Tagen wurde deutlich, dass wir uns definitiv bessern müssen.

      Die Führungskräfte und ich werden alle nötigen Hebel in Bewegung setzen, um mit unserem Unternehmen das Gute in der Welt zu fördern. Gleichzeitig möchten wir bei Niantic Stabilität und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bieten. Diese enorme Herausforderung müssen wir zusätzlich zur physischen und psychischen Belastung durch die COVID-19-Krise bewältigen. Uns ist nur zu bewusst, dass sich die sowieso schon stressige Situation für viele von euch dadurch noch verschlimmert hat. Ihr sollt jedoch wissen, dass Niantic für euch da ist. Wendet euch an Kollegen, Personalmanager oder Vorgesetzte, wenn ihr Hilfe braucht. Wenn ihr aus irgendeinem Grund nicht zu Hause bleiben könnt, wendet euch an einen Geschäftspartner für Personalmanagement – wir können euch helfen. Wir haben viel zu tun, bevor diese Herausforderungen als gemeistert gelten. Der Weg ist lang. Passt auf euch auf, damit ihr zum Guten in der Welt beitragen könnt.

      Was kann Niantic also tun? Wie können wir unsere Plattform nutzen, um nachhaltige, langfristige Veränderungen herbeizuführen? Wir streben schon lang danach, die Welt zu einem besseren Ort zu machen und ermutigen unsere Spieler stets dazu, die Welt zu erkunden, lokale Communitys kennenzulernen, ihren Körper und Geist durch Bewegung zu stärken und eine gute soziale Beziehung zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Wir sind überzeugt, dass wir jetzt etwas bewirken können, indem wir uns auf Kulturen, Ideen und unsere Vorbildfunktion konzentrieren. Hierfür bieten wir schwarzen Menschen finanzielle Unterstützung für ihre Projekte an und stellen die besten einem breiten Publikum vor. So können wir die Menschen, Geschichten und Sichtweisen in den Vordergrund rücken, die das Leben und die Erfahrungen unserer schwarzen Mitmenschen prägen.
      • Wir spenden mindestens 5 Millionen US-Dollar aus den Einnahmen des Ticketverkaufs für das Pokémon GO Fest. Die Hälfte des gespendeten Erlöses wird für die Finanzierung neuer Projekte von schwarzen Spieleentwicklern und AR-Entwicklern für die Niantic-Plattform eingesetzt. Dadurch möchten wir mehr Inhalte bieten, die für mehr Diversität in der Welt stehen. Die andere Hälfte geht an gemeinnützige Organisationen in den USA, die den Wiederaufbau lokaler Communitys fördern.
      • Wir spenden 100.000 US-Dollar an das Marsha P. Johnson Institue und planen eine weitere Spende von bis zu 50.000 US-Dollar. Schwarze transsexuelle Menschen werden immer noch häufiger ermordet als schwarze cis-Menschen oder nicht schwarze LGBTQ+-Menschen. Zu Ehren der Black Lives Matter-Bewegung und dem Pride Month haben das Team für Diversität und Inklusion und die Führungskräfte beschlossen, dass diese Spenden wichtig und richtig sind, um die Menschen zu unterstützen, die am häufigsten Opfer von Polizeigewalt und anderen Unterdrückungssystemen werden.
      Wir haben uns auch gefragt, welchen Teil der Verantwortung wir dafür übernehmen können, dass Mitarbeiter, die schwarzen oder anderen unterrepräsentierten Minderheiten angehören, besser unterstützt werden. Zudem möchten wir auch unsere nicht schwarzen Mitarbeiter dazu motivieren, sich gegen institutionellen Rassismus und soziale Ungerechtigkeit in der Branche und in der Gesellschaft einzusetzen.
      • Wir entwickeln eine neue Fortbildung zu den Themen Diversität und Inklusion, bei der der Fokus besonders auf einem Verbündetensystem liegt. Den folgenden Punkt kann ich gar nicht genug betonen: Die Verantwortung für gesellschaftlichen Wandel liegt nicht bei unseren schwarzen Mitmenschen und Mitarbeitern. Es liegt an uns Nicht-Schwarzen, zu Verbündeten zu werden und uns gegenseitig die Augen zu öffnen. Wir hoffen, dass diese Fortbildung zu Diversität und Inklusion all das vermittelt, was wir benötigen, um bessere Verbündete zu werden. Weitere Details folgen bald.
      • Wir verstärken unser Engagement für Treehouse, eine Organisation, die sich für einen besseren Zugang zu Bildung und mehr Diversität in der Technologiebranche einsetzt. Wir bieten dem Unternehmen je fünf Praktikumsplätze für UX-Designer und QA-Analysten und versprechen, 80–100 % der Praktikanten fest einzustellen.
      • Wir erweitern unsere Partnerschaft mit Gameheads, einer gemeinnützigen Organisation, die Kindern die Spieleentwicklung näherbringt. In diesem Jahr stellt das Unternehmen sein Programm auf einen virtuellen, globalen Ansatz um. Wir steuern 25.000 US-Dollar für Stipendien und 15.000 US-Dollar für jährliche Showcases bei. Zudem spenden wir 20.000 US-Dollar für die Ausarbeitung des neuen Programms "Developing for AR 101", bei dem Studenten sich in Partnerschaft mit dem Bundesstaat Kalifornien ihre College-Akkreditierung erarbeiten können.
      • Wir wissen, dass viele Niantic-Mitarbeiter so schnell wie möglich damit beginnen möchten, ihre Communitys wiederaufzubauen. Aktuell gewähren wir unseren Mitarbeitern vier Tage pro Jahr, um an Niantic-Events teilzunehmen. Diesen Bonus nennen wir ab jetzt "Flex Days" – und wir schenken euch einen weiteren Tag, sodass ihr insgesamt fünf Flex Days habt, um an Niantic-Events teilzunehmen oder freiwillig bei diesen mitzuhelfen.
      • Wir arbeiten aktiv daran, dass sich alle für diesen Kurs mitverantwortlich fühlen. Wir formalisieren unser Team für Diversität und Inklusion. Zusammen mit dieser Gruppe und erfahrenen Führungskräften möchten wir das Verantwortungsbewusstsein stärken.
      • Zu guter Letzt positionieren wir uns öffentlich als Unterstützer unserer schwarzen Mitmenschen und dazu, dass wir die Vorherrschaft der Weißen, Rassismus und Polizeigewalt ablehnen.
      Wir wissen, dass viele unserer Mitarbeiter helfen möchten, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Das neue Team für Diversität und Inklusion bietet diesen Mitarbeitern Ressourcen, die ihnen als Ausgangspunkt dienen können.
      • Informiert euch über die Black Lives Matters-Bewegung. Wir müssen uns und einander erziehen, damit wir die Bewegung bestmöglich unterstützen können.
      • Bewerbt euch als Gameheads-Mentor. Wir sind auf Niantic-Mitarbeiter angewiesen, die freiwillig die nächste Generation der Technologieexperten anleitet und betreut.
      • Meldet euch wie viele Niantic-Mitarbeiter vor euch freiwillig, um Kampagnen zu organisieren und zur Bewegung beizutragen. Dazu müsst ihr das entsprechende Formular ausfüllen. Das Team für Diversität und Inklusion wird euch auch hier mit Rat und Tat zur Seite stehen.
      Wir stehen voll und ganz hinter dieser Sache. Unsere Initiativen enden nicht mit dieser Ankündigung. Vor uns liegt jahrelange Arbeit, bevor wir unser Ziel erreichen. Dabei suchen wir ständig nach weiteren Möglichkeiten, diese Initiativen zu vertiefen.
      Die Spielercommunity ist das Herz von Niantic. Deshalb müssen wir zeigen, dass wir unsere schwarzen Trainer, Agenten und Zauberer unterstützen. Wir möchten Teil des Wandels sein, der zu einem gerechteren und faireren System führt, in dem die Rassentrennung endgültig Vergangenheit ist und alle Menschen willkommen sind, für ihre Individualität geschätzt werden und faire Erfolgschancen haben. Zuerst müssen wir dafür den Rassismus und die Ungerechtigkeit überwinden, die dazu führen, dass manche unserer Mitmenschen nicht sicher und unbekümmert draußen spazieren gehen oder Sport treiben können. Black Lives Matter.

      – John Hanke

      Square Enix, die japanische Firma hinter Dragon Quest, Kingdom Hearts und Final Fantasy, hat einen Aufruf zum Engagement gestartet sowie dazu entsprechende Links zur Verfügung gestellt, um gegen Ungleichheit ankämpfen zu können. Das Unternehmen kündigte in diesem Rahmen unter anderem an, 250.000 € an wohltätige Organisationen zu spenden:



      EA Sports hat sich vor wenigen Stunden mit der klaren Botschaft zu Wort gemeldet, keinen Rassismus zu tolerieren und angekündigt, die Wortfilter in den verschiedenen Sprachen sowie die Melde-Funktion in Spielen, um sich gegen toxisches Verhalten wehren zu können, zu verbessern. Zudem will EA Sports noch schneller und öfter auf gemeldete Inhalte reagieren, um diese so rasch wie möglich entfernen zu können:



      Auch hatte EA Sports Anfang Juni ein großes Event für das bald erscheinende Spiel Madden NFL 21 geplant, hat dieses jedoch aufgrund der aktuellen Lage auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch das große EA Play Live-Event, das ursprünglich nächste Woche stattfinden sollte, wurde auf 19. Juni verschoben, um wichtigeren Stimmen die Bühne zu geben, besser gehört zu werden (wir berichteten).

      Ähnlich wie Niantic-CEO John Hanke hat auch EA-Geschäftsführer Andrew Wilson eine umfassende und nun öffentliche Botschaft an die eigenen Mitarbeiter ausgesandt, in dem EAs Engagement im Kampf gegen den Rassismus geschildert wird. Neben der großzügigen Spende von 1 Million Dollar an gemeinnützige Organisationen gab das US-Unternehmen auch bekannt, jedem Mitarbeiter einen zusätzlichen freien, bezahlten Tag, um sich ehrenamtlich zu engagieren, zu gewähren:
      Team,

      Wir befinden uns inmitten eines globalen Aufschreis nach Veränderungen. Der Schmerz und die Wut über den sinnlosen und tragischen Tod von George Floyd durch die Hände der Strafverfolgungsbehörden, und so vieler anderer vor ihm, sind der Ausgangspunkt für die größten Demonstrationen gegen den systemischen Rassismus in den USA seit Jahrzehnten. Es gibt eine tief verwurzelte Diskriminierung, die gegenüber der afroamerikanischen/schwarzen Gemeinschaft immer noch unbestreitbar vorhanden und inakzeptabel ist. Rassismus sollte in unserer Gesellschaft nicht existieren. Wir stehen an der Seite all unserer afroamerikanischen/schwarzen Kollegen und Partner, Familien und Freunde und aller Menschen auf der ganzen Welt, die bereit sind, diese Ungerechtigkeit zu beenden.

      Blake teilte am vergangenen Freitag im Namen von uns allen im Executive Team einige Gedanken, als die Proteste in den USA begannen. Wichtig ist, dass unsere afroamerikanischen/schwarzen Mitarbeiter gestern zum ersten von mehreren Gesprächen zusammenkamen, die wir im Laufe der nächsten Woche führen werden. Morgen treffen sich das Executive Team und ich mit der Leitung der Mitarbeiter-Ressourcengruppe unseres Black Electronic Arts-Teams, um unsere weitere Vorgehensweise als Einzelpersonen, als Unternehmen und als Gemeinschaft, die auf Veränderungen hinarbeitet, zu diskutieren. Viele von euch haben uns bereits Nachrichten zukommen lassen, in denen ihr eure Gefühle, Perspektiven und Ideen bezüglich der Rolle, die wir spielen können, teilt. Danke an jeden, der seine Stimme erhoben hat. Wir möchten hiermit auch alle anderen ermutigen, dies ebenfalls zu tun. Dieser Austausch ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir die sich entwickelnden Herausforderungen verstehen wollen, mit denen unsere afroamerikanisch-schwarze Gemeinschaft konfrontiert wird, sowie die Privilegien und unbewussten Vorurteile, die in unserer Welt bestehen.

      Wir müssen aber auch über das Zuhören und Reden hinausgehen und uns für Bildung und sinnvolle Veränderungen durch Handeln einsetzen. Es ist notwendig, dass wir mehr tun, und wir müssen mehr tun. Dies ist eine langfristige Verpflichtung, und ich möchte euch einige zusätzliche Schritte vorstellen, die wir heute angehen.

      Wir spenden 1 Million Dollar an Organisationen, die sich dem Kampf für Rassengerechtigkeit in den USA und gegen Diskriminierung auf der ganzen Welt widmen. Beginnend mit der Equal Justice Initiative, dem NAACP Legal Defense & Educational Fund und mit weiteren Partnern, die noch folgen werden, vertiefen wir unsere Unterstützung von Organisationen, die sich für die Beendigung systemischer Rassenungerechtigkeit, den Kampf gegen Diskriminierung und den Schutz der Menschenrechte in den USA und darüber hinaus einsetzen. Zusätzlich zu unserem Unternehmensbeitrag werden wir alle Geldmittel verdoppeln, die ihr im Juni über unser YourCause-Programm an diese und andere lokale Organisationen spendet.

      Neben der Unterstützung dieser Organisationen müssen wir alle aktiv werden, um den Wandel voranzutreiben. Die größten Auswirkungen sind oft auf lokaler Ebene zu spüren, und wir ermutigen jeden, sich gefahrlos zu engagieren. Zu diesem Zweck starten wir ein neues Programm, das allen Unternehmensmitarbeitern jedes Jahr einen zusätzlichen bezahlten Tag gewährt, an dem ihr euch für ehrenamtliche Arbeit in eurer Gemeinde melden könnt. Mit all unseren Mitarbeitern auf der ganzen Welt ergeben sich hierdurch mehr als 75.000 Stunden. Zeit, die für den Wandel eingesetzt werden kann, den wir herbeiführen wollen. In den kommenden Tagen werden wir eine Liste von ehrenamtlichen Aktivitäten vorstellen, die sich auf die Bekämpfung der Rassenungerechtigkeit konzentrieren. Die meisten von ihnen können von zu Hause aus durchgeführt werden, während wir weiterhin die Gesundheitsrichtlinien in der aktuellen Pandemie befolgen. Am 19. Juni werden wir den Juneteenth-Feiertag mit einem zusätzlichen firmenweiten Freiwilligentag begehen, uns in Foren beteiligen und an virtuellen Aktivitäten teilnehmen, die von unserem Black Electronic Arts-Team ERG organisiert werden. Mehr Infos dazu folgen in der nächsten Woche.

      Am 9. Juni veranstalten wir eine Gesprächsrunde in der Gemeinschaft, die dem gesamten Unternehmen offen steht. Ich freue mich darauf, viele eurer Gedanken und Gefühle zu diesen Themen zu sehen und zu hören. Was können wir im Kreis der Electronic Arts-Gemeinschaft unternehmen? Wo müssen wir unsere Bemühungen konzentrieren, um etwas gegen Voreingenommenheit, Diskriminierung und Ungerechtigkeit in der heutigen Welt zu unternehmen?

      Seid in der Zwischenzeit bitte weiterhin füreinander da. Tretet dem Black Electronic Arts-Team und unseren anderen ERGs bei und werdet zu einem Verbündeten, der als Sprachrohr für unterrepräsentierte Gruppen fungieren kann. Wenn du dich allein fühlst, verängstigt bist oder unter all dem zu leiden hast, lass es uns bitte wissen. Wir sind für dich da. Wir stehen an deiner Seite.


      Black Lives Matter. Rassengerechtigkeit ist wichtig. Bei Electronic Arts stehen Gleichheit, Inklusion und Vielfalt seit Langem im Mittelpunkt unserer Überzeugungen. Lasst uns füreinander einstehen, gemeinsam handeln und den Wandel zusammen vorantreiben.

      Andrew

      Mojang Studios, das schwedische Tochterunternehmen von Microsoft und das Entwicklerstudio hinter Minecraft, versicherte auf Twitter den Support für die schwarze Community und kündigte als ersten Schritt an, am Freitag den 19. Juni 2020 alle Einnahmen aus den Tagesverkäufen von Minecraft, Minecraft Dungeons und Inhalten des Minecraft Marketplace an Black Lives Matter und weitere Organisationen zu spenden und dazu beizutragen, gemeinsam eine bessere Welt zu erbauen:



      Das französische Entwicklerstudio Ubisoft hat am Dienstag ebenfalls ein Statement der Solidarität mit der schwarzen Community, den schwarzen Spielern und den schwarzen Mitarbeitern veröffentlicht und – genauso wie The Pokémon Company International – eine Spende von 100.000 Dollar an die NACCP und an Black Lives Matter angekündigt:



      Infinity Ward hat einen außergewöhnlichen Schritt gesetzt und folgende ingame-Botschaft via Update in das Spiel Call of Duty: Modern Warfare eingebaut, welche Spieler auch in Deutschland beim Starten des Spiels sehen:
      Unsere Gesellschaft leidet. Die systematische Ungleichheit, die unsere Gesellschaft erlebt, tritt wieder in den Mittelpunkt. Call of Duty und Infinity Ward stehen für Gleichberechtigung und Inklusion. Wir stellen uns gegen Rassismus und Ungerechtigkeit, die unsere schwarze Community erträgt. Solange es keine Veränderungen gibt und die Leben unserer schwarzen Community nicht wirklich wichtig genommen werden, werden wir niemals die Gesellschaft sein, die wir sein wollen.

      Zudem kündigte der offizielle Call of Duty-Twitteraccount aufgrund der aktuellen Ereignisse die Verschiebung der Veröffentlichungen von Modern Warfare Season 4 und Call of Duty: Mobile Season 7 an.

      Neben den obigen Unternehmen haben sich Dutzende weitere Firmen und Organisationen aus der Videospielindustrie zu Wort gemeldet. Wir haben für euch ein paar Twitter-Statements zusammengefasst und verlinkt, auf die ihr gelangen könnt, wenn ihr auf den jeweiligen Namen der Firma bzw. Organisation klickt.

      Bandai Namco Entertainment, eine eng mit Nintendo verknüpfte Firma, die beispielsweise an der Entwicklung von Super Smash Bros. Ultimate maßgeblich beteiligt war, hat ein Solidaritäts-Statement veröffentlicht, in welchem Inklusion, Diversität und Fairness als Grundpfeiler der japanischen Firma hervorgehoben wurden. Capcom hat angekündigt, aufgrund der aktuellen Lage aus Respekt für eine Weile keinerlei spielrelevanten Nachrichten zu teilen, um wichtigeren Personen aus der Black Lives Matter-Bewegung eine Stimme zu geben. Das japanische Unternehmen, das für Monster Hunter und Mega Man bekannt ist, verschob zudem die für dieses Wochenende geplante "Capcom Pro Tour Online" und kündigte an, Möglichkeiten zu evaluieren, Geld für den guten Zweck spenden zu können.

      League of Legends-Entwickler Riot Games und das Crash Bandicoot-Entwicklerstudio Naughty Dog hoben hervor, wie wichtig es sei, in Zeiten wie diesen nicht still zu sein, sondern aktiv zu handeln und sich am Wandel zu beteiligen. Beide Videospielunternehmen kündigten Spenden für wohltätige Organisationen an. SEGA gab bekannt, neben eigenen Spenden auch die getätigten Spenden der eigenen Mitarbeiter zu verdoppeln – diesen Schritt setzten neben SEGA auch zahlreiche andere Firmen aus der Videospielindustrie. The Elder Scrolls-Entwickler Beteshda Softworks versicherte wiederum, nicht nur jetzt, sondern immer gegen Ungleichheit, Rassismus und Unterdrückung zu stehen.

      Das digitale Vermarktungsunternehmen Humble Bundle kündigte einen Fond von 1 Million Dollar an, der genutzt werden soll, um schwarze Entwickler bei der Veröffentlichung ihrer Spiele finanziell zu unterstützen. Die Spendenmarathon-Organisatoren von Games Done Quick haben angekündigt, 2.500 Dollar einer Hilfsorganisation zur Verfügung zu stellen, die sich für den Aufbau der zerstörten Unternehmen und Gebäude direkt rund um den Tatort einsetzen und zudem die Einnahmen aller Abonnements aus dem Monat Juni an die NAACP zu spenden. Auch die Videospiel-Streaming-Platform Twitch setzte sich in einem Statement für mehr Solidarität ein und betonte, dass es nicht sein könne, sich in guten Zeiten über die kreativen Beiträge der schwarzen Community zu erfreuen und zugleich in Zeiten wie diesen still zu sein, während schwarze Personen gerade viel Schmerz erfahren müssen.

      Wie gefallen euch die zahlreichen Statements gegen Rassismus und die Solidarität innerhalb der Videospielindustrie? Wir bitten, einen respektvollen Umgangston zu verwenden und freuen uns auf friedliche Diskussionen.

      Quelle: Twitter (PlayStation, Xbox, Phil Spencer, Nintendo of America, NintendoVS, Pokémon, NianticLabs, SquareEnixDE, EA Sports, Electronic Arts, MaddenNFL, Minecraft, Ubisoft, Cade Onder / Infinity Ward, Call of Duty, Bandai Namco Entertainment, Capcom, Riot Games 1, 2, Naughty Dog, SEGA, Beteshda Softworks, Humble Bundle, Games Done Quick, Twitch) – Newsbild: © Nintendo
      FC für Smash: SW-7813-3347-6892 (Shulkinator)
    • @Mr_Ananas
      Alle Charaktere sind weiß bei Nintendo? Ganondorf ist alles andere als weiß, Little Macs Trainer ist farbig, in Pokémon sind diverse Arenaleiter sowie ein Rivale farbig (dass man die eigene Hautfarbe einstellen kann mal ausgenommen)...selbst Splatoon hat verschiedene Hautfarben, obwohl es Tiere mehr oder weniger sind.
      Sowas zu behaupten ist schon dreist^^

      Und Rassen leugnen und Rassismus vorwerfen passt durchaus miteinander. Das wine schliesst das andere nicht aus.

      @Entwickler
      Er hat nicht unrecht, die Welt ist eben nicht nur Weiß und Schwarz, kann man eben auch auf die Hautfarbe übertragen, wenn man es etwas streng sieht

      Zum Bild - Warum wird das Bild nicht direkt angezeigt? Infos hier.

    • Traurige und schlimme Sache mit dem Tod von George Floyd, allerdings stelle ich mir die Frage, ob der mediale Hype genauso hohe Wellen schlagen würde, wenn er weiß gewesen wäre.

      Wieviel Menschen sterben täglich durch unnötige und sinnlose Gewalt? Warum wird nun also gerade dieser Fall so instrumentalisiert?
    • @Mr_Ananas
      Gilt aber nicht nur für Nintendo. Ein Grossteil ALLER Videospielfiguren sind weiss. Mir fällt jetzt eigentlich nur GTA San Andreas ein, in der die Hauptfigur Schwarz ist, und ob das bei all den Gangster-Klischees wirklich positiv ist sei mal dahingestellt.
      Bei manchen Spielen wie z.B. Animal Crossing New Horizons ist es ja schon eine Revolution, dass man seiner Figur überhaupt einen dunkleren Hautton geben kann.
    • @Entwickler

      Gewissermaßen hat er doch Recht.
      Menschen in Rassen zu untergliedern - das ist Rassismus.
      Menschen sind Menschen. Menschen sind unterschiedlich, denn jeder Mensch ist ein Individuum, aber trotzdem sind alle darin gleich, ein Mensch zu sein.

      Was der Polizist da getan hat, ist fürchterlich.
      Es ist auch richtig, sich gegen Rassismus einzusetzen und es ist richtig, dass der Vorfall und seine Hintergründe untersucht werden.
      Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass George Floyd sterben musste.
      Man sollte sich dennoch den Gefallen tun, mal z.B. bei Wikipedia über ihn nachzulesen, denn er war kein Unbekannter und saß mehrmals im Gefängnis.
      Drogen, bewaffneter Raubüberfall...

      Wie ich schon schrieb - es gibt keine Rechtfertigung für seinen Tod auf diese Weise. Er ist aber nicht der unbescholtene afroamerikanische Bürger, der zufällig Opfer von rassistisch motivierter Polizeigewalt wurde, zu dem er jetzt stilisiert wird.
      Die Polizei wurde wegen des Bezahlens mit Falschgeld gerufen und anfangs leistete er Widerstand - so ist es zumindest zu lesen.
      Die Polizei hat dennoch übertrieben und hätte spätestens dann eine Fixierung auf andere Weise vornehmen müssen, als schon die filmenden Passanten darauf hinwiesen, dass er nicht mehr atmen kann.
    • Der ganze Aufschrei ist wieder einmal absolute Heuchelei!
      Gehen weiße auf die Straße wenn ein schwarzer mordet? Und wenn, wäre es dann Rassismus oder ein notwendiger Aufschrei?
      Wo bleibt der mediale Aufruf zur Solidarität, nachdem diese Woche ein schwarzer "Demonstrant" einen schwarzen Officer ermordet hat? War das auch Rassismus, oder einfach nur Zufall?!
      Die USA haben seit jeher ein Gewaltproblem. Man schaue sich dazu nur mal Statistiken vom FBI an.
      Die Komentare hier (teilweise) und auf anderen Seiten zeigt leider, dass die manipulative, einseitige Berichterstattung Erfolg hat.

      Das ist lediglich meine Meinung, die ich frei zu äußern vermag!
    • @Blutmiez
      Wurden Weiße von Schwarzen verschleppt, in der Fremde versklavt und jahrhundertelang in der einen oder anderen Form ausgebeutet, unterdrückt, benachteiligt, ins soziale Abseits abgedrängt, ermordet? Bitte nehme die Freiheit des Denkens in Anspruch, bevor du deine Meinung hinausposaunst und alle abweichenden Meinungen als manipulativ disqualifizierst.
    • @Phantomilars
      Äääähm... ja, haben sie.
      Sklaverei ist streng genommen sogar eine Erfindung aus dem arabischen Raum und gibt es dort auch heute noch. Da redet nur niemand gerne darüber.

      Falls dir einmal das Buch „Weltgeschichte der Sklaverei“ in die Hände fällt: ein bisschen Hintergrundwissen ist immer sehr interessant. In der Menschheitsgeschichte wurden tatsächlich mehr Weiße als Schwarze versklavt.
    • @Mr_Ananas
      Ich brauche keinen Nachhilfeunterricht in (Welt-)Geschichte, das kannst du mir getrost glauben. Du solltest bei deinem Kenntnisstand dann auch wissen, dass die arabisch-islamische Sklavenhaltung bzw. der frühneuzeitliche Menschenhandel (1.) nicht 1:1 mit der Sklaverei in Nordamerika und seinen Nachwirkungen zu vergleichen ist (oder konnten die Sklaven in Amerika hoch angesehene politisch-militärische Positionen einnehmen bzw. nach Zahlung eines Lösegelds in die Heimat zurückkehren?) und (2.) kein Argument gegen die Existenz von institutionellem Rassismus in einer modernen Weltmacht darstellt. Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, Menschen, die seit Generationen unter Rassismus leiden und dies nach einer Schandtat artikulieren, vorzuwerfen, sie würden selbst rassistisch argumentieren. Das ist schlicht menschenverachtend.
    • @alfalfa
      @Sib
      Es geht hierbei nicht darum, dass ein Schwarzer getötet wurde. Es geht um systemischen Rassismus gegenüber Schwarze in Amerika. Man muß hier die Kuh beim Dorf lassen - eine Einteilung in Völker ist auch kein Rassismus, jemand wegen seiner Abstammung aber anders (bzw. schlechter) zu behandeln, das ist Rassismus.

      Ich weiß nicht, wie sich Rassismus anfühlt. Ich bin - wie vermutlich die allermeisten hier - ein weißer Deutscher, der in Deutschland wohnt. Also fühle ich mich auch tatsächlich nicht ermächtigt, bei dem Thema mitreden zu können.

      Wenn Menschen getötet werden, ist das immer schlimm, egal welche Hautfarbe. Aber im vorliegenden Fall der Proteste geht es nicht darum, dass jemand getötet wurde, sondern warum, und es handelt sich dabei eben in der USA nicht um einen Einzelfall sondern ist systematisch. Und dagegen wird protestiert, das ist der Kern des Themas.
    • Mich nerven diese ganzen Verschiebungen dieses Jahr auch mittlerweile richtig.

      Trotzdem verstehe ich die Botschaft aber verurteile jeden dieser "Lootern" die den aktuellen Anlass dazu nutzen um Geschäfte zu zerstören und zu klauen. Die haben meiner Meinung nach nichts mit der Sache gemein und gehören mit Gewalt bestraft, denn was anderes haben die mMn nicht verdient.
      Wenn man sich die ganzen Stadtteile anschaut, grenzt das schon an dritte Welt Länder.
      Daher bin ich wirklich froh, dass hier in Deutschland die Leute zu bequem für solche Aktionen sind und bis auf kleineren Ausschwankungen der Demos, hier sonst nichts weiter passiert.