Shin Megami Tensei V

  • Ich hebe mir das Game Extra für den Weihnachtsurlaub auf. Welcher Schwierigkeitsgrad ist denn empfehlenswert?

    Ich wähle bei so gut wie allen Games unabhängig vom Genre meist die Standart Schwierigkeit.

    Hier bin ich aber etwas verunsicvert weil es so schwer sein soll.

  • Durch bin ich noch nicht, dafür kommt mir die Arbeit aktuell zu viel dazwischen, aber immerhin bin jetzt beim letzten Gebiet angekommen. Ich habe bislang ziemlich gemischte Gefühle, manche Aspekte von SMT V find ich ziemlich gelungen, während andere Aspekte mich komplett kalt lassen. Schwierigkeitsgrad habe ich noch nicht runter gestellt. Spiele weiterhin auf Schwer und auch wenn der Schwierigkeitsgrad inzwischen etwas angezogen hat, ist der meines Empfindens nach immer noch ziemlich angenehm. Schon fordernd, aber nichts woran ich mir die Zähne ausbeißen brauche.


    Mal so nebenbei der Dungeon am Ende des 3. Gebietes war ja mal richtig großer Müll. Zuerst habe ich mich gefreut, endlich mal einen Dungeon in diesem Spiel zu sehen, weil ich diese offenen Gebiete in SMT V echt satt habe, aber dann wird man da mit einem simplen Layout, nervigen Plattformpassagen, sinnfreien Sackgassen (die in-game Karte zeigt einem ja alle an bevor man sie betritt) und dann noch diesen ätzenden Ventilatoren, die meistens nur dafür sorgen, dass man warten muss, um weiter gehen zu können. Dann ist der Dungeon auch noch, dafür das er inhaltlich kaum etwas zu bieten hat, unnötig lang.

    Sorry für den kurzen rant, aber das musste mal sein. Hatte wirklich in diesem gesamten Abschnitt nicht den geringsten Spaß.

    Týr er einhendr áss
    ok ulfs leifar
    ok hofa hilmir

  • Spiele weiterhin auf Schwer und auch wenn der Schwierigkeitsgrad inzwischen etwas angezogen hat, ist der meines Empfindens nach immer noch ziemlich angenehm. Schon fordernd, aber nichts woran ich mir die Zähne ausbeißen brauche.

    Ich finde sehr interessant, wie unterschiedlich der Skill-Level bei Spielern ist. :D Ich spiele im Casual-Modus (also der einfachste Schwierigkeitsgrad, wenn man den "Nur Story"-Modus als Free-DLC mal weg lässt) und muss sagen, wenn ich nicht laufend mein Team optimiere, das Beste heraushole, Stunden in die Kaderplanung investiere und auf jeden Fall aufpasse, dass ich NICHT in die Nähe von stärkeren Gegnern komme, dann lande ich direkt unter der Erde. Bin aktuell im 2. Gebiet und bisher trotzdem ca. 5 Mal gestorben. Leider habe ich auch einmal ca. 20 Minuten Progress verloren. Boah, Junge, das kann einen schon extrem abkotzen, aber sorgt auch dafür, dass man sehr vorsichtig spielt. Und nach 'ner kurzen Aufreger-Pause habe ich dann doch wieder Bock.

  • Eims

    Ja das stimmt!

    Bei mir ist leider das Problem das ich viele jrpgs in meiner Sammlung habe die ich durch spielen möchte:facepalm:

    Atelier ryza 2, bravely default 2, neo twewy, ni no kuni 2, trail of cold steel 3 (hoffe das Teil 1 und 2 in den Westen kommen)

    JRPG FAN

  • Mal so nebenbei der Dungeon am Ende des 3. Gebietes war ja mal richtig großer Müll. Zuerst habe ich mich gefreut, endlich mal einen Dungeon in diesem Spiel zu sehen, weil ich diese offenen Gebiete in SMT V echt satt habe, aber dann wird man da mit einem simplen Layout, nervigen Plattformpassagen, sinnfreien Sackgassen (die in-game Karte zeigt einem ja alle an bevor man sie betritt) und dann noch diesen ätzenden Ventilatoren, die meistens nur dafür sorgen, dass man warten muss, um weiter gehen zu können. Dann ist der Dungeon auch noch, dafür das er inhaltlich kaum etwas zu bieten hat, unnötig lang.

    Sorry für den kurzen rant, aber das musste mal sein. Hatte wirklich in diesem gesamten Abschnitt nicht den geringsten Spaß.

    ... Ich weiß jetzt was du meinst :sweat:

  • Cú Chulainn


    Warte mal ab, wie der nächste ist.

    Der den du erwähnt hast war ja noch kreativ mit den Luftstrahl :facepalm:

    Also für mich persönlich finde ich smt 4 tick besser.

    Was mich gestört hat:

    stumme hauptcharakter, dungeon einfallslos, keine kanten Glättung .

    aber Trotzdem Tolles jrpg :mariov:

    JRPG FAN

  • So ich habe jetzt SMT V zweimal durchgespielt (einmal von Grund auf auf schwer und ein zweites mal im New Game+, weil ich noch den Super-Boss legen und das geheime Ende sehen wollte) und will hier mal im Detail meine Gedanken zum Spiel aufschreiben. Schonmal vorweg eine Warnung jetzt kommt viel Text.


    Fangen wir erst mal mit dem Gameplay an.

    SMT V hat wohl mit die besten Kämpfe eines Megami Tensei Spieles. Hier merkt man deutlich das die Entwickler bei Atlus aus den Stärken und Schwächen vorheriger Spiele mit dem PTB (Press Turn Battle) genau angesehen und daraus gelernt haben. Entsprechend bekommt man ein hochpoliertes Kampfsystem vorgesetzt, bei dem auch viele Balancingprobleme früherer Teile gelöst wurden. Gerade Buffs und Debuffs sind nicht mehr so übermächtig wie früher, was gerade Bosskämpfe spannender macht. Gleichzeitig hat SMT V auch Angriffsitems und das Verteidigen sinnvoll gemacht, was man nun wirklich selten in RPGs sieht. Ein paar Probleme gibt es aber noch, etwa die Dämpfer Items, die einem für eine Runde einen Angriffstyp annullieren lassen, sind als kritisch für das Balancing anzusehen. Diese sind viel zu mächtig (immerhin können sie dafür sorgen, dass Feinde, selbst Bosse, eine komplette Runde verschwenden), dafür das man sie so früh schon kaufen kann und das dann auch noch für sehr wenig Geld. Die neuen Magatsuhi Fähigkeiten sind auch so ein Aspekt der Kämpfe, der noch mehr feintuning gebraucht hätte. Zum einen sind die Fähigkeiten untereinander ziemlich schlecht gebalanced, denn es gibt ein paar wenige die man ständig verwendet und dann den Rest, der selten oder nie wirklich sinnvoll ist. Zum anderen macht dieses System Bosse auch einen Schritt weit vorhersehbarer. Im Endeffekt stellte es für mich nie eine Gefahr dar wenn ein Boss seine Angriffe mit Magatsuhi gestärkt hat, da nahezu jeder Boss immer das Gleiche in so einer Situation macht, was es leicht gemacht hat diesen Angriff komplett zu neutralisieren.


    Gruppenkomposition ist ganz ok in V würde ich sagen. Man hat schon viel Freiheit, aber es gibt glücklicherweise auch einige Limitationen, um die man herum arbeiten muss, um sein Team zu optimieren. In sofern finde ich es gut, dass Dämonen sowohl von sich aus besser oder schlechter in bestimmten Fähigkeitstypen sind und man auch nicht einfach ihre Grundfähigkeiten überschreiben kann, was zudem den Dämonen auch mehr Unterschiede gibt. Dämonenessenzen haben mir aber dann doch etwas zu leicht gemacht jede Fähigkeit auf meine Dämonen zu packen, die ich brauche. Gerade da man diese doch recht einfach bekommt. Da hätte ich mir gewünscht, dass V mehr nach Strange Journey geht, wo man weniger davon bekommen hat und sie schwerer zu ersetzen waren und Essenzen nur bei der Fusion benutzt werden konnten, um einem Dämon neue Fähigkeiten zu geben und man auch nur eine verwenden konnte. Schade finde ich auch, dass V schon wieder ein SMT ist bei dem Gesinnung keinen spielerischen Effekt hat. Mochte das immer in früheren Teilen, dass zum Beispiel Dämonen bestimmter Gesinnungen nicht zusammen arbeiten wollten, was man dann bei der Zusammenstellung seines Teams beachten musste. Insgesamt ist V hier besser als IV, wo sich Dämonen alle gleich angefühlt haben und es zu einfach war gute Fähigkeiten von Dämon zu Dämon weiterzugeben, aber andere Teile haben mich doch noch mehr dazu gebracht mir Gedanken über die Zusammensetzung meines Teams zu machen.


    Die Umstellung weg von Dungeons hinzu großen offeneren Arealen in V ist etwas was im Endeffekt wohl schlichte Geschmackssache bleiben wird. Ich konnte mich damit aber nie wirklich anfreunden. Auch wenn das Design der Areal im Laufe des Spiels interessanter wurde, als noch am Anfang (das erste Areal ist ja im Grunde nicht mehr als ein besonders breiter linearer Schlauch, wogegen das letzte Areal sehr offen und non-linear ist) konnte mich nur das letzte Gebiet von sich überzeugen, wegen seiner Gewilltheit den Spieler ins kalte Wasser zu schmeißen und ihn selbst herausfinden zu lassen wo er hingehen muss und in welcher Reihenfolge er welchen Teil des Areals angehen will. Im Endeffekt habe ich mich aber beim Abschließen eines der Areal in V nie so erfüllt gefühlt wie bei einem der richtig guten herausfordernden Dungeons eines der früheren Teile. Auch hatte ich beim Erkunden nie so spannende und knappe Momente, wo ich es nur noch gerade so zurück zu einem Speicherpunkt geschafft habe, was daran liegt das V viel zu gnädig mit Bestrafung für Fehler ist. Sehr großzügig verteilte Speicherpunkte, leicht ausweichbare Kämpfe und sofortiges Rückteleportieren nehmen mir jedenfalls sämtliche Spannung und Gefahr aus dem Erkunden.

    Es hilft V auch nicht das die wenigen Dungeons die es dann doch hat, auch noch durchgängig schlecht designt sind. Sind beide ziemlich lang, haben aber gleichzeitig für ihre Länge viel zu simple Layouts, zu abwechslungsarme Kampfbegegnungen und werden zusätzlich durch nervige Gimmicks in die Länge gezogen. Wirklich schade, dass eine Reihe die mal als reiner Dungeoncrawler gestartet hat und im Laufe der Zeit auch einige wirklich gute Dungeons hervorgebracht hat einem jetzt so einen Rotz vorsetzt.

    Zum Erkunden in einem RPG gehört natürlich aber noch mehr als das Level-/Dungeondesign. Nämlich NPCs, Nebenaufgaben und hier wohl auch Sammelobjekte. Die Mimans, die über die Spielwelt verteilt sind, sind als Sammelobjekte schon ok, manche sind recht knifflig zu finden und ich mag das sie auch immer ein bisschen was interessantes zu sagen haben und es gibt auch nicht zu viele davon (also hey sie sind schon deutlich besser als die Kroks in BotW). Ich hatte es gegen Ende dann schon satt nach ihnen zu Suchen und hab bei ich glaub so um die 110 Schluss gemacht, aber glücklicherweise ist es nicht so wichtig all zu viel Mimans zu finden.

    An NPCs hätte ich mir mehr gewünscht, andere SMTs hatten da mehr NPCs zum quatschen und ich fand jetzt auch nicht das all zu viele von denen in V sonderlich interessante Dinge zu erzählen hatten. Von den Nebenaufgaben war ich auch eher enttäuscht, was mich sehr überrascht hat nachdem SMT IV so viele gute Nebenaufgaben hatte. Bei SMT V ist mir aber kaum eine von den Nebenaufgaben im Gedächtnis geblieben und noch weniger davon aus positiven Gründen. Die meisten waren einfach ziemlich austauschbare Sammle X oder tötete Y Aufgaben, die nicht mal wirklich interessante Dialoge mit sich brachten. Ein paar Highlights gab es schon, aber deutlich weniger als in IV.

    Insgesamt sehe ich das Erkunden in V, wegen dem schlechten Dungeondesign, den offenen Arealen, die erst zu Ende hin anfangen interessant zu werden, der mangelnden Gefahr und Spannung, sowie den insgesamt eher schwachen Nebenaufgaben als den wohl schwächsten Teil des Gameplays an. Hier haben früherer SMTs einfach klar die Nase vorn.


    Von der Atmosphäre war ich auch eher weniger angetan. Anfangs wirkte SMT V noch so als könne man sich auf eine bedrückende einsame Atmosphäre freuen, während man eine mysteriöse post-apokalyptische Welt erkundet, aber all dieses Potenzial hat das Spiel leider schnell wieder verschenkt. SMT V lässt einen halt leider wenig Zeit sich in einer bedrückenden Atmosphäre zu verlieren, da man einfach selten von nervigen Mitläufern allein gelassen wird. Gerade Amanozako empfand ich als ungemein nervtötend mit ihrer schrillen Stimme und ihrer Tendenz einfach nicht mal ihr Maul halten zu können. Im Grunde das SMT Äquivalent zu Navi aus Zelda und fast genau so ätzend. Die anderen Begleiter waren weniger nervig, aber trotzdem hätte ich Lieber gar keine Begleiter gehabt. Das hat SMT 3 zum Beispiel deutlich besser gemacht, denn da war man fast ständig alleine in einer seltsamen Welt und konnte sich wirklich in der Atmosphäre und der Spielwelt verlieren und das konnte ich bei V einfach so gut wie nie. Hilft auch nicht das alle Mysterien des Settings nach dem ersten Areal per Expositions-Schwall gelüftet werden, da hat dann auch die durchweg gute Musik nichts mehr für mich retten können und ab dem 2. Gebiet war für mich jede Atmosphäre, die das Spiel hatte gestorben.


    Seit SMTs altbewährter Dämonendesigner Kazuma Kaneko sich nach Strange Journey von dieser Position zurückgezogen hat, ist die Qualität neuer Dämonendesigns, meines Empfindens nach, deutlich gemischter geworden ist. IV hatte es mit Gast-Designern versucht und das war ziemlich furchtbar, Apocalypse hatte dann IVs Charakterdesigner Masayuki Doi in die Position des Dämonendesigners befördert, mit gemischten Resultaten, aber besser als die Gast-Designs in IV war das alle mal. Bei SMT V ist es wieder Doi der für die neuen Designs verantwortlich ist und seine Arbeit ist ähnlich wie in Apocalypse. Insgesamt vielleicht etwas stärker mit einigen wirklichen Highlights wie Manananggal und Hydra, aber auch einigen ziemlichen Fehlschlägen wie etwas Amanozako, Abdiel und besonders den Densigns der letzten paar Bosse, die mehr wie Bösewichte aus Power Rangers aussehen, als wie mythologische Figuren und entsprechend wenig zu anderen SMT Designs passen. Insgesamt sind die neuen Designs schon besser als bei IV oder Apocalypse, aber im Vergleich zu der Maße an großartigen neuen Designs, die man in Spielen wie Devil Summoner, Soul Hackers, SMT NINE, dem PSX Remake von SMT I oder SMT III geboten bekommen hat siehts eher schlecht aus.


    Die Story ist der klare Tiefpunkt des Spieles. Man merkt das SMT V sehr stark versucht SMT 3 nachzumachen, so wie SMT IV ja schon SMT I wenig erfolgreich nachgemacht hatte. Das zeigt sich sowohl in der Art des Settings (beide Spiele spielen in einer menschenleeren sandigen Einöde), dem minimalistischen Storytelling und auch darin das manche Szenen in V klare Anspielungen auf Szenen in III sind. Dies lässt es die Story von SMT V etwas identitätslos wirken (das Spiel bietet eben wenig was nicht SMT III Referenzen und serientypische Klischees sind). Das größere Problem ist aber, dass SMT V in der Ausführung komplett scheitert. Das Spiel nutzt seine sporadischen Storysequenzen nicht effizient genug für eine so minimalistische Erzählweise. Was dazu führt, das die Charakter tatsächlich noch weniger zu bieten haben, als die schon eher flachen Charaktere des großen Vorbildes (die hatten immerhin klar definiertes Charakterwachstum und man genau so viele Informationen über sie bekommen, wie nötig waren damit die Handlung funktioniert) und auch die Entscheidung zwischen den einzelnen Gesinnungen am Ende des Spiels nicht vernünftig aufgebaut wird. Ich habe das Gefühl ich weiß über die Intentionen von SMT Vs Fraktionen aus anderen SMTs als aus SMT V selbst und das ist ein fatales Problem. Generell war das Pacing der Handlung auch einfach nur grauenvoll. Ewig passiert nichts interessantes, manche Handlungsstränge werden gefühlt ewig gestreckt, es wird ein ganzes Gebiet für einen im Endeffekt belanglosen und wenig relevanten Handlungsstrang verwendet und als dann nach dem 3. Gebiet sich endlich mal interessante Dinge anbahnen, wird alles was tatsächlich in der Handlung interessant sein könnte einfach im Schnelldurchlauf abgehandelt. Dann gibt es auch noch Figuren, die bei ihrer Einführung wirken als wären sie wichtig, nur um dann plötzlich komplett aus der Handlung zu verschwinden und nur für einige wenige Nebenaufgaben relevant zu sein.

    Die Verwendung von Mythologie innerhalb der Handlung war auch schwach. Zu oft waren mythologische Figuren einfach nur da, ohne das ihr mythologischer Hintergrund wirklich eingebracht wurde. Das ist selbst bei solchen Figuren der Fall, die einem als tragende Figuren der Handlung präsentiert werden und die dadurch sehr austauschbar wirken. So als hätten die Entwickler mythologische Namen aus einem Hut gezogen und keinen Gedanken daran verwendet, in wie fern deren Hintergrund für die Handlung und die Spielwelt verwendet werden kann.

    Während frühere SMTs immer den Anspruch hatten tiefgründigere Geschichten zu erzählen mit starker Verwendung von philosophischen und religiösen Konzepten. Darum wie erfolgreich sie damit waren, kann man sich sicher streiten, aber es war zumindest immer etwas Interessantes tieferes bei SMT Stories vorhanden, über das man diskutieren konnte. Bei V hat mir das gefehlt. Die Handlung dieses Ablegers hat keinen wirklichen Tiefgang und hat mir auch kaum etwas von Interesse geboten. Noch nie war mir die Story in einem SMT so gleichgültig wie in V. Insgesamt würde ich auch sagen das V die schlechteste Story aller SMT Spiele (die ich gespielt habe) vorzuweisen hat.


    Abschließend kann ich sagen, dass ich SMT V mit gemischten Gefühlen gegenüber stehe. Die Kämpfe machen viel Spaß, die Musik ist gut und auch die Gruppenkomposition ist besser umgesetzt als in IV und Apocalypse, wenn auch nicht so gut wie in Strange Journey, aber das Erkunden hat mir nicht so viel Spaß gemacht, wie in vorherigen Ablegern. Zudem schwächelt SMT V stark wenn es um Atmosphäre und Story geht. Auch der Mangel an Originalität, wenn auch erwartet (SMT IV und Apocalypse hatten ja schon das Selbe Problem), ist für mich sehr enttäuschend. Im Vergleich mir anderen Teilen der Reihe steht SMT V entsprechend für mich im unteren Bereich. Strange Journey und SMT III geben für mich einfach runderer Gesamtpakete ab, bei denen ich allen Aspekten der Spiele etwas abgewinnen kann und eben nicht nur Einzelnen. Die SNES Ableger stehen für mich über V wegen ihrer gelungen Kombination aus faszinierenden Stories, die dem meisten was einem auf dem SNES geboten wurde deutlich voraus waren, und einem sturen festhalten an 80er Jahre Designmentalitäten, was sie zu einzigartigen Erlebnissen gemacht hat, die sich in nahezu jeder Hinsicht von den Trends und Designmentalitäten ihrer Zeit abgehoben haben. SMT V dagegen ist da eher das Ergebniss einer Reihe, die mal originell war, aber sich inzwischen in Traditionen und Serienklischees verloren hat. SMT V ist für mich auf der selben Ebene wie IV und Apocalypse, an sich gute Spiele, die manche Dinge wirklich gut machen, aber auch einiges großen Makeln haben und denen es schlicht an Originalität mangelt.

    Im Endeffekt kann man mit SMT V viel Spaß mit den Kämpfen und der Zusammensetzung des eigenen Teams haben. Man sollte aber nicht so viel von den anderen Aspekten des Spiels erwarten und wem die Story das wichtigste in einem RPG ist der sollte besser einen großen Bogen um SMT V machen.


    Das klag jetzt ziemlich negativ und ja ich habe auch viel an SMT V aus zusetzten, aber ich möchte noch mal klarstellen das ich durchaus Spaß mit dem Spiel hatte. Schlecht finde ich es nicht, nur ist es für mich auch nichts Besonderes. Halt eins von diesen Spielen die einige wirklich gute Elemente haben, aber als Gesamtwerk betrachtet nicht völlig überzeugen können.

    Týr er einhendr áss
    ok ulfs leifar
    ok hofa hilmir

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