Nintendo bleibt trotz Pandemie stark im Geschäft – Hardware und Software verkaufen sich weiterhin gut

  • Alle drei Monate gibt Nintendo Auskunft darüber, wie es finanziell um das Unternehmen steht. So lassen sich auch dieses Mal die Zahlen zum ersten Quartal des aktuellen Fiskaljahres, welches den Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni umfasst, einsehen. Trotz Pandemie bleibt Nintendo stark im Geschäft und kann sogar im Vergleich zum vorherigen Fiskaljahr eine Steigerung ihrer Einnahmen verzeichnen. Trotz des guten Starts ins Geschäftsjahr 2021 bleiben die Prognosen des japanischen Unternehmens unverändert.


    Nettoumsatz

    • 3,58 Milliarden Yen
    • 28,57 Millionen Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: + 108,1 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 1,2 Billionen Yen (- 8,3 %)

    Operatives Ergebnis

    • 144,74 Milliarden Yen
    • 1,16 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: + 427,7 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 300,00 Milliarden Yen (- 14,9 %)

    Gewinn vor Steuern

    • 150,33 Milliarden Yen
    • 1,20 Milliarden Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: + 576,2 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 290,00 Milliarden Yen (- 19,5 %)

    Nettogewinn

    • 106,48 Milliarden Yen
    • 850,63 Millionen Euro
    • gegenüber dem Vorjahr: + 541,3 %
    • Prognose Fiskaljahr 2021: 200,00 Milliarden Yen (- 22,7 %)


    Trotz der Lieferengpässe sowohl beim Vertrieb als auch bei der Herstellung der Nintendo Switch verzeichnet der Konzern keinen Einbruch in der Verkaufsstatistik, wie sich in der nachfolgenden Grafik erkennen lässt. Nichtsdestotrotz rechnet man bei Nintendo weiterhin mit eventuellen Einbußen im Konsolengeschäft. Dem wolle man allerdings bestmöglich entgegenwirken. Mit Paper Mario: The Origami King und der Neuauflage von Pikmin 3 möchte man die gute Bilanz im Software-Sektor auch im folgenden Quartal gewährleisten. Zudem verkaufen sich Blockbuster aus dem vorherigen Quartal weiterhin gut. Vor allem Animal Crossing: New Horizons schreibt unverändert hervorragende Zahlen, aber auch die Neuveröffentlichung von Xenoblade Chronicles läuft immer noch gut.


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    © Nintendo


    Weiterhin verzeichnet man nach wie vor eine hohe Steigerung beim Verkauf von digitaler Software im Vergleich zum Vorjahr, wie sich einer weiteren Grafik entnehmen lässt. Das Geschäft rund um Spiele-Downloads im Nintendo eShop dürfte daher immer mehr an Bedeutung für das japanische Unternehmen gewinnen, was sich nicht zuletzt auch durch den Vertrieb digitaler Addons für First-Party-Spiele wie Pokémon Schild und Schwert, dessen zweite Hälfte Die Schneelande der Krone im Herbst veröffentlicht wird, äußert.


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    © Nintendo


    Auch die Einnahmen abseits des Geschäfts rund um Nintendo Switch-Hardware und -Software können eine Steigerung im Umsatz verzeichnen. Zu den Verkäufen im Smartphone-Sektor gesellt sich nun auch die in diesem Jahr gestartete Kollaboration mit dem Spielzeuggiganten LEGO, welche zusätzliche Einnahmen generiert.


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    © Nintendo / LEGO


    Was wünscht ihr euch für die Zukunft von Nintendo? Glaubt ihr, das japanische Unternehmen kann den Kurs halten?

    Quellenangabe: Nintendo (1) (2)
  • Ich kann jeden verstehen, dem das zu wenig neue Spiele sind (auch wenn mein Backlog groß ist, hätte ich auch gerne mal was Neues), aber das ist ja auch klar.


    Im Gegensatz zu Microsoft und Nintendo verkaufen sich viele Ihrer Spiele auch langristig. Viele PS4-Käufer kaufen sich 90% der damals noch sehr großen PS4-Spiele, die älter als ein Jahr sind nicht mehr. Wer sich jetzt zu Animal Crossing neu die Switch gekauft hat, der hatte nur mit den Spielen, die sich 10+ Millionen mal verkauft haben eine durchschnittliche Spielzeit von über 200 Stunden, wenn man nur den Main-Content spielt. Von daher besteht die Spieleflaute nur für die Leute, die die Ports (Nintendo und Third-Party) und Indie-Titel nicht interessieren und die von Anfang an dabei sind und eine Spielzeit haben, die dann noch eine so lange Spielzeit haben, dass sie wirklich mit allem durch kommen und eine Flaute haben. Das mag bei den ntower-Usern und der generellen Internet-Community an Spielern ein hoher Prozentsatz sein. Von den 60 Millionen Switch-Käufern sind es aber verschwindent wenige.

  • Es freut mich sehr, das Xenoblade Chronicles die 1 Million geknackt hat!:) Ich hab es auf der Switch das erste Mal gespielt und war einfach nur begeistert! Vor allem von der Story, den Charakteren, vom Soundtrack und der Welt an sich. Ich bin Nintendo sehr dankbar, dass sie es nochmal veröffentlicht haben. Dieses Meisterwerk hätte auch locker 10 Millionen Einheiten verdient....

  • Ob sie das Geld zum Stopfen des WiiU Lochs hernehmen oder damit ihren „Pandemie“ Fond stärken? Weil in richtig große Spiele gehts ja momentan eher weniger.

  • Wenn man sich diese Zahlen anschaut, wird wie ich finde klarer, warum Nintendo sich momentan so sehr gedeckt hält. Sie haben es schlicht nicht nötig und können sich Veröffentlichungen aufschieben, vielleicht auch zugunsten der Qualität.

    Trotzdem finde ich ihre öffentliche Erscheinung momentan nicht richtig, denn wenn man von den Zahlen absieht, wird der Unmut bei Fans immer größer und es wäre schön wenn sie versuchen würden diese zu "entertainen" bzw nicht mit solchen komischen 5 Minuten Third Party Directs anzukommen. Nicht, dass es groß was an den Zahlen ändern würde, aber es ginge eleganter.

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