Die Netflix-Serie The Witcher erhält Zuwachs für die zweite Staffel

  • Die zweite Staffel der Erfolgsserie The Witcher auf Netflix lässt aus verschiedenen Gründen noch auf sich warten. Zunächst machte die aktuelle Pandemie den Dreharbeiten einen Strich durch die Rechnung und dann verletzte sich auch noch der Hauptdarsteller Henry Cavill am Set. Auch wenn die Dreharbeiten wieder in vollem Gange sind, müssen Fans noch immer auf einen genauen Erscheinungstermin für die zweite Staffel warten. Gestern wurde jedoch seitens Netflix über den offiziellen Twitteraccount sieben neue Darsteller bekannt gegeben, die Charaktere in der zweiten Staffel von The Witcher verkörpern werden.



    Seid ihr zufrieden mit dem Casting oder hättet ihr euch andere Schauspieler gewünscht?

    Quellenangabe: Twitter (@Netflix)
  • Na ich weiß ja nicht... sehe schon wieder Charaktere, die für eine Diversity-Agenda schwarz gemacht wurden. Im Fall von Fenn wurde sogar das Geschlecht geändert. Don't get me wrong, Diversität ist nicht verkehrt -aber wenn sie komplett aufgesetzt ist und nur existiert, um zu existieren, dann finde ich das verwerflich und finde, dass dies weniger zeigt, wie viel den Produzenten wirklich an Diversity liegt als vielmehr wie sehr sie auf ein tolles Image bedacht sind (denn oft tragen solche Quoten-Chataktere kaum zur Handlung bei und sind nur sehr oberflächlich geschrieben -s. Rose aus Disney Wars). Ist eine schlechte, halbherzige Repräsentation für eine entsprechende Ethnie nicht viel diskriminierender als einfach gar nicht erst repräsentiert zu sein? Muss denn immer jeder überall repräsentiert werden? Ich sage nein (und ja, auch Weiße sollten nicht dort vorkommen, wo's keinen Sinn ergibt).


    In der ersten Staffel war ja schon eine schwarze Fringilla vertreten, was storymäßig einfach keinen Sinn ergibt, immerhin schläft in den Büchern Geralt mal mit ihr weil sie Yen zum Verwechseln ähnlich sieht. Und sie wurde halt als weiß beschrieben...

    Und bevor mir wer was andichten will: Bei Black Panther hätte es mich auch gestört, wenn sie Weiße reingepackt hätten, weil's da halt einfach um die Afrikanische Kultur geht. Witcher hingegen ist ja in der slawischen/europäischen Kultur angesiedelt -hat schon einen Grund, weshalb da eher selten schwarze Personen auftauchen -und Rassismus ist es nicht.


    Dieser Zwang, in Filmen alle Völker und Kulturen wild zu vermischen um sich Diversity auf die Fahne schreiben zu können, gefällt mir gar nicht. Und nachträglich Hautfarben verändern ist halt auch uncool -egal ob von weiß zu schwarz oder umgekehrt. Kann man denn heutzutage nicht mehr Kunst erschaffen, ohne dass sie als rassistisch gilt, weil eine Ethnie nicht vorkommt? Ich komme doch auch nicht auf die Idee, zu sagen, dass ich mich in Bollywood-Filmen nicht repräsentiert fühle, was soll denn das?


    Als wäre es die primäre Aufgabe einer Kunstform, Leute zu repräsentieren. Klar, vor dem Kontext der leider immer noch herrschenden Diskriminierung in den USA einigermaßen nachvollziehbar, warum solche Maßnahmen umgesetzt werden -aber sowas zerstört in meinen Augen einfach die Magie von Fantasy-Storys, indem sie reale politische Probleme darin einfließen lassen. Lasst doch die Probleme der echten Welt bitte auch genau dort. Davon abgesehen könnte man sich ja wenigstens Mühe geben: In Star Wars hat's in den 70ern/80ern doch auch mal geklappt, gute Charaktere zu haben, ohne aufgesetzt zu sein -Lando ist ne verdammt coole Sau gewesen und Leia eine starke Frau, ohne dass es aufgesetzt war. Ellen Ripley aus der Alien-Reihe hat auch mächtig Eindruck gemacht. Wieso kann man heute keine guten Charaktere mehr schreiben, bei denen es um mehr als die Hautfarbe/das Geschlecht geht, um eine Quote zu erfüllen?


    Bin bisschen abgeschweift, aber dieser Trend fällt mir seit ein paar Jahren immer mehr unangenehm auf. Die Qualität der Filme leidet massiv darunter, dass man politische/kulturelle Probleme des Reallifes auf Teufel-komm-raus dort ausrollt. Ich sag' nur "Solo - A Star Wars-Story" und "Droidenrechte".

    Hier in Witcher verhält es sich ähnlich. Wirkt halt irgendwie unglaubwürdig, wenn in europäischen, mittelalterlichen Landschaften und Orten jeder zweite schwarz ist. Und es ist ja nicht so, als würde Witcher Rassismus nicht thematisieren, im Gegenteil: Elfen, Zwerge und generell sogenannte Anderlinge werden massiv ausgegrenzt, verachtet und verfolgt. Da erscheint es umso unglaubwürdiger, dass schwarze und weiße Menschen in dieser Welt völlig cool miteinander sind, wo doch alles Fremde sonst so abstoßend erscheint.

  • Die erste Staffel hat mir gut gefallen, klar kommt es nicht an The Witcher lll heran, aber ich hatte auch Schlimmes erwartet. Was mir persönlich überhaupt nicht gefallen hat ist, dass Geralt keine Katzenaugen hatte. Klar mag es für viele verstörend wirken, aber diese Bernsteinaugen wollten irgendwie nicht so passen und haben mich etwas herausgerissen.

    Das mit der Diversität finde ich auch vollkommen überzogen, wieso muss zwanghaft ein etablierter Charakter weiblich/männlich/divers gemacht werden. Nur damit sich ja keiner ausgeschlossen fühlt. ||X/

  • Ich finde, dass die Serienautoren Charaktere ruhigen Gewissens mit farbigen Darstellern besetzen können. bei den meisten Charakteren gibt es keine genaue Beschreibung und die Hautfarbe ist eigentlich für die Handlung des Hexers überhaupt nicht von Bedeutung, es ist ja eine rein fiktive Welt und keine historische Erzählung. Dass Fenn, eine absolute Randfigur, jetzt von einer Frau gespielt wird, stört mich auch so gar nicht. Eher komisch finde ich hingegen, dass man bei der Serie den Drang hat, neue Charaktere, bzw. Charaktere, die mit der Handlung der fünf Bücher absolut nichts am Hut haben einzuschleusen... Es gibt mMn genügend interessante Charaktere in der Originalerzählung.

    Die erste Staffel hat mir gut gefallen, klar kommt es nicht an The Witcher lll heran... überhaupt nicht gefallen hat ist, dass Geralt keine Katzenaugen hatte. Klar mag es für viele verstörend wirken, aber diese Bernsteinaugen wollten irgendwie nicht so passen und haben mich etwas herausgerissen

    Dein Problem ist schlicht, dass du die Videospiele als Gratmesser hernimmst.

    in europäischen, mittelalterlichen Landschaften und Orten

    Es sind keine europäischen Orte, nicht einer, nur bei Ciri's Dimensionsreisen kommen England (das fiktive der Artus-Sage) und Deutschland vor. Ich verstehe diesen Kritikpunkt als überhaupt nicht, zumal die Bücher auch zumindest einen Charakter mit klar beschriebener dunklen Hautfarbe haben. Klar, Fringilla Vigo wird als weiß beschrieben, aber macht es denn wirklich einen Unterschied, ob sie jetzt ne andere Hautfarbe hat? Dasselbe gilt jetzt auch für Philippa Eilhart, nur weiß ich bei ihr nicht mal, ob eine Beschreibung in den Büchern vorkommt...
    Eines ist klar: die Spiele sind nicht der Maßstab, an dem man messen darf und auch diese nehmen sich ein paar Freiheiten raus, die so gar nicht mit der Vorlage überein stimmen.

  • Darksamus666

    Wie schon gesagt, Hautfarben ändern um des Änderns willen finde ich nicht gut, insbesondere, wenn es eben schon anders etabliert wurde. Würde Mace Windu in einem künftigen Star Wars als eine weiße Person zurückkehren, wäre das auch absolut bescheuert (klar, hier könnte man argumentieren, dass die Serie für sich selbst steht und andere Medien ignorieren kann, in denen Charaktere schon etabliert wurden -inklusive der originalen Buchvorlage, aber das macht's irgendwie nicht besser und genauso könnte man auch für den weißen Windu argumentieren, weil Disney alles neu etablieren könnte, blah... wäre genauso doof)

    Und ja, bei Fringilla macht es ja schon einen Unterschied, denn jetzt würde Geralts Romanze mit ihr wenig Sinn ergeben, da sie ja auf einer Verwechslung mit Triss basiert. Gut, die ist jetzt irgendwie indischer Herkunft, dann passt es ja vielleicht wieder... halbwegs. :reggie:

    Und ja, natürlich sind es keine realen europäischen Orte, aber die gesamte Witcher-Reihe basiert auf der europäischen/slawischen Kultur, viele Ortsnamen haben polnisch/europäisch klingende Namen (Wyzima, Novigrad, Oxenfurt zB), die Monster entstammen teilweise europäischen Sagen/Mythen. Das Reich Nilfgaards erinnert sicher nicht zufällig ans Römische Reich während seiner Expansion. Und mit diesem Kontext vor Augen hat es mich schon etwas aus der Immersion geholt, so viele POC zu sehen, weil man es aufgrund der oben aufgeführten Umstände einfach null erwarten würde. Klar, Fantasy-Welt, aber auch die ist ja internen Regeln unterworfen. Und da würde es mich dann schon mal interessieren, warum Schwarze Weiße mögen und umgedreht, aber Elfen nicht abkönnen. Wenn es irgendwo noch heftigeren Rassismus zwischen Weißen und Schwarzen gäbe als in der Realität, dann in der Welt von Witcher, so müsste man annehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von qinn ()

  • Und ja, bei Fringilla macht es ja schon einen Unterschied, denn jetzt würde Geralts Romanze mit ihr wenig Sinn ergeben, da sie ja auf einer Verwechslung mit Triss basiert. Gut, die ist jetzt irgendwie indischer Herkunft, dann passt es ja vielleicht wieder... halbwegs. :reggie:

    das stimmt überhaupt nicht. Geralt ist mit seinen Begleitern in Toussaint, wo Rittersporn mit der Fürstin ein Verhältnis hat, die Fringillas Cousine ist. Fringilla hilft ihm dort, aber ganz und gar nicht uneigennützig, bzw halt auf Auftrag der Loge. Triss wird in den Romanen als frau mit Kastanienfarbenen Haaren beschrieben, während Fringilla schwarze Haare hat.

    Wenn du dich wunderst, warum Fringilla in den Witcher-Spielen nicht gut auf Geralt zu sprechen ist... lies das Buch "die Dame des Sees" und du erfährst es ;-)

    Zitat

    Und ja, natürlich sind es keine realen europäischen Orte, aber die gesamte Witcher-Reihe basiert auf der europäischen/slawischen Kultur, viele Ortsnamen haben polnisch/europäisch klingende Namen (Wyzima, Novigrad, Oxenfurt zB), die Monster entstammen teilweise europäischen Sagen/Mythen. Das Reich Nilfgaards erinnert sicher nicht zufällig ans Römische Reich während seiner Expansion.

    Dass Skarpowsky hier recht unkreativ war heißt aber nicht, dass es keine Farbigen im Hexeruniversum gibt, wie gesagt ist einer als dunkelhäutig beschrieben. Zudem hat es ja im römischen Reich sehr viele dunkelhäutige Menschen gegeben, da sich dieses auch in Nordafrika ausdehnte.

    Dass the Witcher auf Sagen aus dem Mittel- und Osteuropäischen Raum basiert, bzw. halt wie du richtig sagst eher Kreaturen und Erzählungen integriert stimmt zwar, macht aber das Universum nicht automatisch zum Weißbrotfest. ;-)

  • Nichtsdestotrotz ist Qinns Argumentation hinsichtlich des Rassismus im Witcher Universum nicht von der Hand zu weisen. Das Menschen aller Hautfarben ohne jede Spannung zusammenleben ist absolut unglaubwürdig in einer Welt, in der Anderlinge teilweise systematische verfolgt und getötet werden. Das hat auch mich in der 1. Staffel extrem gestört und für mich die Glaubwürdigkeit der Serie zerstört. Was wohl auch dazu führt, das ich mir die 2. Staffel nicht mehr ansehen werde.


    Man muss nicht zwangsläufig überall jeden repräsentieren. Es sollte immer passen und Sinn ergeben. Was meinst du wie laut die BLM Bewegung geschrien hätte, wenn man im Film Black Panther die meisten wichtigen Charaktere mit Weißen besetzt hätte? Das hätte einen Shitstorm gegeben der auch berechtigt gewesen wäre.

  • Darksamus666

    Okay, dann muss ich mich da wohl entschuldigen, da falschen Infos aufgesessen gewesen zu sein.


    Bei letzterem Punkt aber bleibe ich bei dem Standpunkt, dass es kaum in-universe Sinn ergibt und dies ja offensichtlich vor allem gemacht wurde, um irgendwie Diversity zu pushen -und das ist mir zu viel realer politischer Aktivismus in einer Show, die mich eigentlich in Fantasywelten entführen sollte. :dk:

  • Darksamus666  qinn

    Geralt "verwechselt" Fringilla mit Yennefer und nicht Triss.

    Zudem droht Yennefer der guten Triss auch einmal damit sie an den roten Haaren zu packen.

    Nachdem ich letztens erst die Bücher gelesen habe kann ich mich auch nicht mehr an irgendeinen schwarzen Charakter erinnern um ehrlich zu sein. Klar gibt es im Witcher-Universum auch andersfarbige Menschen die spielen aber eher weniger eine Rolle.

    Zudem wird Rassismus ja auch schon mittels der Elfen und Zwerge ganz gut thematisiert. Ich finde diese aufgezwungenen Netflixfilter also auch eher störend als hilfreich.


    Wenn sie sich wirklich für kulturelle Vielfalt interessieren würden könnten sie ja auch mal afrikanische Legenden und Märchen umsetzen.

  • Nandalee

    Stimmt, keine Ahnung wie ich das verwechseln konnte, zumal ich in meinem ursprünglichen Kommentar auch Yen geschrieben hatte :notlikethis:


    Achja, rote Haare hat Triss in der Serie ja auch nicht mehr... und während Schönheit natürlich subjektiv ist, so finde ich sie jetzt nicht so schön wie ihr andauernd nachgesagt wird bzw wofür sie ja so berühmt ist. In Witcher 3 ist sie zugeben aber auch nicht meins (auch aufgrund ihrer Art).


    Und ja, mich würden authentische, nicht mit westlichen Werten und Linsen geschwängerte und angepasste Erzählungen aus Afrika und auch Asien sehr interessieren, aber ich glaube kaum, dass Netflix so was bringt.

  • Er verwechselt niemanden, da Yennefer zu dem Zeitpunkt von Vilgefortz gefangen gehalten wird. Ich weiß nicht, woher ihr diese Info habt, jedenfalls nicht aus dem Buch. Btw. hat Triss keine roten, sondern Kastanienbraune Haare, das wird im ersten Buch erwähnt. Sie streiten zum Schluss, hat aber nichts mit Triss' Haarfarbe zu tun.
    Yen nimmt ihr sehr übel, dass sie mit Geralt geschlafen hat, da sie die einzige Zauberin ist, die sie als Freundin erachtet hat.

    und nochmal: viele Charaktere werden nie so beschrieben, dass die Hautfarbe erschließbar ist und was die Wahl der Schauspieler mit der Rassismus-Debatte zwischen Menschen und den "Anderlingen" zu tun hat, ist mir ein Rätsel.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!