Gaming-Online-Dienste entwickeln sich zu einer immer wichtigeren Säule des deutschen Videospiel-Marktes

  • Immer mehr der führenden Anbieter von Konsolen und PC-Hardware bieten einen Service für das Online-Spielen oder auch Streamen von Spielen über eine Cloud an. Nintendo hält Spielern auf der Nintendo Switch beispielsweise mit der Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft die Möglichkeit bereit, für einen festen Betrag mit anderen Konsolenbesitzern online zu spielen und in den Genuss weiterer Vorteile zu kommen. Auch die Möglichkeit, aus Hardware-Sicht anspruchsvolle Titel wie Hitman 3 oder Control Ultimate Edition mit einer entsprechenden Cloud-Version per Streaming auf Nintendos Hybridkonsole zu bringen, wird geboten.


    Dass solche Dienste in der heutigen digitalen Welt immer wichtiger werden – auch in Deutschland – und das deren Vielfalt und das Interesse an diesen seitens der Konsumenten immens zugenommen hat, zeigt ein Bericht des Verbands der deutschen Games-Branche, kurz game. Auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK hat der Verband ein Diagramm zum Umsatzansprung von 2018 bis heute erstellt:


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    © game 2021


    Der Umsatz mit Gaming-Online-Diensten ist demnach innerhalb eines Jahres laut game insgesamt um 50 Prozent auf insgesamt 692 Millionen Euro gestiegen. Im Jahre 2018 wurden „nur“ 353 Millionen Euro mit digitalen Diensten umgesetzt, was einer Verdopplung in nur zwei Jahren entspricht. Der Verband unterteilt die Gaming-Online-Dienste dabei in drei Teilmärkte: Cloud-Gaming-Dienste, Online-Gaming-Dienste sowie Gaming-Abo-Dienste.


    Den größten Sprung innerhalb eines Jahres machen mit rund 67 Prozent demnach die Cloud-Gaming-Dienste wie PlayStation Now oder Google Stadia. Zwar ist der Zuwachs bei den Online-Gaming-Diensten wie Xbox Live Gold, PlayStation Plus oder der eingangs erwähnten Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft mit nur 50 Prozent und 439 Millionen Euro Umsatz etwas weniger stark gewachsen, hier sei aber laut game der Teilmarkt bereits deutlich größer. Mit Gaming-Abo-Diensten wie denen von Microsoft, Electronic Arts, Ubisoft, Apple und Google wurde mit 181 Millionen Euro circa 44 Prozent mehr Umsatz als noch im Vorjahr erwirtschaftet.


    Insgesamt konnte der deutsche Games-Markt im Corona-Jahr 2020 einen deutlichen Umsatzsprung verzeichnen. Mit rund 8,5 Milliarden Euro wurden 32 Prozent mehr an Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen Hardware umgesetzt als noch im Jahr zuvor. Gerade der Verkauf von Videospielen, In-Game- und In-App-Käufe, Abonnements sowie Gebühren für Online-Dienste verzeichneten einen Anstieg um 36 Prozent zum Vorjahr und macht mit 5,2 Milliarden Euro den größten Anteil aus.


    Doch wie sieht es zukünftig aus? Geschäftsführer Felix Falk vom Verband der deutschen Games-Branche sagte, dass gleich mehrere Faktoren für ein starkes Wachstum in den kommenden Jahren sprechen würden: So würde das Interesse an Cloud-Gaming weiter steigen, obgleich es sich noch in einer frühen Marktphase befinde, und Gaming-Abo-Dienste würden sich immer stärker etablieren, bei denen Spieler und Spielerinnen für einen festen Betrag im Monat eine große Auswahl an Spielen erhalten.


    Wie wichtig sind euch der Ausbau des Angebots an Gaming-Online-Diensten? Welche Abo-Dienste und Angebote nutzt ihr bereits oder plant ihr in Zukunft zu nutzen?

  • was war das für ne schlechte Zeit vor der Switch.


    Monster Hunter Online Spielen incl. Voice Chat auf der Wii.

    Mario Kart 8 auf der Wii U ...

    Ein Internet Browser , Netflix usw.

    Alles ohne Abo....


    Ein Glück dürfen wir jetzt für das alles, oder weniger Monatlich zahlen ! Danke !


    *Ironie*

  • Wundert mich überhaupt nicht, als gears und halo grinder bin ich jetzt im 8 Jahr Xbox love Gold, bin von daher gewohnt für den Service zu zahlen.


    Den Online Service von Nintendo hab ich auch, aber eig nie benutzt, mal zwei runden Mario K gezockt und Tetris 99 ein mal, das war’s.


    Aber das die Leute in Corona Zeiten mehr zocken wundert doch auch keinen. Mein Fitness Studio hab ich seit 3/4 Jahr nicht mehr von innen gesehen und werde da bestimmt nicht der einzige sein der da mehr zockt und andere melden sich dann halt erst an wodurch die Zahlen so steigen.

    Me and the Boys

  • megasega2

    Ja, der Umfang ist bei Nintendo Online geringer, dafür bezahlt man weniger und eben nur den Online-Service. Bei PS+ gab es für mich immer nur 2 Arten von Spielen: Hab ich schon und interessiert mich nicht resp. keine Zeit dafür. Die Onlinedienste von Sony und MS lohnen sich zumindest für mich weniger.

  • Ande


    PS Plus ist auch zu teuer, wenn man die Spiele schon hat, bzw. sie einen nicht interessieren. Geht mir genau so. Ich bezahle 60 € / Jahr fürs Online zocken und vielleicht ml 1-2 Spiele, die mich interessieren. Eine andere Möglichkeit, mit meinem Kumpel Online zu spielen lässt Sony aber auch nicht zu, also geht es leider nur so.


    Bei Nintendo bekomme ich zumindest das reine Online-Zocken für einen sehr günstigen Preis und ein paar 1:1 portierte SNES-Roms dazu. Dafür ist das Chatten und miteinander reden auf der Switch umständlicher, als es 2009 auf der XBOX 360 war. Da hat wohl jedes System seine Problemchen.

    Life is a Game.
    To be this good takes AGES.

  • Ich kanns gut nachvollziehen. Internetanbindungen werden immer besser und schneller und außerdem besteht der Reiz, sich mit anderen zu messen.

    Dennoch bin ich absoluter Verfechter des klassischen Zockens gemeinsam vorm heimischen Bildschirm. Für meine Begriffe ist es sogar ein Rückschritt, wenn zB ein Rennspiel keinen Splitscreen für wenigstens zwei Spieler besitzt. Das war früher mal besser.

    Und ansonsten spiele ich hauptsächlich Offline. Online nur sporadisch.

    Ich spiele zur Zeit am meisten:


    -Grindstone (Switch)

    -Dragon Quest XI (Switch)

    -Straßen des Glücks (Wii)

  • Kugelwilli das Rennspiele kein Splitscreen mehr besitzen fand ich wirklich extrem beunruhigend und falsch. Das wirkte so selbstverständlich, dass ich das garnicht nachvollziehen konnte. Überhaupt verstehe ich nicht, wieso viele Entwickler nun ein Problem mit Splitscreens haben. Klar die Framerate und Grafik leidet drunter aber heute haben wir viel viel bessere Technik als damals in der Hinterhand. Kann doch nicht so schwer sein, paar Abstriche zu akzeptieren. Wenn schwächere technische Geräte das dauernd hinbekommen haben wieso sollten es die heutigen nicht hinbekommen vernünftig zu laufen? Leider ist das immer mehr am aussterben, so wie sich Menschen immer mehr durch das digitale Zeitalter distanzieren, so werden es auch die Entwickler in den Videospielen das lokale Spielen immer weiter distanzieren. Im Grunde tun hauptsächlich die Indies dies noch so richtig supporten. Die großen denken sich da wohl, damit macht man halt nicht mehr Geld als es kostet, wozu also einbauen...

  • Wowan14

    Grafik und Framrate sind ja heute auch Killer-Argumente. Wenn ein Rennspiel keine 60fps mehr hält ist aber der Teufel los im Netz. Dasselbe mit der Auflösung, in der hintersten Ecke der Spielwelt müssen die Texturen scharf sein und jedes Detail erkennbar. Einen Aufschrei über den fehlenden Split-Screen scheint es ja nicht zu geben, da hätten die Spieler eben früher mal eine Ansage machen müssen, jetzt wird es mehr oder weniger hingenommen.

  • Ande Fakt ist aber dass man beides haben kann. Beim Splitscreen kommen ja erst die ganzen Abstriche, heißt im Singleplayer und online multiplayer bleibt framerate und grafik ja erhalten. Splitscreen ist halt nur eine Option, keine Pflicht. Das meine ich damit. Zudem geht es glaube ich garnicht anders, als dass beim Splitscreen was runtergedreht wird.

  • Wowan14

    Möglich ist es sicherlich, nur ist das eben auch mit Arbeit verbunden. Arbeit kostet Geld und ist wenn möglich zu vermeiden. Wenn die Spieler das Game auch ohne Splitscreen kaufen, dann wäre man doch blöde Zeit und damit Geld in die Entwicklung zu investieren. Ich bin aber sicher bei einem Fun-Racer wäre der Aufschrei sehr viel grösser als bei einem Forza. Mario Kart ohne 4-Spieler Splitscreen würde ich mir auch nicht kaufen, Ausnahme sind da die Handheld-Teile. Wie gesagt, die Spieler haben das hingenommen, weil sie lieber jede Schraube am Auto ankucken als zu zweit über die Strecken zu heizen. :dk:

  • Leider werden die Leute immer fauler. Der Wert und das Genießen von Videospielen sinkt durch solche Abomodelle wie ich finde leider extrem.


    Es ist halt ein Unterschied, ob ich mich erstmal für ein Produkt interessiere, bewusst entscheide dafür Geld auszugeben und es dann spiele, oder ob ich monatlich 20€ auf den Tisch lege und nur noch konsumiere was geht. Mal abgesehen davon, dass eine logische Folge davon ist, dass die Qualität auch nachlassen wird. Ist ähnlich wie bei Netflix und Co., es wird nur noch möglichst viel produziert damit das Angebot noch größer, umfangreicher, aufgeblasener wird. Jedes Thema wird als Serie verwurstet und die Konsum-Zombies sitzen vor Instagram und lassen die Serie im Hintergrund im TV laufen, bis sie einschlafen.

  • Zettes

    Das ist kein Phänomen des Gamepass bzw. einer Flat. Diese Art des Konsums gibt es schon immer, und wurde speziell durch das schnelle und heftige Rabattieren der Spiele legal. Insbesondere sehr stark bei Steam zu beobachten.

  • An die Abos meine Ps4 und Xbox habe ich mich gewöhnt und insbesondere auf der xbox bekommt man mehr gratis Games als man Zeit zum Zocken hat, wenn man da auch noch direkt den Game Pass dazu holt. Beide Abos bekommt man regelmäßig zu sehr viel günstigeren Preisen als normal. Xbox Ultimate zuletzt für 1 Euro für 3 Jahre...

    Switch Online ist zwar billiger, aber man bekommt halt auch nicht viel. Die Sicherung der Spielstande wird bei fast keinem meiner Spiele unterstützt. Die 40 Jahre alten gratis Spiele interessieren mich nun wirklich gar nicht mehr, erst recht weil sie auf jeder Generation schon oft genug aufgekocht wurden. Somit ist der Nintendo Dienst gefühlt einfach nur ein Ärgernis, wenn man doch mal eine Runde online zocken will. Da insbesondere auf der Switch aber online Spiele nicht besonders gut laufen ohne Server, wirkt das wie ein schlechter Scherz. Dazu muss man auch sehen, dass Nintendo nicht in der Lage ist, im heutigen Zeitalter eine wirkliche "online" Konsole zu betreiben. Chats, Voicechat, Spielerprofile, Erfolge, comkunity... Nichts davon gibt es. Keinerlei Mehrwert. Wozu also ein Abo? Gefühlt fühle ich mich da von allen drei Diensten am meisten veralbert und als Kunde nicht ernst genommen sondern abgezockt.

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