Yuji Naka und Square Enix beenden Zusammenarbeit

  • Zu Beginn des Jahres 2018 begann die SEGA-Ikone Yuji Naka für Square Enix zu arbeiten. Bei SEGA war Naka einer der führenden Köpfe des Sonic-Teams und prägte für viele Jahre die kreative Ausrichtung der Marke sowie anderer Projekte wie Phantasy Star Online. Bei seinem neuen Arbeitgeber war er federführend für die Entwicklung von Balan Wonderworld verantwortlich, das im März unter anderem für die Nintendo Switch erschien.


    Nach diesem gemeinsamen Projekt ist die Zusammenarbeit zwischen Naka und Square Enix nun allerdings wohl offiziell beendet. Auf einem Screenshot, den der Videospielmarkt-Analyst Stealth auf Twitter veröffentlicht hat, ist zu sehen, dass Nakas Anstellung bei Square Enix nach seinen Angaben am 30. April 2021 zu Ende gegangen ist.



    Nach Stealths Einschätzung hängt dies unmittelbar mit der teils vernichtenden Kritik zusammen, die Balan Wonderworld erfahren hat. Auf Metacritic liegt der aggregierte Score für die Nintendo Switch-Version des Spiels bei gerade einmal 36 von 100 möglichen Punkten. Dennoch ist festzuhalten, dass es sich hierbei lediglich um eine Vermutung handelt und die Beendigung der Zusammenarbeit nicht zwingend auf die Resonanz zu Balan Wonderworld zurückgeführt werden kann.


    Wie bewertet ihr das Ende der Zusammenarbeit zwischen Yuji Naka und Square Enix? Welche Projekte könnte er eurer Meinung nach als nächstes verfolgen?

    Quellenangabe: Twitter (@Stealth40k)
  • Tut einem tatsächlich ein bisschen leid.


    Hab mal ein Video über das Spiel gesehen, das die Hintergründe etwas beleuchtet hat, und ... da steckt schon irgendwo Herz und Seele hinter. Ein paar EXTREM schlechte Designentscheidungen und die mangelhafte spielerische und technische Umsetzung haben dem ganzen aber den Todesstoß verpasst und insofern kann man die sehr negativen Reaktionen schon verstehen.


    Soweit ich weiß wurde ein großer Teil des Spiels von Arzest (Entwickler von Wii Play Motion, Yoshi's New Island, Hey! Pikmin etc.) entwickelt, während Team Balan eher kreative Aspekte wie das Artdesign und die Story zu verantworten hatte. Weiß nicht, warum man sich gerade diesen Entwickler ins Boot geholt hat, der scheinbar noch gar nicht so wirklich an 3D-Spielen gearbeitet haben, aber ... naja, wer weiß.

    Einmal editiert, zuletzt von Mattos313 ()

  • Schade , das spiel hätte potentzial gehabt aber bei square mach ich mir zurzeit schon gedanken mit überstunden usw sie bringen viel zu viele spiele in kurzer zeit raus für meinen geschmack ( und enix spiele sind in der regel umfangreicher als man denkt,) alleine bei final fantasy wo das remake nicht mal fertig ist unf neben bei an u mengen andreren teilen gearbeitet wird

  • Schon die Demo auf der Switch hat das Ende von Balan Wonderworld vermuten lassen. Ich könnte diese Reaktion darauf dennoch nicht ganz verstehen. MitarbeiterInnen machen Fehler, aber aus denen kann man lernen. Es ist ja nur eine Vermutung das BW etwas mit der Entscheidung zu tun hat.

  • Jetzt noch Nomura vor die Tür setzen...

    Leider is er ja das Firmenmaskottchen...X/


    The Legend of Noob Nicht bei SE.

    Deren Verkaufserwartungen sind oft jenseits von Gut und Böse, und wenns nicht läuft dann wird der goldene Stiefel kurz angezogen und jemand fliegt.

    Balan mag zwar Müll sein, aber ob Naka der Hauptverantwortliche dafür ist ? Zweifelhaft.

  • Tut einem tatsächlich ein bisschen leid.


    Soweit ich weiß wurde ein großer Teil des Spiels von Arzest (Entwickler von Wii Play Motion, Yoshi's New Island, Hey! Pikmin etc.) entwickelt, während Team Balan eher kreative Aspekte wie das Artdesign und die Story zu verantworten hatten. Weiß nicht, warum man sich gerade diesen Entwickler ins Boot geholt hat, die scheinbar noch gar nicht so wirklich an 3D-Spielen gearbeitet haben, aber ... naja, wer weiß.

    Das liegt an der Arbeits-Freundschaft zwischen Yuji Naka und Naoto Oshima, der Vizepräsident bei Arzest ist. Beide haben schon zu Sonic the hedgehog -Zeiten sehr eng zusammen gearbeitet (Sonic entstammt ja sogar der Feder von Naoto Oshima).

    Ich würde sagen, mit dem richtigen Team wäre hier vieles anders gelaufen, aber es gibt auch Berichte von früher, wonach Naka ein eher strenger Chef sein soll, oder an sich selbst so hohe Ansprüche stellt, dass er sie selbst nicht erfüllen konnte.

    Life is a Game.
    To be this good takes AGES.

  • Besser ist es für Square Enix. Balan Wonderworld war und ist immer noch eine Katastrophe :troll: Hier wird jetzt nur noch Schadensminimierung betrieben und am Ende werden die Dinger wie E.T. in der Erde verbuddelt :dk:

  • Schon schade, aber bei dem Endprodukt was da mit Balan Wonderworld geliefert wurde, wundert mich das nicht. Frage ist, wer verantwortlich dafür ist. Square Enix hätte natürlich mehr Zeit geben müssen, um das Spiel zumindest zu polishen. Aber ein gutes Spiel wäre es mMn auch mit mehr Zeit nicht geworden. Yuji Naka ist mMn noch nie für ausgereifte Spielkonzepte bekannt gewesen :shigeru:


    Cirno the strongest Wobei das FF7R ja bewusst in Episoden released wird. Und Teil 1 fühlt sich sehr wohl fertig an (bis auf die paar matschigen Texturen in einem Gebiet). An dem Spiel sitzt man schon 50h. Wenn man den ganzen Content des Originals in ein einziges Remake gestopft hätte, hätte man ein 250h+ game rein an Story-Content bekommen. Also mMn verständlich, dass man hier das Remake in Teile splittet. Und so lange die Qualität stimmt und die nächsten Episoden wie auch die erste, an sich jeweils ein würdiges Finale bekommen (also sich trzd irgendwie abgeschlossen fühlen) sehe ich das als fertiges Produkt an.

  • Ich habe mir das Spiel relativ günstig zugelegt (29,99 € bei Müller) und hatte damit überraschender Weise sogar auch Spaß.

    Größter Kritikpunkt für mich ist die schwache technische Umsetzung der Switch-Version, gerade die Performance ist in manchen Abschnitten unter aller Kanone,was wirklich schade ist.

    Auf das reine Gamplay runtergebrochen, mit den verschiedenen Masken und Fähigkeiten, wurde ich mit den Titel aber mehr als solide unterhalten.

  • Mattos313 Das größte Problem an dem Spiel ist, dass du die gesamte Story in einem Roman nachlesen musst, damit alles einen Sinn ergibt. (@ntower: Hier könnte euer Amazon-Affiliate-Link für das Kindle-Ebook stehen xD)

  • Wir wissen ja nicht, ob Square Änderungen am Spiel haben wollte, weil es abzusehen war, das dass nichts wird, und der Yuji Naka hat sich vlt. geweigert, weil es seine Vision war.

    Oder Square gab Ihm viele Freiheiten.


    Als dann die Probleme offensichtlich waren, wars viel zu spät.

    Da laufen grundlegende Sachen falsch. Das fängt bei der Engine an und hört bei dem Spieldesign auf.

    Normal hätte man da nochmal von vorne anfangen dürfen.

    Old School Blizzard hätte das wahrscheinlich eingestampt, weil es den eigenen Anforderunge nnicht entspricht.

  • Cirno the strongest

    Square Enix hat doch mehrere Studios und tritt oft auch nur als Publisher auf.

    Da sollten mehrere Projekte kein Problem darstellen.

    Schau dir Nintendo an, die arbeiten auch gleichzeitig an vielen Spielen.


    Klar, son Publisher kann echt Druck machen, aber haben die das in dem Fall?

    Gerade weil so viel schief gelaufen war, hätte es vlt. keinen Unterschied mehr gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von Nebria ()

  • Naja, vermutlich war Square Enix schon klar, dass Balan Wonderworld nicht so der grosse Wurf ist. Wir wissen nicht was hinter den Kulissen lief, vielleicht hat Naka auch einfach gekündigt, weil Square das Spiel rausgebracht hat, obwohl es noch nicht fertig war? Scheint mir als gäbe es hier nur Verlierer, Nakas Ruf dürfte etwas Leiden, der von Square Enix auch und die Spieler, die sich darauf gefreut hatten, haben ein schlechtes Spiel bekommen.

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