Interesse an NFTs sinkt – Verkäufe seit Allzeithoch um 92 Prozent eingebrochen

  • Im vergangenen Jahr kam ein plötzliches Interesse an NFTs, also Non-Fungible Tokens, auf und zahlreiche Unternehmen sprangen auf den Zug auf, um bei dem vermeintlich lukrativen Geschäft mitzumischen. Konami versteigerte beispielsweise NFTs zu alten Castlevania-Artworks, Ubisoft ließ verlauten, dass NFTs vorteilhaft für die Spielerschaft seien und Square Enix hielt NFTs für eine Technologie, welche die Gaming-Landschaft revolutioniert. Doch scheinbar klingt laut der Webseite NonFungible das Interesse massiv ab.


    Wie das Wall Street Journal auf Basis der Webseite berichtete, sind die NFT-Verkäufe in dieser Woche auf einen Tagesdurchschnitt von etwa 19.000 gefallen. Im September letzten Jahres lagen diese hingegen noch bei 225.000. Auch die Zahl der aktiven NFT-Wallets, also Orte zum Speichern der digitalen Gegenstände, ist den Daten zufolge deutlich gesunken. Der Höchststand betrug vergangenen November rund 119.000 und diese Woche sind es nur noch etwa 14.000.


    Scheinbar ist auch das generelle Interesse deutlich zurückgegangen. Laut Google Trends erreichten die Suchanfragen nach dem Begriff im Januar ihren Höhepunkt und sind seitdem um etwa 80 Prozent zurückgegangen.


    Viele NFT-Besitzer müssen zudem leidig feststellen, dass ihre spekulativen Investitionen mittlerweile weit weniger wert sind als der ursprüngliche Einkaufspreis. Eine NFT des ersten Tweets von Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey, welcher im März 2021 für 2,9 Millionen US-Dollar von Sina Estavi, dem CEO des in Malaysia ansässigen Blockchain-Unternehmens Bridge Oracle, gekauft wurde, wurde Anfang dieses Jahres versteigert und erhielt keine Gebote über 14.000 Dollar. Sina Estavi behauptete jedoch, dass das Scheitern der Auktion kein Zeichen dafür sei, dass der NFT-Markt abflacht, sondern es sich um eine „normale Fluktuation handele, die in jedem Markt auftreten könne".


    Ein anderes NFT, das auf dem Rapper Snoop Dog basiert und Anfang April für etwa 32.000 US-Dollar verkauft wurde, steht Berichten zufolge jetzt mit einer Preisvorstellung von 25,5 Millionen US-Dollar zur Versteigerung an – das höchste aktuelle Gebot liegt jedoch gerade mal bei 210 US-Dollar.


    Laut dem jährlichenState of the Game Industry Report" der Game Developers Conference, in dem über 2.700 Spieleentwicklerinnen und Spieleentwickler über ihre Arbeit befragt wurden, hat die Mehrheit der Befragten kein Interesse an NFTs.


    Wie steht ihr zu NFTs und besitzt ihr aktuell welche? Wenn ja, was für welche?

    Quellenangabe: VGC
  • Im Original-Artikel von NonFungibleToken sind aber auch die (wahrscheinlichen) Gründe angegeben:

    Die Suchen nach "NFT" sind so ziemlich genau mit der Russland-Ukraine Invasion und dem kriselnden Finanzmarkt eingebrochen.


    Dazu kommt natürlich die Gesamtanspannung am Finanzmarkt und der Geldpolitik der Federal Reserve mit der Anhebung des Leitzinses.


    Nach dem Abflauen des 2021 Hypes hat sich der NFT-Markt eher gesund stabilisiert (remember: NFTs gibt es schon seit 2017), nachdem vor einiger Zeit noch Tausende Scam-Projekte täglich aus dem Boden geschossen sind.

    Utility setzt sich so langsam durch.


    Selbst der Vatikan(!) eröffnet demnächst eine eigene NFT-Galerie:

    https://coinphony.com/de/der-v…isierung-der-kunst-41424/


    Auch Steueroptimierung genannt.

    Künstlich Verluste generieren aber die NFTs noch über Ecken im eigenen Besitz haben.

  • Naja, heißt leider noch nichts.

    Ich warte immer noch bis die ersten einzigartigen NFT in MMO´s auftauchen. Mich wunderts das Blizzard noch nicht in Diablo sie eingeführt hatte :) Oder SE in Final Fantasy 14.


    Nach wie vor denke ich das dort das größte Potential gibt. Auch wenn ich selber persönlich nichts davon halte.

  • Die Menschheit überlastet die Erde bereits jetzt sehr stark. Wir sollten unsere beschränkten Ressourcen nicht in solchen Quatsch wie NFT stecken, die für relativ geringen Nutzen Unmengen an Energie verballern.

  • Das muss nicht heißen, dass NFTs jetzt am verschwinden sind. Kann auch sein, dass die Zeit einfach noch nicht gekommen ist und sie aber in ein paar Jahren dennoch allgegenwärtig sind. Und das sage ich als expliziter Gegner davon, der halt nicht glauben will, dass dem Schrecken jetzt schon zeitnah ein Ende gesetzt wird.

    „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ – Bob der Baumeister

  • Wo kommen diese Wunschbeträge her, die die erwarten? Snoop Dog NFT vor einem Monat gekauft für 32000 US$ und soll jetzt schon gefälligst 25,5 Millionen abwerfen? :link_confused:

    Wie kommt man da drauf, das etwas digitales derart im Wert steigen könnte/sollte?


    Bei den ganzen Umweltgerede wundert es mich sowieso, dass die ganzen Cryptowährungen überhaupt so steigen konnten bzw. durften. Dabei wird soviel Energie verwendet, ohne wirklich nutzen zu haben, außer das (meist) die falschen Leute noch reicher werden.

    Ich hoffe mal, das es noch lange so bleibt, das NFT's keine große Rolle spielen in Videospielen und diejenigen, die es jetzt schon versuchen, damit ordentlich auf die Schnauze fallen.

  • NFTs wurden bisher sowieso nur von Spekulanten gekauft. Wenn man nicht in neue Märkte investiert, würde es nie Innovationen geben. Aber das sind Menschen, die in der Regel genug Vermögen haben und bei Investitionen auch das Risiko nicht scheuen.


    Nach dem Anfangs-Hype konsolidiert sich der Markt einfach und es wird erstmals Bilanz gezogen. Das ist häufig so. Außerdem stellte sich nach einigen Diebstählen heraus, dass NFTs nicht so sicher sind, wie es immer suggeriert wurde. Wer investiert schon gerne Millionenbeträge in virtuelle Dinge, die ein Hacker innerhalb von Sekunden von einem Datenträger stehlen oder löschen kann - selbst wenn er selbst nicht viel damit anfangen kann.


    Aber deswegen werden NFTs nicht verschwinden. Und wir sehen bisher sowieso nur die Anfänge der Einsatzmöglichkeiten von NFTs. In wie weit sich das entwickeln wird, werden wir erst noch sehen. Wenn sich virtuelle Welten wie das geplante Metaverse etablieren, könnte das wieder anders aussehen. Aber die Hype-Blase ist zum Glück nun geplatzt und die Traumvorstellungen einiger Unternehmen dürfte sich nun in bodenständiges Denken gewandelt haben.

  • NFTs sind glorifiziertes Glücksspiel.

    Nicht mehr und nicht weniger

    (Aktien funktionieren sicher ähnlich. Das menschliche Gehirn lebt hat immer noch in der Steinzeit)

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