Deutscher Spielemarkt wächst dank höheren Einnahmen durch Mikrotransaktionen und Zusatzinhalte

  • Irgendwie bewegt sich der ganze Gaming-Markt in der letzten Zeit in immer gefährlichere Gewässer, insbesondere was Konsolen- und PC-Gaming angeht.

    So zeigen etwa die aktuellen massiven Kürzungen bei Microsoft's Entwicklungsstudios (die teilweise gerade erst übernommen wurden), dass sich Microsoft offenbar mit dem Gamepass gehörig verkalkuliert hat und man eben doch nicht um 10€/Monat langfristig gewinnbringend Day-1-Kracher produzieren kann...

    Dazu der epic-fail von Google's Stadia-Plattform.

    Bei Sony gehen die Softwareverkaufszahlen und Gewinne teilweise empfindlich zurück. Und auch die erhofften "Kracher" Horizon und GoW haben sich längst nicht so gut verkauft wie erhofft.

    Einzig bei Nintendo läuft es aktuell noch ziemlich gut, aber die kommende nächste Generation lässt auch Fragen offen ob's so toll weiterläuft.

    Dagegen nehmen mobile Games, Mikrotransaktionen etc. immer mehr Fahrt auf. Aus unternehmerischer Sicht versteht man das ja sogar, dort kann mit wenig Aufwand richtig viel Geld gemacht werden...:(

  • dort kann mit wenig Aufwand richtig viel Geld gemacht werden...:(

    Entschuldigung, aber die Entwicklung von Clash of Royales Super Deluxe Rumble in the Bronx Arena: 3 - Get your own waifu now! hat sehr viel Zeit, Kreativität und Mühe in Anspruch genommen. :troll:

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    Tatsächlich wären Mikrotransaktionen und DLCs für mich ein Grund mit Videospielen aufzuhören, wenn Nintendo dieses jemals in einem Maße wie EA, Activision-Blizzard oder Ubisoft umsetzen würde. Bislang waren die DLCs von Nintendo noch sehr gut - gerade Mario Kart 8 (Deluxe) ist hier sehr lobenswert hervorzuheben.

    Aber wenn ich mir diesen ganzen Free2Play-Markt ansehe, bei dem es im Endeffekt nur darum geht, den Spieler mit möglichst perfiden, psychologischen Tricks dazu zu bewegen immer mehr Geld zu bezahlen und die Spiele gleichzeitig aussehen wie hingerotzt von einem 1. Semester der Informatik, dann krieg ich n Hals. Das ist nicht das, was Videospiele ausmachen sollte.

  • (…)Aber wenn ich mir diesen ganzen Free2Play-Markt ansehe, bei dem es im Endeffekt nur darum geht, den Spieler mit möglichst perfiden, psychologischen Tricks dazu zu bewegen immer mehr Geld zu bezahlen und die Spiele gleichzeitig aussehen wie hingerotzt von einem 1. Semester der Informatik, dann krieg ich n Hals. Das ist nicht das, was Videospiele ausmachen sollte.

    Genau diese psychologischen Tricks sind es auch, um die die Entwickler das Spiel herum bauen. Das macht jedes Balancing und Spielsystem also quasi Gameplay kaputt. Weil es irgendwie nur noch um Belohnungszentren geht. Das trifft nicht nur billige Handygames, sondern auch große AAA-Titel.

    Anstelle Spiele ohne Grind zu bauen und ständig etwas zu bieten (wie bei den Uncharted-Spielen, wo ständig etwas passiert und alle Missionen immer ein gewisses neues Element beherbergen), werfen einen diese Art von Spielen in eine offene Welt und kennen vielleicht drei verschiedene Missionstypen. Allerdings ist der Grind so steil, dass man oft Geld investieren soll, um auch mal vernünftig mit der Hauptstory fortzufahren.

    Aber oft sind solche Spiele nur noch seelenlose Aneinanderreihungen von Questen, die zwar zehnmal so lange dauern als ein Uncharted 4, aber im Grunde weniger einzigartige Inhalte bieten.

  • Es macht einen wirklich fassungslos zu sehen, wie lukrativ Mikrotransaktionen sind.

    Für viele Menschen ist es absolut undenkbar, ein Spiel für 60 oder 70 € auf Konsole zu kaufen, aber 100 € an Mikrotransaktionen rauszuhauen ist eine kleinere Hürde.

    Leider ein beunruhigendes Beispiel dafür, wie effektiv psychologische Gambling-Tricks funktionieren und wie berechenbar das menschliche Gehirn ist.

    Da Gaming immer noch ein Business ist, kann ich jeden Entwickler/Publisher verstehen, die ein Auge auf Mikrotranskationen geworfen haben.

    Zum Glück ist Gaming für viele aber auch eine Leidenschaft und insbesondere Indie Entwickler versuchen nach wie vor in erster Linie ein tolles Gaming Erlebnis zu schaffen.

    Hades oder zuletzt Vampire Survivors haben gezeigt, das fantastisches Gameplay auch ohne Mikrotransaktionen sehr erfolgreich sein kann :D

  • Das Ding ist doch das: Damals war es so man hat ein Konsolen Spiel gekauft und hat EINMAL 120 DM oder später 60 EUR bezahlt.

    Heute tickt der Markt anders, vor allem der Mobil Markt.

    "Mario Run" wurde mit 9 EUR abgestraft, aber bei einem "gratis" Spiel Extra Schnickschnack für x Mal 0,99 EUR das geht in Ordnung.

    Man kann nur hoffen, dass das nicht der neue Standard wird.

    Selbst das war keine Norm. Oft gab es Spiele, für man bei neuem Content das Spiel neu rausbrachte und man für diesen Content, das Spiel zweimal kaufte. Bekannteste Beispiele dürften da Resident Evil, Monster Hunter, Kingdom Hearts, Pokemon, Street Fighter sein, wurden dann als Directors Cut oder “Super/Ultra” Fassung verkauft. Ist auf der Switch da auch gerade sehr präsent, Remaster mit neuem Content für den Vollpreis bringen. Selbst digitale Käufer bekommen einen Nachlass, obwohl diese z.B. Mario Kart 8 für die WiiU besitzen.

    Ob das wirklich besser war, kann man klar verneinen, da ist ein 20€ DLC besser. Eine Sache, bei der z.B. GF wenigstens einmal logisch dachte bei Schild & Schwert.

    Und bei einem F2P haut man eher paar Euro rein, weil man inzwischen dann weiß, was man davon hat. Bei einem bezahlten Spie hingegen nicht

  • Und bei einem F2P haut man eher paar Euro rein, weil man inzwischen dann weiß, was man davon hat. Bei einem bezahlten Spie hingegen nicht

    Den Faktor unterschätzen viele. Wenn ich ein F2P Spiel anfange, und nach mehreren Stunden immer noch spielen mag, dann muss ich zugeben wenig Probleme zu haben da auch Geld für auszugeben.

    Spiele bei denen man z.B. sowas wie Energie hat, die man beim Spielen verbraucht, und die sich langsam wieder auflädt, die man aber auch kaufe kann, die sind ziemlich assig und sowas ist Mist.

    Spiele wiederum, die man im Grunde uneingeschränkt auch so spielen kann, bei denen die DLCs einem einfach nur zusätzliche Optionen bieten wie z.B. sowas wie das es 4 Spielerklassen für Lau gibt und x weitere, die man einzeln zukaufen kann, Style Items, zusätzliche Charakterslots, etc. etc., das finde ich dann eben ok so. Sowas findet man oft bei MMORPGs die mal auf Abo Basis liefen und in F2P umgebaut wurden.

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