Geoff Keighley: Summer Game Fest ist nicht der Grund für das Ende der E3

  • Der Sommer ist traditionell die Jahreszeit, in der uns viele Neuankündigungen aus der Games-Branche erwarten. Ein wesentlicher Grund hierfür war über viele Jahre die Electronic Entertainment Expo oder kurz E3, die von 1995 an der Ort für große Videospiel-Präsentationen war. 2020 musste die E3 aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig ausfallen, kämpfte aber schon zuvor mit Absagen namhafter Konzerne und anderen Problemen. Moderator Geoff Keighley, der zuvor selbst auf der E3 ein Format hatte, hat als Reaktion auf die Absage der E3 und der gamescom im ersten Pandemiejahr das Summer Game Fest als digitale Alternative ins Leben gerufen.


    Während das Summer Game Fest in diesem Jahr erneut stattfindet, wurde die E3 2023 schon vor Monaten aufrgund mangelnder Resonanz abgesagt. Im Netz machten daraufhin Aussagen die Runde, Keighley habe der Traditionsmesse mit seinem Konkurrenzangebot den endgültigen Todesstoß verpasst.


    Im Podcast von Video Games Chronicle wies Keighley jetzt den Vorwurf des „E3-Killers“ zurück. Die Messe habe es schlichtweg versäumt, die Weichen für die digitale Zukunft zu stellen. Er bedauere, dass es die E3 in ihrer bisherigen Form nicht mehr gebe. Diese Entwicklung wäre aber auch ohne das Summer Game Fest gekommen, so Keighley weiter:


    Zitat

    Ich denke, die E3 hat sich in gewisser Hinsicht selbst gekillt. Ich weiß, warum Leute mir das vorwerfen, aber wenn überhaupt habe ich das Summer Game fest ins Leben gerufen, haben wir das Summer Game Fest auf die Beine gestellt, weil ich gesehen habe, dass der E3-Wagen einen Totalschaden hat. […] Was wäre also ohne das Summer Game Fest gekommen? Ich denke die Veranstaltungen hätten sich noch mehr über den Sommer verstreut.


    Wie seht ihr das? Denkt ihr, dass die E3 ohne Konkurrenz durch das Summer Game Fest dieses Jahr stattfinden würde?

    Quellenangabe: VGC
  • Ich sage einfach mal, dass man hier den natürlichen Lauf der Dinge sieht. Die großen Firmen haben realisiert, dass man die Spieler besser, flexibler und günstiger durch digitale Events erreichen kann. Die E3 ist vielleicht noch nicht komplett "tot", wird aber nicht mehr die großen Zeiten erleben. Zumindest nicht als Präsenzveranstaltung.

  • Vank84man

    Es ist auch schade um den Heiermann (kurze Erklärung: zu DM Zeiten gab es eine 5 Mark Münze, die Kinder oft von Ihren Eltern/Großeltern als Dank in die Hand gedrückt bekommen haben).....aber die Karawane zieht nunmal weiter.

    Wenn man das ganze mal nüchtern betrachtet, ging es bei der E3 um eine Veranstaltung bei der Publisher und Entwickler Ihre kommenden Games der Presse vorstellen konnten, die dann das ganze gefiltert an die Konsumenten weitergeben konnten.

    Inzwischen können das die Publisher und Developer das aber leichter, billiger und (wichtig!!!) ungefiltert selbst an den Konsumenten bringen. Die E3 macht deshalb fast keinen Sinn für diese, es verursacht nur zusätzliche Kosten.


    Das Summerfest dagegen ist nur lose zusammengehalten und bietet einen Rahmen der die Wahrscheinlichkeit das Konsumenten zugucken erhöht.....also sagt man zu, speziell wenn man sowieso vorhatte in der Zeit einen Stream zu veröffentlichen.

  • Er hat eine Alternative zur E3 während Corona geboten und ist mit der Zeit gegangen, was kann er dafür, dass die E3 deshalb untergegangen ist. Er hat lediglich die gegebene Initiative ergriffen und erntet nun die Loorbeeren mit seinen erfolgreichen Shows. Ich mag ihn und bin für seine Shwos wirklich dankbar, denn so hat man immer zwei feste Termine im Jahr worauf man sich auf eine geballte Ladung News freuen kann (Summer Game Fest, Game Awards).

    Konsolen: Playstation 5, Nintendo Switch


    PC: MSI Ventus RTX 2080 Super OC XS, i7 9700k, Asrock Mainboard Z390 PRO4, G.Skill 16GB DDR4 3200MHz, Samsung 970 EVO Plus NVMe M.2 SSD 500GB

  • Ich habe schon damals als die E3 Messe aufgrund mangelndes Interesse der Publisher abgesagt wurde einen langen Text über das Summer Games Fest geschrieben und versuche mich kurz zu fassen:


    Das Summer Games Fest ist eine nette alternative und auch ich mag Geoff Keighley aber seine Show fühlt sich wie ein Riesen Überraschungs-Ei an.

    Will sagen,mann weiss nicht,wo wann welcher Publisher seinen Auftritt hat und ob er/sie überhaupt vorkommen.


    In unserem Fall nimmt unser aller Liebling Big N eben wie immer nicht beim Summer Games Fest teil.


    Vorher hatte man auf der E3 Messe feste Termine wie z.b.


    12.06.23 18 Uhr EA Games Show

    12.06.23 22 Uhr Microsoft Live

    13.06.23 20 Uhr Ubisoft Forward

    13.06.23 03 Uhr morgens (für uns Europäer) Sony Presents Live

    (Paar Indie und 3rd Party Shows dazwischen)


    Und schlussendlich als letztes

    14.06.23 18 Uhr Nintendo

    (Das Datum ist nur erfunden als Beispiel)


    So konnte man zusammen einen Hype aufbauen,weil man feste Termine der Publisher hatte und je nachdem war der Hypetrain bei einer Ankündigung Groß oder eben Enttäuschend und man konnte gemeinsam darüber Disskutieren.


    (Gut das kann man natürlich auch beim Summer Games Fest ist aber nicht dasselbe Feeling)

  • NFan90

    Feste Termine gibt's auch beim Summerfest.

    Davon abgesehen haben IMHO ein paar zu rosarote Brillen bezüglich der E3 auf.


    Livestreams gab es ebenfalls nur am Ende der Lebenszeit der E3 (die E3 war für die Presse und Geschäftsleute, echtes Publikum wurde erst auf den letzten Messen erlaubt, für 1-2 Tage).....Diese Livestreams bekommt ihr noch immer....Big N wäre auch auf der E3 nicht anwesend gewesen.

    Es ist grausam wie auf Teufel komm raus ein Sündenbock gefunden werden muss. Ihr verpasst nichts. Es hätte auch mit einer Stattfindenden E3 nicht mehr Infos gegeben.

    Das Geschäftsmodel der E3 ist einfach nicht mehr Zeitgemäß, daran ist Sie zugrunde gegangen. Keiner hat die Publisher gezwungen der E3 fortzubleiben, das war deren Entscheidung.

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